Willkommen Die 20 neuesten Beiträge im Forum
Fadensuche     Suche
Kennkarte ändern     Häufig gestellte Fragen   zu anderen Nutzern  kostenlose Anmeldung   Anfang  verabschieden
Jemandem diese Seite senden! Druckvoransicht zeigen
Forum > Rechtschreibforum
Kirchen und Religion
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >
Verfasser
Leitthema    Dieser Faden ist 19 Seiten lang:    1  2  3 · 10  11  12  13  14   15  16  17  18  19  Post New Thread     Post A Reply
Sigmar Salzburg
15.06.2012 15.48
Diesen Beitrag ansteuern
Korrektur am Unfehlbaren

BENEDIKT XVI.
GENERALAUDIENZ
Audienzhalle
Mittwoch, 13. Juni 2012

Liebe Brüder und Schwestern!


In der heutigen Katechese möchte ich über einen weiteren Aspekt des Gebetes nach dem heiligen Paulus sprechen. Paulus weist darauf hin, daß, wenn wir beten, nicht nur wir etwas tun, sondern immer auch Gott handelt. Gott zieht uns zu sich hinauf. Im 2. Korintherbrief geht er tiefer darauf ein: Er spricht davon in dem Zusammenhang, als er sein Apostolat verteidigt, daß seine eigenen Leistungen gleichsam nebensächlich sind gegenüber dem, was Gott in ihm vollbracht hat. …

vatican.va 13.6.2012


Radio Vatikan „verbessert” den Unfehlbaren, da andernfalls seine Worte den heutigen Deutschen, entgegen der Annahme des Bundesverfassungsgerichts, kaum noch lesbar wären:

Papst: „Wir sind schwach, aber Gott stärkt uns“
Schwierigkeiten im Leben dem Wirken Gottes anvertrauen.

Erstellt von Radio Vatikan am 14. Juni 2012 um 16:18 Uhr
[...]
„Der Apostel weist darauf hin, dass, wenn wir beten, immer auch Gott handelt. Gott zieht uns zu sich und lädt uns zur Betrachtung seines Wirkens an uns ein. Paulus bringt das im 2. Korintherbrief zum Ausdruck: Er spricht davon, dass seine eigenen Leistungen nebensächlich sind gegenüber dem, was Gott in ihm vollbracht hat.“

kathnews.de 14.6.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
10.06.2012 09.04
Diesen Beitrag ansteuern
Orthodoxe Juden

Die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung hatte einmal die „Rechtschreibreform” mit den Worten abgelehnt: „Sie ist amtlich verordnet, wird also befolgt und findet ihren Niederschlag … in angepaßten Lehrern und Journalisten … Vorschrift ist Vorschrift.“ (AJW, 28.10.99). Inzwischen hat sie sich wohl „angepasst“, nachdem selbst die Frankfurter Allgemeine den Kotau vor den Kultusmissetätern vollzogen hat. – Die antizionistische orthodoxe Internetzeitung „Der Israelit“ verwendet im allgemeinen das reformierte Deutsch. Doch das scheint kein Prinzip zu sein:

Donnerstag, 26. April 2012
Eine „Shoah“ der besonderen Art

… Exakte Zahlen lassen sich kaum ermitteln, doch kann man davon ausgehen, daß weit über zwei Millionen jüdische Babys mittlerweile in 64 Jahren zionistischer Staatexistenz „abgetrieben“ wurden! Doch die Zionisten schreien, die Palästinenser seien Mörder. In welchem Jahr haben „arabische Terroristen“ ganze 50.000 Israelis umgebracht? ... Die Tatsache, dass im sogenannten und selbsterklärten „jüdischen Staat“ …

Der Israelit 26.4.2012

Der Herausgeber Cabelman schreibt in einer Antwort auch (aus Versehen?) traditionell:

Awram 4. Juni 2012 17:04:00 MESZ
G-tt ist es durch seine Wunder beim Auszug aus Ägypten nicht gelungen diese zu überzeugen, Moses ist es nicht gelungen, es wird keinem gelingem, deshalb kommt auch der Moshiach nicht...

Antworten
Reuven Jisroel Cabelman 4. Juni 2012 21:17:00 MESZ

Diese kamen zusammen mit Moses. Aber unsere Chachamim erklären uns doch wirklich überall, daß Moshiach deshalb nicht kommt, weil manche die Geulah zu früh ausgerufen haben. Ohne darauf zu warten, daß Elijahu HaNavi ihn vorher ankündigen muß. Shir HaShirim, Ketubos 111a, Igeres Teiman von Rambam, um nur drei wesentliche genannt zu haben von etlichen Hundert.

Der Israelit 4.6.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
06.06.2012 11.47
Diesen Beitrag ansteuern
Der Papst schreibt verläßlich

BENEDIKT XVI.
GENERALAUDIENZ
Petersplatz
Mittwoch, 6. Juni 2012

Pastoralbesuch in der Erzdiözese Mailand
VII. Weltfamilientreffen

Liebe Brüder und Schwestern!

»Die Familie, die Arbeit und das Fest« – unter diesem Motto stand das VII. Weltfamilientreffen, das wir in den vergangenen Tagen in Mailand gefeiert haben. Ich bin immer noch ganz erfüllt von den unvergeßlichen und wunderbaren Begegnungen mit den Familien aus Italien und aus der ganzen Welt. Es war auch mein erster Besuch als Nachfolger des heiligen Petrus bei den Gläubigen im Erzbistum Mailand, die mich wirklich aufs herzlichste empfangen haben…

Vatican.va 6.6.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
05.06.2012 06.38
Diesen Beitrag ansteuern
Gedankenfreiheit auf islamisch

Ein Gericht in Istanbul hat formell Anklage gegen den türkischen Pianisten und Komponisten Fazıl Say erhoben, weil er auf Twitter islamische Werte beleidigt haben soll. Ihm drohen 18 Monate Haft.

Say hat islamischen Glauben auf Twitter verspottet
Dem 42-jährigen Musiker wird in der Anklageschrift Aufstachelung zum Hass und öffentliche Verunglimpfung “religiöser Werte” vorgeworfen ... Say, der vor vier Jahren zum Kulturbotschafter der Europäischen Union ernannt wurde, habe demzufolge den islamischen Glauben und dessen [Mohammeds] Vorstellungen über das Paradies auf Twitter verspottet. Zu lesen war: „Du sagst, durch die Bäche wird Wein fließen, ist das Paradies etwa eine Schänke? Ich werde jedem Gläubigen zwei Jungfrauen geben, sagst du, ist das Paradies etwa ein Freudenhaus?” …

Soll[t]e er hinter Gitter kommen, so befürchtet er selbst, könnte das auch das Aus seiner internationalen Karriere bedeuten. Im Zuge der Diskussionen über seine Twitternachricht, in der er [diese] Zeilen des persischen Dichters Omar Khayyam weiterverbreitete, kündigte Say bereits Ende April an, dass er die Türkei in Richtung Japan verlassen wollen würde. Als Grund hierfür gab der bekennende Atheist eine zunehmende kulturelle Intoleranz in seinem Heimatland an.
deutsch-tuerkische-nachrichten.de 2.6.2012

Stichworte n. Wikipedia
Omar Khayyām ... (persisch ‏عمر خیام‎ ’Omar-e Chayyām [omare xajɑ:m];‎ * 18. Mai 1048 in Nischapur, Provinz Chorasan; † 4. Dezember 1131 ebenda) war ein persischer Mathematiker, Astronom, Philosoph und Dichter.

Omar Khayyam fand die Lösung kubischer Gleichungen und ihrer Wurzeln durch die geometrische Darstellung.

Das 2011 uraufgeführte „erzählende“ Konzert für Klarinette und Orchester op. 34 unter dem Titel Khayyam des türkischen Komponisten Fazil Say bezieht sich hauptsächlich auf Khayyāms Leben.


Aufführung im Kieler Schloß

NB: Im Video „Hayyam“. Immer häufiger aber verwirrt die englische Transkription arabischer Schriftzeichen: „Khayyam“ neben der treffenderen deutschen Übertragung des gleichen Anlauts, z.B. „Chorasan“
خراسان . Bislang wurden aspirierte Sankritlaute „kh“ etc. so dargestellt.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
31.05.2012 07.55
Diesen Beitrag ansteuern
Gianluigi Nuzzi „Sua Santità – Le Carte Segrete di Benedetto XVI“

„Es gibt nicht besonders viele Dokumente in diesem Buch, die vom Heiligen Vater geschrieben sind. Dieses Dokument aber stammt von ihm, eine Anmerkung, eigentlich eine Rüge an den Apostolischen Nuntius in Berlin und an die deutschen Kardinäle, weil sie ihn nicht verteidigt haben in der Causa Williamson“, sagt Nuzzi.“Ich wundere mich, dass der Nuntius den Empfehlungen von Kardinal Lehmann folgt, der ja gefordert hatte, dass sich der Papst bei den Juden und den Kirchenmitgliedern entschuldigen muss.“
swr.de 29.5.2012

… Benedikt hatte 2009 vier Bischöfe der umstrittenen erzkonservativen Piusbruderschaft wieder in die Kirche aufgenommen. Einer von ihnen war der Holocaust-Leugner Richard Williamson ¹. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte ein eindeutiges Bekenntnis gegen Antisemitismus. Der Papst sprach später von einem „Super-GAU“.
augsburger-allgemeine.de 30.5.2012

Die deutschen Bischöfe setzten eben ihren Anpassungskurs an die jeweilige Staatsräson fort, nicht erst seit der „Rechtschreibreform“ unter Mitwirkung von Kardinal Lehmann – während der Papst schon als Ratzinger widerstanden hat.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
14.05.2012 15.01
Diesen Beitrag ansteuern
Grüne Hirtenhunde

Grünen-Politiker fordern Umwandlung von Kirchensteuer

München (kath.net/KNA) Mehrere katholische Politiker der Grünen fordern laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Montag) die Umwandlung der deutschen Kirchensteuer in eine «Kultursteuer» nach italienischem Vorbild. Dort könne jeder Erwerbstätige einen Beitrag an eine wohltätige oder religiöse Institution seiner Wahl entrichten. Es sei nicht sinnvoll, «zuzuschauen, wie viele Menschen wegen der Kirchensteuer aus unserer Kirche austreten», zitiert das Blatt aus einer Erklärung zum bevorstehenden 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim. Unterzeichnet ist das Papier dem Bericht zufolge unter anderen von den Bundestagsabgeordneten Agnieszka Brugger, Gerhard Schick und Josef Winkler. Winkler sitzt auch im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, dem Veranstalter des Katholikentags...
kath.net 14.5.2012

Dieser Gedanke wird immer wieder aufgewärmt. 1996 veröffentlichten die „Kieler Nachrichten“ meinen Leserbrief zum Thema „Sinkende Kirchensteuern“, der ungefähr so lautete: ... Jetzt denken Kirchenkreise über unser verbliebenes Geld, das sie nichts angeht, weiter nach und möchten Kirchenferne zu einer „Kultursteuer“ verpflichten, damit sich ein Kirchenaustritt nicht lohnt. – Ebenso könnte der Staat bei sinkendem Hundesteueraufkommen alle Nicht-Hundebesitzer zu einer „Sozialsteuer“ verpflichten, damit sich die Abschaffung des Hundes nicht lohnt. Die Kirchen sollten doch selber Beiträge erheben, wie andere Vereine auch. – Das Wort „andere“ wurde – natürlich nur aus Platzgründen – von der Redaktion gestrichen.

Ein ähnlicher Zutreibergedanke liegt auch dem schulischen Religionsersatzunterricht zugrunde. Eine Abmeldung vom Religionsunterricht soll sich nicht lohnen.


Siehe auch skydaddy.wordpress.com:
Grüne fordern Strafsteuer für Konfessionslose

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
24.04.2012 18.37
Diesen Beitrag ansteuern
Die Bischofskonferenz reformiert den Papst

Die deutschen katholischen Bischöfe, die die orthographischen Ergüsse der Kultusministerkonferenz eilends wie Verkündigungen des Heiligen Geistes übernommen hatten, haben wieder einen Brief des Papstes in das neue ss-Deutsch umfälschen lassen.

Am Ostermontag, d. 9. April hatte Benedikt noch anläßlich des Angelus auf deutsch gesagt:


Liebe Brüder und Schwestern!
Einen guten Tag euch allen! Der Ostermontag ist in vielen Ländern ein Feiertag, an dem man einen Spaziergang inmitten der Natur unternimmt oder Verwandte besucht, die etwas weiter weg wohnen, um im Kreis der Familie beisammen zu sein. Doch ich möchte, daß im Bewußtsein und Herzen der Christen stets der Grund für diesen Ferientag gegenwärtig bleibt, nämlich die Auferstehung Jesu, das entscheidende Geheimnis unseres Glaubens…
vatican.va 9.4.2012

[Wenige Tage später soll er dann trotz seines Alters auf das Reform-Deutsch umgestiegen sein:]

Pressemeldung
24.04.2012 – Nr. 068
Brief von Papst Benedikt XVI. an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz zur Frage der Übersetzung des Kelchwortes
Papst Benedikt XVI. hat mit Datum vom 14. April 2012 einen Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz verfasst. In diesem Brief geht er auf die angemessene Übersetzung des Kelchwortes im Hochgebet der Heiligen Messe ein. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat diesen Brief auf seiner Sitzung am 23. April 2012 erörtert. Wir dokumentieren den Brief des Heiligen Vaters im Wortlaut.


Exzellenz!
Sehr geehrter, lieber Herr Erzbischof!

Bei Ihrem Besuch am 15. März 2012 haben Sie mich wissen lassen, dass bezüglich der Übersetzung der Worte „pro multis“ in den Kanongebeten der heiligen Messe nach wie vor keine Einigkeit unter den Bischöfen des deutschen Sprachraums besteht. Es droht anscheinend die Gefahr, dass bei der bald zu erwartenden Veröffentlichung der neuen Ausgabe des „Gotteslobs“ einige Teile des deutschen Sprachraums bei der Übersetzung „für alle“ bleiben wollen, auch wenn die Deutsche Bischofskonferenz sich einig wäre, „für viele“ zu schreiben, wie es vom Heiligen Stuhl gewünscht wird…

Da ich die liturgischen Gebete immer wieder in verschiedenen Sprachen beten muss, fällt mir auf, dass zwischen den verschiedenen Übersetzungen manchmal kaum eine Gemeinsamkeit zu finden ist und dass der zugrundeliegende gemeinsame Text oft nur noch von Weitem erkennbar bleibt. Dabei sind dann Banalisierungen unterlaufen, die wirkliche Verluste bedeuten…

Wie der Herr die anderen – „alle“ – auf seine Weise erreicht, bleibt letztlich sein Geheimnis. Aber ohne Zweifel ist es eine Verantwortung, von ihm direkt an seinen Tisch gerufen zu sein, so dass ich hören darf: Für euch, für mich hat er gelitten. Die vielen tragen Verantwortung für alle. Die Gemeinschaft der vielen muss Licht auf dem Leuchter, Stadt auf dem Berg, Sauerteig für alle sein. Dies ist eine Berufung, die jeden einzelnen ganz persönlich trifft. Die vielen, die wir sind, müssen in der Verantwortung für das Ganze im Bewusstsein ihrer Sendung stehen. Schließlich mag ein dritter Aspekt dazukommen. In der heutigen Gesellschaft haben wir das Gefühl, keineswegs “viele“ zu sein, sondern ganz wenige – ein kleiner Haufen, der immer weiter abnimmt...

Ich darf hoffen, dass die Katechese bald vorgelegt und so Teil der gottesdienstlichen Erneuerung wird, um die sich das Konzil von seiner ersten Sitzungsperiode an gemüht hat.

Mit österlichen Segensgrüßen verbleibe ich im Herrn Ihr

Benedictus PP XVI.

dbk 24.4.2012

[Die Umwandlung „der vielen“ in die reformierten „Vielen“, die hier sogar noch einsehbar wäre, hat man sich nicht getraut, und ebenso auch nicht „jeden Einzelnen“. Die Reformiertheit mußte daher mit „von Weitem” gezeigt werden, die Benedikt kaum zuzutrauen ist.]

[Einen Tag später, am Sonntag, 15. April 201, hat der Heilige Vater seine seit 80 Jahren gewohnte Rechtschreibung wiederaufgenommen:]

Liebe Brüder und Schwestern!
Jedes Jahr erleben wir bei der Feier des Osterfestes von neuem die Erfahrung der ersten Jünger Jesu, die Erfahrung der Begegnung mit ihm, dem Auferstandenen: das Johannesevangelium berichtet, daß sie sahen, wie er im Abendmahlssaal in ihrer Mitte erschien, am Abend des Tages der Auferstehung, »des ersten Tages der Woche«, und dann »acht Tage darauf« (vgl. Joh 20,19.26)…

vatican.va 15.4.2012

Nachtrag 9.5.12: Inzwischen ist auch das originale Schreiben Benedikts zugänglich: vatican.va 14.4.2012

Wie vermutet, geht neben der ss-Fälschung auch die orthographische Albernheit „von Weitem“ auf den Anpassungseifer der Bischofskonferenz zurück. Nebenbei wurde auch die seit den Reform-Duden „veraltende“ päpstliche Wortwahl „Haufe“ gegen den ordinären „Haufen“ ausgetauscht.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
11.04.2012 07.51
Diesen Beitrag ansteuern
Und wann kommt der staatliche Macumba-Unterricht?

Islamunterricht in NRW
Keine Lehrer, keine Ausbildung, kein Plan

Im Sommer soll in Nordrhein-Westfalen der Religionsunterricht für muslimische Grundschüler starten – mit einem Etikettenschwindel. Die Lehrerbildung dauert ganze zwei Wochenenden, der Lehrplan fehlt. Und wer nicht „nach den guten Sitten“ lebt, riskiert seinen Job. …

Die Lehrerlaubnis ist ein krasses Beispiel für das herrschende Durcheinander in der Schulpolitik: Obwohl die Moscheegemeinden, islamischen Verbände und Beiräte bislang keine Religionsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes bilden, sondern rechtlich gesehen private Vereine sind, dürfen sie über Unterrichtsinhalte und Lehrerkarrieren entscheiden. Für den hessischen Justizminister Jörg-Uwe Hahn Grund genug, das NRW-Gesetz als nicht verfassungsgemäß abzulehnen ...

spiegel.de 11.4.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
07.04.2012 05.42
Diesen Beitrag ansteuern
Focus gibt sich fromm

Christen in aller Welt gedenken heute seines Todes. FOCUS Online dokumentiert den Kreuzweg in einem fortlaufenden Protokoll…

5. Station: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen
Römische Soldaten zwingen einen Mann aus Zyrene für Jesus das Kreuz zu tragen. Der Mann heißt Simon…

Am Tag nach Gründonnerstag gedenken die Christen dem Tod Jesu

focus.de 6.4.2012

Die C-Reform von 1902: Im griechischen Text (Aland 1898/1979) steht selbstverständlich „anthropon Kyrenaion“ und sogar in meiner Prachtbibel von 1910 „Kyrene“. Auch richtiges Deutsch kann man bei Focus und selbst bei der Geistlichkeit kaum noch – und dazwischen Reklame für Zahnbehandlungen in Ungarn und „Jesus Snubnose“.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
30.03.2012 09.41
Diesen Beitrag ansteuern
Schulreform in der Türkei

Der Humanistische Pressedienst weist auf eine „Reform“ der türkischen Schulen (nach Bericht der „jungen Welt“) hin:

Erdogan gegen „atheistische Generation“
Der türkische Premier kündigt einen Kampf gegen »atheistische Generation« an. Auslöser dafür ist die geplante Reform des Schulsystems in der Türkei. Dabei sollen religiöse Schulen mehr Macht und Möglichkeiten bekommen... Die „Reform“ benachteiligt vor allem Mädchen. Sie beinhaltet eine Verlängerung der bislang achtjährigen Schulpflicht auf zwölf Jahre. Das hat jedoch einen Haken: Familien sollen danach ihre Kinder bereits nach vier Jahren Grundschule von der säkularen staatlichen Schule nehmen und auf die für die Predigerausbildung eingerichteten religiösen Imam-Hatip-Schulen schicken können. Die letzten vier Jahrensollen gar als „Fernunterricht“ eingerichtet werden – was dazu führen könnte, dass in in religiösen Familen die Mädchen das Haus nicht mehr verlassen dürfen.
Erdogan sprach die Idee hinter der „Reform“ deutlich aus: er möchte eine „religiöse Generation erziehen“.
hpd 30.3.2012

Bislang waren die türkischen Schulen in bezug auf religiöse Neutralität fortschrittlicher als die deutschen Schulen. Im Originalartikel der „jungen Welt“ – ohne die „ss“ der deutschen „Reform“ – heißt es:

Im Bildungsausschuß des Parlaments hatten die Kemalisten vor zwei Wochen versucht, den Antrag der Regierung durch rund 130 Wortmeldungen zu stoppen. Ein CHP-Abgeordneter hielt sogar eine rekordverdächtige zwölfstündige Dauerrede. Nachdem die AKP-Mehrheit daraufhin die Redezeit beschränkte und ihre Abgeordneten während der Abstimmung im Ausschuß die Opposition am Betreten des Raumes hinderten, kam es im Parlament sogar zu Prügeleien.

… Die Zauberformel der AKP »Vier plus vier plus vier« läuft darauf hinaus, daß Familien ihre Kinder bereits nach vier Jahren Grundschule von der säkularen staatlichen Schule nehmen und auf die für die Predigerausbildung eingerichteten religiösen Imam-Hatip-Schulen schicken können, deren Schwerpunkt auf Koran- und Arabischkursen liegt. Die letzten vier Pflichtschuljahre sollen sogar in Form von Fernkursen absolviert werden können. In den Augen der Opposition bedeutet dies, daß konservative Familien ihre Töchter zu Hause entsprechend religiös indoktrinieren können.

jungewelt.de 28.3.2012

Die arabische Schrift und viele arabische und persische Fremdwörter waren bereits vor gut 80 Jahren in einer „Reform“ von Kemal Atatürk abgeschafft worden – so daß er seine eigene Sprache kaum noch verstehen konnte.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
11.03.2012 10.11
Diesen Beitrag ansteuern
Reformen, die spalten

Religiöse Fragen stehen hier an sich nicht zur Diskussion, aber im Zusammenhang mit der Piusbruderschaft muß man wissen, daß sie die Reformen des letzten Vatikanischen Konzils ablehnt. Dieses Schisma trat auch in der Berichterstattung des fundamentalistischen kreuz.net während des Papstbesuchs zutage:

Bei der gestrigen Papstmesse im Berliner Olympia-Stadion trotzte sich Genosse Wolfgang Thierse von Papst Benedikt XVI. die Handkommunion ab … Der CDU-Präsident des Bundestages Norbert Lammert (62) sah das Beispiel – und ahmte seinen Sandkasten-Spielgefährten nach. Er hielt dem Papst seine Pranken ins Gesicht … Dieses tolpatschige Verhalten paßte gut zu Lammerts Rede vor dem Papst im Deutschen Bundestag…
kreuz.net 23.9.2011

Zu meinem Verständnis mußte ich auf Erläuterungen von kompetenter Seite zurückgreifen:

Handkommunion
… von Prof. Dr. Robert Spaemann

Die gegenwärtig dominante Liturgie der lateinischen Kirche leidet momentan unter anderem an einer »Anomalie«… Ausgerechnet im Augenblick der »communio« zerfällt die Gemeinde in zwei Gruppen von Individuen, denen, die den Leib des Herrn in den geöffneten Mund empfangen, und denen, die ihn in sich in die linke Hand legen lassen, um ihn mit den Fingern der rechten zum Mund zu führen. Ausgerechnet wenn wir zum gemeinsamen „Tisch des Herrn“ gehen, müssen wir als Laien durch die Weise unseres Kommunionempfangs die Zugehörigkeit zu einer »Gesinnnungsgruppe« offenbaren.

Handkommunion


Das erinnert doch sehr an die „Rechtschreibreform”. Verweigerer müssen mit dem ersten „daß“ ihre „Rückschrittlichkeit“ offenbaren und erfahren je nach Situation eine Sonderbehandlung mit entsprechenden Nachteilen – entgegen den Behauptungen im Verfassungsgerichtsurteil v. 14.7.1998.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
10.03.2012 16.51
Diesen Beitrag ansteuern
Erfreulich ...

Nicht nur der Papst, auch die Piusbrüder schreiben noch überwiegend traditionell – anders als die anpassungseifrigen Hauptbataillone der deutschen Kirchen:

40 Jahre Priesterbruderschaft St. Pius X.
(von P. Franz Schmidberger)

Liebe Gläubige, liebe Münchner,
Sie können sich berechtigterweise die Frage stellen, warum ich diesen Vortrag halte, nachdem im Mitteilungsblatt des Monats November, das Sie gestern zugeschickt bekamen, ziemlich ausführliche Berichte zu lesen sind über das Entstehen und die 40-jährige Geschichte der Bruderschaft.

Will man diese Geschichte darstellen, so müßte man eigentlich nicht nur einen langen Artikel, sondern ein ziemlich dickes Buch schreiben…

Erzbischof Lefebvre sagte des öfteren: Eines Tages wird Rom uns danken für das, was wir getan haben. Schon vor Jahren hat der damalige Kardinal Ratzinger einem unserer Freunde für dessen Vorträge und Publikationen in einem Brief gedankt…

Vortrag von Pater Franz Schmidberger
in München, 31. Oktober 2010
(korrigiert und erweitert)

piusbruderschaft.de

Nur in einigen Verlautbarungen wird die Reformschreibung verwendet:

Wie steht die Piusbruderschaft zu Bischof Williamson?

Sie hat sich eindeutig und unmissverständlich von der Verharmlosung des Holocaust distanziert:

Hier der Text der Stellungnahme vom 27. Januar 2009

… Als Distriktoberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland bin ich mit meinen Mitbrüdern erschüttert über die Aussagen von Bischof Williamson hier in diesem Land. Die Verharmlosung der Judenmorde des NS-Regimes und dessen Greueltaten sind für uns inakzeptabel…

Pater Franz Schmidberger Distriktoberer

meistgestellte-fragen

Den Piusbrüdern half es aber nichts – sie werden weiterhin als „die Holocaust-Leugner“ dargestellt:
„Gólgota Picnic“: Hassobjekt der Holocaust-Leugner
hpd 31.1.2012

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
29.02.2012 15.56
Diesen Beitrag ansteuern
Martin Walser verhebt sich wieder einmal

1996 unterschrieb er die Frankfurter Erklärung gegen die Rechtschreibreform und erklärte, er werde nie rauh ohne h schreiben. Dann wechselte er von Suhrkamp zu Rowohlt, und danach ging es (in Reformschreibung) abwärts. Tilman Krause schrieb in der Welt:

Martin Walser verhebt sich nun an Goethe
Martin Walsers Roman „Ein liebender Mann

Danach verhob er sich an Jesus:Muttersohn

Jetzt verhebt er sich an Kunst, Musik und Unglauben – im Interview:

Die meiner Meinung nach wichtigste Begabung, um glauben zu können, ist der Sinn für das Schöne. Wir haben die Fähigkeit, etwas schön zu finden. Nehmen Sie Bach oder Schubert. Ihre zu Gott gewandte Musik hat unsere irdische Existenz ausgefüllt und geformt. Wenn man sich hingegen als bekennender Atheist beruhigt zurücklehnen kann, dann geht dieser ganze Reichtum der Geschichte verloren. Dann hat das alles keinen Sinn und man weiß nicht, warum sich die Fugen so unendlich bewegen …

The European 28.2.2012

Ich kann versichern, daß ich, obwohl lebenslang gottfrei lebend, Sinn für das Schöne in religiöser und nichtreligiöser Kunst habe und auch Fugen gut verstehen kann, was ich in bescheidenem Maße mit ungläubigen Komponisten wie Verdi, Bartok, Berlioz, Busoni, Ravel, Tippett u.a. teile.

Auch Johannes Brahms meinte „Ich habe zu viel Schopenhauer gelesen und schaue mir die Sachen anders an“, worauf Antonin Dvorak über seinen Wohltäter sagte: „Solch eine Seele – und er glaubt an Nichts, er glaubt an Nichts!“ (Josef Suk n. Reclam 9622)

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
22.02.2012 10.01
Diesen Beitrag ansteuern
Heiratspolitik

Empörte Reaktionen hat die Forderung aus der CSU ausgelöst, der designierte Bundespräsident Joachim Gauck solle doch heiraten. Von Außenminister Westerwelle über SPD und Grüne bis hin zur Linken bekam der CSU-Familienpolitiker Norbert Geis dafür Stillosigkeit bescheinigt.

nachrichten.t-online.de 22.2.2012

Wenn denn mit einer Heirat alle Vorbehalte ausgeräumt wären! Schließlich wurde auch die zivilrechtlich angetraute Zweit-Gattin des abgelaufenen Bundespräsidenten von katholischen Fundamentalisten als „Kebse“ bezeichnet.

Ich kenne das. Als ich nach drei Jahren „wilder Ehe“ heiratete, sagte im gleichen, der evangelischen Kirche gehörenden Haus die letzte dort überlebende Sekretärin des Reichsbischofs Müller, es sei gut, „daß dieser unmoralische Zustand ein Ende“ habe. Dafür lebte nun meine Frau für ihre katholische Verwandtschaft im Konkubinat und hat von dort zu keiner Geburt der vier Kinder einen Glückwunsch erhalten.

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Sigmar Salzburg
17.02.2012 11.43
Diesen Beitrag ansteuern
Dennoch wird der Religionsunterricht weiter ausgebaut

(hpd) Heute vor 412 Jahren wurde Giordano Bruno wegen „Ketzerei“ auf dem Scheiterhaufen in Rom verbrannt. Und wegen „Ketzerei“ droht heute nun dem Journalisten und Blogger Hamsa Kaschgari der Tod – sein Fall ist exemplarisch für unzählige Menschen … Der Zentralrat der Muslime in Deutschland schweigt dazu wie üblich … Drei Mitteilungen auf Twitter genügten, um Hamsa Kaschgari in Todesgefahr zu bringen.

hpd.de

Mit Klick die Kennkarte von Sigmar Salzburg ansehen    Suche weitere Einträge von Sigmar Salzburg        Edit/Delete Message    Reply w/Quote    IP: Notiz
Alle Zeiten sind MEZ    Dieser Faden ist 19 Seiten lang:    1  2  3 · 10  11  12  13  14   15  16  17  18  19  Neuen Faden beginnen     antworten
Gehe zum Forum:
< voriges Leitthema     nächstes Leitthema >

Benutzungs-Regeln:
Wer kann im Forum lesen? Jeder Gast / jeder angemeldete Nutzer.
Wer kann ein neues Leitthema oder eine Antwort eintragen? Jeder angemeldete, eingewählte Nutzer.
Einträge können von ihrem Verfasser geändert oder auch gelöscht werden.
HTML-Kennungen beim Eintragen erlaubt? AN. Schnuten erlaubt? AN. vB-Kennungen erlaubt? AN. Bilder-Einbindung mit [IMG] erlaubt? AN.

Maßnahmen der Verwaltung:
Leitthema öffnen / schließen
Leitthema umziehen lassen
Leitthema löschen
Leitthema ändern

Herausgeber · Schreiben Sie uns · Forum

Technik von: vBulletin, Version 1.1.4 ©Jelsoft Enterprises Ltd. 2000. Rechtschreibung.com – Nachrichten zur Rechtschreibfrage