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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
22.07.2012 15.58
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Die Angst vor einem politisch korrekten Zwergenaufstand

In einem Alter, in dem Günter Grass mit der 10. SS-Panzerdivision in den Krieg gegen Rußland gezogen ist, hat der russische Weltstar Evgeny Nikitin als Jungrocker nichts anderes verbrochen, als sich möglichst schreckenerregende Symbole auf die Haut tätowieren zu lassen. Inzwischen ist er längst resozialisiert und hat das schlimmste überstechen lassen, so daß wohl nur noch im UV-Licht etwas zu erkennen ist. Einen harmlosen Buchstaben aus dem Runenalphabet hat er jedoch arglos stehen lassen – aber es gibt alte Filmaufnahmen, lt. BILD:

Evgeny Nikitin Nazi-Tattoos – Opernstar sagt Bayreuth-Auftritt ab!

Bilder des Sängers
Evgeny Nikitin  zeigt seinen tätowierten Körper. Über seiner linken Brust ist deutlich eine Rune zu sehen. Wegen der Tattoos musste er jetzt seinen Auftritt in „Der Fliegende Holländer“ absagen

Die Festspielleitung und der Regisseur seien durch Filmaufnahmen der ZDF-Kultursendung „Aspekte” am Freitagabend auf eine Tätowierung am Oberkörper aufmerksam geworden, sagte Festspielsprecher Peter Emmerich der Nachrichtenagentur dpa.

Oberhalb der Brust habe man ein Hakenkreuz erkennen können. Darüber sei zwar ein anderes Motiv gestochen worden. Dennoch betonte Emmerich: „Dazu muss man Haltung beziehen. Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.”

BILD am SONNTAG war[en] die fragwürdigen Tätowierungen bereits am Freitag aufgefallen …

Emmerich betonte, die Festspielleitung habe bei der Besetzung der „Holländer”-Partie zunächst nicht auf die Tätowierungen geachtet. Denn: „Es wird eine Stimme engagiert, ein Sänger.” Hautfarbe oder Nationalität spielten ja auch keine Rolle. Und genauso werde normalerweise auch nicht überprüft, „was jemand auf der Haut trägt”. Hier aber liege eine andere Situation vor, betonte Emmerich.

Das heißt, nächstens muß ein Bayreuth-Bewerber noch seinen Arsch entblößen – die eifrige Festspielbesucherin Claudia Roth könnte sonst dort ein übertünchtes Hakenkreuz wittern.

… Adolf Hitler war regelmäßiger Festspielgast und ließ sich in Bayreuth feiern… Richard Wagners Musik ist bis heute in Israel unerwünscht. Der Komponist (1813-1883) äußerte sich bei vielen Gelegenheiten judenfeindlich.
BILD 21.7.2012

Der Friedensaktivist, Dirigent und Pianist Daniel Barenboim hat sich in Israel für Wagners Musik eingesetzt, und Marcel Reich-Ranicki wischt die kleingeistigen, aber damals zeitüblichen antisemitischen Ausfälle seines Lieblingskomponisten mit einer Handbewegung weg. Wer in Deutschland was spielt oder singt, bestimmen jedoch die hiesigen Geisteszwerge aller Schattierungen.

Das fragliche Video im ZDF v. 19.7.2012.

Siehe auch focus.de 23.7.2012

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Sigmar Salzburg
17.07.2012 10.37
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Gedenktag

Adam Smith

* 5. Juni 1723 (getauft) in Kirkcaldy; Δ 17. Juli 1790 in Edinburgh;
schottischer Moralphilosoph und Nationalökonom;

Nach Abschluß des Studiums kehrte er nach Kirkcaldy zurück. Nachdem ihm dort eine Lehrerstelle verwehrt blieb, zog er 1748 nach Edinburgh. Mit seinen Vorträgen über Belletristik, Rhetorik, Philosophie und Recht konnte er sich sehr bekannt machen. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Freundschaft mit dem englischen Philosophen David Hume… Nach zwei Jahren als Privatlehrer bei einem Adeligen in Frankreich kehrte er 1766 nach Schottland zurück und befasste sich mit Nationalökonomie. Er veröffentlichte 1776 eine Abhandlung unter dem Titel „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“… Wie viele Aufklärer und Rationalisten seiner Zeit war Smith Deist. Als Professor in Glasgow bemühte er sich vergeblich darum von der Pflicht entbunden zu werden, seine Vorlesungen mit einem Gebet zu eröffnen.

http://hpd.de/node/2409

„Atheistisch“ korrekt ist das unerklärte Symbolzeichen für das Sterbedatum. Der Stern von Bethlehem ist anscheinend tragbar. Bisweilen sind ja auch die Runenzeichen und üblich, werden aber hier wohl als Germanentümelei oder Schlimmeres verworfen.

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Sigmar Salzburg
14.07.2012 06.32
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Es bleibt noch viel zu tun

Tiere mit Promi-Namen
Bob Marley kann sich nicht mehr wehren, doch auch Prominente wie Beyoncé oder Prinz Charles müssen als unfreiwillige Namenspaten für Tiere und Pflanzen herhalten. Selbst ehemalige US-Präsidenten sind dagegen nicht gefeit. So darf sich ein Schleimpilze fressender Käfer „Agathidium bushi“ nennen…

Der „Gnathia marleyi“ befällt Fische auf karibischen Korallenriffen und saugt ihnen, ähnlich wie Zecken an Land, Blut aus…

Die Umweltorganisation Amphibian Ark taufte einen seltenen Frosch aus Ecuador „Hyloscirtus princecharlesi“. Sie wollte damit den Einsatz des Kronprinzen für den tropischen Regenwald ehren.

Schon sehr viel länger darf sich Sängerin Beyoncé über einen tierischen Namensvetter freuen. Eine Pferdefliegenart hat ein sehr markantes Hinterteil – und deshalb den Namen „Scaptia (Plinthina) beyonceae“.

spiegel.de 13.7.2012

Es fehlt in der Aufzählung „Anophthalmus hitleri“, ein brauner, blinder Höhlenkäfer aus Slowenien, von seinem Entdecker dem „Führer in tiefer Verehrung“ gewidmet. Ob der arme Käfer nun auch bald entnazifiziert wird?

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Sigmar Salzburg
13.07.2012 17.40
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Mehr über Umbenennungen

Bernhard Strowitzki weist bei Sprachforschung.org gerade auf eine Marotte der „jungen Welt“ hin, die mir auch schon aufgefallen ist:

… Eine recht skurrile Regelung pflegt die junge welt: Orte, die irgendwann einmal deutsch waren (wie z.B. Breslau/Wroclaw), dürfen auf keinen Fall mit ihrem deutschen Namen bezeichnet werden, das könnte ja irgendwie revanchistisch sein.
Orte, die nie deutsch waren, wie etwa Rom oder Neapel, dürfen dagegen deutsch benannt werden…

[Das entspricht natürlich linker Schizophrenie – wie auch die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke um das Rückkehrrecht der vertriebenen Palästinenser in ihre angestammten Wohngebiete barmt, den deutschen Vertriebenen aber nicht einmal ein angemessenes Erinnerungsrecht einräumen will.]

Merkwürdig auch Mischformen, wie wenn von einem „Strasbourger Urteil“ die Rede ist. Wie spricht man das? Übrigens bevorzugt diese Zeitung bei Orten im Baskenland die baskischen Namen vor den spanischen (also Donostia statt San Sebastian, Gernika statt Guernica etc.) …

Ein interessantes Thema … ist die Umbenennung der (ex-)deutschen Orte östlich der Oder-Neiße-Linie. 1945 mußten ja quasi über Nacht tausende polnischer Orts- und Flurnamen erfunden werden (ähnliches geschah auch in Südtirol, wo z.B. aus Waidbruck Ponte Gardena werden sollte) …

[Zufällig bemerkte ich, daß mein eigener Geburtsort in Schlesien seit 2009 wieder seinen alten Namen Rothhaus neben dem polnischen Osiny tragen darf. An die kleine Kirche (s. Wikipedia), die meine Großmutter regelmäßig aufsuchte, kann ich mich noch gut erinnern.]

… Vor allem im sowjetischen Nord-Ostpreußen wurden auch einfach völlig neue Namen erfunden: Königsberg –> Kaliningrad oder Tilsit –> Sowjetsk….

[Zu Kaliningrad siehe hier]

Interessante Skurrilitäten aus dem bayerischen Kultusministerium berichtet auch Theodor Ickler in seinem Hauptartikel vom 6.8.2008

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Sigmar Salzburg
12.07.2012 10.06
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Umbenennungen

Die „junge Welt“ brachte ein Interview mit dem Aktivisten Bernd Drücke anläßlich der Umbenennung einer Straße nach Paul Wulf, Sterilisationsopfer der Nazis, der sich später für Aufklärung und die Opfer eingesetzt hat:

»Es ist fast ein Wunder, daß wir das durchgekriegt haben«
Im stockkonservativen Münster werden jetzt Straßen umbenannt, die an Nazis erinnern.

… Die CDU hat jetzt ein großes Problem – die Rechten stemmen sich nach wie vor massiv gegen jede Änderung. Es grenzt fast an ein Wunder, daß wir die Umbenennung durchgekriegt haben.

[jW] Es gibt da noch einiges zu tun, scheint mir. In Münster gibt es die Ostmarkstraße, die Danziger Freiheit, die Manfred-von-Richthofen-Straße …

…Prominentester Name dabei ist der Schloßplatz [offiziell „Schlossplatz]… Es wäre wirklich ein ganz schlimmes Armutszeugnis für die Stadt, wenn dieser zentrale Platz wieder nach dem Reaktionär Paul von Hindenburg benannt würde.
jungewelt.de 9.7.2012

Richthofen war ein WKI-Flieger, geachtet auch von den Gegnern; mit dem Namen „Danzig“ soll wohl die Erinnerung an die ethnische Säuberung der Stadt nach 1945 ausgelöscht werden; ebenso mit „Ostmark“ die Erinnerung an den deutschen Osten oder Österreich; da kann man nur sagen: 1984!

„Paul-Wulf-Weg“ anstelle „Jöttenweg“ nach Karl Jötten, der bereits 10 Jahre lang Professor war, dann 1933 zur Karrieresicherung in die NSDAP eintrat und 1935 als Befürworter der Eugenik auftrat. Deutschland hinkte auf diesem Gebiet hinterher. In der Lebensdarstellung Wulfs liest man erstaunt:

Noch keine 17 Jahre alt, wurde er Opfer des 1932 von der SPD im Reichstag eingebrachten und von den Nazis 1934 verabschiedeten „Erbgesundheitsgesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“.
uwz-archiv.de

Und noch erstaunter erfährt man (Wikipedia): Dänemark hatte unter Federführung des sozialdemokratischen Justiz- und Sozialministers Karl Kristian Steincke (1880–1963) die Zwangssterilisation als „rassenhygienische Maßnahme“ bereits 1929, vier Jahre vor dem Deutschen Reich, gesetzlich eingeführt. … Erst 1967 wurde diese Praxis durch ein Gesetz beendet…
Auf Initiative einer Gruppe von Sozialdemokraten um Hjalmar Branting beschloss der Schwedische Reichstag 1921 die Gründung des Staatlichen Instituts für Rassenbiologie an der Universität Uppsala. In Schweden bestand das Sterilisationsgesetz von 1941 ohne Änderungen bis 1975. Es wurden circa 63.000 Menschen sterilisiert…
In der Schweiz wurde im Kanton Waadt im Jahr 1929 das erste Gesetz zur eugenischen Zwangssterilisation in Europa erlassen; es wurde erst 1985 aufgehoben…
In den USA wurden seit 1907 Zwangssterilisationen durchgeführt, die letzte 1981…


Was heute als „faschistisches Gedankengut“ angeprangert wird, war also schon lange vorher Gemeingut vor allem auch „fortschrittlicher“ Sozialdemokraten.

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Sigmar Salzburg
08.07.2012 07.57
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Piraten-Correctness

… Weibliche Mitglieder fühlen sich nach SPIEGEL-Informationen diskriminiert, deshalb ist nun eine geschlechtsneutrale Satzung geplant…

Die profane Idee, einfach überall „Piratinnen und Piraten“ zu schreiben, findet im Vorfeld wenig Unterstützer.
Auf noch weniger Begeisterung stößt der Vorschlag, „Pirat/innen“ zu schreiben. „Bitte Sprache nicht vergewaltigen“, merkt ein Gegner an. Die Reaktionen auf den Antrag, den Begriff „das Pirat“ zu verwenden, fallen nüchterner aus. Bislang kein Kommentar.
Sehr pragmatisch wirkt der Vorschlag mit dem Titel „Die Satzung soll so bleiben, wie sie ist“. Als hätten die Verfasser der aktuellen Bundessatzung das Gewitter schon aufziehen sehen, haben sie den ersten Paragrafen krisenfest formuliert: „Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder werden geschlechtsneutral als Piraten bezeichnet.“ Natürlich könnte man in der Bundessatzung auch einfach von Mitgliedern anstatt von Piraten sprechen.

Von „Mitgliedern“ und „Ohnegliedern“

Auch dieser Vorschlag nimmt an der Abstimmung teil. Er würde bedeuten, dass sich die Piraten den Vertretern der geschlechtsneutralen Grünen, Linken, Liberalen, Christsozialen und Sozialdemokraten annähern würden. Anpassung an die Regeln des System? Nichts für Piraten. Neben „Mitgliedern“ gebe es auch „Ohneglieder“, findet einer. Eine Anregung, die mittlerweile wieder zurückgezogen wurde.

Um die Diskussion zu versachlichen, hat die Partei auch einen Sprachwissenschaftler um Rat gebeten. Professor Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin¹ schlägt eine technische Lösung des Problems vor: „Im Zeitalter der Informationstechnologie dürfte es nicht schwer sein, eine Satzung zu programmieren, bei der die Leser/innen per Drop-Down-Menü auswählen können, ob sie die Personenbezeichnungen in der männlichen oder der weiblichen Form lesen wollen.“… [Link hinzugefügt]

spiegel.de 8.7.2012

Bald wird es auch möglich sein „eine Satzung zu programmieren, bei der die Leser/innen per Drop-Down-Menü auswählen können, ob sie mehr linke Positionen oder eher unverbindliche Erklärungen lesen wollen.“

¹)Vormals Hamburg und Bremen – durch politisch korrekte Betriebsamkeit wird man eben eine gefragte Kapazität.

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Sigmar Salzburg
21.06.2012 13.51
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Bald wieder ,amtliche‘ Sprachreform?

Um was es in der Ukraine geht, weiß ich als „Apodosphärist“ (Nicht-Fußballer, wie „Atheist“) nicht, aber manches klingt beklemmend – (in normaldeutscher Rechtschreibung):

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat das Verhalten einiger deutscher Fans während der Europameisterschaft scharf kritisiert. Daß ausgerechnet in der Ukraine, die während des Zweiten Weltkrieges von deutschen Truppen besetzt war, „Sieg! Sieg!“ gerufen wurde, sei beschämend, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. (JF 21.6.2012)

Es muß also ein rufbares Ersatzwort gefunden werden und als „amtliches“ Reformdeutsch durchgesetzt werden. Der „Wörd-Thesaurus“ bietet an: „Erfolg, Errungenschaft, Fortschritt, Gewinn, Vorwärtskommen, Triumph, Segen, Gelingen, Meisterzug, Meisterstreich, Rekord, Anerkennung, Preis, Trumpf, Treffer, Leistung, Sportsieg, Krönung, Glück, Endsieg …“ Man sieht, die reiche deutsche Sprache bietet vollwertigen Ersatz. Besonders das letzte Wort scheint sehr geeignet, da es zwar den inkriminierten Begriff enthält, ihn aber durch sein vorgestelltes Ende deutlich entschärft.

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Sigmar Salzburg
11.06.2012 11.00
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Ministry of Silly Correctnesses

Theodor Ickler zitiert in Sprachforschung.org eine „korrekte“ Sprach- und Rechtschreibakrobatik, die der Nützlichkeit des „Ministry of Silly Walks“ nacheifert:

Wenn man unbedingt politisch korrekt sein will und dafür sogar die Lesbarkeit zu opfern bereit ist – bitte sehr!

Folglich ist es angesichts des drohenden Lehrer(innen)mangels auch nur konsequent, wenn ein(e) Ingenieur(in) zwei Stunden wöchentlich Physik- oder Mathematikunterricht erteilt (...) wie wenig selbst die Lehrer(innen)ausbildner(innen) ihrer eigenen Arbeit trauen (...)
Der/ Die Lehrer(in) in der Schule möge jede(n) Schüler(in) dort abholen, wo er / sie gerade steht, jedem [?] nach seinen [?] Möglichkeiten individuelle Förderung zu Teil werden lassen und die Heterogenität der Schüler(innen)schaft als Chance begreifen.


(http://didaktik-der-mathematik.de/pdf/gdm-mitteilungen-87.pdf)

(Ich habe die Stellen angemerkt, an denen es noch hapert.)

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Sigmar Salzburg
06.06.2012 10.34
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Ideologen gegen Demokratie, Volk und Tradition

Hindenburg-Debatte
Wegen Umbenennung: Erster prominenter Parteiaustritt
Münster – Aus Protest gegen die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz trat Joachim Brüning aus der CDU aus und legte sein BV-Mandat nieder. Er ist der erste aktive Mandatsträger, der dem CDU-Oberbürgermeister in der strittigen Frage öffentlich die Gefolgschaft verweigert.

Foto: Wikimedia

… Aus Protest gegen die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz trat Joachim Brüning aus der CDU aus und legte sein BV-Mandat nieder. Er ist der erste aktive Mandatsträger, der dem CDU-Oberbürgermeister Markus Lewe in der strittigen Namensfrage öffentlich die Gefolgschaft verweigert. „Ich möchte mit meinem Parteiaustritt ein Signal setzen.“

Die mehrheitlich im Rat beschlossene Umbenennung bezeichnete er als „Geschichtsklitterung“. Überdies spiegele der Ratsbeschluss „nicht die Meinung der Bevölkerung wider“, weswegen Brüning auch das aktuell laufende Bürgerbegehren unterstützt: „Ich habe bereits unterschrieben.“ Viele CDU-Mitglieder und -Anhänger, so Brüning weiter, seien enttäuscht vom Oberbürgermeister. „Er hat sich an die Spitze einer rot-grünen Geistesströmung gesetzt.“ ...

Westfälische Nachrichten 3.6.2012

Wie gehabt: Die Ideologen in den Parteien betrachten ihre Wahl als Freibrief, ihre Obsessionen anschließend auch gegen den Willen der Bürger durchzusetzen.

Offensichtlich will man gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Volk bevormunden und indoktrinieren, gegen die vielen „Schloßplätze“ den „Schlossplatz“ in Kulturverderber-Rechtschreibung durchsetzen – und den Namen des einzigen vom Volk gewählten deutschen Präsidenten tilgen. Als Vorwand muß natürlich herhalten, daß er in letzter Senilität kurz vor seinem Tod (gegen seine Einstellung) Hitler den Weg freigemacht hat. Aber schließlich hatte auch Konrad Adenauer damals darauf bestanden, daß „die NSDAP unbedingt führend in der Regierung vertreten sein müsse“.

P.S.: Weitaus fragwürdiger ist Martin Luther als Namengeber. An ihn trauen sich die feigen Indoktrinierer nicht heran.


Nachtrag: siehe Interview in der JF v. 23.8.2012

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Sigmar Salzburg
27.05.2012 08.29
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Österliche Gedanken – nachgetragen

Bachs „Johannespassion“ nicht mehr judenfeindlich

… Vor wenigen Tagen wurde im Berliner Dom eine neue Fassung von Bachs „Johannespassion“ aufgeführt. Die Musik war wie immer, aber die Worte waren anders: Drei jüdische Autoren hatten die Arientexte ersetzt durch Bearbeitungen von jüdischen Gebeten und Versen von Celan, Lasker-Schüler oder Nietzsche. Begründung: Bachs Werk sei judenfeindlich, man könne es Menschen von heute nicht mehr unverändert zumuten.
Die Initiative kam von einem Stuttgarter Kirchenmusiker…

[Im Johannesevangelium] noch stärker als in den anderen Evangelien, erscheinen die Juden als treibende Kraft im Prozess gegen Jesus – was schon im Mittelalter als Vorwand für die Verfolgung von Juden als „Christusmörder“ herhalten musste…

Es bleibt auch rätselhaft, warum die Bach-Bearbeiter ausgerechnet die Arientexte verändert haben, die gar nicht auf die Judenproblematik eingehen, während sie die als anstößig empfundenen Bibelpassagen beibehielten...

Hingerichtet wurde Jesus offiziell als politischer Aufrührer – aber der eigentliche Grund lag in seinem Konflikt mit dem „religiösen Establishment“, wie Küng schreibt: „Die politische Anklage verdeckte den religiös bedingten Hass und ,Neid’ der Hierarchie und ihrer Hoftheologen. (…) Offensichtlich erst in letzter Stunde und nicht aus eigener Initiative tritt die römische Behörde auf den Plan: nach allen Evangelien nur durch die Denunziation und gezielte politische Machenschaft der jüdischen Hierarchie auf den Plan gerufen.“

Juden trugen demnach Schuld an der Kreuzigung – aber nicht das jüdische Volk. Einer der wenigen Punkte, in denen sich Küng mit Benedikt XVI. einig ist. …

welt.de 7.4.2012

Politisch korrekte Herumbasteleien an einem Kunstwerk sind auch hier Geschichts- und Kunstfälschungen – und unsinnige dazu. Kein freidenkender Mensch wird in dem als „die Juden“ bezeichneten zusammengelaufenen Jerusalemer Haufen die Juden als Volk erkennen und seine Nachkommen noch sechzig Generationen lang als „Gottesmörder“ verfolgen wollen. Es bleibt zudem der logisch unlösbare Widerspruch, daß „die Juden“ nach dem Willen „Gottes“ das Erlösungswerk Christi ermöglicht haben sollen und man ihnen dafür dennoch nicht dankbar will.

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Sigmar Salzburg
23.05.2012 07.12
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Die neue Religion

(... das Sündenbewußtsein ständig wachhaltend:)

Da ist zum Beispiel Luise Günther. Die 24-Jährige studiert an der Universität Hamburg Germanistik und Sozialwissenschaft auf Lehramt und ist Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). … „Rassismus ist nicht nur eine Sache von Rechtsradikalen, sondern etwas, das sich bereits in die Mitte der Gesellschaft eingeschlichen hat.“ Günther glaubt, dass jeder mal rassistisch handelt – oft unbewusst. Da reiche es etwa schon, eine südländisch anmutende Frau als Erstes zu fragen: Und wo kommst du her? …
abendblatt.de 21.5.2012

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Sigmar Salzburg
22.05.2012 19.00
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… Correctness müssen nur echte Dummdeutsche:

… diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur, die Sonntagabend in Ruhe das tun darf, was er am besten kann; das niedrigste im Menschen anzusprechen…

„Eine Kolumnistin“ der Frankfurter Rundschau 19.5.12
(Kiyak, Seite inzwischen entfernt)

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Sigmar Salzburg
05.05.2012 22.53
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Zweierlei Maß

Radikale unter sich

In Nordrhein-Westfalen haben Rechtsextremisten mit Protesten gegen den Islam erneut gewalttätige Übergriffe von Anhängern radikaler Salafisten provoziert… Anhänger der rechten Splitterpartei Pro NRW hatten zuvor islamfeindliche Karikaturen gezeigt.
spiegel.de 5.5.2012

1995 wurde bundesweit die Zeitschrift „Titanic“ mit einer Bildmontage von Jesus als Klorollenhalter angeboten.

Als Extremist gilt aber heute nur, wer Moslems karikativ „provoziert“.

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Sigmar Salzburg
27.04.2012 18.48
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Namentliche Machtergreifungen

Seit 80 Jahren wird Deutschland von politischen Umbenennungen, vor allem Straßenumbenennungen heimgesucht. Ab 1932 waren es Emporkömmlinge der Nazi-Szene, denen so schon zu Lebzeiten gehuldigt wurde.

Nach deren Höllenfahrt wurden im Osten kommunistische Funktionäre und Säulenheilige auf das Schild gehoben, im Westen, neben Rückbenennungen, auch die Namen verlorener Städte (was heute als „revanchistisch“ gilt) und westlicher Politiker, beispielsweise eines amerikanischen Präsidenten, weil er sich an der Berliner Mauer als ein bekanntes Schmalzgebäck bezeichnet hatte.

Nach dem Mauerfall wurden wieder Straßen umbenannt oder rückbenannt, sogar ganze Städte. Doch bald kam es zu Machtergreifungen von K-Gruppen, oft als Grüne getarnt, die nun die Bürger dadurch zu erniedrigen suchen, daß Straßen nicht mehr nach verdienten Deutschen, sondern nach unverdient ums Leben gekommenen möglichst Nichtdeutschen benannt werden.

So soll jetzt die nach dem Erfinder der deutschen Stenographie benannte Gabelsbergerstraße in „Silvio-Meier-Straße“ umbenannt werden, dessen einziges Verdienst darin besteht, von Rechten erstochen worden zu sein:


„Der zur linksextremen Szene gehörende Hausbesetzer war im November 1992 bei einer Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten getötet worden. Auslöser war eine Prügelei, bei der Meier mit einigen Freunden einem der späteren Täter einen Aufnäher mit der Aufschrift „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ von der Jacke gerissen hatten“ (JF 27.4.2012 in bewährter Rechtschreibung).

Die linke „junge Welt“ hingegen klagt (in gleicher Rechtschreibung) über die eingeleitete Umbenennung der „Pablo Neruda Schule“ in Chemnitz in „Grundschule Kaßberg“, nach dem Stadtteil. (jW 24.4.2012). Das ist für Frühkläßler unbestreitbar angemessener und klingt nicht so hochgestochen. – Vielleicht könnte man dann doch ersatzweise den Nobelpreisträger auf das Berliner Straßenschild bringen.

Chemnitz war 1953 in einem Willkürakt der SED-Regierung in „Karl-Marx-Stadt“ umbenannt worden. 1990 stimmten 76 Prozent der Bewohner bei einer Volksabstimmung für die Rückkehr zum alten Namen – prozentual so viele, wie 1998 Bundesbürger für die Beibehaltung der traditionellen Rechtschreibung gestimmt hätten, wenn sie gedurft hätten.

Der Chemnitzer VVN kritisiert noch eine ganze Reihe von „reaktionären“ Um- und Rückbenennungen, z.B. Leninstraße in Heinrich-Schütz-Straße. Das empfinde ich allerdings als wohltuenden Kulturfortschritt – vom bolschewistischen Zarenmörder zum bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarocks, der unter anderem 1627 die erste deutsche Oper („Dafne“, Musik verschollen) geschaffen hat.


2008 wurde dagegen ein Teil der Berliner Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt, des Studentenführers, der am Grabe des RAF-Terroristen Holger Meins mit erhobener Faust „Holger, der Kampf geht weiter“ gerufen hatte.

Die JF berichtete noch von einer anderen irren Umbenennung: „Die Straße [Gröbenufer] war also nach dem Leiter einer im Auftrag des Großen Kurfürsten durchgeführten Westafrika-Expedition benannt worden, dem Begründer einer winzigen Kolonie im heutigen Ghana, die seit 1717 nicht mehr existiert. Für die Grünen war dies Anlaß genug, um von der Groeben aus der Gruft zu zerren und als „Kolonialverbrecher“ anzuprangern … Ein Ersatz stand schon parat: die obskure „afrodeutsche“ Aktivistin May Ayim, deren tragisch zerrissenes Leben 1996 durch Selbstmord endete, Pionierin einer pseudowissenschaftlichen, quasi-rassistischen Kulturkampfsparte namens „Kritische Weißseinsforschung“. JF 25.9.2010

Wann wohl der Große Kurfürst selbst mit seinem „Kurfürstendamm“ dran glauben muß? Die politisch korrekte Namenstilgung geht auf jeden Fall weiter. Die Umbenennung einer Lettow-Vorbeck-Allee gegen den Willen der Anwohner wurde hier schon genannt – auch ein Beispiel neuer „Demokratur“.

Da wundert es natürlich nicht, daß, von Ausnahmen wie Gerald Häfner und Antje Vollmer abgesehen, die Grünen auch den basisdemokratischen Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform mißachtet haben und sogar an seiner Vernichtung mitwirkten.

Die JF bemerkte zu Recht:
„All das sind Symptome einer fortschreitenden kulturellen Selbstausradierung der Deutschen, eines Verfalls des historischen Bewußtseins und Denkens, wie des Denkens überhaupt. Und natürlich Teil einer Taktik, die Orwell auf den Punkt gebracht hat: „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“

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Sigmar Salzburg
20.04.2012 21.06
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Halbheiten

Schloß Gottorf

Heute nachmittag gesehen:
Sammlung von Rolf und Bettina Horn

Max Pechstein
Stillleben mit Negerplastik
Öl auf Leinwand 1918

Correctness-Garden vor!

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