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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
24.10.2012 06.26
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Die deutsche mindestens Drei-Klassen-Denkmals-Kultur

Der seit zwanzig Jahren andauernde Streit, ob die Volksgruppe „Sinti und Roma“ oder „Sinti, Roma, Manush, Lalu, Laleri, Lovara, Kalderara, Beasha, Aschkali, Kale, Churara, Saxi und/oder Lautari“ genannt werden soll oder einfach auf deutsch „Zigeuner“, wurde anscheinend umgangen.
Die „junge Welt“ berichtet (in klassischer Rechtschreibung):


Die nachgereichte Geste
Schlichte Formsprache: In Berlin wird das »Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti Europas« eingeweiht


... Im Zuge der langwierigen Diskussionen über das »Holocaust-Denkmal«, wie es oft genannt wird, wurde verschiedentlich die Hierarchisierung der Opfergruppen des NS-Regimes kritisiert. Unter anderm auch von Romani Rose, der nachdrücklich die Einbeziehung der Roma und Sinti in das Gedenken forderte. Jakob Schulze-Rohr, Mitbegründer der »Perspektive Berlin«, widersprach Romani Rose im April 1989 in einem Gespräch mit der taz, das zeigte, wie weit der Antiziganismus in die erinnungspolitischen Bemühungen der »Perspektive Berlin« hineinspielte: »Aber die Roma und Sinti sind im Anfang überhaupt nicht diskriminiert worden«, verkündete Schulze-Rohr, »man denke nur an die Zigeunerkeller, Zigeunermusik, Zigeunerspieß – das gab’s alles auch während der Nazizeit. Es gab sogar Zigeuner als Wehrmachtsangehörige. Also die Ausrottung der Zigeuner als Volksgruppe war ursprünglich nicht geplant.« …

junge Welt 24.10.2012

Peinlich war auch Lea Rosh, die in Talk-Shows einen in Auschwitz gefundenen Zahn schwenkte und ihn irgendwo im Denkmal eingemauert haben wollte. Der Spiegel erwähnt auch:

Angestoßen von der Journalistin Lea Rosh wurde seit den späten achtziger Jahren über ein Holocaust-Denkmal diskutiert. Auf Drängen der Initiatorin ist das 2005 eingeweihte Mahnmal zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz allerdings ausschließlich den im Nationalsozialismus ermordeten Juden gewidmet. Als deshalb 1995 ein ergänzendes Mahnmal für Sinti und Roma angedacht wurde, soll der Historiker Eberhard Jäckel gesagt haben, dann könne man auch gleich ein Denkmal gegen das Killen der Wale fordern.
Später bestritt Jäckel die Aussage gegenüber dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Dagegen vorgegangen ist er jedoch nie…

spiegel.de 24.10.2012

Die Schwulen, deretwegen vor allem es kein gemeinsames Mahnmal geben durfte, kamen mit ihren Denkmalsansprüchen in der Berliner Denkmalslandschaft schon eher zum Zuge – mit einer „Kussszene”:

Das Denkmal wurde von Michael Elmgreen und Ingar Dragset entworfen. Die Künstler haben dabei die Formensprache des Holocaustdenkmals aufgegriffen und durch ein zusätzliches Element ergänzt: In einer Fensteröffnung ist ein Film mit einer Kuss-Szene zu betrachten. Das Denkmal soll die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ehren und zugleich »ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen«.
Das Denkmal wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages gebaut und am 27. Mai 2008 der Öffentlichkeit übergeben.

stiftung-denkmal.de

Nachdem die
Zigeuner jetzt auch mit einem Denkmal bedacht sind, bleiben dennoch weitere Wünsche offen, lt. „junge Welt“:

Nun wird das Denkmal an prominenter Stelle in der Stadt eröffnet, in Anwesenheit der Bundeskanzlerin.
Einen zentralen Gedenkort für die ermordeten Behinderten in der Hauptstadt gibt es bis heute nicht, ein Wettbewerb ist dazu gerade in Vorbereitung.

junge Welt 24.10.2012

Ganz zum Schluß werden wohl die echten Kriminellen drankommen, die ja auch ein Recht auf ein richtiges Gefängnis und eine anständige Hinrichtung gehabt hätten.

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Sigmar Salzburg
03.10.2012 07.28
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Mit der Antisemitismuskeule gegen Kinderrechte

In der Debatte um die Beschneidung ist den Religiösen und ihren multikulturistischen Unterstützern anscheinend jedes Mittel recht, um die Verteidiger von Kinderrechten auszuschalten. Jetzt hat die Tageszeitung „taz“, die selbst von Pädophilen mitbegründet wurde, den Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik aufgeboten, um der Kampagne der säkularen Giordano-Bruno-Stiftung mit der Antisemitismuskeule den Garaus zu machen.

Da man der Stiftung in dieser Hinsicht nicht das geringste vorwerfen kann, muß ihr symbolisch gewählter Namengeber dafür herhalten. Der Naturphilosoph Giordano Bruno erlitt am 17. Februar 1600 auf dem römischen Campo dei Fiori den Flammentod – auf Betreiben der katholischen Kirche, die die befreiende Kraft seiner Gedanken fürchtete.

In seinem Werk finden sich auch einige zeitüblich abfällige Sätze über das Judentum, die er dort der Göttin Sofia in den Mund legt. Wollte man aus gleichem Grunde alle europäischen Geistesgrößen aus dem Verkehr ziehen, so bliebe kaum noch jemand übrig.

Brumlik reichert sein Pamphlet nun mit etwas Hitler und Rosenberg an, und fertig ist das tödliche Giftgemisch, das jede Kritik an absurden religiösen Praktiken unterbinden soll. Dafür unterschlägt er die Zustimmung, die Brunos wesentliche Weltsicht durch Albert Einstein, Ernst Bloch oder Erich Fromm erfahren hat.


Siehe: taz.de 20.10.2012, und hpd.de 2.10.2012

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Sigmar Salzburg
10.09.2012 16.12
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‚Der Israelit‘ schreibt weiterhin bewährt

In der ehemals preußischen Stadt Münster tobt ein Namenskampf der besonderen Art: Der Stadtrat hatte die Umbennung des dortigen „Hindenburgplatzes“ wohl aus Gründen der „political correctness“ verfügt, denn – so die aberwitzige Argumentation – der Name „Hindenburg“ reihe sich in eine angebliche Verkettung „Hindenburg-Hitler-Shoah“, sprich der Vernichtung des europäischen Judentums während des Zweiten Weltkrieges, ein. Dieser Umbennung in "Schloßplatz" widersetzten sich mittlerweile viele Münsteraner …

Wie nicht anders zu erwarten war, steht die örtliche zionistische Kultusgemeinde in der vordersten Reihe derer, die mit dem alten Reichspräsidenten ein Problem zu haben scheinen. Vor allem tut sich eine angeblich konvertierte Frau Geburek damit hervor, daß sie sich für Werbeplakate ablichten läßt, die Hindenburg als Wegbereiter der nationalsozialistischen Machtergreifung und damit als Mitschuldigen an den Untaten und Verbrechen des Dritten Reiches diffamiert …

Der Israelit 10.9.2012

Sogar der amtliche „Schlossplatz” wird verschmäht.

Siehe auch Hindenburgplatz und Judith Butler.

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Sigmar Salzburg
26.08.2012 11.20
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Ein ‚geheim gehaltener‘, ‚Pflanzen fressender‘, aber ‚Kopf loser‘ Zigeunersaurier…

Daß der deutsche Sinti- und Romarat bisher nicht eingeschritten ist!

Im französischen Velaux präsentierten Forscher eine bislang unbekannte Saurierart… Mehr als zehn Jahre dauerte es, die Knochen freizulegen – die Grabungen erfolgten im Geheimen.

Forscher haben nahe¹ des französischen Dorfs Velaux die Knochen eines zehn bis zwölf Meter langen Dinosauriers freigelegt. Der rund 75 Millionen Jahre alte Titanosaurier soll mit seinen zylinderförmigen Zähnen Pflanzen gefressen haben. Die Grabungen hatten bereits vor zehn Jahren begonnen, waren aber aus Angst vor Plünderungen bislang geheim gehalten worden.

Die Paläontologen nannten die neue Art Atsinganosaurus velauciensis – Zigeunersaurier ² aus Velaux, da er nahe Verwandte in Osteuropa [!] gehabt habe. „Wir haben mehr als 70 Prozent des Skeletts gefunden, leider aber nicht den Schädel“, sagt Ausgrabungsleiterin …

spiegel.de 25.8.2012

¹) nahe dem ..., aber: in der Nähe des ...
²) korrekter: Sintovelromasaurus velauciensis ...

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Sigmar Salzburg
17.08.2012 15.18
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Schöne Aussichten

Türkische Migranten hoffen auf muslimische Mehrheit

Laut einer neuen Studie zu deutsch-türkischen Lebenswelten wünschen sich 46 Prozent der Türken in Deutschland, dass hier irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen…

Als bedenklich empfindet der Leiter der Studie die Zunahme religiöser Vorurteile. Der Aussage „Ich wünsche mir, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen“ stimmten 46 Prozent der befragten Migranten zu. ¹)

25 Prozent sind der Meinung Atheisten seien minderwertige Menschen. 18 Prozent empfinden Juden als minderwertig.

welt.de 17.8.2012

¹) Das wird im Spiegel-Bericht politisch-korrekterweise unterschlagen. Andererseits würde wohl jede andere Sekte in ihrem Sinn ähnlich antworten.

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Sigmar Salzburg
10.08.2012 11.06
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Neues aus der Anstalt

Ja, schwullesbisch hätte Nadja Drygalla sein müssen und sich in eine ebensolche Raubmörderin verlieben, dann wäre alles ihre höchstpersönliche Angelegenheit gewesen!

Der NDR-Moderator und der Callboy aus Berlin

NDR-Moderator Frank Breuner liebt einen mutmaßlichen Mörder. Der 19 Jahre alte Jokubas S. soll seinen Zuhälter umgebracht haben. Er wurde von dem Getöteten an fremde Männer verkauft…
Beim NDR gab es danach Anfragen von Journalisten. Aber der Sender hält sich heraus: „Seine persönlichen Angelegenheiten sind seine Sache“, erklärt Sprecherin Iris Bents, „wie haben keine Veranlassung, uns dazu zu äußern.“

welt.de 8.8.2012

Wenn aber eine Eva Herman für mehr Kinder eintritt und versehentlich meint, das sei im Dritten Reich besser gefördert worden, dann folgt beim NDR die sofortige Entlassung.

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Sigmar Salzburg
10.08.2012 10.10
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Die neue Quasi-Gotteslästerung

Radiosender entläßt Moderatorin wegen Auschwitz-Zitat

… Die 39 Jahre alte, freie Mitarbeiterin hatte am letzten Samstag im Juli versucht, diejenigen Hörer, die an diesem Tag arbeiten mußten, mit dem Satz „Arbeit macht frei“ aufzumuntern. Die Parole stand über dem Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung

Mehrere Hörer beschwerten sich daraufhin beim Sender. Eine 19 Jahre alte Assistentin antwortete einem von ihnen: „Nehmen Sie es doch einfach mit Humor.“ Auch sie wurde deswegen nun entlassen. Zudem wurde bei der Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung eingeleitet.

jungefreiheit.de 10.8.2012

Die Hysterie nähert sich spiegelbildlich schon der im Dritten Reich. Damals wurde ein Priester wegen des Witzes hingerichtet, ein Soldat habe auf dem Sterbebett unter Bildern von Hitler und Göring gesagt: „Jetzt sterbe ich wie Jesus Christus zwischen zwei Verbrechern.“

unitas-ruhrania.org

Daß der „Holocaust“ heute die Stelle „Gottes“ als des höchsten Wertes eingenommen hat, bestätigt indirekt auch der katholische Philosoph Robert Spaemann in seiner Argumentation für die Bestrafung der Lästerung religiöser Werte:

Wir haben trotz der Religionsneutralität des säkularen Staates ein Ereignis, dem eine Sakralität zuerkannt wird wie dem Kreuzestod Jesu. Stellen wir uns vor, es erschiene irgendwo das Bild einer Gaskammer mit der Überschrift „Arbeit macht frei“, in der sich zahllose halbtote Frösche befänden. Niemand würde hier bestreiten, dass das Beleidigtsein von Menschen objektiv gerechtfertigt ist. Die Leugnung des Mordes an sechs Millionen Juden sollte zwar so wenig strafbar sein wie die Leugnung des Kreuzestodes Jesu zum Beispiel im Koran. Sie ist einfach eine falsche Tatsachenbehauptung. Für Wahrheitsfragen aber ist der Staat nicht die entscheidende Instanz. Die Verhöhnung der Opfer dagegen wäre eine objektive Beleidigung, die mit Recht nicht straffrei bliebe…

FAZ.net 25.7.2012

Spaemann spielt hier offensichtlich auf Fälle an, in denen Satiriker Frösche ans Kreuz genagelt haben. Ich kann darin keine Beleidigung Jesu oder des Glaubens an ihn erkennen, sondern eine Aufforderung, sich der Leiden der Tierwelt durch den Menschen zu erinnern.

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Sigmar Salzburg
03.08.2012 11.05
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Fortschritt?

Olympia 2012: NPD-Verdacht! Deutsche Ruderin Drygalla abgereist

Hamburger Abendblatt – vor 3 Stunden

Ich bin am Ort das größte Schwein,
ich lasse mich
(vielleicht) mit Juden Nazis ein!


s.a.

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Sigmar Salzburg
26.07.2012 07.30
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Mückenplage

Wegen eines rassistischen Twitter-Kommentars ist die griechische Dreispringerin Paraskevi „Voula“ Papachristou von den Olympischen Spielen in London ausgeschlossen worden…

Die 23-Jährige hatte zuvor folgenden Satz getwittert: „Mit so vielen Afrikanern in Griechenland werden die Mücken aus dem West-Nil essen wie zu Hause.“ In den vergangenen Monaten waren in Athen mehrere Menschen nach Mückenstichen an West-Nil-Fieber erkrankt, ein Mann starb.

spiegel.de 25.7.2012

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Sigmar Salzburg
22.07.2012 15.58
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Die Angst vor einem politisch korrekten Zwergenaufstand

In einem Alter, in dem Günter Grass mit der 10. SS-Panzerdivision in den Krieg gegen Rußland gezogen ist, hat der russische Weltstar Evgeny Nikitin als Jungrocker nichts anderes verbrochen, als sich möglichst schreckenerregende Symbole auf die Haut tätowieren zu lassen. Inzwischen ist er längst resozialisiert und hat das schlimmste überstechen lassen, so daß wohl nur noch im UV-Licht etwas zu erkennen ist. Einen harmlosen Buchstaben aus dem Runenalphabet hat er jedoch arglos stehen lassen – aber es gibt alte Filmaufnahmen, lt. BILD:

Evgeny Nikitin Nazi-Tattoos – Opernstar sagt Bayreuth-Auftritt ab!

Bilder des Sängers
Evgeny Nikitin  zeigt seinen tätowierten Körper. Über seiner linken Brust ist deutlich eine Rune zu sehen. Wegen der Tattoos musste er jetzt seinen Auftritt in „Der Fliegende Holländer“ absagen

Die Festspielleitung und der Regisseur seien durch Filmaufnahmen der ZDF-Kultursendung „Aspekte” am Freitagabend auf eine Tätowierung am Oberkörper aufmerksam geworden, sagte Festspielsprecher Peter Emmerich der Nachrichtenagentur dpa.

Oberhalb der Brust habe man ein Hakenkreuz erkennen können. Darüber sei zwar ein anderes Motiv gestochen worden. Dennoch betonte Emmerich: „Dazu muss man Haltung beziehen. Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.”

BILD am SONNTAG war[en] die fragwürdigen Tätowierungen bereits am Freitag aufgefallen …

Emmerich betonte, die Festspielleitung habe bei der Besetzung der „Holländer”-Partie zunächst nicht auf die Tätowierungen geachtet. Denn: „Es wird eine Stimme engagiert, ein Sänger.” Hautfarbe oder Nationalität spielten ja auch keine Rolle. Und genauso werde normalerweise auch nicht überprüft, „was jemand auf der Haut trägt”. Hier aber liege eine andere Situation vor, betonte Emmerich.

Das heißt, nächstens muß ein Bayreuth-Bewerber noch seinen Arsch entblößen – die eifrige Festspielbesucherin Claudia Roth könnte sonst dort ein übertünchtes Hakenkreuz wittern.

… Adolf Hitler war regelmäßiger Festspielgast und ließ sich in Bayreuth feiern… Richard Wagners Musik ist bis heute in Israel unerwünscht. Der Komponist (1813-1883) äußerte sich bei vielen Gelegenheiten judenfeindlich.
BILD 21.7.2012

Der Friedensaktivist, Dirigent und Pianist Daniel Barenboim hat sich in Israel für Wagners Musik eingesetzt, und Marcel Reich-Ranicki wischt die kleingeistigen, aber damals zeitüblichen antisemitischen Ausfälle seines Lieblingskomponisten mit einer Handbewegung weg. Wer in Deutschland was spielt oder singt, bestimmen jedoch die hiesigen Geisteszwerge aller Schattierungen.

Das fragliche Video im ZDF v. 19.7.2012.

Siehe auch focus.de 23.7.2012

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Sigmar Salzburg
17.07.2012 10.37
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Gedenktag

Adam Smith

* 5. Juni 1723 (getauft) in Kirkcaldy; Δ 17. Juli 1790 in Edinburgh;
schottischer Moralphilosoph und Nationalökonom;

Nach Abschluß des Studiums kehrte er nach Kirkcaldy zurück. Nachdem ihm dort eine Lehrerstelle verwehrt blieb, zog er 1748 nach Edinburgh. Mit seinen Vorträgen über Belletristik, Rhetorik, Philosophie und Recht konnte er sich sehr bekannt machen. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Freundschaft mit dem englischen Philosophen David Hume… Nach zwei Jahren als Privatlehrer bei einem Adeligen in Frankreich kehrte er 1766 nach Schottland zurück und befasste sich mit Nationalökonomie. Er veröffentlichte 1776 eine Abhandlung unter dem Titel „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“… Wie viele Aufklärer und Rationalisten seiner Zeit war Smith Deist. Als Professor in Glasgow bemühte er sich vergeblich darum von der Pflicht entbunden zu werden, seine Vorlesungen mit einem Gebet zu eröffnen.

http://hpd.de/node/2409

„Atheistisch“ korrekt ist das unerklärte Symbolzeichen für das Sterbedatum. Der Stern von Bethlehem ist anscheinend tragbar. Bisweilen sind ja auch die Runenzeichen und üblich, werden aber hier wohl als Germanentümelei oder Schlimmeres verworfen.

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Sigmar Salzburg
14.07.2012 06.32
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Es bleibt noch viel zu tun

Tiere mit Promi-Namen
Bob Marley kann sich nicht mehr wehren, doch auch Prominente wie Beyoncé oder Prinz Charles müssen als unfreiwillige Namenspaten für Tiere und Pflanzen herhalten. Selbst ehemalige US-Präsidenten sind dagegen nicht gefeit. So darf sich ein Schleimpilze fressender Käfer „Agathidium bushi“ nennen…

Der „Gnathia marleyi“ befällt Fische auf karibischen Korallenriffen und saugt ihnen, ähnlich wie Zecken an Land, Blut aus…

Die Umweltorganisation Amphibian Ark taufte einen seltenen Frosch aus Ecuador „Hyloscirtus princecharlesi“. Sie wollte damit den Einsatz des Kronprinzen für den tropischen Regenwald ehren.

Schon sehr viel länger darf sich Sängerin Beyoncé über einen tierischen Namensvetter freuen. Eine Pferdefliegenart hat ein sehr markantes Hinterteil – und deshalb den Namen „Scaptia (Plinthina) beyonceae“.

spiegel.de 13.7.2012

Es fehlt in der Aufzählung „Anophthalmus hitleri“, ein brauner, blinder Höhlenkäfer aus Slowenien, von seinem Entdecker dem „Führer in tiefer Verehrung“ gewidmet. Ob der arme Käfer nun auch bald entnazifiziert wird?

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Sigmar Salzburg
13.07.2012 17.40
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Mehr über Umbenennungen

Bernhard Strowitzki weist bei Sprachforschung.org gerade auf eine Marotte der „jungen Welt“ hin, die mir auch schon aufgefallen ist:

… Eine recht skurrile Regelung pflegt die junge welt: Orte, die irgendwann einmal deutsch waren (wie z.B. Breslau/Wroclaw), dürfen auf keinen Fall mit ihrem deutschen Namen bezeichnet werden, das könnte ja irgendwie revanchistisch sein.
Orte, die nie deutsch waren, wie etwa Rom oder Neapel, dürfen dagegen deutsch benannt werden…

[Das entspricht natürlich linker Schizophrenie – wie auch die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke um das Rückkehrrecht der vertriebenen Palästinenser in ihre angestammten Wohngebiete barmt, den deutschen Vertriebenen aber nicht einmal ein angemessenes Erinnerungsrecht einräumen will.]

Merkwürdig auch Mischformen, wie wenn von einem „Strasbourger Urteil“ die Rede ist. Wie spricht man das? Übrigens bevorzugt diese Zeitung bei Orten im Baskenland die baskischen Namen vor den spanischen (also Donostia statt San Sebastian, Gernika statt Guernica etc.) …

Ein interessantes Thema … ist die Umbenennung der (ex-)deutschen Orte östlich der Oder-Neiße-Linie. 1945 mußten ja quasi über Nacht tausende polnischer Orts- und Flurnamen erfunden werden (ähnliches geschah auch in Südtirol, wo z.B. aus Waidbruck Ponte Gardena werden sollte) …

[Zufällig bemerkte ich, daß mein eigener Geburtsort in Schlesien seit 2009 wieder seinen alten Namen Rothhaus neben dem polnischen Osiny tragen darf. An die kleine Kirche (s. Wikipedia), die meine Großmutter regelmäßig aufsuchte, kann ich mich noch gut erinnern.]

… Vor allem im sowjetischen Nord-Ostpreußen wurden auch einfach völlig neue Namen erfunden: Königsberg –> Kaliningrad oder Tilsit –> Sowjetsk….

[Zu Kaliningrad siehe hier]

Interessante Skurrilitäten aus dem bayerischen Kultusministerium berichtet auch Theodor Ickler in seinem Hauptartikel vom 6.8.2008

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Sigmar Salzburg
12.07.2012 10.06
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Umbenennungen

Die „junge Welt“ brachte ein Interview mit dem Aktivisten Bernd Drücke anläßlich der Umbenennung einer Straße nach Paul Wulf, Sterilisationsopfer der Nazis, der sich später für Aufklärung und die Opfer eingesetzt hat:

»Es ist fast ein Wunder, daß wir das durchgekriegt haben«
Im stockkonservativen Münster werden jetzt Straßen umbenannt, die an Nazis erinnern.

… Die CDU hat jetzt ein großes Problem – die Rechten stemmen sich nach wie vor massiv gegen jede Änderung. Es grenzt fast an ein Wunder, daß wir die Umbenennung durchgekriegt haben.

[jW] Es gibt da noch einiges zu tun, scheint mir. In Münster gibt es die Ostmarkstraße, die Danziger Freiheit, die Manfred-von-Richthofen-Straße …

…Prominentester Name dabei ist der Schloßplatz [offiziell „Schlossplatz]… Es wäre wirklich ein ganz schlimmes Armutszeugnis für die Stadt, wenn dieser zentrale Platz wieder nach dem Reaktionär Paul von Hindenburg benannt würde.
jungewelt.de 9.7.2012

Richthofen war ein WKI-Flieger, geachtet auch von den Gegnern; mit dem Namen „Danzig“ soll wohl die Erinnerung an die ethnische Säuberung der Stadt nach 1945 ausgelöscht werden; ebenso mit „Ostmark“ die Erinnerung an den deutschen Osten oder Österreich; da kann man nur sagen: 1984!

„Paul-Wulf-Weg“ anstelle „Jöttenweg“ nach Karl Jötten, der bereits 10 Jahre lang Professor war, dann 1933 zur Karrieresicherung in die NSDAP eintrat und 1935 als Befürworter der Eugenik auftrat. Deutschland hinkte auf diesem Gebiet hinterher. In der Lebensdarstellung Wulfs liest man erstaunt:

Noch keine 17 Jahre alt, wurde er Opfer des 1932 von der SPD im Reichstag eingebrachten und von den Nazis 1934 verabschiedeten „Erbgesundheitsgesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“.
uwz-archiv.de

Und noch erstaunter erfährt man (Wikipedia): Dänemark hatte unter Federführung des sozialdemokratischen Justiz- und Sozialministers Karl Kristian Steincke (1880–1963) die Zwangssterilisation als „rassenhygienische Maßnahme“ bereits 1929, vier Jahre vor dem Deutschen Reich, gesetzlich eingeführt. … Erst 1967 wurde diese Praxis durch ein Gesetz beendet…
Auf Initiative einer Gruppe von Sozialdemokraten um Hjalmar Branting beschloss der Schwedische Reichstag 1921 die Gründung des Staatlichen Instituts für Rassenbiologie an der Universität Uppsala. In Schweden bestand das Sterilisationsgesetz von 1941 ohne Änderungen bis 1975. Es wurden circa 63.000 Menschen sterilisiert…
In der Schweiz wurde im Kanton Waadt im Jahr 1929 das erste Gesetz zur eugenischen Zwangssterilisation in Europa erlassen; es wurde erst 1985 aufgehoben…
In den USA wurden seit 1907 Zwangssterilisationen durchgeführt, die letzte 1981…


Was heute als „faschistisches Gedankengut“ angeprangert wird, war also schon lange vorher Gemeingut vor allem auch „fortschrittlicher“ Sozialdemokraten.

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Sigmar Salzburg
08.07.2012 07.57
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Piraten-Correctness

… Weibliche Mitglieder fühlen sich nach SPIEGEL-Informationen diskriminiert, deshalb ist nun eine geschlechtsneutrale Satzung geplant…

Die profane Idee, einfach überall „Piratinnen und Piraten“ zu schreiben, findet im Vorfeld wenig Unterstützer.
Auf noch weniger Begeisterung stößt der Vorschlag, „Pirat/innen“ zu schreiben. „Bitte Sprache nicht vergewaltigen“, merkt ein Gegner an. Die Reaktionen auf den Antrag, den Begriff „das Pirat“ zu verwenden, fallen nüchterner aus. Bislang kein Kommentar.
Sehr pragmatisch wirkt der Vorschlag mit dem Titel „Die Satzung soll so bleiben, wie sie ist“. Als hätten die Verfasser der aktuellen Bundessatzung das Gewitter schon aufziehen sehen, haben sie den ersten Paragrafen krisenfest formuliert: „Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder werden geschlechtsneutral als Piraten bezeichnet.“ Natürlich könnte man in der Bundessatzung auch einfach von Mitgliedern anstatt von Piraten sprechen.

Von „Mitgliedern“ und „Ohnegliedern“

Auch dieser Vorschlag nimmt an der Abstimmung teil. Er würde bedeuten, dass sich die Piraten den Vertretern der geschlechtsneutralen Grünen, Linken, Liberalen, Christsozialen und Sozialdemokraten annähern würden. Anpassung an die Regeln des System? Nichts für Piraten. Neben „Mitgliedern“ gebe es auch „Ohneglieder“, findet einer. Eine Anregung, die mittlerweile wieder zurückgezogen wurde.

Um die Diskussion zu versachlichen, hat die Partei auch einen Sprachwissenschaftler um Rat gebeten. Professor Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin¹ schlägt eine technische Lösung des Problems vor: „Im Zeitalter der Informationstechnologie dürfte es nicht schwer sein, eine Satzung zu programmieren, bei der die Leser/innen per Drop-Down-Menü auswählen können, ob sie die Personenbezeichnungen in der männlichen oder der weiblichen Form lesen wollen.“… [Link hinzugefügt]

spiegel.de 8.7.2012

Bald wird es auch möglich sein „eine Satzung zu programmieren, bei der die Leser/innen per Drop-Down-Menü auswählen können, ob sie mehr linke Positionen oder eher unverbindliche Erklärungen lesen wollen.“

¹)Vormals Hamburg und Bremen – durch politisch korrekte Betriebsamkeit wird man eben eine gefragte Kapazität.

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