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Büchervernichtung
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Sigmar Salzburg
02.09.2012 07.35
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Rodenkirchen

Gemeindebibliothek

B Ü C H E R E I
...im Umbruch – Das Ende der Karteikarten


Die Gemeindebibliothek in Rodenkirchen gibt es sage und schreibe schon über 30 Jahre…

„Früher gab es noch öfter Autorenlesungen in der Bibliothek“, erinnert sich Frau Siemoneit, die die Bücherei seit dem 01.01.1983 leitet, zurück. Diese fanden etwa zweimal im Jahr für Schulklassen statt. Ab und an gab es mal eine Lesung für Erwachsene. Anfangs waren die Lesungen kostenlos …

Es standen der Bücherei jedoch mit der Zeit weniger Geldmittel zur Verfügung. Dadurch konnten irgendwann die Autorenlesungen nicht mehr angeboten werden. Außerdem wurden weniger Bücher gekauft, wodurch der Bestand allmählich veraltete. So kamen mit der Zeit immer weniger Leute in die Bücherei und nach und nach geriet sie in Vergessenheit.

Doch nun soll sie wieder aufleben...

Die Anzahl der Bücher wurde von ca. 7.000 auf 2.000-3.000 reduziert. Dies war nötig um die Bücherei zu aktualisieren. Viele Bücher waren veraltet oder zerlesen und vor allem viele Kinderbücher mussten aussortiert werden, da sie nicht der neuen deutschen Rechtschreibung entsprachen.

stadland.de

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Sigmar Salzburg
20.08.2012 08.50
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Kindheitstrauma

Comic-Zeichner Gulbransson

Ein großer Teil von Entenhausen liegt mitten in der bayerischen Landeshauptstadt. Denn dort, in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Haidhausen, denkt sich der Comic-Zeichner Jan Gulbransson, 63, die Geschichten über Donald Duck aus und bringt sie für die legendären „Micky Maus“-Hefte zu Papier.

Für Gulbransson ist es ein Kindheitstraum. „Alle Erwachsenen haben uns in den fünfziger Jahren gesagt, wir werden Verbrecher oder Schlimmeres, wenn wir Comics lesen“, sagt er. Ein Ereignis habe ihn damals besonders berührt: „1957 ist das erste und einzige Mal¹) nach dem Dritten Reich in Deutschland Schriftgut verbrannt worden“, erinnert er sich. Auf öffentlichen Plätzen seien damals Berge von Comics in Flammen aufgegangen.

Tatsächlich rief der Boom der Bildergeschichten in den Nachkriegsjahren schrille Kritik von Pädagogen und Kulturschaffenden hervor: Der „Brunnen spontaner Kinderphantasie“ werde damit vergiftet, befürchtete ein einflussreicher US-Arzt. Auch der SPIEGEL schrieb 1951 besorgt über das „Opium der Kinderstube“ ...

„Das, was ich hier mache“, sagt Gulbransson, „ist die Rache des kleinen Burschen aus den fünfziger Jahren.“

Der Zeichner ist der Enkel des berühmten Malers und Karikaturisten Olaf Gulbransson. Schon während der Schulzeit zeichnete er…

Donald zu zeichnen, sei eine dauernde Herausforderung, sagt der 63-Jährige. Er gelte zurecht als am schwierigsten zu zeichnende Comicfigur.
dpa/jon/mamk

spiegel.de 20.8.2012

¹) Keineswegs. Auch seit der „Rechtschreibreform” ab 1996 fürchtet man um das Seelenheil der Kinder durch den Anblick verbotener „ß“ und forciert Büchervernichtungen, obwohl demonstrative Verbrennungen seltener sind.

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Sigmar Salzburg
31.07.2012 16.16
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Gute ältere Kinderbücher haben keine Chance

Bücherei stellt auf neue Bibliothekssoftware um
RODENKIRCHEN, 18. Juli 2012

Heute und morgen gibt es einen Bücherflohmarkt im Rathaus. Die Bücherei ist dann von 10 bis 16 Uhr geöffnet….

Und weil sich die Zeit verändert hat, die Schüler ihre meisten Informationen nunmehr aus dem Internet saugen, hat Erdmuthe Siemoneit mit einer Kollegin des Bibliotheks-Service EKZ auch viele Sachbücher und Nachschlagewerke aussortiert. „Um Luft zu bekommen“, sagt sie. In den Regalen hat sie vor allem die Kinderbücher mit neuer deutscher Rechtschreibung und Romane belassen, die nicht älter als zehn Jahre sind. …

nwzonline.de 18.7.2012

…also zu einem großen Teil noch in der von 1996-2006 aufgenötigten Primitivst-Reformschreibung gedruckt sind.

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Sigmar Salzburg
10.07.2012 18.11
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Hamminkeln

Bücher aus der Telefonzelle

Gute Ideen dürfen gerne mal kopiert werden. Der große Erfolg der Brüner Bücherkiste soll sich demnächst in Mehrhoog fortsetzen… Eine weitere ausrangierte Telefonzelle gab’s noch am Hamminkelner Bauhof, und so kann nun eine zweite, winzig kleine Bücherei im Stadtgebiet an den Start gehen…

Und auch die ersten Bücher sind schon da, versicherte Rita Nehling-Krüger. „Für die Ausstattung der neuen Stadtbücherei musste eine Reihe von Büchern aus dem Altbestand aussortiert werden. Nicht weil sie zu alt waren, sondern weil sie nicht die aktuelle Rechtschreibung aufweisen“, erläuterte sie. „Eine schöne Kooperation, die durch das Frauenforum Hamminkeln entstanden ist“, urteilte die Gleichstellungsbeauftragte.

derwesten.de 10.7.2012

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Sigmar Salzburg
10.05.2012 09.11
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Zum Tag der Bücherverbrennung

Große Büchervernichtungen der Geschichte

213 v. Chr. griff der chinesische Kaiser Qin Shi Huang Di im Zuge der Reichseinigung zu rigorosen Maßnahmen... Lediglich die staatstragende Philosophie wurde gebilligt. Die Bücher aller anderen Schulen wurden verbrannt.

391 wurde das heidnische Serapeum in Alexandria, Gelehrtensitz und Bibliothek vieler Jahrhunderte, durch Theophilos, Patriarch von Alexandria, im Auftrage Theodosius I in Brand gesetzt; die größere Bibliothek, das Museion, erlitt bereits 47 v. Chr. bei der Eroberung Alexandrias durch Caesars Soldaten Schäden ...

1193 wurde die buddhistische Nalanda-Universität (heute Bundesstaat Bihar, Indien), mutmaßlich die weltweit größte ihrer Zeit, vom islamisch-türkischen Eroberer Bakhtiyar Khilji zerstört... Zudem wurden alle Bücher der Bibliothek verbrannt, was aufgrund des riesigen Umfanges mehrere Monate gedauert haben soll …

1497 und 1498 ließ der Dominikanermönch Girolamo Savonarola in Florenz durch eine „Kinderpolizei“ in Haus- und Straßensammlungen die „Herausgabe aller unehrbaren Schriften, Figuren und Gemälde“ erzwingen und verbrannte in einem „Scheiterhaufen der Eitelkeiten” u.a. Boccaccios Decamerone und alle Werke des Ovid, die in der Stadt gefunden werden konnten.

1499/1500 verfügte der Erzbischof von Toledo, Francisco Jiménez de Cisneros, im Rahmen der Zwangsbekehrung der muslimischen Granadinos, daß deren Bücher, nicht zuletzt die ausgeforschten Koran-Exemplare, verbrannt werden. 1821 machte Heinrich Heine dieses Ereignis zum Sujet seiner Tragödie „Almansor“ („Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“).

1561 ließ der Bischof von Yucatán, Diego de Landa, vor dem Franziskanerkonvent in Mani alle Götterfiguren und Objekte, von denen er meinte, daß sie den Maya zur Teufelsanbetung dienten, auf einem Scheiterhaufen verbrennen. So wurden auch sehr viele Bücher der Maya ein Opfer der Flammen. Nur vier Codices überlebten die Vernichtung und geben uns heute einen kleinen Einblick in die Lebenswelt der Maya.

Am 10. Mai 1933 fanden im nationalsozialistischen Deutschland im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ der Deutschen Studentenschaft Bücherverbrennungen statt, wobei in 22 Universitätsstädten, beginnend mit dem Opernplatz in Berlin, öffentlich zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern konfisziert und verbrannt wurden.

1996 beschlossen die 16 Kultusminister der deutschen Bundesländer die „Rechtschreibreform“. Im Zuge der Durchsetzung wurden Millionen von Büchern in ganz Deutschland, vor allem aus Schul- und Jugendbibliotheken, entfernt und verramscht oder vernichtet, wenn sie nicht die neuen „ss“ und weitere Albernheiten der „Neuregelung“ enthielten.

1998 zerstörten die Taliban Druckerei, Museum und Bücherei der Nasir-i Khuschra Stiftung in Kabul und einen großen Schatz an Museumsgütern und Büchern. Sie verschonten nicht einen Buchband, nicht einmal eine tausendjährige Ausgabe des Korans.

(Unter Verwendung von Wikipedia)

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Sigmar Salzburg
10.05.2012 05.56
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Porta Westfalica-Hausberge

Rechtschreibreform liefert den Stoff für Kunstwerke
Gesamtschüler stellen ihre Werke aus … Alte Schulbücher bearbeitet

... Bemerkenswert: Die Rechtschreibreform half der Kunstlehrerin Roswitha Hillebrand dabei, mit ihren Schülern Installationen zu kreieren: „Die nach der Reform ausrangierten Schulbücher haben wir teilweise aus Containern geholt, um sie für Kunstobjekte zu verwenden.“ Die Bücher wurden bemalt, beklebt und zu Installationen verbaut.

Vlothoer Anzeiger 10.5.2012

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Sigmar Salzburg
22.03.2012 11.05
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Entsorgung mit Hilfe höherer Gewalt

Freudenstadt. Die Renovierungsarbeiten in der Stadtbücherei laufen auf Hochtouren. Wasser und Frost hatten im Februar in einem Teil der Räume einen erheblichen Schaden angerichtet …

Mehr als 1600 durchnässte Kinder- und Jugendbücher haben die Mitarbeiter der Stadtbücherei entsorgt. Der Bestand wird wieder aufgebaut und modernisiert. Zahlreiche Bücherspenden von Bürgen sind mittlerweile bei der Stadtbücherei eingegangen, worüber sich Leiterin Elisabeth Fischer sehr freut. Jedoch kann die Bücherei nur Bücher mit neuer deutscher Rechtschreibung annehmen...

Schwarzwälder-Bote 22.3.2012

Das ist Diskriminierung herkömmlich gedruckter Literatur. Nach den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sollte die Stadtbücherei doch auch traditionell gedruckte Bücher annehmen müssen – oder?

„Die Unterschiede zwischen herkömmlicher und neuer Schreibung sind geringfügig und beeinträchtigen die Lesbarkeit und Verwendbarkeit geschriebener Texte praktisch nicht.“ (BVerfG 20.7.1999)

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Sigmar Salzburg
19.01.2012 10.12
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Gründliches Leerpersonal!

Theodor Ickler bei FDS:
sprachforschung.org 18.1.2012

Besondere Freude herrscht in Göttingen:

„Unsere Bücherei ist leer! Und zwar sehr leer, seitdem die Arbeitsgruppe alle Bücher aussortiert hat, die veraltet und vor allem noch in alter Rechtschreibung geschrieben waren.“ (Albanischule Göttingen 28.2.2011)

Damit ist der Idealzustand erreicht: eine leere Bücherei macht am wenigsten Arbeit.

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Sigmar Salzburg
07.12.2011 00.52
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Metjendorf

Im elektronischen Zeitalter angekommen

Metjendorf – Seit den Sommerferien war sie geschlossen, die Kinderbücherei in der Grundschule Metjendorf. An diesem Dienstag öffnet sie wieder – einmalig zu ungewohnten Zeiten. Nachdem die Mammutaufgabe, die Bücherei auf die elektronische Ausleihe umzustellen, nun abgeschlossen ist, will sie sich an diesem Dienstag, 6. Dezember, in der Zeit von 15.30 bis 18 Uhr nicht nur vorstellen, sondern auch allen noch nicht Registrierten die Möglichkeit geben, sich neu anzumelden….

Die Kinderbücherei verfügt derzeit über 4229 Medien. „Wir haben die Gelegenheit genutzt und alles, was veraltet, noch in alter Schreibweise aus der Zeit vor der Rechtschreibreform oder einfach zerschlissen war, aus dem Bestand herauszunehmen“, berichtet Göpel von einer umfangreichen Bestandsaufnahme.

nwzonline.de 6.12.2011

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Sigmar Salzburg
21.10.2011 09.53
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Grundschule Klecken

Heimfelds Multikulti-Bibliothek wächst
Ausleihe ist kostenlos. Projekt des Kulturvereins kommt dank Bücherspenden immer weiter voran

Harburg. Ob „Harry Potter“ auf Türkisch, „Pippi Langstrumpf“ auf Polnisch oder „Alice im Wunderland“ in englischer Sprache – Kerstin Brockmann (43) möchte im Heimfelder Kulturverein „Alles wird schön“ eine mehrsprachige Bibliothek für Kinder aufbauen. „Spielerisch, unbürokratisch und kostenlos sollen sich die Kids Bücher auf Vertrauensbasis ausleihen können“, sagt sie, „Hauptsache ist, dass sie Lust aufs Lesen bekommen.“ …

Der Aufbau einer kostenlosen Bibliothek liegt ihr daher sehr am Herzen und damit ihre Idee umgesetzt werden kann, benötigt sie die Unterstützung aus der Bevölkerung. „Bloß kein Kinder- und Jugendbuch wegschmeißen“, sagt sie, „ich freue mich über jedes Stück.“

Der Anfang ist bereits gemacht. In zwei Kartons stapeln sich die ersten Exemplare. Ein ganzer Schwung Bücher kam als Spende von der Grundschule Klecken. Dort wurden 40 Bücher in alter Rechtschreibung aussortiert und finden nun in der Multikulti-Bücherkiste neue Aufgaben…

Abendblatt.de 21.10.2011

Weiß die Frau denn nicht, wie sehr sie das schreibliche Kindeswohl mit den ausrangierten Büchern gefährdet? Hier müßte der Staat eingreifen!

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Sigmar Salzburg
14.05.2011 08.22
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METJENDORF

Beim Ansturm wird’s auch schon mal eng
Kinderbücherei
Neue Leiterin Katrin Gudatke sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

Bis zu 200 Kinder stürmen an den Öffnungstagen gleich klassenweise die öffentliche Kinderbücherei. Nicht alle Mitarbeiterinnen stehen wegen ihrer beruflichen Situation immer voll zur Verfügung.

... Katrin Gudatke kommt aus dem Ehrenamt. Fünf Jahre hatte sie auf diese Art die Kinderbücherei bereits unterstützt. Seit 1. Januar leitet sie die Zweigstelle der Gemeindebücherei, deren Leitung wiederum Claudia Göpel hat. Und für beide Frauen ist durch die Einsparungen in den Etats der Büchereien und beim Personal wegen der angespannten Haushaltslage der Gemeinde die Organisation der Arbeit nicht unbedingt leichter geworden, räumen beide ein. Und in den kommenden Monaten steht in Metjendorf die elektronische Erfassung von noch mehr als 3000 Medien an. … Es wird Tage geben, an denen die Bücherei selbst an den üblichen Öffnungstagen geschlossen ist.“ Bei diesen Arbeiten sollen die Bestände auch gleich gesichtet werden, denn immer noch gibt es selbstverständlich Bücher, die noch in der alten Rechtschreibung verfasst wurden, die veraltet sind oder zu alt und ramponiert sind, um im Bestand zu bleiben.

nwzonline.de 14.5.2011

Beim Aussortieren kann natürlich nur auf „dass“ und „muss“ geachtet werden. Bücher mit der üblen Reformschreibung von 1996-2006 setzen also weiterhin Unfug in die Köpfe der Kinder.

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Sigmar Salzburg
17.04.2011 07.37
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Wahnhafte Büchervernichtung auch in Österreich

Lesestoff ist vor Fehlern nicht gefeit

Die neue Rechtschreibung ist noch nicht in allen Bücherregalen des Landes zur Gänze angekommen.


Sattelfest in der neuen Rechtschreibung sind noch nicht alle Bücher. In der Bibliothek der Hauptschule Rosental sei das eine Kostenfrage

Lesen ist Abenteuer im Kopf“, lautet ein oft verwendetes Zitat. Abenteuerlich ist oftmals auch die Rechtschreibung mancher Schüler. Was liegt daher näher, als die Jugend anzuhalten, möglichst viel zu lesen. Beim Besuch heimischer Bibliotheken stellt man aber fest: In den Regalen schlummern noch Kinder- und Jugendbücher, die in der alten Rechtschreibung verfasst sind. Vor allem die S-Schreibung sticht dabei ins Auge, gehören mußte, daß, Fluß und Co. doch seit 2005 der Vergangenheit an. Der KURIER fragte daher in den Bibliotheken nach, wie man es mit dem Tausch der Bücher hält.

„Wir wechseln die Bücher sukzessive aus, achten aber darauf, dass Erstlesebücher und Lesereihen nur noch in der neuen Rechtschreibung vorhanden sind“, sagt Roman Huditsch, Leiter der Arbeiterkammerbibliothek in Eisenstadt. Nicht ausgeschieden habe man Klassiker in gebundener Ausgabe, die nicht mehr erhältlich sind. Tom Saywer, Huckleberry Finn, Pinocchio & Co. habe man aber beispielsweise in Taschenbuchform neu angeschafft. „Die Neuauflage eines Klassikers ist aber noch kein Garant dafür, dass die Rechtschreibung überarbeitet wurde. Da muss man aufpassen“, weiß Huditsch.

In der Stadtbücherei Eisenstadt erklärt Bernadette Horvath: „Bis auf ein paar Klassiker haben wir alles ausgetauscht“. Sie ist übrigens eine, die den schlechten PISA-Ergebnissen etwas Positives abgewinnen kann: „Das hat Eltern und zum Teil auch Lehrer wachgerüttelt. Jetzt wird mehr drauf geschaut, dass die Kinder wieder regelmäßig lesen.“

Förderung
In der Stadtbücherei Jennersdorf zeigt man sich verwundert, dass es noch Büchereien mit „alten“ Büchern gibt. „Bei uns ist alles auf dem neuesten Stand. Es gab damals eine Förderung seitens des Ministeriums, die haben wir in Anspruch genommen und alle unsere alten Bücher aussortiert“, erklärt die Bibliothekarin Petra Schmöger. Im zweisprachigen Gymnasium in Oberwart hat man die Bibliothek „zur Zeit der Rechtschreibreform aufgebaut“, sagt Bibliothekarin Christine Gyöngyös. Unter den rund 7000 Bänden der Bücherei würden sich nur noch einige Fachbücher in alter Rechtschreibung finden. In der Bibliothek der Hauptschule des Theresianums in Eisenstadt hat man sich von der nicht mehr rechtschreibkonformen Literatur nicht getrennt. Nach dem Motto „ein Buch ist ein Schatz, und einen Schatz wirft man nicht weg“, hat man die Bücher behalten. „Jedoch sind alle Schul- und Lesebücher natürlich auf dem neuesten Stand“, betont Direktorin Angela Fleischhacker.

Erneuert
Dies gilt auch für die Bibliothek der Hauptschule Rosental. „Lesebücher, Trainingshefte und Klassenlektüren seien ausgetauscht und kontinuierlich aufgestockt worden“, sagt Deutschlehrerin Claudia Wenko, die mit ihrer Kollegin Christa Sifkovits die Bücherei betreut. „Alle 4500 Bücher kann man nicht von heute auf morgen erneuern. Das ist eine Kostenfrage. Die Gemeinde unterstützt uns finanziell, aber wir sind natürlich nicht die einzige Bibliothek in der Landeshauptstadt“, so Wenko. Und während andernorts Literatur in Papierform Konkurrenz von elektronischen Hilfsmitteln erhält, betont Sifkovits: „Lesen kann durch keine technischen Hilfsmittel ersetzt werden. Ein Buch bleibt ein Buch.“

kurier.at 17.4.2011

Und die eifernde Dummheit der Presse heizt die liquidierende Reformhysterie weiter an.

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Sigmar Salzburg
29.03.2011 09.31
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Allerhand Arbeit in Bürstadt

Bürstädter Bücherei ...

SEMINAR Mitarbeiterinnen bilden sich weiter


(red). Im Rahmen einer Fortbildung haben zwölf Frauen der Bücherei St. Michael an einem dreitägigen Seminar teilgenommen. Außerdem waren noch acht Damen aus anderen Büchereien des Bistums anwesend, um sich weiterzubilden. … Am dritten und letzten Tag beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Beurteilung von Hörbüchern und Kinderbüchern. Auch wurde die Bücherei nochmals unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass gerade die Kinder- und Jugendbücher veraltet sind und teilweise der neuen Rechtschreibung nicht mehr entsprechen. Nun heißt es, alles noch einmal zu durchforsten und die Bücherei so auf Vordermann bringen. Es kommt noch allerhand Arbeit auf die Mitarbeiterinnen zu….

wormser-zeitung.de 29.3.2011

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Sigmar Salzburg
24.02.2011 15.32
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Ausrottungfeldzug auch in Bad Vilbeler

Bad Vilbeler Stadtbücherei...

Mit einem Rekord ist die Stadtbücherei Bad Vilbel ins neue Jahr gestartet. Insgesamt wurden im vorigen Jahr 154 463 Medien entliehen.

… Ausgebaut werden soll der Bestand an Kinder- und Jugendliteratur und der Non-Book-Bereich mit neuen Opern-CDs und DVDs. «Der Bestand bei Kinder- und Jugendbüchern wird erhöht. Bücher mit alter Rechtschreibung werden ebenso wie Reisebücher aussortiert», sagt Bibliothekarin Bettina Hoppmann-Schrader.

fnp.de 21.2.2011

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Sigmar Salzburg
16.01.2011 13.22
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JEVER Stadtbücherei

Mit 68 000 Ausleihen von Medien erneut Höchststand erreicht

JEVER – Bücher öffnen Türen in andere Welten [jetzt aber nur noch, wenn genügend „ss“ enthalten sind], das weiß jeder, der gerne liest Und wer erst einmal mit dem Lesen angefangen hat, der kann zumeist so schnell auch nicht mehr damit aufhören …

„... Wir haben den Beitrag seit etwa zehn Jahren nicht mehr erhöht und können nun mit dem Geld besser wirtschaften. Schließlich sind auch die Buchmarktpreise gestiegen “, sagt Katharina Siebels, Leiterin der Stadtbücherei Jever.

Sie und ihre beiden Kolleginnen Petra Först und Anja Kruse arbeiten mit viel Engagement und Leidenschaft in der Bücherei. „Wir pflegen unseren Bestand sehr. Im vergangenen Jahr haben wir das Angebot der Kinderbücherei überarbeitet. Bücher mit veralteter Rechtschreibung haben wir aussortiert und soweit möglich neue angeschafft...“

nwzonline.de 14.1.2011

Büchervernichtung ist auch Kulturvernichtung, denn längst nicht alle guten alten Bücher werden neu aufgelegt. Besonders verwerflich sind die Vernichtungsaktionen, wenn nur einige „ss“ zuwenig der Grund dafür sind. Sogar das Bundesverfassungsgericht hatte am 20.7.1999 entschieden, es seien selbst bei der „Unterrichtung nach den traditionellen Regeln greifbare Nachteile für die ... Kinder nicht zu besorgen.“ Rechte Bürokraten und Untertanen beeindruckt das aber nicht in ihrem irren Eifer.


– geändert durch Sigmar Salzburg am 16.01.2011, 15.45 –

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