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Unwichtige Geschichtsfälschungen
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Sigmar Salzburg
19.05.2012 04.33
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RAF-Anschlag auf Springer 1972 schon mit ss-Deutsch?

Die Bilanz der Bomben von Hamburg: 36 Verletzte, zwei davon schwer, der Sachschaden betrug 336.000 D-Mark. Getroffen hatten die Bomben nicht etwa die Chefetage, Führungskräfte wie Pötter oder aber „Bild“-Redakteure. Sondern vor allem jene, die zu vertreten die RAF immer vorgegeben hatte: einfache Arbeiter – Setzer und Korrektoren. … Der Ex-Bombenbastler [Gerhard Müller] benannte Ulrike Meinhof als Hauptverantwortliche des Springer-Anschlags und berichtete, dass Andreas Baader sie dazu verdonnert habe, im Bekennerschreiben „Bedauern“ über die Anschläge zu äußern.

„Wir bedauern, dass[?] Arbeiter und Angestellte verletzt worden sind“, hieß es denn auch in dem Schreiben, das am 22. Mai aufgegeben wurde…

einestages.spiegel.de 18.5.2012

Originaltext bei RAFinfo.

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Sigmar Salzburg
04.05.2012 01.06
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Im Buchladen gesehen …

… wieder eine Orwellsche Vergangenheitsfälschung

Helmut Schmidt
Einmischungen
Ausgewählte ZEIT-Artikel 1983 bis heute
Taschenbuchausgabe Goldmann 2012
[geb. Hoffmann und Campe 2010]

Auch die 16 Jahre anständiger deutscher Rechtschreibung sind in die ZEIT-übliche Reformschreibung ab 1999 umgefälscht, obwohl Helmut Schmidt eigentlich, wie der hier erwähnte Christian Meier, Gegner der „Reform“ ist:


3. Oktober 1991
… Zwar haben manche Intellektuelle uns schon des Längeren einreden wollen, wir sollten freiwillig auf unsere nationale Identität verzichten, sie sei gar nicht mehr zeitgemäß; sie haben uns überzeugen wollen, wir müssten das Streben nach Einheit der Nation um des Friedens willen aufgeben, es sei ohnehin nicht ehrlich gemeint…

Das ZEIT-Archiv 4. Oktober 1991 zeigt den Text noch ohne „ss“ und Idioten-Großschreibung:

Nein — ich kann dem Diktum keineswegs beipflichten, wir Deutschen seien eine „Nation, die dies eigentlich gar nicht mehr sein will“ (so jüngst der Münchner Historiker Christian Meier). Zwar haben manche Intellektuelle uns schon des längeren einreden wollen, wir sollten freiwillig auf unsere nationale Identität verzichten, sie sei gar nicht mehr zeitgemäß; sie haben uns überzeugen wollen, wir müßten das Streben nach Einheit der Nation um des Friedens willen aufgeben, es sei ohnehin nicht ehrlich gemeint.

Daher mußte wenigstens die spät errungene Einheit der Schriftsprache wieder zerstört werden.

__________________
Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
16.03.2012 10.42
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Horst Wessels ‚Politika’

Wieder wird Geschichte gefälscht

Wie anhand der beigegebenen Fotos ersichtlich, verwendete Horst Wessel 1929 die erlernte deutsche Schreibschrift – natürlich ohne die 1996 von den Kultusministern erpreßten Heyse-ss. Erstaunlich ist, daß Sven Felix Kellerhoff in der „Welt“ auch nicht darauf kommt, als er eine orthographische Eigenheit des Textes erwähnt:

Bemerkenswert sind besonders Wessels Bemerkungen zum nur zehn Jahre älteren, machtbewussten Berliner Gauleiter Joseph Goebbels, den er konsequent mit „ö“ statt „oe“ schrieb: „Dr. Göbbels allein ist eigentlich das Verdienst zuzuschreiben, dass die Bewegung sich so schnell in der Berliner Öffentlichkeit durchsetzte. Was dieser Mann an Rednergabe und Organisationstalent aufwies, ist einzigartig. Es gab nichts, dem er sich nicht gewachsen zeigte.“

Die Berliner NSDAP-Mitglieder hätten, so Wessel, an ihm „mit großer Liebe“ gehangen, ja hätten sich für ihn „in Stücke schlagen“ lassen: „Göbbels, das war wie Hitler selbst. Göbbels, das war eben unser Göbbels, um den uns mancher Gau beneidete.“ Durchaus zutreffend aus der Perspektive des Herbstes 1929, in der Wessel diese Sätze niederschrieb, urteilte er: „Vom Gegner gefürchtet und gehasst, wegen der beispiellosen Frechheit und Kühnheit, mit der er Zustände kritisierte und geißelte, ohne dass er dafür zu belangen gewesen wäre.“ …

Manfred Gailus, Daniel Siemes (Hgg.): „'Hass und Begeisterung bilden Spalier'. Die politische Autobiografie von Horst Wessel“. (Bebra, Berlin. 200 S., 18 Euro. ISBN 978-3898090926).

welt.de 16.3.2012

Nicht klar ist, auf wen die Fälschungen am Text (nach Vorbild von Guido Knopp) zurückgehen – die Herausgeber, den Welt-Autor, die Welt-Redaktion oder ihre Korrekturautomaten.

Siehe auch hier


Nachtrag: Die Fälschung der Rechtschreibung ist vielleicht nicht die einzige:

„Der Reichslügenmeister war bei dem Welt-Chefhistoriker gut aufgehoben. Kellerhoff ist selbst ein Fälscher -- und ein Plagiator dazu.“

Otto Köhler 26.02.2011 und in junge Welt 23.3.2012 (in richtiger Rechtschreibung)

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Sigmar Salzburg
14.03.2012 19.41
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Ein – oder mehrere Wahnpropheten?

Zum 75. Jahrestag der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ bringt „Eines Tages“ (Spiegel) einen Aufsatz von René Schlott. Als Historiker fälscht er natürlich möglichst nicht, aber ein Wort wurde doch so geändert, daß der Spiegel nicht an die gute alte Rechtschreibung erinnern mußte:

Der Papst verurteilte den Personenkult um den „Führer“ und seine Anhänger als "Wahnpropheten", auf die „das Schriftwort erschütternde Anwendung findet: 'Der im Himmel wohnt, lachet ihrer' (Ps 2,4).“

einestages.spiegel.de 12.3.2012

Wer in sakrilegischer Verkennung der zwischen Gott und Geschöpf, zwischen dem Gottmenschen und den Menschenkindern klaffenden Wesensunterschiede irgend einen Sterblichen, und wäre er der Größte aller Zeiten, neben Christus zu stellen wagt, oder gar über Ihn und gegen Ihn, der muß sich sagen lassen, daß er ein Wahnprophet ist, auf den das Schriftwort erschütternde Anwendung findet: „Der im Himmel wohnt, lachet ihrer“.

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Sigmar Salzburg
07.03.2012 17.36
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Wieder die Fälscher-ss

Westberliner Kripo-Beamte waren ein beliebtes Spitzelziel der Stasi. Neu ausgewertete Protokolle geben nun auch überraschende Einblicke in das Leben der am Tod von Benno Ohnesorg Beteiligten….

Kurz nach dieser Demonstration, ließ Starke seinen Freund wissen, sei etwas Außergewöhnliches passiert. Der berichtete der Stasi: „Am 18. Dezember 1966 sprach bei Starke ein hoher amerikanischer Offizier vor. Dieser bedankte sich bei Starke für seine Tätigkeit (Niederschlagung von Demonstrationen, die sich gegen den Krieg in Vietnam richteten) und sagte, dass er Starke für eine Auszeichnung mit einem Orden vorschlagen wird. Der US-Offizier bedankte sich dafür, dass diese Aktionen – besonders die vom 17.12., die sich gegen die USA richteten, so zerschlagen wurden und dass es nicht zu größeren Unruhen bzw. zu keiner Kundgebung vor der Gesandtschaft der USA in West-Berlin kam.“ Starke habe darauf antwortet, dass ihm „eine Reise in die USA lieber wäre als ein Orden.“ ...

Und dann notierte die Stasi noch eine Aussage von Einsatzleiter Starke, die ein erschreckendes Licht auf die Mentalität in seiner Truppe und die politischen Kräfte der Stadt wirft: „Die Lage der Polizei gegenüber den Studenten und anderen Aufrührern hätte sich soweit verhärtet, dass er von den verantwortlichen Männern des Senats die Erlaubnis bekommen hätte, bei großen Ausschreitungen von Demonstranten, die Leib und Leben von Polizeibeamten bedrohten, 'Schießbefehl' zu erteilen.“

Todesschütze Kurras aus seiner Abteilung sagte später einmal zur Rechtfertigung seiner Tat: „Ich hatte doch das Recht zu schießen!“

einestages.spiegel.de 7.3.2012

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Sigmar Salzburg
06.03.2012 04.03
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Gauck läßt fälschen

Leider muß ich zur Zeit lesen lassen. Gaucks Erinnerungen werde ich aber voraussichtlich auch später nicht lesen. Theodor Ickler hat es bereits getan:

Gaucks Erinnerungen sind also in Reformschreibung gedruckt (bei einer Bertelsmann-Tochter kein Wunder), mit einigen Fehlern, die aber nicht der Rede wert sind. Leider sind auch Briefe und andere Dokumente aus der DDR-Zeit in Reformschreibung umgesetzt, was das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Wiedergabe mindert…

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Sigmar Salzburg
26.02.2012 19.55
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Zitieren – nach der Reform-Schlammschlacht

Schlammschlacht für den Reichskanzler: Als Feinde des Fürsten Bernhard von Bülow den Regierungschef stürzen wollten, bekam er Hilfe aus der eigenen Familie. Sein Bruder Alfred organisierte mithilfe eines bekannten Dichters den Gegenschlag – und sorgte so für einen der größten Skandale der Kaiserzeit...

In einem vom 8. Juni 1907 datierten Brief an seinen Bruder Bernhard heißt es: „Du kannst Dir denken, lieber Bernhard, wie sehr ich unter dem betrübenden Eindruck der Berliner Skandalgeschichten stehe. Mein leider nicht hart organisiertes Herz fühlt großes Mitleid mit dem unglücklichen Phili! Wenn ich mir auch immer wieder sage, dass er sein Unglück im Wesentlichen selbst verschuldete.“

einestages.spiegel.de 24.2.2012

Das durch die „Reform“ protegierte „mithilfe“ wirkt immer unangenehm, wenn Menschen Hilfe leisten. – Für das höfliche „Du“ bestand vor 2006 ein Fälschungsgebot der Kultusminister. Daß jemand in Deutschland 1907 die Heyse-ss-Regel verwendet hat, ist unwahrscheinlich und deutet eher auf schlampiges Zitieren hin. Konrad Duden hatte schon 1880 nach den preußischen und bayerischen Regeln „im wesentlichen“ verzeichnet.

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Sigmar Salzburg
16.02.2012 10.39
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So fälschen die Politiker ...

Die Politiker fälschen Gesetze und Grundrechtserklärungen nicht nur orthographisch, sondern übertölpeln auch inhaltlich. Hier nur Ausschnitte aus dem langen Artikel von Rolf Schwanitz im Humanistischen Pressedienst:

BERLIN. (hpd) Laut Rolf Schwanitz, SPD-Bundestagsmitglied und Laizist, hat sich bei der Übersetzung der EU-Grundrechtecharta „die Religion“ in die deutsche Übersetzung „hineingeschmuggelt“ – in der Fassung der anderen Amtssprachen fehlt ein ausdrücklicher Hinweis auf die Religiosität. Schwanitz ging der Sache auf den Grund.

… In der Fassung der anderen Amtssprachen fehlt ein ausdrücklicher Hinweis auf die Religiösität. So heißt es etwa im Englischen: „spiritual and moral heritage“, im Französischen: „patrimoine spirituel et moral“. Die Wendung „spiritual and moral“ wurde im Übrigen bewusst aus der Präambel der Satzung des Europarates vom 5. Mai 1949 übernommen, wo sie in der amtlichen deutschen Übersetzung mit „geistig und moralisch“ wiedergegeben wird. Diese Unterschiede in den amtlichen Fassungen der Präambel machten mich neugierig. Wie ist es dazu gekommen?

… Einmal mehr lernen wir, dass diese Auseinandersetzung hoch_aktuell ist und bis in europäische Grundrechts- und Verfassungsfragen hinein reicht.

… Die damalige französische Ratspräsidentschaft erklärte, sie könne eine Grundrechtecharta, deren Präambel sich auf Europas religiöses Erbe beziehe, nicht unterzeichnen. Das Wort „religiös“ sei mit Frankreichs laizistischer Verfassung unvereinbar. Über diese Frage kam es im Konvent nahezu zu einem Eklat …

Einzig in der deutschen Fassung wurde auf Grund von Übersetzungsproblemen der Begriff „religiös“ beibehalten, dort heisst es: „Im Bewusstsein ihres geistig-religiösen und sittlichen Erbes ...“

Dagegen lautet etwa die französische bzw. englische Fassung „patrimoine spirituel et moral“ bzw. „spiritual and moral heritage“…

Die kirchliche Auffassung zum Thema blieb, getragen von den konservativen Teilnehmern im Konvent, letztlich lediglich in der deutschen Fassung erhalten. Diese Abweichung wurde als ein angebliches Übersetzungsproblem getarnt und legitimiert…

Rolf Schwanitz

hpd.de 16.2.2011

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Sigmar Salzburg
01.01.2012 08.06
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Ein frohes Neues Jahr 1896?

Rückwärts in der Zeit

Millionen Zuschauer waren irritiert: Am Silvesterabend 1986 wünschte ihnen Kanzler Kohl ein frohes 1986. Was wie ein trotteliger Versprecher klang, erwies sich als eine der größten TV-Pannen im Deutschen Fernsehen… Auch auf den Kanzler warf der Vorfall ein fahles Licht. Die schnöde Erkenntnis: Kohl hatte wenig Neues zu sagen, die Reden von 1985 und 1986 waren bis auf wenige Sätze austauschbar... Laut „taz“ war der Fehler vielen Zuschauern überhaupt nur aufgefallen, weil der Kanzler zwischen den Ausstrahlungen in ZDF und ARD das Sakko gewechselt zu haben schien…
Die ARD entschuldigte sich für die Panne – allerdings zu spät, wie Kritiker fanden: Erst 90 Minuten nach der Ausstrahlung blendete man in das Programm einen Text ein: „Durch ein Versehen ist die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers heute Abend verwechselt worden. Die ARD entschuldigt sich dafür! ….“ Tatsächlich hatte der NDR mit dem Hinweis gezögert. Man fürchtete, die Einblendung während des mit Gags aufgelockerten ARD-Wunschkonzertes könnte als Scherz missverstanden werden …
einestages.spiegel.de 31.12.2011

Vermutlich hatte die ARD „heute abend“ geschrieben – die Wendung insgesamt herkömmlich adverbial gedacht. Die „neue“ Reformschreibung macht mit ihren „Schifffahrten“, „Stängeln“ und „Öfteren“ sogar den Eindruck eines Rückschritts um ein ganzes Jahrhundert.

Die Kulturpolitiker bestätigen mit ihrer „Rechtschreibreform“ das Kohl-Wort, daß nur ...


„Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“ (Helmut Kohl, 31. August 1984)

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Sigmar Salzburg
09.09.2011 13.04
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1944er Annäherung ans Reform-Deutsch

In der Serie des Humanistischen Pressedienstes „Ohne Gott ist alles erlaubt?“ wird ein Aufruf des „Nationalkommitees Freies Deutschland“ zitiert:

Im NKFD gab es auch einen “Arbeitskreis für kirchliche Fragen”, der paritätisch mit drei evangelischen und drei katholischen Militärseelsorgern besetzt wurde. Im 15. Juli 1944 verfasste er einen Aufruf an die Geistlichen Ostdeutschlands, in denen die Rote Armee als Befreierin gepriesen wurde:

Lasst euch nicht schrecken durch die Angst vor der Roten Armee! Sie kommt nicht als Feind des deutschen Volkes, sondern allein als Feind Hitlers und seiner Trabanten. … Darum keine Panik! – Gebt beim Herannahen russischer Truppen zu erkennen, daß ihr die friedliche Bevölkerung seid! Geht ihnen mit vorangetragenen Kreuzen oder weißen oder schwarz-weiß-roten Fahnen als Zeichen eurer friedlichen Gesinnung entgegen! Verhindert, dass in eurer Umgebung geschossen wird! Veranlasst die deutschen Soldaten, den Kampf einzustellen und tragt so als Christen zur Vermeidung weiterer sinnloser Blutopfer bei! Verhaltet euch korrekt gegenüber den Besatzungsbehörden und lasst euch durch niemanden zu dem Wahnsinn eines aktiven oder passiven Widerstandes verleiten. Es liegt allein an euch, wie euch die Rote Armee behandelt.“

hpd.de 9.9.2011

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Sigmar Salzburg
14.08.2011 17.21
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SPIEGEL fälscht weiterhin Dokumente!

Kieler CDU-Landeschef vor Rücktritt
… Die Chancen der Sozialdemokraten auf Übernahme der Regierung dürften nun weiter gewachsen sein. Am Sonntag twitterte SPD-Chef Stegner bereits einen fröhlichen Morgengruß in die Welt hinaus: "Musiktipp: Rolling Stones 'Surprise, surprise'. Habt einen schönen Sonntag allerseits!“
spiegel.de 14.8.2011

Wie hier schon dokumentiert, hat sich Stegner nicht dem Neuschrieb „angepasst“ – auch heute nicht:

Ralf Stegner
Musiktip: Rolling Stones „Surprise, surprise“. Habt einen schönen Sonntag allerseits!
vor 11 Stunden

Ralf_Stegner
Von norwegischer Reaktion aus der Politik läßt sich etwas lernen: Weltoffenheit,Solidarität und Gemeinsinn sind stärker als rechter Terror!
25 Juli

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Sigmar Salzburg
09.08.2011 14.02
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... immer ‚eines Tages’

1990 verwendete der DDR-Generalstaatsanwalt bereits die erst 1999 von Otto Schily bei Bundesbehörden vorgeschriebene, 1996 beschlossene Reformschreibung:

2. April 1990: Der Generalstaatsanwalt der DDR übermittelt Außenminister Oskar Fischer den „Entwurf einer Verbalnote, die in der Auslieferungsangelegenheit Alois Brunners an die Syrische Arabischen Republik übermittelt werden könnte“. … Darin heißt es: „Der ehemalige SS-Hauptsturmführer Alois Brunner [...] steht unter dem dringenden Verdacht, in den Jahren 1942 und 1943 auf dem Territorium der heutigen Deutschen Demokratischen Republik maßgeblich an Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitgewirkt zu haben. Er wird beschuldigt, als Angehöriger des Judendezernats IV B4 des faschistischen Reichssicherheitshauptamtes gemeinsam mit dem inzwischen zum Tode verurteilten SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann die Deportation jüdischer Bürger Berlins in Massenvernichtungslager des NS-Regimes veranlasst zu haben.“

einestages.spiegel.de 9.8.2011

Der Text entstammt einer Buchveröffentlichung.

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Sigmar Salzburg
08.08.2011 11.22
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Wieder Textfälschungen bei Spiegel ‘Eines Tages’

Werbung für Hühneraugenpflaster mit 1996er Dass-Deutsch:

FRÜHE SKANDAL-REKLAME
HETZEN, BIS DAS HÜHNERAUGE PLATZT!


„Bekanntlich hängt die Schlagkraft einer Truppe von ihrer Marschfähigkeit ab“, dozierte Dr. Unblutig in der Werbeanzeige von 1925. „Da nun die Ententekommission in jeder alten Gummiunterlage und in jedem Luftkissen eine Gasmaske wittert, besteht die Gefahr, dass sie bei Verwendung der vorzüglichen Kukirol-Präparate bei der Reichswehr eine unzulässige deutsche Rüstungsmaßnahme erblickt und die Zerstörung der Kukirol-Fabrik verlangt. Deshalb rate ich Ihnen: Kukirolen Sie! Aber kukirolen Sie heimlich.“ Auf keinen Fall dürfe herauskommen, "dass der deutsche Soldat keine Hühneraugen mehr hat, sonst bekommen es die Sieger wieder mit der Angst…"

einestages.spiegel.de/ 8.8.2011

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Sigmar Salzburg
20.07.2011 19.31
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Der BND-Krimi

Der gesuchte Alt-Nazi Brunner hat anscheinend noch in Damaskus dem Bundesnachrichtendienst zugearbeitet, aber Unterlagen darüber sind vernichtet worden, lt. Spiegel:

Über den Inhalt der vernichteten Brunner-Akte finden sich im BND-Archiv gegensätzliche Angaben. In einem Vermerk für die Spitze des Hauses hielt 1988 ein BND-Mitarbeiter fest, das Material stamme „fast ausschließlich aus der Zeit von 1957 bis 1964“ und sei „von Quellen und Gesprächspartnern aus Nahmittelost geliefert“ worden.

Der Vermerk ist offensichtlich zurückdatiert und wird erst nach 1999 verfaßt worden sein (in Reformdeutsch). BND und Spiegel gehen dieser Fälschung anscheinend arglos auf den Leim, denn das Magazin zitiert ungerührt weiter:

Es befasse sich „ausschließlich mit dem Leben, den Verbindungen und Geschäften des Alois Brunner [...] in Ägypten und Syrien“ und enthalte „keine Hinweise darauf, dass Brunner zu irgendeiner Zeit für den BND tätig war, weder als Sonderverbindung oder Quelle noch als hauptamtlicher Mitarbeiter“.

spiegel.de 20.7.2011

Auch das vorhergehende Zitat ist in der Datierung fragwürdig:

Ein Mitarbeiter schlug am 22. Februar 1994 vor, „der BND sollte sich von diesen Unterlagen trennen“. Gründe dafür nannte er nicht. Drei Jahre später findet sich auf einem Blatt der Hinweis: „Datenschutzbeauftrager hat dafür gesorgt, dass gelöscht wird“, es sei „nichts mehr vorhanden“.

Daß der Text in der Spiegel-Redaktion selbst versehentlich verfälscht worden sein könnte, ist bei der bekannten Sorgfalt der dortigen Mitarbeiter – auch in Rechtschreibfragen – eher unwahrscheinlich.

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Sigmar Salzburg
11.07.2011 09.24
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dpa-Eigenfälschung

Kalenderblatt 2011: 10. Juli
Berlin (dpa) – Das aktuelle Kalenderblatt am 10. Juli

AUCH DAS NOCH
1997 – dpa meldet: «Ich habe mich nie mit der Rechtschreibreform befasst. Ich befasse mich nur mit wichtigen Dingen.» (Bundespräsident Roman Herzog im Gespräch mit Jugendlichen auf die Frage, ob die Rechtschreibreform zurückgenommen werden sollte).
[Südeutsche Zeitung]

Vorher war Herzog Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

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