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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Englisch, Anglisch und Njudeutsch
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Sigmar Salzburg
08.07.2012 09.20
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Germanismenflut

Comic-Pionier Rudolph Dirks

Er war der Erfinder der Sprechblase: Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierte der Zeichner Rudolph Dirks mit dem anarchischen Cartoon „The Katzenjammer Kids“ den Comic-Strip…

In Deutschland jedoch kennt kaum jemand den visionären Zeichner – obwohl Dirks selbst Deutscher war: Am 26. Februar 1877 wurde er in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Heide als Sohn von Johannes Heinrich und Margaretha Dorothea Dirks geboren. Mit seinen Eltern und sechs Geschwistern wuchs er in einem kleinen weißen Giebelhaus nahe der Mühle des örtlichen Müllers Blauroth auf. Die Mühle ist zwar schon lange nicht mehr da, aber das Haus, in dem Dirks' Wiege stand, ist noch immer an Ort und Stelle. Eine Gedenktafel für den visionären Zeichner sucht man allerdings vergebens…

Gezeichnete Lausbubengeschichten – so etwas brauchte Hearst auch für sein „New York Journal“. Er erinnerte sich an die Arbeiten von Wilhelm Busch, die er während einer Europareise kennengelernt hatte. Umgehend trug er dem Redakteur des Comicteils auf, seinen neuen Zeichner Dirks etwas möglichst Ähnliches erschaffen zu lassen: „Etwas wie Max und Moritz“ brauche das Blatt.

Am 12. Dezember 1897 schließlich war es soweit: Dirks' „Katzenjammer Kids“ erschienen erstmals in der Comicbeilage des „Journal“…

Markant waren auch seine Dialoge: Dirks' Figuren sprachen ein von deutschen Wörtern durchsetztes Englisch, das maßgeblich zum Humor des Strips beitrug: Sätze wie „und den der wolf went und ate up red riding hood’s poor old grandmudder“ prägten den Humor der Serie. Dazu ließ sich Dirks keineswegs von bösen Deutschenklischees inspirieren. Nach eigenen Angaben wuchs der Zeichner in einer Familie auf, „die in etwa so redete“. Seine Verwandten hatten offenbar in der neuen Heimat mitunter ihre liebe Not mit der englischen Sprache.

Hearsts Rechnung ging auf: Dirks' Lausbubencomics wurden schlagartig erfolgreich…

einestages.spiegel.de 6.7.2012

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Sigmar Salzburg
28.05.2012 17.52
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Bedeutungsverengung bei Anglizismen

Micky Maus angeschwärzt

Übersetzungsmalheur in Entenhausen: In der aktuellen Ausgabe von „Micky Maus Comics“ verteilt ein Protagonist Auszeichnungen an Pfadfinder – mit dem Glückwunsch: „Holocaust!“ Der Ehapa-Verlag zog das Heft zurück und schwärzte die Passage per Filzstift.

… Es ist eine Episode um das „Fähnlein Fieselschweif“, die der legendäre Altmeister Carl Barks in den siebziger Jahren in den USA gestaltet hat. „Where there's smoke“ heißt die Episode, auf deutsch „Der Brandstifter“ beziehungsweise „Gefahr für den Finsterforst“. Die Fieselschweif-Pfadfinder verhindern darin einen Waldbrand. „Plaques to the Lookouts for pinpointing the awesome Holocaust“ verkündet der Honoratior in der ursprünglichen Sequenz daher. Oder auf deutsch: Medaillen für die Ausgucke, die das Inferno lokalisiert haben.

Im Englischen ist der Ausdruck „Holocaust“ bei weitem mehrdeutig[er] als im Deutschen – er kann auch einfach nur „Inferno“ oder „Vernichtung“ bedeuten, ohne speziellen Bezug zum Massenmord der Nationalsozialisten an den Juden. Deshalb tauchte das Wort in bisherigen deutschen Ausgaben der Episode nicht auf. Für „Micky Maus Comics“ wurde das Brandabenteuer allerdings erstmals seit 30 Jahren komplett neu übersetzt …

Der englische Text in der Sprechblase wurde nicht sauber genug entfernt. Ausgerechnet der Holocaust-Begriff wurde als einziger vergessen.

spiegel.de 28.5.2012

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Sigmar Salzburg
18.05.2012 22.45
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One Picture Tells More Than Thousand Words


Einsender: Michael Rausch

http://www.spiegel.de/spam/

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Sigmar Salzburg
22.04.2012 17.49
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Kinder-Songs, die wie Brücken sind

Am Freitag hatte das Hamburger Landgericht entschieden, dass das Internet-Portal YouTube keine Videos zu Musiktiteln mehr bereitstellen darf, … darunter … Songs von Rolf Zuckowski… stern.de 22.4.12

«Lieder, die wie Brücken sind», Rolf Zuckowski (1982) – Rolf Zuckowski, «Im Kindergarten», Rolf Zuckowski (1994) welt.de 20.4.12

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Sigmar Salzburg
18.04.2012 06.15
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Der ßaund der Klippschliefer

Israelischen Forschern zufolge produzieren die kuriosen Mini-Verwandten der Elefanten Klangfolgen mit einem komplexen Aufbau, ähnlich wie Singvögel. Darüber hinaus scheinen die sozial lebenden Tiere die Lieder voneinander zu lernen, denn die Männchen unterschiedlicher Klippschliefergemeinschaften haben ihre eigenen Tonfolgen, zeigen die Untersuchungen der Forscher um Arik Kershenbaum von der Universität Haifa...

Neben dem alltäglichen „Geplauder“ produzieren die männlichen Tiere gelegentlich minutenlange Lautfolgen, um sich Gehör zu verschaffen. Diesem Gesang haben Arik Kershenbaum und seine Kollegen nun gezielt gelauscht und seine Struktur analysiert. Sie sammelten dazu Soundbeispiele bei verschiedenen Klippschliefersippen in unterschiedlichen Teilen Israels.

wissenschaft.de 18.4.2012

Das Wort „Sound“ schiebt sich seit längerem mit etwas abweichendem Bedeutungsspektrum zwischen die deutschen Wörter „Ton, Schall, Laut, Klang, Geräusch”. Vor Jahren stutzte ich noch, als ich in einer Problemlösung las: „Lautsprecher gibt keinen Sound“. Inzwischen haben sogar klassische Orchester einen „Sound“, jedenfalls in „Spiegel“-Schreibe. Béla Bartók hat in seiner Frühzeit über zehntausend ungarische Volkslieder (Songs?) u.ä. noch auf Wachswalzen gesammelt. Sind das heute nun „Soundbeispiele“?

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Sigmar Salzburg
17.04.2012 14.06
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DPA in der Anglizismen-Falle

„Das waren keine unschuldigen Kinder, aber politische Aktivisten, die für den Multikulturismus arbeiteten“, sagte Breivik zu seinem Massaker ...
Quelle: dpa/dapd/afp
rp-online.de 17.4.2012 u.v.a.m.

„aber“ (wg. but) für „sondern“:
Anscheinend benützt DPA auch die
Google-Übersetzungsmaschine:


… nicht süsser, harmloser Liebesong, aber ein Vorwand von einem 16. Jahrhundertherrn zu seinem gebohrten Mistress.

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Sigmar Salzburg
14.02.2012 08.57
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Anatol Stefanowitsch – Shitstorm-Ass des Jahres

Lücke im deutschen Wortschatz

„Shitstorm“ ist der Anglizismus des Jahres

Die öffentlichen und oft beleidigenden Wutausbrüche der Netz-Community haben keine deutsche Bezeichnung. Meist wird der englische Ausdruck „Shitstorm“ verwendet. Diesen hat eine Jury nun zum Anglizismus des Jahres gewählt.

Für das vor allem im Internet gebräuchliche Wort gebe es keine passende deutsche Übersetzung, begründete die Jury um den Hamburger Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch am Montag die Entscheidung für den Anglizismus des Jahres 2011: Als „Shitstorm“ wird die öffentliche Entrüstung im Netz bezeichnet, bei der sich Argumente mit Beleidigungen und Bedrohungen mischen, zuletzt etwa gegen Banken….

Die Wissenschaftlergruppe kürt seit 2010 den Anglizismus des Jahres und will damit ein Zeichen für den positiven Einfluss der Worte englischen Ursprungs auf die deutsche Sprache setzen…

Das Wort „Shitstorm“ füllt für Stefanowitsch „eine Lücke im deutschen Wortschatz, die sich durch Veränderungen in der öffentlichen Diskussionskultur aufgetan hat“. . Die Zusammensetzung von Shit (Scheiße) und Storm (Sturm) sei auch nicht vulgär. „Natürlich handelt es sich um einen gewollt derben Ausdruck, dem man seine Herkunft aus dem amerikanischen Slang ansieht“, sagte der Wissenschaftler. „Aber gerade der klare Lehnwortcharakter des Wortes federt diese Derbheit soweit ab, dass das Wort auch im öffentlichen Sprachgebrauch akzeptiert ist.“

In der Jury sitzen neben dem Hamburger Sprachwissenschaftler die Anglistin Susanne Flach aus Berlin, die Germanistin Kristin Kopf aus Mainz, Michael Mann von der Universität Erlangen-Nürnberg und der Leipziger Sprachwissenschaftler Jan Wolgemuth.

focus.de 113.2.2012

Die Flach-Kopf-Riege sichert genderös gleichgestellte Jury-Urteile!

Zur Assstory siehe hier.

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Sigmar Salzburg
11.02.2012 10.33
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Bescheuertes Denglisch

Grotesker Schuldspruch
Richter verurteilt Mann zu Date mit seiner Frau
Wegen eines häuslichen Disputs wurde der Angeklagte Joseph Bray von einem US-Gericht dazu verdonnert, seine Frau auf ein Date auszuführen – Blumen, ordentliche Garderobe und ein Restaurantbesuch inklusive ...
focus.de 11.2.2012

Der Angeklagte wurde verurteilt, seine Frau auszuführen, mit allem Drum und Dran. Das kann man anscheinend nicht mehr auf deutsch ausdrücken. Date heißt lt. Lexikon „Datum, Zeit, Termin; (am. familiär) Verabredung“. In der letzten Bedeutung ersetzt es heute zunehmend als neudeutsches Plastikwort das alte, nette „Stelldichein“ – und trifft hier doch nicht so recht.

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Detlef Lindenthal
13.12.2011 11.03
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Re: Tee-nagerin?

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
... hörte ich einen kleinen Jungen im Sandkasten vor sich hin singen „Ganz Paris träumt von der Liebe“– Verlust des kindgemäßen Liedgutes schon damals.
Bemerkenswert, daß die (ansonsten wg. Drogenfreigabe nicht wählbare) PIRATEN-Partei das Vorhaben „Kinder wollen singen“ unterstützt – Ergebnis ist ein Liederbuch http://www.kinder-wollen-singen.de/sites/default/files//kinder-wollen-singen.pdf, welches in Großauflage an Kindergärten verteilt wird (Hä? Können Kindergartenkinder überhaupt lesen? Na gut, für die ohrkabelbeeinträchtigten Eltern ...).

Die Inhaltsangabe ...
Alle meine Entchen ...............................................................................6
Alle Vögel sind schon da........................................................................7
Auf der Mauer, auf der Lauer................................................................8
Auf uns’rer Wiese gehet was.................................................................9
Backe, backe Kuchen ..........................................................................10
Bruder Jakob .......................................................................................11
Das Wandern ist des Müllers Lust.......................................................12
Der Kuckuck und der Esel...................................................................14
Die Affen rasen durch den Wald..........................................................15
Der Mond ist aufgegangen..................................................................16
Die Gedanken sind frei ........................................................................18
Die Handwerker ..................................................................................19
Die Vogelhochzeit ................................................................................20
Drei Chinesen mit dem Kontrabass.....................................................22
Ein Männlein steht im Walde ..............................................................23
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach.....................................24
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann .............................................................26
Es war eine Mutter..............................................................................28
Froh zu sein bedarf es wenig ..............................................................29
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider............................................30
Fuchs, du hast die Gans gestohlen......................................................32
Hoppe, hoppe Reiter ...........................................................................33
Hänschen Klein ...................................................................................34
Hänsel und Gretel ...............................................................................35
Häschen in der Grube .........................................................................36
Ich geh’ mit meiner Laterne................................................................37
Ihr Kinderlein kommet ........................................................................38
Jack saß in der Küche..........................................................................40
Jetzt fahr’n wir über’n See ..................................................................41
Kommt ein Vogel geflogen...................................................................42
Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald .............................................43
Lasst uns froh und munter sein...........................................................44
Laterne, Laterne..................................................................................45
Leise rieselt der Schnee......................................................................46
Lirum Larum Löffelstiel.......................................................................47
Mariechen saß auf einem Stein...........................................................48
Morgen, Kinder wird‘s was geben ......................................................49
O du lieber Augustin ...........................................................................50
O Tannenbaum ....................................................................................51
Sankt Martin, Sankt Martin ................................................................52
Schlaf, Kindlein, schlaf ........................................................................53
Schneeflöckchen, Weißröckchen.........................................................54
Still, still, still ......................................................................................55
Stille Nacht, Heilige Nacht .................................................................56
Summ, summ, summ ….......................................................................57
Taler, Taler du musst wandern ............................................................58
Weißt du, wie viel’ Sternlein stehen....................................................59
Wer hat die schönsten Schäfchen .......................................................60
Widele wedele .....................................................................................6
... liest sich sehr vertraut, der ganze neumodische Ramsch ist nämlich nicht dabei, weil er noch nicht urheberrechtefrei ist – ich habe gar nicht gewußt, welch warmherzigen Gefühle ich für das Urheberrecht entwickeln kann ...
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
12.12.2011 12.32
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Tee-nagerin?

Nach Sex-Fragen an Teenagerin:
CDU-Abgeordneter gibt alle politischen Ämter auf
… Der 43-Jährige hatte das Mädchen per Facebook zu ihren sexuellen Erfahrungen befragt.
Stern.de 10.12.2011

Das sprachwidrig femininisierte englische Modewort „Teenager” klingt komisch. Beim altbacken gewordenen „Backfisch“ war niemand auf die „Backfischin“ gekommen. Auch bei anderen englischen Wörtern ist es nicht Brauch, etwa: „Caterina Valente war die Starin der 50er Jahre“.

(NB. In der Zeit hörte ich einen kleinen Jungen im Sandkasten vor sich hin singen „Ganz Paris träumt von der Liebe“– Verlust des kindgemäßen Liedgutes schon damals.)

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Sigmar Salzburg
03.12.2011 14.55
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Duden-Krampf ums Deutsch

Sprache: Beim "Word up! Poetry Slam – Duden spezial" treffen in der Alten Feuerwache die Besten aufeinander

Sie kämpfen mit der deutschen Sprache

… Ein Jahrhundert nach Konrad Duden steht die deutsche Sprache mit einem anderen Gesicht vor uns als noch zu Lebzeiten des Lexikografen. Anlässlich seines 100. Todestages in diesem Jahr haben sich, initiiert vom Duden-Verlag, in der ausverkauften Alten Feuerwache eine Hand voll Sprachakrobaten zu einem „Word Up!“ Poetry Slam zusammengefunden.

morgenweb.de 25.11.2011

Die Duden-Macher verweigerten heldenhaft das „Poetry Slam – Duden special“!

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Sigmar Salzburg
05.11.2011 09.00
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Coffee to go …

… jetzt auch zum mitnehmen

(Nach Spiegel.de „Hohlspiegel“)

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Sigmar Salzburg
31.10.2011 18.06
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Nächster Reformschritt: Anglophonetische Schreibweise

Reise- und Sprachführer von CitySpy

Wer mit den flapsig geschriebenen Gratis-Reiseinfos von CitySpy loszieht, lernt Europas Großstädte aus der Backpacker-Perspektive kennen. Nur den haarsträubenden Sprachtipps sollte man lieber nicht vertrauen…

Die Wörter werden so buchstabiert, dass ein englischsprachiger Reisender sie einigermaßen aussprechen kann – allerdings in den seltensten Fällen so, dass ein Einheimischer sie problemlos verstehen kann. Ein paar Beispiele aus dem Berlin-Guide: "I'k kriek lik'n' heartz-n-fucked" (Ich kriege gleich einen Herzinfarkt); "guy-ill, OBAR guy-ill" (Geil, obergeil); "Shots" (Schatz); "Durfde icch ear HintA tile knitten?" (das soll angeblich so was heißen wie „Dürfte ich Ihren Hintern streicheln?“). Im Wien-Wörterbuch wird man sogar noch mehr in die Irre geführt: „Ich liebe dich, meine Gute“ heißt dort angeblich schlicht "Sheiss-L".

spiegel.de 31.10.2011

(Vergl. auch die englischen Untertitel der Jodelschule.)

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Sigmar Salzburg
26.10.2011 23.36
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Dummdeutsch für die Unterschicht 2


Neues Schlecker-Logo: Geeignet für „niedere Bildungsniveaus“?


Jetzt hat auch der SPIEGEL die Sache mit dem Dumm-Denglisch süffig aufbereitet.

Vor einiger Zeit warb die Berliner Straßenreinigung mit dem Spruch „We kehr for you“. Der ist immerhin um einige Klassen witziger.

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Sigmar Salzburg
19.10.2011 12.43
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Neudeutsch für die Unterschicht

Anton Schlecker Im Schleckerland Talstraße 14 89579 Ehingen (Donau)

1. September 2011
Sehr geehrter Herr Dr. W,
zunächst vielen Dank für Ihre engagierte, durch die kleine Unterschriftensammlung bekräftigte Zuschrift, die unser neues Unternehmensmotto „FOR YOU. VOR ORT.“ kritisiert. Persönlich kann ich das nachvollziehen, denn als Geisteswissenschaftler fühle auch ich mich im privaten Sprachgebrauch der Stiltugend der Latinitas verpflichtet [… ]

Schlecker hat nach einem neuen Unternehmensmotto gesucht. Dieses Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind, ansprechen. Wir haben renommierteste Marketing- und Marktforschungsagenturen beauftragt, unter diesen Gesichtspunkten eine optimale Parole für uns zu finden. Der so zustande gekommene Vorschlag „FOR YOU. VOR ORT.“ machte am Ende vor allem deshalb das Rennen, weil er beim für unsere Haupt-Zielgruppen repräsentativen Testpublikum am besten abschnitt. […]

Mit freundlichen Grüßen
Florian Baum M. A.
(Leiter Unternehmenskommunikation)

[Nach „Deutsche Sprachwelt“ 3/2011]

Immerhin wurden die Kunden gefragt. – Die Zeitungsleser wurden nicht gefragt, ob sie das Dass-Deutsch wollen.

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