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Sigmar Salzburg
31.01.2012 11.37
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Warum?

Kürzlich hier erwähnt: Für ein Rechtschreibseminar warb die Vorsitzende des Stenographenvereins Langen, in dem endlich die „seit Langem“ offene Frage nach dem Warum der „Reform“ geklärt werden sollte: „Die Rechtschreibreform hat jede Menge Positives zu bieten! Unser Seminar erklärt Ihnen leicht verständlich, warum die einzelnen Änderungen erfolgt sind:“

Bernhard Strowitzki hat bei der FDS eine treffende Kurzantwort gegeben, die alle Seminargebühren ersparen kann:

Um zu erfahren, „warum die einzelnen Änderungen erfolgt sind“, brauchen wir allerdings kein Seminar.

Die Heysesche ss-Schreibung wurde wiedereingeführt, damit der gewöhnliche Sprachverbraucher überhaupt einen Unterschied merkt, nachdem die Substantivkleinschreibung gekippt wurde;

die vermehrte Großschreibung („im Allgemeinen“, „morgen Früh“) ist ebenfalls ein Reflex auf das Scheitern der Kleinschreibung;

die Volksetymologien („Tollpatsch“, „Quäntchen“) wurden verordnet, damit Herr Augst sein Steckenpferd reiten kann;

die sonstigen ä-Schreibungen („Gämse“, „schnäuzen“) sind der vergebliche (und aussichtslose) Versuch einer etymologischen Regularisierung;

die Getrennt- und Zusammenschreibung („zurzeit“, „vonseiten“, „in Sonderheit“, „heilig sprechen“) soll möglichst große Verwirrung stiften und damit den Eindruck gewichtiger Veränderungen hervorrufen;

die Trennungsregeln („Kilimand-scharo“, „Prob-lem“) sollen denen einen auf den Deckel geben, die wissen, wie ein Wort zusammengesetzt ist;

die Dreifachkonsonanten („Schifffahrt“, „Dämmmaterial“) sind umgekehrt durchgeknallte Pedanterie;

und bei manchen Einzelentscheidungen wie der Nichttrennung von ck oder den Kommaregeln wissen die Reformatoren wohl selbst nicht mehr, wie sie eigentlich zustandekamen, weswegen allerlei alberne Begründungen nachgeschoben werden (ck als einheitlicher Laut wie ch).

Aber das ist sicher nicht das, was man auf dem Seminar zu hören bekommt.

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Sigmar Salzburg
23.01.2012 19.43
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Freigeister in Weimar …

… die auf ihrer Rechtschreibfreiheit bestehen.

Thüringens LINKE Laizisten nun offizell von der Partei anerkannt

ERFURT. (fgw) Landesvorstand der Partei DIE LINKE.Thüringen hat in seiner Sitzung am 20. Januar 2012 die vor einem Jahr gegründete Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) „Laizismus“ als „landesweiten innerparteilichen Zusammenschluß“ gemäß Parteisatzung anerkannt. Dieser Beschluß ist einstimmig gefaßt worden...

In den ersten Monaten nach seiner Gründung hatte die Thüringer LAG mit vielen Vorbehalten in der Partei, die zum Teil sogar bewußt gestreut worden waren, zu kämpfen. Gegner warfen den Gründern u.a. vor, sie wollten eine kirchenfeindliche atheistische Kampftruppe bilden. Dabei wurden immer wieder Begriffe vermischt und Laizismus (ein Staatsrechtsprinzip) mit Atheismus (eine Weltanschauung) gleichgesetzt...

Dabei hatten die LINKEN Laizisten bereits mit ihrem Gründungsaufruf eindeutig formuliert, daß ihre Ziele und Forderungen aus den Festlegungen der Weimarer Reichsverfassung von 1919 resultieren, deren Artikel 136 bis 139 und 141 als einzige dieser Verfassung über Artikel 140 in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen worden sind. Und diese Verfassungsgebote sind bis heute nicht oder nur unvollständig verwirklicht worden …

Diese hier in Kurzform wiedergebenen Punkte decken sich weitestgehend mit analogen Forderungen der zumeist noch nicht organisierten Laizisten in anderen Parteien, wie SPD, FDP, GRÜNE und Piraten.

Siegfried R. Krebs

Freigeist-Weimar.de 21.1.2012

Freigeist Weimar und L.R. Krebs waren hier schon erwähnt worden. Die genannten Vorbehalte, erstaunlich für eine marxistisch sozialisierte Partei, sind natürlich dem Schielen nach Wählerstimmen geschuldet.

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Sigmar Salzburg
06.12.2011 14.43
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Mozart- und Schaeder-Effekt

Zeitschriftenschau
Skeptiker 4/2011 erschienen

… Die vierte Ausgabe des „Skeptikers“ … beschäftigt sich u.a. mit „Versteinerter Erziehung“ und Rudolf Steiner, dem hartnäckigen Effekt des“ Mozart-Mythos“ sowie weiteren Themen, die man skeptisch betrachten sollte…

Der Mozart-Effekt.
Ein hartnäckiger Mythos
von Jakob Pietschnig und Martin Voracek.

Die Meinung, dass Mozarts Musik die kognitive Leistungsfähigkeit von Personen durch einfaches Anhören steigern kann, ist weitverbreitet, beruht allerdings hauptsächlich auf der Fehlinterpretation von Forschungsergebnissen und einer falschen oder missverständlichen Darstellung in populären Medien. Das kurzzeitig bessere Abschneiden einer kleinen Probandengruppe in Raumvorstellungsfähigkeitstests nach dem Hören eines Satzes aus einer Mozart-Sonate wurde vielfach als permanent intelligenzsteigernder Effekt fehlinterpretiert. Obwohl dieser Behauptung jegliche glaubwürdige Fundierung fehlte, hatte sie weitreichende Implikationen und mitunter sogar Auswirkungen auf Gesetzestexte und den öffentlichen Finanzhaushalt einiger US-Bundesstaaten. Die ursprüngliche Beobachtung der kurzzeitig leistungssteigernden Effekte von Mozarts Sonate war in der Scientific Community äußerst umstritten. In dem vorliegenden Artikel beschreiben wir die Entstehung und Entwicklung des Mythos Mozart-Effekt und stellen schließlich die größte bisher durchgeführte Meta-Analyse zu dem Thema vor, in der akkumulierte Evidenz von fast 20 Jahren Forschung wissenschaftlich aufgearbeitet wird….
hpd.de 6.12.2011

Der vermeintliche „Mozart-Effekt” hatte eine ähnliche Wirkung auf die Bürokraten wie die Heilsversprechungen aufgrund des unwissenschaftlichen „Schaeder-Diktats“ des Reformers Burkhard Schaeder. Die Kultusminister Zehetmair, Wernstedt u.a., übertrafen sich gegenseitig in der Verkündung von Fehlerverminderungen durch die „Reform“ zwischen 40 und 90 Prozent. Dies beruhte auf einem Kurzdiktat von acht Sätzen mit eingebauten Fehlerfallen für Schüler.

Der falschverstandene „Mozart-Effekt“ war wenigstens noch kulturfördernd, denn Scharen von Therapierten wurden oft zum ersten Mal zur klassischen Kultur geführt – ganz im Gegensatz zur Rechtschreibreform mit ihren hier zur Genüge beschriebenen üblen Begleiterscheinungen, u.a. der Büchervernichtung.

Es erübrigt sich der Hinweis, daß „selbstredend“ auch die Skeptiker ihren gänzlich unkritischen Kotau vor der staatlichen Anmaßung „Rechtschreibreform“ machen.

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Sigmar Salzburg
27.11.2011 09.24
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Prunkstück der Reform

Theodor Ickler, 27.11.2011

Im neuesten Duden-„Newsletter“ (ich kann dieses Wort nicht ohne Widerwillen benutzen) wird noch einmal daran erinnert, daß der Duden die Großschreibung der Briefanrede empfiehlt. Ebenso ja im Brockhaus-Wahrig. Es ist bemerkenswert, wie hier ein Prunkstück der Reform zu Grabe getragen wird. Man hat uns jahrelang belehrt, warum die Briefanrede klein geschrieben werden müsse (Vertraulichkeit, keine „Ehrerbietung“), und nun soll das alles nicht wahr gewesen sein.

www.sprachforschung.org/ickler

Zur Erinnerung: Aus meinem Briefwechsel mit Schulen.

„Newsletter“: Zur Schulzeit meiner Mutter (vor 1930) wäre das ein Deutsch-Fehler gewesen!

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Sigmar Salzburg
14.11.2011 18.30
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Freigeist-Weimar.de



Freundliche Höflichkeit (links) kann leicht zum Kotau (rechts) verkommen.

Während die meisten Freidenker und Atheisten unterwürfiger als die Kirchen den Kotau vor dem „amtlichen“ Schreibdiktat vollzogen haben, gibt es bei Freigeist-Weimar.de noch unangepaßte Autoren. Sogar eine graphische Darstellung zum Anpassungsverhalten ist zu finden – hier allerdings bezogen auf die LINKE und die Papstrede vor dem Bundestag (Link hinzugefügt):

Ein nicht veröffentlichter Leserbrief im „Neuen Deutschland“

BERLIN. (fgw) Zum Artikel „Reine Leere“ in der sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“ vom 26.9.11 hatte Ingolf Tabbert aus der Hauptstadt einen Leserbrief verfaßt, den diese Zeitung jedoch bis heute ihren Lesern nicht zur Kenntnis gegeben hat. … Darin heißt es u.a.:

… Das, was uns Ingolf Bossenz mitgeteilt hat, mußten sie schon vorher gewußt haben, sonst säßen sie ohne Wähler-Legitimation am falschen Platz...

freigeist-weimar.de 6.10.2011

Sowohl der hier schon genannte Kulturwissenschafter und Journalist Siegfried R. Krebs als auch der ND-Leser Ingolf Tabbert schreiben unangepaßt herkömmlich. Auch die Autoren Ilka Lohmann und Dieter Krieg bedienen sich der lesefreundlichen Orthographie.

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Sigmar Salzburg
27.10.2011 07.45
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'Grobe Täuschungen'

Lesenswert: Der Kampf eines Autors um die Rechtschreibung:
Sprachforschung.org

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Sigmar Salzburg
15.10.2011 17.04
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Andrea Diener

Zu Andrea Diener im FAZ-Blog

Riesenschecke
14. Oktober 2011, 01:07
Sehr geehrte Frau Diener,´
im Blog „Ding und Dinglichkeit“ schreiben Sie nach wie vor Beitrage in herrlich zu lesender bewährter und unreformierter Rechtschreibung. Macht sich richtig gut auf meinem ipad.
Warum wählen Sie neuerdings ausgerechnet in diesem Literaturbereich die schlechtere und plumpere Variante ?

Andrea Diener
14. Oktober 2011, 11:11
Riesenschnecke, weil ich diese Stücke eigentlich für die Buchmessezeitung schreibe, und im Print ist die Neuschreibung gefragt. Wenn ich nur blogge, kann ich machen, was ich will. Und da schreibe ich alt...

Spectator, daß es „hier“ um Bücher ginge, wird immer wieder gern kolportiert. Glauben Sie solchen Gerüchten um Himmels willen bloß nicht!

faz.net/blogs 14.10.2011

Bundesverfassunggericht v.14.7.1998: „Soweit dieser Regelung rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreibregeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben.“.

Wie man sieht, fußt das Urteil auf mangelhaftem Vorstellungsvermögen über die Wirklichkeit.

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Sigmar Salzburg
13.07.2011 07.26
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Lehrerfreund

Bei FDS hat Th. Ickler an den „Lehrerfreund“ erinnert:
Triumph bei Lehrerfreund.de zum Springer-Kotau 2006 – hier schon vor vier Jahren angeprangert. Ist Berthold Metz der eifernde Klein-Revoluzzer? Die Kritiken unbeeindruckter Leser (bis 2011) sind deutlich. Nützlich ist darunter der Hinweis auf den aktualisierten Link:

http://www.vernuenftig-schreiben.de/firefox.html

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Sigmar Salzburg
04.07.2011 06.07
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kreuz.net

Die fundamentalkatholische Seite, deren Inhalte mir naturgemäß fernstehen, verwendet immer noch die traditionelle Rechtschreibung. In dem lesenswerten Artikel von Paul Craig Roberts, der von antikrieg.com übernommen wurde, hat man sogar das alberne „so genannt“ wieder zusammengefügt. Nur bei den „post-Orwell´schen Zeiten“ ist der reformierte Apostroph verblieben.

(Es geht um Libyen, deren obskure Aufständische auch unser konfuser Außenminister USA-gefällig mit einem illegalen Blitzbesuch in Bengasi aufzuwerten sich herausnahm.)

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Sigmar Salzburg
04.03.2011 19.16
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NürnbergWiki

Hier sei nochmal auf Manfred Riebes „NürnbergWiki“ hingewiesen
http://www.nuernbergwiki.de

Neben der dort gepflegten traditionellen Rechtschreibung gibt es auch ausführliche Darstellungen einzelner Persönlichkeiten, die im Kampf um die Erhaltung der bewährten Kulturrechtschreibung hervorgetreten sind, u.a.:

* Friedrich Denk – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Friedrich_Denk
* Klaus Deterding – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Klaus_Deterding
* Christian Gizewski – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Christian_Gizewski
* Dankwart Guratzsch – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Dankwart_Guratzsch
* Iris Hanika – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Iris_Hanika
* Gernot Holstein – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gernot_Holstein
* Theodor Ickler – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Theodor_Ickler
* Wolfgang Illauer – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Wolfgang_Illauer
* Helmut Jochems – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Helmut_Jochems
* Josef Kraus – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Josef_Kraus
* Hans Krieger – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Hans_Krieger
* Gerhard Müller – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gerhard_M%C3%BCller
* Horst Haider Munske – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Horst_Haider_Munske
* Peter Horst Neumann – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Peter_Horst_Neumann
* Stefan Stirnemann – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Stefan_Stirnemann
* Werner H. Veith – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Werner_H._Veith

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Sigmar Salzburg
26.02.2011 17.22
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Hinweis

Stefan Stirnemann

Die Schule und ihre Rechtschreibungen
im fünfzehnten Jahr der Rechtschreibreform


sprachforschung.org 14.2.2011

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Sigmar Salzburg
03.09.2010 10.04
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Auferstanden aus Ruinen

Anonymus Kratzbaum schrieb gerade bei Sprachforschung.org:

Wie man liest, hat der Vorstand der Bundesbank „einstimmig“ beschlossen, Sarrazins Abberufung zu beantragen. – Gehört nicht S. auch zum Vorstand? Hat er dann mit abgestimmt gegen sich selbst? Ich hoffe, daß der Mann klagen wird.

Die Bundeskanzlerin nimmt die Entscheidung des Bundesbankvorstands „mit großem Respekt“ zur Kenntnis. – Wenn man bedenkt, welchen Druck sie auf das Gremium ausgeübt hat, kommt das fast einer Verhöhnung gleich.

sprachforschung.org 3.9.2010

Gleicht das nicht genau der alten DDR-„Volksdemokratie“?
Ähnlich war schon die einstimmige Annullierung des Volksgesetzes gegen die Rechtschreibreform durch die Blockparteien des Kieler Parlaments am 17.9.1999.

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Sigmar Salzburg
15.05.2010 15.03
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GWUP

Gegenwärtig findet in Essen eine Tagung der „Skeptiker“ (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) statt. Auf ihrer Homepage stellen sie sich dar als …

Die Skeptiker: Was wir wollen
Eine offene und demokratische Gesellschaft braucht sachliche Informationen – gerade bei emotional besetzten Themen. Einem solchen Themenbereich widmen wir uns: den Parawissenschaften.
Was sind Parawissenschaften? In der Familie, unter Freunden und Kollegen, aber auch in der öffentlichen Diskussion begegnen wir immer wieder Fragen wie:
• Können so genannte alternative Arzneimittel heilen?
• Steht unser Schicksal in den Sternen?
• Helfen Magnete bei der Wasserenthärtung?
• Gibt es Menschen, die Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen können?
• Müssen wir uns vor Erdstrahlen schützen?

[Hier könnte natürlich auch die Frage stehen:
• Erleichtert die so genannte Rechtschreibreform das Schreiben?
]

…. Die Antworten auf solche Fragen haben auch praktische Bedeutung. Oft treffen Menschen auf der Basis fragwürdiger „Theorien“ wichtige Entscheidungen und setzen Vermögen, Beruf oder sogar ihre Gesundheit aufs Spiel. Klassische Verbraucherschutzorganisationen oder wissenschaftliche Einrichtungen sind meist nicht gerüstet, Fragen zu diesen Themenbereichen zu beantworten.

Die Skeptiker – ehrenamtlich für Aufklärung und Verbraucherschutz
Die GWUP ist ein wegen Förderung der Volksbildung als gemeinnützig anerkannter Verein, in dem sich etwa 870 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte für Aufklärung und kritisches Denken, für sorgfältige Untersuchungen parawissenschaftlicher Behauptungen und die Popularisierung von wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen einsetzen….

http://www.gwup.org/

Ein Blick auf die Seite der Skeptiker zeigt, daß sie, wie so viele „Fortschrittliche“, der „Rechtschreibreform“ folgen, deren Durchsetzung ebenfalls parawissenschaftlich begründet wurde. Man denke nur an das „Jogurtbecher-Diktat“ als Beweis für die angeblich 50prozentige Fehlerverminderung.

Man verstehe mich nicht falsch. Ich stehe ganz auf der Seite der Skeptiker. Nur hört bei mir die Skepsis nicht vor der „Rechtschreibreform“ auf.

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Sigmar Salzburg
28.01.2010 09.34
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CORA STEPHAN

Die Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin, zeitweise auch Kulturredakteurin und Rundfunkmoderatorin pflegt weiterhin in ihrem „Blog“ die traditionelle Rechtschreibung:

CORA-STEPHAN.BLOGSPOT

Mittwoch, 27. Januar 2010
Die Stärke und die Schwäche des Westens
Übertreiben wir es hierzulande in der Auseinandersetzung mit dem Islam? Zeichnet sich gar so etwas wie Islamophobie ab? Ja, muß man womöglich vor einem dem islamistischen Fundamentalismus vergleichbaren „Fundamentalismus der Aufklärung“, einer Art „Menschenrechtsfundamentalismus“ warnen, wie jüngst in deutschen Feuilletons zu lesen war?

Die zu Recht empfindliche deutsche Öffentlichkeit insistiert darauf, daß nichts den Tod von Menschen rechtfertige – wohlgemerkt: nicht nur den Tod Unbeteiligter, sondern auch gegnerischer Kämpfer. …
Welcher muslimische Haßprediger, welcher einfach nur kulturüblich stolze muslimische Mann empfände keine Genugtuung, wenn er hört, wie wenig ernst sich die Gegenseite nimmt, …

Doch warum stehen wir nicht zum unauflöslichen Dilemma, daß Freiheit unverzichtbar ist, aber auch frostig sein kann? Die auch im europäischen Westen noch nicht lange errungene Freiheit des Individuums, sein Glück auf die ihm gemäße Weise in die eigene Hand zu nehmen, ist eine mächtige Triebfeder. Ja, sie hat ihre häßlichen Seiten, doch weit häßlicher ist die Armut, die sich paternalistischen Sozialstrukturen verdankt, …

DeutschlandRadio am 27. Januar – kann man auch hören!

EINGESTELLT VON CORA STEPHAN UM 10:18
Cora Stephan

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Sigmar Salzburg
09.11.2009 08.30
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Neues von der „freien“ Enzyklopädie Wikipedia

Beim VRS findet sich folgende aufschlußreiche Notiz über einen militanten Reformdurchsetzer bei Wikipedia:

Nodutschke alias Pavel Andreas Richter

Dieser Wikipedia-Löschtroll wurde hier im VRS-Forum von Moderatorin Elke Philburn zusammen mit Norbert Bienefeld gesperrt. In der Wikipedia machte er nun Karriere …

Pavel Richter ist seit 1. August 2009 Geschäftsführer von Wikimedia-Deutschland. …

Einigen ist Pavel Richter bekannt als Wikipedia-Autor (Benutzer: Schreibvieh) http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Schreibvieh
Dort bekennt Benutzer:Schreibvieh: Ich war früher als Benutzer:Nodutschke in der Wikipedia aktiv.

Anmerkungen:
Das ist nur die Spitze des Eisberges. Nodutschke war als bezahlter „freier Unternehmensberater“ vornehmlich destruktiv tätig und löschte professionell auch unter vielen anderen Pseudonymen. Konstruktive Artikelarbeit leistete er über viele Jahre hinweg nicht.
Der „freie Unternehmensberater“ bekannte, daß er von seinem Führungsoffizier pro gelöschter Zeile 50 Cent erhielt, später 67,5 Cent...

vrs-ev.de/forum 7.11.09

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