Willkommen Die 20 neuesten Beiträge im Forum
Fadensuche     Suche
Kennkarte ändern     Häufig gestellte Fragen   zu anderen Nutzern  kostenlose Anmeldung   Anfang  verabschieden
Jemandem diese Seite senden! Druckvoransicht zeigen
Forum > Rechtschreibforum
Kirchen und Religion
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >
Verfasser
Leitthema    Dieser Faden ist 24 Seiten lang:    1  2  3 · 10 · 15  16  17  18   19  20  21  22  23  24  Post New Thread     Post A Reply
Sigmar Salzburg
01.09.2012 11.03
Diesen Beitrag ansteuern
Vergleiche

Silvan Schalom: Beschneidungsverbot heißt „Juden raus“

[Die Google-Anzeigenautomatik schaltet geschäftstüchtig ein:]

Google-Anzeigen
Wohnsitznahme im Ausland Was Sie wissen müssen, wenn Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen
schutzgemeinschaft-ev.pblo.de


Juden könnten nicht ohne diese für ihre Identität elementare Praxis leben...

„Ein Verbot der Beschneidung stellt die Existenz der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland infrage“, sagte Pinchas Goldschmidt, der Präsident des Verbandes der Moskauer Rabbiner. „Sollte das Urteil Bestand haben, sehe ich für die Juden in Deutschland keine Zukunft.“

Auch der baden-württembergische Landesrabbiner Netanel Wurmser äußerte sich entsetzt: „Das weckt Erinnerungen an schlimmste Szenarien jüdischer Verfolgung“, sagte er.

focus.de 1.9.2012

Der Druck der Religiösen hält seit dem Kölner Urteil an:

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Graumann … meinte, wenn dem Kölner Urteil nicht so bald wie möglich widersprochen werde, sehe er keine Zukunft mehr für die jüdischen Gemeinden in Deutschland. „Dann müssen wir gehen“, sagte Graumann.

m.faz.net 15.7.2012

… da hätte Hitler also nur die Beschneidung verbieten müssen!

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
23.08.2012 06.43
Diesen Beitrag ansteuern
Benedict bleibt unreformiert

Benedict XVI. hat eine Generalaudienz auf Castel Gandolfo abgehalten. Seine Rede an die deutschen Pilger ist, wie üblich, in traditioneller Orthographie verfaßt. Das erkennt man diesmal nur an einem Wort:

„Das Königtum Christi, wir wissen es, ist ganz durchwoben von Demut, Dienen, Liebe und unterscheidet sich so von irdischen Reichen und Machtblöcken. Das gleiche gilt für Maria: Sie ist Königin im Dienst für Gott und für die Menschen.“

Vergleich: Traditionell – „Reform“ – Reform konsequent (=atavistisch)

dasselbe – dasselbe – das Selbe
desselben – desselben – des Selben
das gleiche – das Gleiche – das Gleiche
desgleichen – desgleichen – des Gleichen

Die „Neuregelung“ zeigt optisch die größte Unregelmäßigkeit.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
16.08.2012 06.03
Diesen Beitrag ansteuern
Reformschreibung und Reformkirche

Die „Rechtschreibreform“ verunsichert bekanntermaßen auch beim Lesen unreformierter Texte, weil man nicht mehr sicher sein kann, ob nicht der Schreiber oder das Korrekturprogramm versehentlich aufs falsche Gleis geraten sind. Reformdressierte Leser müssen ebenso auf die schiefe Bahn kommen.

So geschieht es bei dem gerade erwähnten Paulus-Buch von Hyam Maccoby. Der Satz auf Seite 72 kann reformiert in zwei Bedeutungen verstanden werden:


„Der Leichnam eines hingerichteten Verbrechers wurde eine kurze Zeit lang an einem Pfahl aufgehängt, aber dann sollte er abgenommen werden, denn das würde einen Fluch von Gott provozieren…“

Im weiteren Verlauf des Buches zeigt sich, daß der Übersetzer das ursprünglich von den Reformern gänzlich abgeschaffte Wort „Zeitlang“ sehr wohl kennt. Also ist der genannte Satz wohl auch traditionell zu verstehen. Sicher sein kann man aber heutzutage nie.

Eine kleine Abschweifung zum Inhalt des Buches sei noch erlaubt. Eine Frage hat es mir nicht beantwortet: Sind die „Armen“ im Galater-Brief 2,10 nicht vielleicht eine (Selbst-)Bezeichnung für die Jerusalemer Urgemeinde, die sich nach der Zerstörung Jerusalems für die judenchristliche Gruppe der „Ebioniten“ („ebionim“, die Armen) ununterbrochen fortsetzte? Beide Gruppen wurden auch „Nazarener“ genannt, wie noch heute im Arabischen die Christen („nazraniy“). Die Ebioniten zeigten urchristliche Züge, lehnten die Göttlichkeit Christi ab, betrachteten Paulus als Verräter und wurden daher von der paulinischen Kirche verfolgt.

Wer den Galater-Brief ohne christliche Scheuklappen liest, wie ich vor fünfzig Jahren, erkennt leicht, daß die Jerusalemer Urgemeinde unter Jakobus und Petrus (Kephas) den selbsternannten Apostel Paulus für einen fragwürdigen Phantasten hielt, den man von den Juden fernhalten müsse. Da man ihn aber in seinem Missionierungsdrang nicht hindern konnte, fand man die einträgliche Lösung, ihn gegen eine Lizenzgebühr unter den Heiden missionieren zu lassen, wie Paulus andeutet (n. Luther): „… erkandten die gnade / die mir gegeben war / Jacobus vnd Kephas vnd Johannes / die fur seulen angesehen waren / Gaben sie mir vnd Baraba die rechte Hand / vnd wurden mit vns eins / Das wir vnter die Heiden / sie aber vnter die Beschneitung predigeten / Allein das wir der Armen (πτωχων) gedechten / welches ich auch vleissig bin gewesen zu thun.“ (Gal. 2,9-10) Von der Geldübergabe wird an anderen Stellen berichtet.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
11.08.2012 16.42
Diesen Beitrag ansteuern
Der kleine Unterschied

Dem neuen Atheismus entgegentreten
...
Berlin (kathnews/RV). Die Kirchen müssen dem Atheismus nach Auffassung des Berliner evangelischen Altbischofs Wolfgang Huber „auch im Internet und den modernen Medien“ entgegentreten… Es gehöre deswegen zu den Kernaufgaben der Kirche, dass sie die Diskussion mit dem neuen Atheismus führe …

kathnews.de 11.8.2012

Würde Huber heute ebenso wagen zu fordern, man müsse dem Islam entgegentreten?
Nichtspiritistische Weltanschauungen sind eben vogelfrei.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
08.08.2012 10.33
Diesen Beitrag ansteuern
Dreiste Gotteskrieger

EKD-Vorsitzender ruft Drygalla zur Buße auf
BERLIN. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Schneider, hat von der deutschen Ruderin Nadja Drygalla eine ernsthaft gemeinte Abkehr vom Rechtsextremismus gefordert. In der Bibel stehe, „wenn ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit umkehrt, so soll´s ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist“, sagte Schneider der Welt.

Junge Freiheit 8.8.2012 in traditioneller Rechtschreibung

Die Gleichsetzung von „Gottlosigkeit“ mit Wertelosigkeit und Links- oder Rechtsextremismus ist eine Unverschämtheit. Das erinnert an den ausgestoßenen CDU-Mann Martin Hohmann: Alle Welt hat sich über seine schiefe Gedankenverbindung von Judentum mit Stalins Verbrechen erregt, daß er aber ersatzweise alle „Gottlosen“ für dergleichen verantwortlich gemacht hat, das hat keinen der korrekten Moralwächter gestört.

P.S. Hat sich der Herr überhaupt vergewissert, daß das Mädchen zu seinen Schäfchen zählt oder ob es nicht zu den 80 Prozent Konfessionslosen dieses Bundeslandes gehört. Im letzteren Fall wären seine Worte noch dreister.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
27.07.2012 07.30
Diesen Beitrag ansteuern
Gehört das jetzt zu Deutschland?

Ali Utlu

… Während des Festes wurden wir in ein anderes Zimmer abgeführt, und da waren nur männliche Verwandte. Als die Skalpelle ausgepackt wurden, wurde uns klar, warum die Älteren noch eine halbe Stunde vorher blöde Sprüche gemacht haben wie „gleich ist er ab“. Wir haben uns gewehrt und geschrien, aber sie haben uns beide zu viert festgehalten. Es wurden uns die Hosen heruntergezogen, ein Onkel hat mich dann geschnitten, ohne Betäubung.
Für mich war das der totale Horror und das hat sich bei mir für immer eingebrannt. Auch, dass so viele Menschen zugesehen haben, auch dass das noch gefilmt wurde. Den Film haben mein Bruder und ich später vernichtet. Letztendlich war das wie eine Vergewaltigung für uns, man ist hilflos, wird festgehalten, dann der Schmerz…

siegessaeule.de 26.7.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
23.07.2012 10.56
Diesen Beitrag ansteuern
Zum Abstimmungsverhalten der SPD in der Beschneidungsfrage

[Ein kurzer Ausschnitt aus dem hpd-Interview; Hervorhebungen etc. hinzugefügt:]

Nils Opitz-Leifheit, Sprecher der SPD-Laizisten, sprach im hpd-Interview über das Votum seiner Fraktion …

Und welche Motive stecken nun möglicherweise hinter den anderslautenden Voten in der SPD?

Opitz-Leifheit: Ganz besonders haben die Kinder- und Jugendpolitiker der SPD-Fraktion gegen diesen Beschluss gekämpft und natürlich unsere UnterstützerInnen in der Fraktion wie Rolf Schwanitz. Ihnen allen gilt das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit schlicht höher als die Religionsfreiheit und das Erziehungsrecht der Eltern.

Andere, wie Manuela Schwesig, haben sich noch vor wenig Wochen großspurig und medial inszeniert für die Kindergrundrechte eingesetzt, um sie nun mit verschwurbelten Argumenten den Religionstraditionalisten zu opfern. Wie_viel Achtung soll man für solch einen „Einsatz für die Kinder“ eigentlich noch aufbringen? Wolfgang Thierse hat uns in einer plumpen Weise einmal unterstellt, wir wollten das Grundgesetz ändern – obwohl er genau weiß, dass wir eben die grundgesetzlich verbriefte weltanschauliche Neutralität des Staates einfordern. Nun wollen diese großartigen Hüter des Grundgesetzes die wichtigsten Grundrechte der Kinder heiligen Bräuchen opfern. Ganz offenbar werden sie auch versuchen, dazu das Grundgesetz zu ändern, wenn eine einfache Gesetzesänderung dazu nicht ausreicht…

Als Biologe kann ich nur immer wieder staunen, mit welcher körperfeindlichen Verachtung und welchem Unwissen hier viele meinen, Frauen und Priester voran, die Genitalien sachgrundlos irreversibel beschädigen zu müssen. Vielleicht hätten dem und der einen oder anderen in der Schule etwas mehr Biologie und etwas weniger Bibelkunde gut getan.

Bei Frau Merkel wundere ich mich allerdings nicht. Sie wusste bis vor zwei Jahren ja auch noch nicht, dass Atomkraftwerke gefährlich sind. Bei „Komikernation“ fallen mir nicht schreiende Babys und kleine Jungen ein, denen gerade am Penis herum_geschnitten wird, sondern Merkel, Westerwelle, Roth und… ach, lassen wir das.

hpd.de 23.7.2012

Siehe auch faz.net 21.7.2012

NB: Bei der Rechtschreibreform hätten dagegen das Elternrecht, der Wille des Volkes und der Verzicht auf die Geiselnahme der Schüler Vorrang vor den nie nachgewiesenen „Erleichterungen“ haben müssen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
18.07.2012 09.40
Diesen Beitrag ansteuern
Nation der Komiker?

FOCUS Online: Angela Merkel findet, Deutschland mache sich zur Komikernation, wenn sie als einziges Land Beschneidungen verbietet. Zurecht?

Michel Friedman: Ja. Das wäre ein unhaltbarer Zustand. Klarheit und Geschwindigkeit sind hier von der Politik gefordert, damit schnell Rechtssicherheit entsteht. Ich freue mich, dass dies auch überparteilicher Konsens der demokratischen Parteien ist…

FOCUS Online: Wie gut können Sie als Rechtsanwalt das Argument des Gerichts nachvollziehen, die Beschneidung verletzte die körperliche Unversehrtheit des Kindes?

Friedman: Es ist richtig, dass das Grundgesetz bei einem körperlichen Eingriff höchste Maßstäbe ansetzt. Aber kein Grundrecht ist absolut, jedes steht in einem Verhältnis zu anderen Verfassungsrechten, hier der Religionsfreiheit. Das Gericht hat bei dieser Abwägung nach meiner Ansicht die Religionsfreiheit zu gering eingestuft …

focus.de 17.7.2012

Die Beschneidung ist ein Gebot (des jüdischen) Gottes. Friedmann, ehemals Zentralrat der Juden(!), glaubt an nichts dergleichen:

An welchen Gott glauben Sie?
[Friedmann:] An keinen. Meine Mutter war nach dem Holocaust keine gläubige Frau mehr, ich erlebte keinen religiösen Alltag, ich habe an Gott nie geglaubt. Ich wäre auch nicht gern gläubig, das würde mich einengen…

chrismon 8/2011

Nachtrag: Neuere Forschungen gehen davon aus, dass die Beschneidung erst unter Moses, also während der ägyptischen Gefangenschaft, eingeführt wurde: eine Umritualisierung der ägyptischen Methode, Sklaven zu kennzeichnen. taz.de 21.7.2012
(Eigenname „Diener Gottes“: hebr. „Abdiel“, arab. „Abdul[lah], dt. „Gottschalk“)



Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
13.07.2012 11.54
Diesen Beitrag ansteuern
Weltbild

Die Verlagsgruppe Weltbild sorgt für Kopfschütteln in der Branche. Der zweitgrößte deutsche Buchhändler nimmt das Aufklärungsbuch „Make Love“ nicht in sein Programm auf. Mit dem katholischen Hintergrund des Konzerns scheint das aber wenig zu tun zu haben, denn die umstrittene sadomasochistische Trilogie „Shades of Grey“ ist erhältlich...

„Aufklärung nein, Schmuddel-Porno ja, das kann einfach nicht die Einstellung der katholischen Kirche sein“, erklärte Till Tolkemitt, Verleger von Rogner & Bernhard, nun in einer Pressemitteilung. „Diese Entscheidung des Weltbild-Konzerns kann nur bedeuten, dass Erwachsene ihre jugendlichen Kinder von Weltbild lieber fernhalten sollten.“

n-tv.de 12.7.2012

There's a lot of criticism about E. L. James' Fifty Shades of Grey. Some women feel it spanks feminism in the ass …

… und vielleicht ist das Aufklärungsbuch nicht auf dem allerneuesten Stand der Ass-Reformen. Dann könnte es ja Schulkinder fürs Leben schädigen.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
13.07.2012 05.46
Diesen Beitrag ansteuern
End-Häutungen

Katholiken, Muslime und Juden verteidigen die Beschneidung vehement. „Doch in Mitteleuropa gibt es keinen Grund für einen Arzt, eine Beschneidung durchzuführen, wenn keine medizinische Indikation vorliegt“, sagt Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbands Deutscher Urologen.
focus.de 13.7.2012

Europäische Rabbiner entsetzt über Beschneidungs-Urteil:
„Schwerster Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust“
Die Grünen streben eine gesetzliche Regelung für die Zulassung von religiös begründeten Beschneidungen an.
focus.de 12.7.2012

Seltsame vorhautfixierte Religionen. In der Sowjetunion war die Beschneidung verboten. Wie man hört, haben sich nur wenige später beschneiden lassen. Ich würde den Staat verklagen, wenn er zugelassen hätte, daß man mich als wehrloses Kind hätte verstümmeln und als einer Religion zugehörig brandmarken dürfen.

Unglaubwürdig ist die Sorge der katholischen Bischöfe um fremder Kinder Vorhaut. Besonders verlogen finde ich den Eifer der Grünen, die ja meist ziemlich gottlos sind, aber sich bei ihrer Multikulti-Klientel einschleimen wollen. Es war ja auch schon mal eine grüne Delegation zu Gaddafi gereist, weil der ein „Grünes Buch“ geschrieben hatte – in grün, der Farbe des Propheten und nicht des Umweltschutzes.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
11.07.2012 07.37
Diesen Beitrag ansteuern
Nachtrag

Die „junge Welt“ brachte (in bewährter deutscher Rechtschreibung) ein Interview mit der Publizistin Evelyn Hecht-Galinski, der Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Heinz Galinski

»Beschneidung kleiner Kinder ist unmenschlich«

Die Zentralräte der Muslime und der Juden haben sich gestern lautstark über das Urteil des Kölner Landgerichts empört, daß die religiös motivierte Beschneidung kleiner Jungen Körperverletzung und damit eine Straftat ist. Ist dieses Urteil für Sie als Jüdin tatsächlich so abwegig?

Für mich überhaupt nicht. In der heutigen Zeit sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit mehr, einen solchen Eingriff vorzunehmen, ich habe das schon immer für Körperverletzung gehalten…

Welche Auswirkung wird das Kölner Urteil Ihrer Meinung nach haben?

Ich fürchte, daß dieses Urteil keinen Bestand hat, der Druck beider Zentralräte auf Politik und Justiz wird noch zunehmen. Mit dem Schächten ist das ähnlich – diese Tierquälerei ist wie die Beschneidung ein Anachronismus sondergleichen und zweitens gesetzlich verboten. Das muß religiöse Muslime und Juden aber nicht weiter betrüben, sie bekommen ohne weiteres eine Ausnahmegenehmigung.

jungewelt.de 28.6.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
07.07.2012 20.03
Diesen Beitrag ansteuern
Glaubensphysik

Italienischer Physiker: Neue Theorie zum Turiner Grabtuch
Ein italienischer Physiker hat eine neue Theorie entwickelt, wie der Leib Christi aus dem Grabtuch verschwunden sein könnte. Seine Überlegungen seien sowohl mit den Gesetzen der Physik als auch mit den Evangelien vereinbar, sagt er...

„Das einzige Phänomen in der Physik, das Masse verschwinden lässt und eine äquivalente Menge an Energie freisetzt ist ein Prozess, der als Materie-Antimaterie Annihilations-Reaktion bekannt ist“, schreibt Baldacchini in seinem neuen Buch… Kurz nach dem Urknall war sie … die im Weltall am häufigsten vorkommende Reaktion.

Die „Annihilations-Theorie“ stimmt mit den beobachteten Phänomenen und voraus liegenden Theorien überein. Durch die Materie-Antimaterie Reaktion wird der Leib transparent und kann aus dem Tuch ohne mechanische Einwirkung verschwinden. Dabei sei nur ein Teil der Energie abgegeben worden, während der Leib an einer anderen Stelle wieder erschienen sei, schreibt Baldacchini…

kath.net 7.7.2012

Da kann etwas nicht stimmen. Selbst wenn nur die Hautfläche durch Antimaterie annihiliert würde, entstünde ein Energieblitz von der Stärke einer Wasserstoffbombe. Der Leichnam würde eher verdampft als gebeamt.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
04.07.2012 17.45
Diesen Beitrag ansteuern
Der Israelit

Vor vier Wochen hatte ich auf die Internetzeitung Der Israelit hingewiesen und erwähnt, daß dort mitunter auch noch in unreformierter Rechtschreibung berichtet wird. Jetzt hat der Herausgeber Reuven J. Cabelman die letzten beiden Artikel völlig in traditioneller Orthographie verfaßt. – Verständlicherweise reagiert er mit Empörung auf das Kölner Urteil:

Ein antisemitisches Schandurteil!
… Daß das Urteil von Köln just im Monat Tamus gefällt worden ist und sich so zeitlich kurz vor die Trauerzeit stellt, sollten wir auch als eine an uns gerichtete Aufforderung verstehen, unsere Vergebungsgebete und unser Flehen zum Schöpfer der Welt zu intensivieren…
Der Israelit 28.6.2012

Daß das Urteil antisemitisch sei, kann ich allerdings nicht erkennen. Ihm liegt eben eine andere Wertordnung zugrunde. – Der neuere Artikel berichtet von einem Treffen mit einem hochrangigen Vertreter der iranischen Juden, dessen Stellungnahme die einseitige Berichterstattung der hiesigen Medien ahnen läßt:

Dr. Siamak Morsadegh aus Teheran zu Gast in Berlin
In der deutschen Hauptstadt traf ich zu einem mehrstündigen Meinungsaustausch mit dem jüdischen Parlamentsabgeordneten der Islamischen Republik Iran zusammen. Dr. Siamak Morsadegh sitzt nicht nur als Vertreter der jüdischen Minderheit des Iran im Hohen Hause der Republik sondern ist obendrein Chefarzt des Jüdischen Krankenhauses Teherans, dessen Budget erst kürzlich vom iranischen Präsidenten Ahmedinedschad großzügig bezuschußt wurde.

Wie die meisten iranischen Juden blickt auch der Politiker auf eine lange Ahnenreihe persisch-stämmiger Juden zurück und dementsprechend tief mit seiner Heimat verwurzelt präsentiert er sich mir gegenüber. Schließlich gehört die jüdische Gemeinde des Landes von Mordechai dem Gerechten, Königin Esther und dem Propheten Daniel mit einer über 2700 Jahre anhaltenden jüdischen Präsenz zu den ältesten der Welt und – sehr zum Leidwesen der Zionisten – immer noch zu den größten des Mittleren Ostens…
Der Israelit 3.7.2012

In der Einleitung zur Internetzeitung wird deutlich Stellung bezogen gegen „sogenannte Reformen“, die hier natürlich die religiöse Richtung betreffen:

Über uns
Die im Jahre 1860 von Dr. Marcus (Meir) Lehmann זצ“ל begründete Zeitung „Der Israelit“ machte es sich vor allem zur Aufgabe, den orthodox-jüdischen Reihen in Deutschland eine zentrale Stimme in ihrem Kampf gegen die sogenannte „Reform“ und die Maskilim zu verleihen. Spätestens zum Ausgang des 19. Jahrhunderts gesellte sich dazu auch die auf den Lehren und Überlieferungen unserer heiligen Religion begründete Opposition gegen die säkular-zionistische Sekte.

Mit dieser Internetpräsenz wird „Der Israelit“ im Jahre 5770/2010 sozusagen in modernem Gewande neu belebt…
derisraelit.org

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
03.07.2012 09.43
Diesen Beitrag ansteuern
Kinder sind besonders leicht formbar

Den Zugriff auf die Kinder nutzen Religionen, Ideologien, Sekten und die Kultusminister.

Nur der Zugriff einer gar nicht hervorstechend absurden Sekte gilt allen anderen als besonders verwerflich (nach Focus):


Wie Scientology Kinder kontrolliert

Scientology gilt als Psycho-Sekte, die ihre Mitglieder manipuliert und kontrolliert. Vor allem Kinder gelten für die Fanatiker als leicht formbar. Deswegen ist es wahrscheinlich, dass Katie Holmes die Angst um Töchterchen Suri in die Scheidung trieb…
… Denn die Sekte Scientology lässt vor allem Kinder nur ungern aus ihren Fängen entkommen. „Junge Mitglieder sind ein wertvolles Gut für die Sekte“, sagt [Sekten-Experte Michael] Utsch, der bei der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen arbeitet. Sie sind leicht formbar…

focus.de 2.7.2012

Andere Gruppierungen setzen sogar körperliche Markierungen ein, um den Besitzanspruch unauslöschbar zu machen. – Bei Fohlen will dagegen die Agrarministerin Ilse Aigner das Brandmarken wegen der damit verbundenen Schmerzen verbieten lassen:

Wilfried Wilking weiß, dass er auch im übertragenen Sinne ein heißes Eisen anfasst. Der Brennbeauftragte des Hannoveraner Verbandes hat gestern Nachmittag auf dem Anlage des Reitervereins „Fritz Sümmermann“ in Strickherdicke einigen Fohlen einen elektronischen Chip verpasst – und das traditionelle Brandzeichen…

Doch wahrscheinlich wird er Letzteres nicht mehr lange tun. Bundes-Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) will den Schenkelbrand verbieten. Doch der Gesetzesentwurf stößt auf Widerstand… Was fürs Fohlen schmerzhafter ist, lässt sich nicht unterscheiden. Ein Chip, der mit einer relativ dicken Kanüle unter der Haut platziert wird oder ein glühend heißes Eisen, das auf die Haut gedrückt wird.

derwesten.de 28.6.2012

Siehe auch hpd 3.7.2012 und hpd 4.7.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
01.07.2012 10.01
Diesen Beitrag ansteuern
Ersatzhandlungen

Das Kölner Landgericht hatte in seiner am Dienstag veröffentlichten Entscheidung die Auffassung vertreten, eine Beschneidung aus religiösen Gründen erfülle den Tatbestand der Körperverletzung. … Schwerer als die Religionsfreiheit wiege … das Selbstbestimmungsrecht des Kindes… Indes nimmt das Jüdische Krankenhaus Berlin aufgrund des Kölner Richterspruchs bis auf Weiteres keine religiös begründeten Beschneidungen an Jungen mehr vor.

focus.de 29.6.2012

Klar, bis auf Weiterungen wegen Phimose sind alle Schnippeleien an kleinen Jungs nun untersagt. Aber wer hat dagegen nicht alles protestiert! Guido Westerwelle, Volker Beck, Claudia Roth… Wenn alle übrigen Vorschriften der abrahamitischen Religionen gleichermaßen umgesetzt würden, könnten die drei sich ganz schnell gepfählt auf dem Scheiterhaufen wiederfinden.

Der Passauer Strafrechtsprofessor Holm Putzke fragt: „Warum verschieben Juden und Muslime die Beschneidung nicht auf einen späteren Zeitpunkt und belassen es bei einem symbolischen Ritus, einem kleinen Stich zum Beispiel?“
Aber vielleicht ist ja schon die Beschneidung ein symbolischer Akt – anstelle der Opferung des ganzen Sohnes, mit der z.B. Abraham noch seinen Gehorsam gegenüber „Gott“ beweisen sollte.


P.S. Erfahrungsgemäß wird das rechtlich unangreifbare Kölner Urteil ganz schnell wieder zunichte gemacht werden.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Alle Zeiten sind MEZ    Dieser Faden ist 24 Seiten lang:    1  2  3 · 10 · 15  16  17  18   19  20  21  22  23  24  Neuen Faden beginnen     antworten
Gehe zum Forum:
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >

Benutzungs-Regeln:
Wer kann im Forum lesen? Jeder Gast / jeder angemeldete Nutzer.
Wer kann ein neues Leitthema oder eine Antwort eintragen? Jeder angemeldete, eingewählte Nutzer.
Einträge können von ihrem Verfasser geändert oder auch gelöscht werden.
HTML-Kennungen beim Eintragen erlaubt? AN. Schnuten erlaubt? AN. vB-Kennungen erlaubt? AN. Bilder-Einbindung mit [IMG] erlaubt? AN.

Maßnahmen der Verwaltung:
Leitthema öffnen / schließen
Leitthema umziehen lassen
Leitthema löschen
Leitthema ändern

Herausgeber · Schreiben Sie uns · Forum

Technik von: vBulletin, Version 1.1.4 ©Jelsoft Enterprises Ltd. 2000. Rechtschreibung.com – Nachrichten zur Rechtschreibfrage