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Forum > Rechtschreibforum
Schwarzer Humor, Satire
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Sigmar Salzburg
04.11.2013 08.00
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Boshaftes über Juristen

zitieren heute Christian Lauenstein und Jochen Leffers bei Spiegel online, erstaunlicherweise oft in der traditionellen Rechtschreibung, deren Ausschaltung auch von den Juristen der höchsten Gerichte gefördert wurde:

„Bratenwender der Gesetze“
...
Dichter Heinrich Heine plante einst, sich in Hamburg als Rechtsanwalt niederzulassen. Doch vor allem das römische Recht ließ ihn in einen Abgrund der Verzweiflung blicken, während er von 1819 bis 1825 Jura studierte und in Göttingen promovierte. Als Jurist trat er später nie in Erscheinung:

„Ich brachte jenes gottverfluchte Studium zu Ende, aber ich konnte mich nimmer entschließen, von solcher Errungenschaft Gebrauch zu machen, und vielleicht auch, weil ich fühlte, daß andere mich in der Advokasserie und Rabulisterei leicht überflügeln würden, hing ich meinen juristischen Doktorhut an den Nagel. Meine Mutter machte eine noch ernstere Miene als gewöhnlich. Aber ich war ein sehr erwachsener Mensch geworden, der in dem Alter stand, wo er der mütterlichen Obhut entbehren muß.“

In den „Memoiren des Herren von Schnabelewopski“ spottete Heine:

„Die Advokaten, die Bratenwender der Gesetze, die so lange die Gesetze wenden und anwenden bis ein Braten für sie dabei abfällt (...)"
...

Selbst deutsche Gerichte sind sich bewusst, was man über den Stand der Juristen so denkt. In einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg von 2007 steht zu lesen:

„Jedenfalls ist es uns Juristen im Allgemeinen bekannt, dass wir ob unseres gewählten Berufes und einer damit verbundenen geistigen Prägung gelegentlich als Objekt des Spottes herhalten müssen.“
...
spiegel.de 4.11.2013

Über Spott kann sich das höchste deutsche Gericht eigentlich kaum beschweren. Aber die nicht selten berechtigte Kritik, insbesondere am Vorgehen in der Sache der „Rechtschreibreform“, sollte doch zur inneren Einkehr führen.

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Sigmar Salzburg
26.10.2013 07.30
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Gegen die Diktatur des Blödsinns

Sibylle Berg hat im „Spiegel“ ein bissiges Pamphlet gegen die belästigenden Zeitumstellungen verfaßt. Mit geringen Umbenennungen hätte es auch gegen die Rechtschreib„reform“ verwendet werden können:

Ärgernis Rechtschreibreform: Nicht mit mir!

Eine umfunktionierte Kolumne nach Sibylle Berg

Die Rechtschreibreform ist unsinnig, teuer, macht krank und dumm – und trotzdem regt sich kaum Widerstand dagegen. Denn die Menschen gehen zwar auf die Straße, wenn sie hassen, hungern oder um ihr Geld fürchten – aber leider nicht für Sinn.

Gleich oder morgen oder demnächst wird die Rechtschreibung umgestellt. Wer weiß schon genau Bescheid, keiner will das wissen, keiner will das. Niemand will diese allmachtsfantastische Schrauberei an der Orthographie. Millionen werden Schreibstörungen haben, schlechte Laune, Fehler durch Unaufmerksamkeit. Die Fehlereinsparung, die einmal ausschlaggebend für das Schreibchaos war, ist heute umstritten, unbestritten sind die enormen Kosten der Umstellung. Und die negativen Auswirkungen auf Physis und Psyche.

Besonders bei jenen Menschen, die in den Auslandsschulen arbeiten müssen... Versuch den Quatsch mal einem Chinesen zu erklären. Die Kosten der Umstellung in der Buchindustrie, der Medien-Welt und im Zeitungswesen sind verrückt.

Und vollkommen bescheuert die ganze Aktion, bedenkt man, dass kaum ein Mensch die Schreibumstellungen schätzt. Alle murren, schrauben an ihren Buchstaben, sind verwirrt. Und wir erhalten ein perfektes Beispiel von der Schwierigkeit von Menschen, sich zu organisieren und zivilen Wiederstand zu leisten.

Wie schon damals die Parole „Stellen sie sich vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ rührend war in der Annahme, Menschen könnten sich gegen ihre demokratisch gewählten Regierungen zur Wehr setzen, ist es auch bei dem harmloseren aber ärgerlichen Vorfall der diktierten unsinnigen Schreibumstellungen fast unmöglich, eine Solidargemeinschaft zu bilden.

Würden alle Bewohner – fangen wir mal klein an – Schleswig-Holsteins die Rechtschreibreform ignorieren, gäbe es ein solches Chaos, dass sich im nächsten Jahr der Rest Deutschlands und dann der Rest der deutschsprachigen Welt mit Freuden anschlösse. In nur drei Jahren wäre das Thema vom Tisch. Sich im Netz zu verbünden geht schnell.

Aber wie setzt man das im Einzelnen um? Jeder für sich, zu Hause. Zu riskieren, Nachteile bei der Arbeit zu kommen, Klassenziele in der Schule zu verpassen, wichtige Möglichkeiten der Selbstdarstellung, den ganzen Scheiß. Auf einmal ist man allein mit seiner Zivilcourage, und wer hat die schon? Was bei der Demonstration vor Flüchtlingsheimen hervorragend funktioniert – die Wut, die eine Gruppe verbindet, der Folgetrieb, der Mob, die Masse, die gemeinsame Empörung –, ist bei sinnvollen Aktionen schwer herzustellen.

Wer beginnt damit, sich auf die Straße zu stellen, in der Nacht der Schreibumstellung, und in den Himmel zu rufen „Mit mir nicht!“? Wer wird ihm folgen, und lohnt das überhaupt? Die Menschen mobilisiert man am besten im Hass. Gegen Fremde zum Beispiel, gegen die Regierung, wenn es an das Geld geht, an die Nahrung, schon bei sinnvollen Punkten wie Atomkraft bekommt man weniger Menschen auf die Straße als bei einer gepflegten 1. Mai-Ausschreitung.

Ich könnte allen vorangehen, auf die Straße, und könnte diese Demonstration totaler menschenverblödender Diktatur des Schreibens anführen. Fraglich, ob mir viele folgen würden, denn meine Beliebtheit hält sich in Grenzen. Wir werden es nicht schaffen, den Irrsinn zu verhindern. Wir werden schlechte Laune haben, es wird dunkel und kalt...

spiegel.de 26.10.2013

Siehe auch hier

Nachtrag 27.10.13 11.55: Eben höre ich, daß meine Frau alle Uhren um eine Stunde auf 13.55 vorgestellt hat und mein Sohn dadurch einen Termin verpaßt hat.

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Sigmar Salzburg
25.10.2013 11.38
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Aufsehenerregende Geiselnahmen

Thomas Drach: Das Jahrhundertverbrechen
Hamburger Morgenpost 24.10.2013
Gegen 20.20 Uhr am 25. März 1996 hatte Drach den Sozialforscher und Zigarettenkonzern-Erben Jan Philipp Reemtsma auf dem Grundstück in Hamburg-Blankenese entführt. Zurück blieb eine Lösegeld-Forderung von 20 Millionen Mark, beschwert mit einer Handgranate... Drach schwieg eisern über den Verbleib des Geldes und zeigte keine Reue.
focus.de 24.10.2013
Umgerechnet 15 Millionen Euro hatten Drach und seine Komplizen für ihre Geisel erhalten, die sie 33 Tage gefangen hielten und der sie mit Verstümmelung drohten.
berliner-zeitung.de 21.10.2013

Gut drei Monate später erlebte auch die deutsche Kulturwelt eine Geiselnahme (merkur-online):

Schüler als Geisel der Schreib-Reform
Theodor Ickler über absurde Neuregelungen

München – Noch bevor die Kultusminister am 1. Juli 1996 ihre Unterschrift unter die Rechtschreibreform setzten, war die Entscheidung quasi gefallen: Bertelsmann habe sein Wörterbuch schon gedruckt, hieß es. Ein Zurück unmöglich. Da unterzeichneten auch die letzten Kritiker...
Merkur online 27.11.2006, gespeichert hier.

Es wurden schleichend nach und nach etwa 12 Millionen Schüler als Geiseln genommen und jährlich um die hinzukommenden ABC-Schützen vermehrt. Allein der wirtschaftliche Schaden beträgt bis heute wohl mehr als 15 Milliarden Euro, und die schreibliche Verstümmelung des Volkes zeigt erschreckende Ausmaße. Die Kultusminister verzehren hingegen ihre fetten Pensionen, ebenfalls ohne Reue – bis auf den Ex-Minister Zehetmair, der sich demonstrativ bußsüchtig gibt, ohne Nennenswertes erreichen zu wollen.

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Sigmar Salzburg
11.08.2013 07.58
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Das „Der-Bürger-hat hier-nichts-zu-melden-Gesetz“

Spiegel online veröffentlichte eben auf seiner „Spam“-Seite eine Reihe von Karikaturen von NEL, Plaßmann, Sakurai und Stuttmann, die unter dem Titel „Prost Wahlzeit!“ im Schaltzeit Verlag erschienen sind. Eine davon könnte die Annullierung des Volksentscheids gegen die „Rechtschreibreform“ am 17. September 1999 im Kieler Landtag darstellen – mit dem Unterschied, daß es damals keine Enthaltungen oder Gegenstimmen aus dem verschworenen Parteienklüngel gab.



Klaus Stuttmann, Heiko Sakurai, Thomas Plaßmann, NEL:
Prost Wahlzeit!
Schaltzeit Verlag, 144 Seiten, 14,90 €

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Sigmar Salzburg
17.06.2013 06.40
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Gedenktag

17. Juni – Tag der deutschen Einheit
(Inzwischen durch ein Datum der Parlamentsbürokraten ersetzt.)

1871 Einheit Deutschlands (kleindeutsch durch Bismarck)
1901 Einheit der deutschen Rechtschreibung (durch Konrad Duden):

Fortfall entbehrlicher Zeichen:
h nach t: Thür >Tür

1949 Teilung Deutschlands (durch die Kommunisten)
1996 Teilung der deutschen Rechtschreibung (durch die Kultusminister)
… in die klassische Kulturschreibung – und die Pennälerschreibung:

Vermehrung überflüssiger Zeichen:
ss-Reformsignal: As > Ass ( = am.- engl. „Arsch“)
Dreifachbuchstaben: Schwimmeister > Schwimmmeister
… auch kombiniert: Flußschiffahrt > Flussschifffahrt
Stammpedanterie: Roheit > Rohheit
Ratlosigkeit: Zierat > Zierrat
„Volksetümologie“: Tolpatsch > Tollpatsch
Punktuelle Sinnfälschung: Quentchen > Quäntchen
Bindestrichfimmel: der 14jährige > der 14-Jährige
Notlösungs-Bindestrich: Brennessel > Brenn-Nessel
Lückentick: die Leidtragenden > die Leid Tragenden
Kommakrampf: „Kommst du?“ fragte er > „Kommst du?“, fragte er
„Kackofonie“ : selbständig > selbstständig

1999 – Der Volksaufstand gegen die Rechtschreibreform vom 27.9.1998
wird am 17. September 1999 durch das Kieler Parlament niedergeschlagen.


Siehe auch dieses.

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Sigmar Salzburg
17.03.2013 08.56
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Theologie

„Wer sind diese vier?“

Es sollte ein Empfang für Journalisten werden, doch Papst Franziskus ließ einen ganz besonderen Gast zu sich bringen: Der Pontifex segnete einen Blindenhund…Er beugte sich zum Hund Asia hinunter und segnete auch den Vierbeiner.
spiegel.de 16.3.2013

Siehe auch hier:
Es herrscht zuviel Aberglaube in der Welt …

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Sigmar Salzburg
24.02.2013 05.57
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Du bist Deutschland war eine kontrovers diskutierte auf positives Denken und auf ein neues deutsches Nationalgefühl zielende Social-Marketing-Kampagne. Sie wurde im Rahmen der Initiative Partner für Innovation von 25 Medienunternehmen ins Leben gerufen und von Bertelsmann koordiniert. (Wikipedia)

Schon erwähnt, hier verlinkt und auf vieles zutreffend.

Dazu gehört natürlich die treffende Persiflage (n. Wikipedia):


Sie trifft auch die „Rechtschreibreform“ der Kultusminister und Bertelsmänner ...

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Sigmar Salzburg
14.12.2012 09.29
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Release angekündigt

Call of Duden
Black Objekt II


In einer Welt, in der die Rechtschreibung die Welt vernichtet, gibt es nur einen Helden..... Spiele den heldenhaften Duden und lasse dich auf spannende Abenteuer ein. Mit dabei ist dein neuer und treuer Begleiter Black Objekt, der mit seinen Buchstaben jeden Gegner erledigen kann.

In der Welt von Call of Duden: Black Objekt 2 geht es nur um eins: die Weltherrschung! Du spielst als mutiger Held gegen die bösen Mistakes, die dir das Leben zur Hölle machen wollen. Schon am Anfang begreifst du, dass es für einen Einzelgänger schwer wird, gegen die ganzen Fieslinge anzukommen, also entscheidest du dich, einen treuen Gefährten zu suchen. Wie ein Wunder triffst du auf das Black Objekt, dass ebenfalls gegen die fiesen Mistakes kämpft.

Zusammen kämpft ihr euch durch die ganzen Länder der Welt. Öfters treten Endbosse wie Grammar, Mistar, Fehlerfräulein und Rechtschreibboy gegen euch an…

gamesaktuell.de 13.12.2012

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Sigmar Salzburg
25.10.2012 10.29
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Die Mopps-Reform ist noch unbekannt, …



Gesehen in der Grünberger Straße: Wo bist du, Drogeriemarkt-Flirt aus Friedrichshain?
Vielleicht wollte er mit dem Wischmob ja auch als Liebesbeweis die Wohnung seiner Angebeteten schrubben.
Wir wissen es nicht.

… und der Spiegel versucht es mit Volksetümologie.

Kulturmanagement-Student Joab Nist sammelt in seinem Blog „Notes of Berlin“ Aushänge der Hauptstadtbewohner.
SPIEGEL ONLINE zeigt unveröffentlichte Alltagspoesie …
spiegel.de 25.10.2012

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Sigmar Salzburg
20.10.2012 05.53
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Rechtschreibfehler sind etwas ganz Gefährliches …

… anhand deiner Rechtschreibfehler kann die Polizei heute sagen, welches Mickey-Maus-Heft du zuletzt gelesen hast! (Hallervorden-Metes-Sketch)

Ganz ähnlich können die Topten¹ der Koptenkunde sagen, daß das Fragment, in dem Jesus von seiner Frau spricht, möglicherweise eine Fälschung ist und welches Fachbuch der Fälscher vorher gelesen haben kann. Nach Spiegel-Bericht hat Mark Goodacre von der Duke University ein ähnliches fehlendes Strichlein auch hier gefunden:


Close up of Mike Grondin's Interlinear Coptic Thomas PDF featuring a typo -- missing M

Die Kopten verwendeten das griechische Alphabet mit hieroglyphischen Sonderzeichen. Interessant rechts oben: Erstmalig hat man die Vokalisierung des Wortes „Leben“ (onch), bekannt aus dem Namen Tut-ench-amun, allerdings nach 1500 Jahren.

¹) „Topten“, mißlungener Versuch der Schreibreformer, einen Anglizismus etwas zu germanisieren.

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Sigmar Salzburg
29.09.2012 21.28
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Erinnern Sie sich noch an die Furcht …

… erregenden Fleisch fressenden Pflanzen zu begegnen, die mit der „Rechtschreibreform“ aufkam?

Die ganze Sache könnte längst vergessen sein, wäre da nicht noch der reformierte Klappmechanismus mit den spitzigen „ss“:



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Sigmar Salzburg
20.05.2012 17.12
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… wieder geht’s zur Steinigung

Er hat J.... gesagt



Eine Spiegel-Schreiberin eifert der Stern-„Buchbesprechung“ nach und verwendet Munition, die selbst quatschhaltig ist:

„Für sein vorheriges Buch hatte Sarrazin sich mit Eugenik beschäftigt und behauptet, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen. Das ist Quatsch, aber auch mit Quatsch kann man Geld verdienen.“

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Sigmar Salzburg
21.04.2012 19.33
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Hier endlich Niveau: Wittgenstein!

M.A. Numminen und Pedro Hietanen

Wie soll man Mauri Antero Numminen beschreiben? Er ist einer, dessen Lied „Mit meiner Braut im Parlamentspark“ im Radio verboten wird, da es das Parlament verunglimpfe und zu Alkoholmissbrauch aufrufe. Einer, dessen konzertante Aufführung des „Handbuchs des Geschlechtslebens“ von der Polizei aufgelöst wird. Einer, der Wittgenstein vertont und die Lieder heissen dann „Die Wahl-Esel“ oder „Trinkwonne“. … M.A. Numminen wird nicht nur wegen seines Äußeren gerne mit Helge Schneider verglichen. Vergleichen Sie selbst und freuen Sie sich mit uns auf diese unfassbaren Finnen! „Wie Aki Kaurismäki ist auch Numminen inzwischen finnisches Kulturgut, was seinen Performances allerdings nichts von ihrer Schärfe nimmt.“ … Die Show findet in deutscher Sprache statt.

26. April 2012 20:30 Uhr, Freiburg, Vorderhaus , Habsburgerstr. 9, 79104 Freiburg

badische-zeitung.de

Und hier mit Schleichwerbung für eine Zeitschrift ohne die Erleichterungen der Rechtschreibreform:

„Die spinnen, die Finnen!“
M. A. Numminen und Pedro Hietanen live im Klabunt, Frankfurt am Main, am Montag, den 23.4 um 21 Uhr.

Der geniale und völlig einzigartige Erfinder des „neo-rustikalen Jazz“ und der „speziellen Krächz-Stimme“ präsentiert u.a. seine Mega-Hits „Yes Sir, ich kann Boogie“, „Dägä Dägä" und die Vertonung von Wittgensteins „Tractatus logico-philosophicus“ (siehe Ausschnitt aus dem TITANIC-TV-Piloten unten). Wer M. A. Numminen nie gesehen hat, kennt ihn nicht! Und wer ihn nicht kennt, hat was verpaßt! (titanic-magazin.de 21.4.2012)


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Sigmar Salzburg
14.04.2012 06.01
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1996 – Jahr der Fälschungen

1996 – im Jahr des Beschlusses zur Fälschung der deutschen Rechtschreibung – wurden auch noch andere Fälschungen verfertigt oder aufgedeckt: Sokal’s Hoax, der Piltdown-Schwindel, die persische Prinzessin …

Eine besonders dreiste Fälschung wird gerade heute wieder ausgestellt:


Der Trierer Künstler Helmut Schwickerath, der bereits den großen Marx-Altar für die „Heilig-Hos’-Wallfahrt 1996“ gestaltet hatte, schuf für die aktuelle Wallfahrt einen neuen Reliquienschrein. Ab dem 14. April wird Marxens Unterhose in direkter Nähe des Karl-Marx-Geburtshauses (Brückenstraße, Trier) zu sehen sein.




Um dem Mangel an verehrungswürdigen Reliquien des materialistischen Philosophen abzuhelfen, ist man offensichtlich dazu übergegangen, den christlichen Reliquienkult um den Trierer Rock zu imitieren (dazu H. Herrmann in unverfälschter Rechtschreibung in „junge Welt“ ). Dabei hatte Karl Marx erklärt: „Das einzige, was ich weiß, ist, daß ich kein Marxist bin.“ Ähnlich hatte schon Jesus, der vermutlich kein Christ war, einen einfältigen Frager beschieden: „Was heißest du mich gut. Niemand ist gut, denn der einige GOtt.“ (Lk. 18:19)

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Sigmar Salzburg
19.03.2012 22.01
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Ministerium für törichte Rechtschreibungen

Als die ersten Verrenkungen und Albernheiten der „Rechtschreibreform“ und ähnlichen Unsinns erkennbar wurden, fühlte ich mich an das vergleichbare Wirken eines satirischen Nonsense-Ministeriums erinnert und schrieb:

Vor Jahren erfand die Monty-Python-Truppe ein „Ministerium für komische¹ Gangarten“ (Ministry of Silly Walks).
In Deutschland haben sich die Kultusministerien zu „Ministerien für komische Schreibungen“ entwickelt.

Inzwischen hat die Truppe einige ihrer Videos bei YouTube untergebracht, darunter auch die genannte Persiflage auf die idiotische Betriebsamkeit der Staatsbürokratie:



Leider haben sich bei uns viele an den behördlich ausgebrüteten Schwachsinn gewöhnt und bemerken den Unfug kaum noch. Das tägliche Trommelfeuer der gleichgeschalteten Medien stumpft ab.

Minister: Good morning. I'm sorry to have kept you waiting, but I'm afraid my walk has become rather sillier recently, and so it takes me rather longer to get to work. (sits at desk) Now then, what was it again?
Mr Pudey: Well sir, I have a silly walk and I'd like to obtain a Government grant to help me develop it.
Minister: I see. May I see your silly walk?
Mr Pudey: Yes, certainly, yes.
(He gets up and does a few steps, lifting the bottom part of his left leg sharply at every alternate pace. He stops.)
Minister: That's it, is it?
Mr Pudey: Yes, that's it, yes.
Minister: It's not particularly silly, is it? I mean, the right leg isn't silly at all and the left leg merely does a forward aerial half turn every alternate step.
Mr Pudey: Yes, but I think that with Government backing I could make it very silly.
Minister: (rising) Mr Pudey, (he walks about behind the desk in a very silly fashion) the very real problem is one of money. I'm afraid that the Ministry of Silly Walks is no longer getting the kind of support it needs. You see there's Defense, Social Security, Health, Housing, Education, Silly Walks ... they're all supposed to get the same. But last year, the Government spent less on the Ministry of Silly Walks than it did on National Defence. Now we get £348,000,000 a year, which is supposed to be spent on all our available products. (he sits down) Coffee?
Mr Pudey: Yes please.
Minister: (pressing intercom) Now Mrs Two-Lumps, would you bring us in two coffees please?
Intercom Voice: Yes, Mr Teabag.
Minister: ... Out of her mind. Now the Japanese have a man who can bend his leg back over his head and back again with every single step. While the Israelis... ah, here's the coffee.
montypython.net

¹) Genauer „albern, töricht, dumm“

Nachtrag am 29.3. – 1943 Geburtstag von Eric Idle (Not the Messiah)


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