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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Politisch korrekte Sprache
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Sigmar Salzburg
14.02.2012 07.32
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Korrektes Gedenken

Ein Rundgang erinnert in Dresden an die NS-Zeit

Der Rundgang zeigt zum Jahrestag, dass die Stadt Dresden „Teil des nationalsozialistischen Systems und nicht ihr Opfer“ war.


Dresden – Auf einem Rundgang „Täterspuren“ haben mehr als 1.000 Menschen in Dresden an NS-Täter und die Orte von nationalsozialistischen Verbrechen in der Stadt erinnert. Damit solle ein „Anstoß für ein anderes Gedenken gegeben werden, als es bisher in Dresden üblich war“, sagte eine Sprecherin des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ am Montag, das die Veranstaltung am Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg organisierte.

Es solle zum Jahrestag gezeigt werden, dass die Stadt Dresden „Teil des nationalsozialistischen Systems und nicht ihr Opfer“ war. Der Spaziergang passierte ehemalige Zentralen des NS-Repressionsapparates, Gefängnisse oder die Villa von NS-Gauleiter Martin Mutschmann … (dapd)

Epoch Times Deutschland 12.2.2012

Der Luftangriff auf die Barockstadt Dresden war zweifellos ein Kriegsverbrechen. Hier soll nun wohl gezeigt werden, wie notwendig die „kollaterale“ Ermordung von mehr als 25000 Mitmenschen war.

In Wahrheit geht es an diesem umfunktionierten Gedenktag gar nicht um die paar Rechten, denen von einer zehnfachen Übermacht von Gutmenschen das grundgesetzliche Recht auf Demonstration genommen werden soll, sondern um die Pawlowsche Dressur aller übrigen Bürger. Wenn das antifaschistische Glöckchen erklingt, soll der Geifer gegen angeblich Rechtes fließen. Das erleichtert den Versagern, heimlichen Diktatoren und nützlichen Idioten in der Politik das Regieren, übertölpelt sie aber zugleich zu einer Volksfront mit den anfänglich verfemten stalinistischen Mauerschützen, die sich nun als Speerspitze der Demokratie und Menschlichkeit darstellen dürfen.

NB: Beinahe hätte ich meinen sechsten Geburtstag nicht mehr erlebt. Kurz vor dem verheerenden Bombenangriff hatten wir Station in Dresden gemacht, meine Großmutter, meine Mutter, meine jüngere Schwester und ich. Der Bahnhof war überfüllt von Menschen, und wir waren ausgehungert. An einer Stelle wurde Suppe ausgegeben – wir kriegten nichts, weil wir unvorschriftsmäßig kein „Luftschutzgeschirr“ dabei hatten. Meine Großmutter kämpfte sich durch die Menschenmassen und ergatterte schließlich ein paar Brote.

Daß wir zur Bombennacht nicht mehr in Dresden waren, verdankten wir unserer Mutter, die in Schlesien – gegen das bestehende Verbot – die Flucht vorzeitig angetreten hatte. Dazu mußten wir uns zu Fuß bei Glatteis zum übernächsten Bahnhof quälen und durften nur für kurze Strecken Fahrkarten lösen.

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Sigmar Salzburg
10.02.2012 11.49
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Irre – 'Schwarzfahrer' ist rassistisch!

Dass man Cola-Weizen bestellt und keinen „Neger“, ist inzwischen Standard. Auch der Begriff „Schokoküsse“ hat sich für die früheren „Mohrenköpfe“ weitgehend durchgesetzt. Jetzt startet der Linken-Stadtrat Orhan Akman einen weiteren Vorschlag zur Befreiung der Sprache von rassistischen Begriffen. Konkret stört er sich am Wort: „Schwarzfahrer“.

… Das hat Stadtrat Akman jetzt zum Anlass für einen Antrag genommen. Und darin fordert er unter anderem: Die Münchner Verkehrsgesellschaft soll dem Stadtrat darstellen, wie sie das Wort „Schwarzfahrer“ in den U-Bahnen, Trambahnen und Bussen „durch einen anderen Begriff, der nicht-rassistisch ist, ersetzen kann“. Zur Begründung führt er an: Diese umgangssprachliche Bezeichnung für Menschen, die kein Ticket haben, sei rassistisch, „da sie die Hautfarbe bestimmter Menschen in einen negativen Kontext stellt“.

Schwarzbrenner, Schwarzgeld, Schwarzarbeiter, Schwarzmarkt – alles diskriminierende Begriffe? Muss, wer politisch korrekt sein will, andere Worte wählen? ...

Abendzeitung 10.2.2012

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Sigmar Salzburg
28.01.2012 11.45
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Ein besonders absurdes Beispiel ...

... für die Nötigung zu „politisch korrekter“ Sprache ...

... wenn die Antisemitismus-Überwachungsorganisation „B’nai B’rith Anti-Defamation Commission“ – wie im Januar 2007 geschehen – darauf aufmerksam macht, dass die Bier-Werbung der Firma Beck’s, die auf das „deutsche Reinheitsgebot“ hinweist, äußerst taktlos sei. Sie werden mir vermutlich Recht geben, dass diese Bier-Werbung mit den NS-Rassegesetzen und der NS-Judenverfolgung nichts zu tun hat.

Gerard-Menuhin.de

Sicherheitshalber schlug ich bei Wikipedia nach: Der Zitator, Sohn des berühmten Geigers Jehudi Menuhin, wurde wegen „rechtsextremistischer“ Äußerungen aus dem Vorstand der Menuhin-Stiftung gedrängt.

Ich vermute, daß G. Menuhin gar kein „Rechtsextremist“, sondern Antizionist ist, aber zum „Antisemiten“ aufgebaut werden soll, bei einem Juden besonders grotesk. Auch die LINKE wurde kürzlich mit dieser Begriffsverfälschung angegriffen, siehe die heutige „jungeWelt.de“ (in richtiger Rechtschreibung).

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Sigmar Salzburg
10.01.2012 19.47
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Korrektheitsterror gegen das Schloßparktheater

In „Ich bin nicht Rappaport“ geht es um die beiden Senioren Nat (Hallervorden) und Midge (Joachim Bliese) [als Schwarzer geschminkt!], die sich regelmäßig auf einer Bank im New Yorker Central Park zum Rentner-Plausch treffen. Die beiden Alten wollen nicht ins Abseits geschoben werden. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt – sollte man denken.

Die Korrektheitsextremisten fordern die Absetzung des Stückes:

„Eine unglaubliche Dummheit zu begehen, ist eine Sache. Im Nachhinein nicht fähig zu sein, die Expertise und Betroffenheit von so vielen Menschen anzuerkennen … “, schreibt [u.a.] Userin Lotta Netrab auf der Facebook-Seite des Theaters.
focus.de 10.1.2012

„Denken wir die Vorwürfe zu Ende: Darf Hallervorden einen Juden spielen, obwohl er kein Jude ist?“, fragt Hallervorden in seiner Erklärung. „Darf Sigmar Gabriel sich für Maßnahmen gegen den Hunger in der Welt einsetzen, obwohl er über Leibesfülle verfügt??“
spiegel.de 10.1.2012

Darf Hallervorden einen Verbrecher spielen – so wie hier – obwohl er vermutlich gar keiner ist?

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Sigmar Salzburg
24.11.2011 14.33
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Pakistan hat die Lösung

Von Jesus bis Fußpilz: Pakistan verordnet Zensur „obszöner“ SMS

Diese Woche soll in Pakistan eine Zensur gegen „obszöne“ SMS eingeführt werden. Auf dem Index mit rund 1700 Wörtern und Wortgruppen in Englisch (PDF) und Urdu (PDF) stehen auch „Jesus“ und „Fußpilz“. Eine Anordnung (PDF) dazu hat die Regulierungsbehörde des Landes (PTA) vor einer Woche erteilt...

Auf der englischen Liste finden sich vor allem Wörter mit Bezug zu Körperteilen, Krankheiten, Geschlechtsverkehr und anderen Körperfunktionen (Kondom, bisexuell, Syphilis, kein Sex, Vagina, Periode, Flatulenz), vulgäre Ausdrücke, Schimpfwörter (Idiot) und rassistische Beleidigungen. In manchen Fällen sind auch Varianten (ID10T) und Tippfehler erfasst, sodass man etwa nicht mehr über das Land oder den Fluss Niger schreiben kann. Augenscheinlich haben in Pakistan auch Kaufhäuser (K Mart), Geldverfügungen (Deposit), Suizid und Fußpilz (Athletes Foot, sic) obszöne Bedeutungen. Sogar "Jesus Christ" steht auf dem Index, wobei die PTA hier den Gegenspieler gleich behandelt (Teufel, Satan)…

heise.de 21.11.2011

Die Unterdrückung sogenannter Tippfehler, wozu bei uns auch traditionelle Schreibweisen gehören würden, dürfte die deutschen Reformpolitiker begeistern. Allerdings wird auch die bedeutendste Errungenschaft der Reform, „Ass“, in Pakistan wegen Obszönität herausgefiltert.

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Sigmar Salzburg
21.11.2011 07.52
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Rassismuss-ensibilität

Pippi Langstrumpf ist rassistisch!?!?!?

Es gibt Schlagzeilen, die braucht kein Mensch! Zum Beispiel diese: "Theologin rechnet in Leipzig mit dem Kinderbuch-Klassiker ab: Rassismus-Vorwürfe gegen Pippi Langstrumpf!" – gelesen am Montag, 7. November bei bild.de.
Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen, dessen Tätigkeit übrigens von uns Steuerzahlern bezahlt wird, hatte die Theologin Dr. Eske Wollrad an die Uni Leipzig zu einem Vortrag und einem Workshop eingeladen. „Offensichtlicher und unterschwelliger Rassismus“, schreibt bild.de, gebe es in Pippi Langstrumpf und auch in anderen Kinderbüchern. Und Theologin Wollrad hat auch schon einen Tipp, um hier Abhilfe zu schaffen – nur noch "rassismussensible“ Kinderbücher sollten es in die Regale der Kinderzimmer schaffen…
wochenblatt.de 7.11.2011

Siehe auch hier und Junge Freiheit 7.10.2011

Die theolinke Theologin ist offensichtlich betriebsblind: Als erstes gehören doch wohl Bibel und Bibelgeschichten in den Giftschrank gewaltverherrlichender und rassistischer Schriften.

Sie enthalten u.a., von „Gott“ befohlen, Völkermorde (1. Sam. 15,2), Pogrome (Hesekil 9,4), Morde an Andersdenkenden, sogar eigenen Verwandten (2. Mose 32,25), Hexerverfolgung (Ex 22,17), Morde an Schwulen (3.Mose 20,13); von Jesus (=„Gott“?) betonte Bekräftigung der alten Gesetze (Mt. 5,17f.), Mordaufrufe gegen Andersdenkende (Luk. 19,27), angedrohtes göttliches Auschwitz (Mt. 13,40-42), latenten Rassismus (Mt. 15,21f,.), Mordwünsche gegen religionskritische Pädagogen (Mk. 9,42), usw.

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Sigmar Salzburg
17.11.2011 08.42
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Rechts-Experten

Herablassend, klischeebeladen und ausgrenzend
Der Begriff „Döner-Morde“ ist ein trauriger Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft – auf drei Ebenen. Zunächst bedeuten „Döner-Morde“ eine herablassende Gleichsetzung und Entmenschlichung: Die Opfer werden allesamt zum „Döner“ gemacht, als hätten sie keine Namen …
Zum Zweiten bedient der Begriff das Klischee der Ausländerkriminalität …
spiegel.de 16.11.2011

Stefan Kuzmany übertreibt: Döner-Mord ist eine Abkürzung für „Dönerbudenbetreiber-Mord” (s. BILD), nicht schön, aber praktisch. – Frau Merkel auf Stimmenfang will nun das NPD-Verbot. Hat die „NPD“ die Morde in Auftrag gegeben?:

Fast jeder sechste Landes- oder Bundesvorstand soll auf der Gehaltsliste des Verfassungsschutzes stehen. In der NPD sind offenbar bis zu hundert V-Leute des Verfassungsschutzes aktiv.
focus.de 17.11.2011

NB. Nur einmal habe ich bisher einen NPD-Mann persönlich kennengelernt – vor vierzig Jahren: unseren allseits beliebten Hausarzt. Die Medien machten einen Zwergenaufstand, weil er gerade gewählt worden war. Aber er wäre auch als DKP-Kandidat gewählt worden. Der – ein potentieller Döner-Mörder? Wie andere heutzutage?

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Sigmar Salzburg
08.11.2011 13.57
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Rückwirkende politische Korrektheit

Die „Welt“ verwendet des öfteren einen Werbetrick: Alte Artikel mit einem Reizthema werden als scheinbar neu ins Internet gestellt und von Google News gefunden. Auch ich fiel beim Thema „Rechtschreibreform“ darauf herein. Jetzt hat es die Leute vom hpd erwischt, und sie präsentieren den Titel vom 29.11.2007 „Wie antisemitisch war Rudolf Steiner“ in ihrer aktuellen Presseschau. Es wurde berichtet, daß ein Band einer neuen Steiner-Gesamtausgabe wegen evtl. Antisemitismus zurückgezogen wurde. Da fragt man sich, wann die entsprechenden Bände der Marxschen Schriften aussortiert werden – und wann die Bibel wegen Anti-Amalekitismus verboten wird.

welt.de 29.11.2007

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Sigmar Salzburg
02.07.2011 13.11
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Verfassungsschutzberichte

Bundesregierung.de Verfassungsschutzbericht-2010
und jungeWelt.de 2.7.2011 (in richtiger Rechtschreibung.)

An sich wären Berichte der Verfassungsschutzorgane kein Thema für Rechtschreibseiten, wenn nicht schon 1997 und 1998 der linksgewirkte Verfassungsschutz NRW in seinem Bericht durch geschickte Einbindung rechter Äußerungen zur „Reform“ Denunziationsarbeit für die reformbesoffene Landesregierung geleistet hätte. Verdeckte, unzulässige Beihilfe ist auch in anderen Bundesländern zu vermuten, war aber in Schleswig-Holstein so erfolglos, daß der Volkswille parlamentarisch ausgeschaltet werden mußte.

Die Berichte spiegeln meist das Wunschdenken der Regierenden wieder, das dann noch selektiv in den Medien dargestellt wird. Wenn Rechtsextremisten inzwischen Normalkleidung bevorzugen, dann „tarnen“ sie sich heimtückisch, wenn Linkschaoten Autos anzünden, dann zeigt das ihren Edelmut, „nur gegen Sachen“ vorzugehen. Kaum findet man alle Zahlenangaben vergleichbar nebeneinander. Wenn man das nachholt, ergibt sich gegenwärtig folgendes Bild:
25000 Rechtsextreme (= 0,3 Promille der Bevölkerung),
32200 Linksextreme (= 0,4 Promille der Bevölkerung),
37470 Islamisten (= 1 Prozent der islamischen Bevölkerung).


[Nachtrag – aber:] In dem Entwurf zum Bundeshaushaltsplan 2012 ... wird ... unter „Maßnahmen zu Extremismusbekämpfung“ zur Bewilligung 27 Millionen Euro angeführt, im Jahr zuvor waren es noch 29 Millionen Euro. 24 Millionen Euro davon wurden gegen Rechtsextremismus investiert, 5 Millionen Euro gegen Linksextremismus und Islamismus. taz.de 11.7.11siehe auch hier

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Sigmar Salzburg
21.06.2011 05.46
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Krieg mit Begriffen

Es liegt mir fern, hier stellvertretend die Linke zu verteidigen. Dennoch ist die begriffliche Falschmünzerei allerorten unerfreulich: In der Süddeutschen greift Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden, die LINKE an und erwähnt dabei achtmal den Antisemitismus – der in Mitteleuropa zum bekannten Massenmord führte. Linke, einzelne jedenfalls, neigen jedoch dem Antizionismus zu, der den Israelis das Recht auf gewaltsame Landnahme und Verdrängung der Urbevölkerung abspricht. (Vor 1900 gab es in Palästina 7 Prozent Juden – soviel wie heute in Berlin Moslems). Offensichtlich soll die eingeübte Antisemitismus-Allergie ausgenutzt werden, um Gutmenschen gegen die Linke aufzubringen.
sueddeutsche.de 20.6.2011

Schon im Mai hatte eine Studie von „Wissenschaftlern“ (Spiegel) durch geschickte Begriffsvermengung von Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus versucht, die Linke in ein falsches Licht zu rücken.

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Sigmar Salzburg
02.04.2011 17.30
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Islamisten und Correctness-Fundamentalisten

Koran-Verbrennung
Neun Tote bei neuer Wut-Demonstration


Kandahar – Bei neuerlichen Protesten gegen eine Koranverbrennung in den USA sind in Afghanistan am Samstag mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere 73 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt.
spiegel.de 02.04.2011

Rassismus-Vorwurf
Bäckerei wirbt mit schwarzem Kind für Schoko-Schnitte


[Dresden] Verkäuferinnen wurden beschimpft, Werbeaufsteller umgestoßen: Die Kampagne einer sächsischen Bäckerei für eine Schoko-Sahne-Schnitte hat bei Kunden für Empörung gesorgt. Zu sehen ist ein Kind aus Namibia – Verbraucher [?] werfen dem Unternehmen Rassismus vor.
spiegel.de 02.04.2011

Pawlowsche Dressureffekte ersetzen die Vernunft.

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Sigmar Salzburg
28.02.2011 13.53
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Correctness-Wahn

In Schweden werden Kinderbücher nicht gedruckt, weil sich die Eigentümer der Rechte weigern, Eingriffe zuzulassen, die die Texte der herrschenden politischen Corectness-Ideologie anpassen:

„Die Ture Sventon Bücher sind eine Serie von schwedischen Detektivgeschichten, geschrieben von Åke Holmberg 1948-1973. Sie waren im Lande wohlbekannt und geschätzt, aber Ture Sventon i Paris (1953).wird nun wohl nicht mehr wiederveröffentlicht werden. Der Grund ist, daß der Verleger Rabén & Sjögren das Wort „Neger” aus dem Buch entfernen möchte, und daß die schwedische Schriftsteller-Vereinigung, die die Rechte an dem Buch besitzt, dieses untersagt, da es den Charakter des Buches verändern würde“ (nach Anders Sandberg)

log.practicalethics.ox.ac.uk

Der Titel des Artikels lautet: „Should we Bowdlerize children’s books?” und bezieht sich auf den englischen Arzt Bowdler, der Anfang des 19. Jahrhunderts entschärfte Fassungen Shakespearscher Werke „für Frauen und Kinder“ herausgab.

In anderen Fällen war die Correctness-Schutzstaffel erfolgreicher, bei uns mit „Pippi Langstrumpf“, in den USA bei Mark Twain.

Den Gipfel des Correctness-Infantilismus hat hier gerade der ansonsten wegen seiner demonstrativen Traditionsschreibung und fehlenden Untertänigkeit geschätzte Konkret-Verlag erklommen. In einem „Dichtwettbewerb“ war das Kinderlied von den zehn kleinen Negerlein politisch korrekt mit vorgegebener Anfangs- und Endstrophe neu zu erfinden:


Zehn Migrantenkinderlein
Die waren braun und klein
Eins kam unter den Sarrazin
Da waren's nur noch neun.
[…]
Ein klein Migrantenkind
Das blieb nicht lang aleene
War fruchtbar und vermehrte sich
Da waren's wieder zehne.

Die von links sonst gern gesehene Verhütungs- und Abbruchplanung soll also hier wohl nicht zum Zuge kommen. Der Sieger-Poet verändert die reimlich nicht ganz „dichte“ Schlußstrophe und läßt in allen übrigen Strophen Sarrazin als Kinderschreck oder Kinderfresser auftreten.

konkret-verlage.de

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Sigmar Salzburg
07.02.2011 08.52
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Amnesie

Die Gier der Popen

In Russland regelt ein neues Gesetz die Rückgabe enteigneter Sakralbauten. Die orthodoxe Kirche fordert jetzt Gebäude zurück, die ihr niemals gehörten.

DIE ZEIT, 3.2.2011 Nr. 06
http://www.zeit.de/2011/06/Kaliningrad


Die „Zeit” berichtet aus einer in der Bundesrepublik recht unbekannten Provinzstadt im russischen Machtbereich, die nach einem stalinistischen Funktionär benannt ist: Kalinin. Gegen Ende des langen, erhellenden Artikels erfährt man, daß es dort erstaunlicherweise auch ein „Königsberger Schloss“ gibt und daß die russische orthodoxe Kirche durchaus die „Rückgabe“ des gesamten einstigen Gebietes des christlichen Deutschen Ritterordens verlangen könnte. Hatte die Stadt einmal etwas mit Deutschland zu tun?

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Sigmar Salzburg
01.02.2011 16.14
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... selbst befangen in der Schreibdiktatur

Die neue Diktatur in Österreich

Der Autor Bernhard Lassahn nimmt zu Recht die Correctness- und Neusprech-Fibel des österreichischen Ministers für Arbeit, Soziales etc. aufs Korn.

(Er hat aber – wie viele – nicht mitgekriegt, daß u.a. „so genannt“ inzwischen auch bei uns wieder schlechter Stil ist. Schade vor allem für seine Kinderbücher:
„Als Deutschem ist mir sofort das „sogenannte“ aufgefallen, das in Österreich immer noch zusammengeschrieben wird, wie bei uns vor der Rechtschreibreform und zu Zeiten, als es noch die DDR gab.“ … )

freiewelt.net 31.1.2011

Die Broschüre findet man hier:
broschuerenservice

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Sigmar Salzburg
12.01.2011 12.20
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Südafrika ist weniger korrekt

Das Ende von Twitter
von Elena Beis
– Südafrikanischer Jugendführer droht mit Schließung!
… Floyd Shivambu, der Sprecher des ANCYL, schien sehr stolz auf seine sprachliche Meisterleistung zu sein – kein einziger Satz der Pressemitteilung war ohne Rechtschreibefehler – denn er mailte sie den südafrikanischen Nachrichtenhäusern und Korrespondenten gleich sechs Mal hintereinander zu…
Die südafrikanische Presse, Karikaturisten & Twittergemeinde stürzten sich anlässlich dieser Pressmitteilung dankend auf den kontroversen Jugendführer Julius Malema. Es hagelte tagelang Häme. […] Auf dem Newsportal ThoughtLeader.co.za spottete die Kolumnistin unter dem Titel “Auszüge aus Julius Malamas Tagebuch” :

“Liebes Tagebuch.
Heute war kein guter Tag. Mein Freund Floyd hat etwas über die bloody agents [Malemas Schimpfwort für Weiße] auf einem Interweb-Computer mit dem Namen „der Twitter“ herausgefunden. Der „Twitter“ ist ein neues Übel der kapitalistischen Hundemaschinerie. Es ist eine klip kliptocr Kleptokrassie. Diese Mlungus [Xhosa für „der weiße Mann“] und Coconuts [Ausdruck für Schwarze, die ihren Lifestyle den Weißen angepasst haben] mit ihren weißen Tendenzen [Lieblingsausdruck Malemas] haben das Twitter gehackt, und tun so, als wären sie ich! Floyd sagt, wir werden das Twitter schließen. Ich stimme ihm voll und ganz zu.“

blogs.taz.de 11.01.2011

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