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Sigmar Salzburg
09.12.2016 16.30
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„Postfaktotum“ Schlobinski

Die „Gesellschaft für deutsche Sprache“ muß wieder ihre Wichtigkeit in Erinnerung rufen:

„Postfaktisch“ ist Wort des Jahres
Wenn Fakten nicht mehr zählen

Wiesbaden (dpa) – Das Phänomen ist vielschichtig und nimmt auch gleich mehrere Plätze auf der Rangliste ein: „Postfaktisch“ hat die Gesellschaft für deutsche Sprache zum „Wort des Jahres“ 2016 bestimmt.

Das sperrige Adjektiv beschreibt die Entwicklung, dass öffentliche Debatten zunehmend von Stimmungen und Gefühlen und weniger von Fakten bestimmt werden. Dies sei zwar kein Begriff aus der Alltagssprache, räumen die Experten ein. Entscheidend sei jedoch, dass er zentrale Ereignisse des Jahres widerspiegele – von Brexit bis Trump...

Trump habe Fakten verleugnet, Tatsachen verbogen und schlicht gelogen; dass er dennoch gewann, das wäre vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen, sagt der Vorsitzende der Gesellschaft, Professor Peter Schlobinski. Deshalb sieht er einen Wendepunkt erreicht, hin zu einem "postfaktischen Zeitalter".

Das hat auch schon Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) thematisiert, als sie selbstkritisch auf die für ihre Partei verlorene Berlin-Wahl im September einging. „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sondern folgen allein den Gefühlen“, sagte Merkel.

Schon zuvor hatte die Kanzlerin davon gesprochen, dass es in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zwar sehr wenige Flüchtlinge gebe, die Menschen dort aber dennoch besorgt seien – sie also ein subjektives Thema beschäftige. Deshalb müsse man darüber reden, sagte Merkel. Die AfD kam bei der dortigen Landtagswahl aus dem Stand vor der Union auf den zweiten Platz.
[Die Bürger urteilten eben faktenkonform, daß die „Leere“ des Landes die Politiker ermuntern wird, dort vermehrt orientalische und afrikanische „Flüchtlinge“ anzusiedeln, um den Bevölkerungsschwund auszugleichen.]
„Für mich persönlich ist das eine sehr erschreckende Entwicklung“, sagt der Sprachwissenschaftler von der Universität Hannover. Er hoffe auf eine breite gesellschaftliche Debatte, wie dem zu begegnen sei. Zumal vor dem Bundestagswahljahr 2017. Denn auch in Deutschland gebe es Parteien und Vereinigungen, die es mit der Wahrheit „nicht immer so genau“ nähmen – wie etwa die AfD....
[Als ob es die bis 2013 wortführenden Parteien jemals mit der Wahrheit genau genommen hätten – bei der Wiedervereinigung, der Ein- und Unterwanderung, der Rechtschreib„reform“, dem Euro, der Eurorettung, der „vermeintlichen“ Islamisierung...]
Angetrieben von dem Aufstieg der Sozialen Medien als Nachrichtenquelle und einem wachsenden Misstrauen gegenüber Fakten, die vom Establishment angeboten würden, habe das Konzept des Postfaktischen seit einiger Zeit an Boden gewonnen. Untersuchungen hätten ergeben, dass sich der Gebrauch des Wortes „postfaktisch“ im Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr davor drastisch erhöht habe.

zeit.de 9.12.2016
Vor zwölf Jahren schrieb Theodor Ickler hier schon:
Es gibt eine ganze Reihe von Menschen, die sowohl die Reform als auch den Protest dagegen ablehnen. Den Anfang machte der Bundespräsident Herzog („Kropf“), und schon damals fiel der Widerspruch auf: Wie kann der Protest gegen eine überflüssige Reform überflüssig sein? ... In diesen Umkreis gehört auch Schlobinski.... Unterm Strich bleibt stets: Wir machen uns über die Reform lustig, kuschen aber trotzdem. Mehr wollen die Kultusminister ja auch gar nicht wissen.
Das ist genau jenes „postfaktische“ Verhalten, das jetzt Schlobinski durch die aufmerksamkeitheischende Ernennung zum Wort des Jahres meint kritisieren zu müssen.

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Sigmar Salzburg
11.12.2015 10.40
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Unentrinnbar: Das Wort des Jahres

[GfdS]
Die Gesellschaft für deutsche Sprache
präsentiert das
WORT DES JAHRES 2015


Die Wörter des Jahres 2015 wurden am 11. Dezember 2015 von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bekannt gegeben. Wie in den vergangenen Jahren wählte die Jury, die sich aus dem Hauptvorstand der Gesellschaft sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammensetzt, aus diesmal rund 2500 Belegen jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben.

Nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern seine Signifikanz bzw. Popularität stehen bei der Wahl im Vordergrund: Auf diese Weise stellen die Wörter eine sprachliche Jahreschronik dar, sind dabei jedoch mit keinerlei Wertung oder Empfehlung verbunden.

Die Wörter des Jahres 2015
1. Flüchtlinge
• 2. Je suis Charlie
• 3. Grexit
• 4. Selektorenliste
• 5. Mogel-Motor
• 6. durchwinken
• 7. Selfie-Stab
• 8. Schummel-WM
• 9. Flexitarier
• 10. Wir schaffen das!

Das Wort des Jahres 2015 ist Flüchtlinge. Diese Entscheidung traf am Donnerstagabend eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Das Substantiv steht nicht nur für das beherrschende Thema des Jahres, sondern ist auch sprachlich interessant. Gebildet aus dem Verb flüchten und dem Ableitungssuffix -ling (›Person, die durch eine Eigenschaft oder ein Merkmal charakterisiert ist‹), klingt Flüchtling für sprachsensible Ohren tendenziell abschätzig: Analoge Bildungen wie Eindringling, Emporkömmling oder Schreiberling sind negativ konnotiert, andere wie Prüfling, Lehrling, Findling, Sträfling oder Schützling haben eine deutlich passive Komponente. Neuerdings ist daher öfters alternativ von Geflüchteten die Rede. Ob sich dieser Ausdruck im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

gfds.de

Zur GfdS siehe auch Eisenberg.
Die „sprachsensiblen Ohren“ der GfdS haben sich verhört:
Das fehlende Femininum zu „Flüchtling“ ist der Grund für die
genderkorrekten „Geflüchteten“ und „Flüchtenden“, siehe auch hier.

P.S.: Zufällig fand ich eben im Schreibtisch meinen „Geflüchteten“-Ausweis von 1957.
Er hieß allerdings noch „Ausweis für Vertriebene und Flüchtlinge A 1138/....“
(Ergänzt 12.12.15)

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Sigmar Salzburg
13.12.2014 07.12
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... eine „ehrenwerte Gesellschaft“?

Die „Gesellschaft für die deutsche Sprache“ hat wieder etwas ausgebrütet:

Die Wörter des Jahres 2014

Das Wort des Jahres 2014 ist Lichtgrenze . Diese Entscheidung traf am Donnerstagabend eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Das Wort bezieht sich auf die Lichtinstallation zum Anlass der Feierlichkeiten »25 Jahre Mauerfall« in Berlin...

Auf Platz 2 wählte die Jury den Ausdruck schwarze Null. Er steht wie kein anderer für die Bemühungen der schwarz-roten Koalition um einen ausgeglichenen Haushalt...

Mit der grammatisch genau genommen als Satz zu interpretierenden Wortprägung Götzseidank (Platz 3) würdigt die GfdS den deutschen Fußballweltmeistertitel ...

Mit dem 4. Platz, dem – als deutsches Fremdwort – ebenfalls bereits ins Englische entlehnten Russlandversteher, greift die GfdS die öffentliche Debatte auf, die in Deutschland nach der russischen Übernahme der Krim und dem von Russland beeinflussten ukrainischen Bürgerkrieg entstand...

Der juristisch gesehen legitime, in der Gesellschaft aber als völlig überzogen wahrgenommene Streik der deutschen Lokführer führte zu der häufig verwendeten Neubildung bahnsinnig ...

Das Wort Willkommenskultur (Platz 6) steht für die Bereitschaft, Menschen, die in Not sind und hierzulande Asyl beantragen, aufzunehmen...

Unter Social Freezing (Platz 7) wird das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ohne medizinischen Grund verstanden...

Mit dem Wort Terror-Tourismus (Rang 8) weist die GfdS auf die gesellschaftliche Diskussion rund um das Problemfeld des islamistischen Terrors hin. Immer mehr gewaltbereite, meist jugendliche Personen reisen neuerdings von Deutschland nach Syrien aus, um dort im Bürgerkrieg zu kämpfen...

Das Freistoßspray (Platz 9), das im internationalen Fußball bereits seit 2000 hier und da zum Einsatz kam ...

Auf Platz 10 wählte die GfdS Generation Kopf unten¹. Der Ausdruck kennzeichnet die Altersgruppe derer, die immerzu den Kopf gesenkt hält, weil sie sich auf ihr Smartphone konzentriert...

Die Wörter des Jahres 2014 wurden am 12. Dezember 2014 von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bekannt_gegeben. Wie in den vergangenen Jahren wählte die Jury, die sich aus dem Hauptvorstand sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft zusammensetzt, aus diesmal rund 2300 Belegen jene zehn Wörter und Wendungen, die den öffentlichen Diskurs des Jahres wesentlich geprägt und das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sprachlich in besonderer Weise begleitet haben...
http://gfds.de/wort-des-jahres-2014/

... also ein eher privates Gesellschaftspiel des Inneren Zirkels der ansonsten nichtsnutzigen Gesellschaft, die nur einmal aufblühte, als sie half, das Gift der Rechtschreib„reform“ auszubrüten und zu verbreiten.

¹) „Generation Kopf runter“ würde zu Rang 8 passen.

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Sigmar Salzburg
03.01.2012 07.29
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Das sollte nicht vergessen werden

Bei FDS wiedergefunden:

Kommentar von Theodor Ickler, verfaßt am 15.07.2011 um 19.03 Uhr
Adresse: http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1281#19017

Über die GfdS findet Eisenberg in seinem neuen Buch harschere Worte, als wir sie je gewagt haben:

„Nach dem Krieg wurde der Verein von einem Teil der übriggebliebenen Personen mit einem Teil der übriggebliebenen Vereinsziele unter der Bezeichnung 'Gesellschaft für deutsche Sprache GfdS' neu gegründet. Nach wie vor diente und dient sich der Verein politischen Institutionen zur sprachlichen Hilfestellung an. (...) Auch überzeugte er den Staat vom Sinn einer Rechtschreibreform: 'Und man braucht keine prophetischen Gaben, um zu erkennen, daß die Reform im großen und ganzen auf der Linie liegen wird, die in der Stellungnahme der Gesellschaft für deutsche Sprache aufgezeigt ist.' (Rudolf Hoberg in: Der Sprachdienst' 37, 1993: 133).“ (Peter Eisenberg: Das Fremdwort im Deutschen. Berlin/New York 2011:120)

Siehe auch Peter Eisenberg, Vortrag am 22.1.2007.

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Sigmar Salzburg
15.09.2011 14.32
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Verhaltene Ehrlichkeit

WIESBADEN
SYMPOSION Zum 100. Todestag Konrad Dudens
...
Problematische Reform 1996
… Die Diskussion um die 1996er-Reform klingt verhalten an – dass wir laut neuestem Duden von 2009 „Orthographie“ nicht mehr mit „ph“ wie zu Dudens Zeiten, sondern mit „f“ (Orthografie) schreiben, akzeptiert mittlerweile rund ein Drittel der Bevölkerung, und die Gewöhnung wird wachsen, sieht der Leiter der Dudenredaktion Werner Scholze-Stubenrecht voraus. Gleichwohl – Konrad Duden wäre „ernüchtert“, so schätzte er ein, wüsste er, wie mit seiner Lehre umgegangen wird…
main-spitze.de 13.9.2011

Toller Erfolg von Schreibdiktatur, Schülergeiselnahme und Zwangsmissionierung durch die Medien! Hatte nicht das politikgefällige Bundesverfassungsgericht zustimmend das Oberverwaltungsgericht Schleswig zitiert:

„Bei der Konkretisierung des gesetzlichen Schulauftrags habe das zuständige Ministerium sinngemäß die Prognose gestellt, daß die Rechtschreibreform die notwendige allgemeine Akzeptanz finden werde. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei diese Prognose nicht zu beanstanden.“

Diese Akzeptanz ist lt. Volksentscheid und allen Umfragen bisher nicht eingetreten.

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Sigmar Salzburg
23.07.2011 18.40
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Goethe – glücklich ohne Hoberg

So reich wie niemals zuvor
23.07.2011 – WIESBADEN
INTERVIEW Professor Rudolf Hoberg blickt auf seine Zeit als GfdS-Vorsitzender zurück

Professor Rudolf Hoberg war zwölf Jahre lang, von 1999 bis Mitte dieses Jahres Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) Wiesbaden. Als Sprachwissenschaftler hat er an der TU Darmstadt und verschiedenen ausländischen Universitäten gelehrt; als GfdS-Vorsitzender Zeiten heftiger Diskussionen um Anglizismen und Rechtschreibreform erlebt. Im Rückblick fasst er seine Erfahrungen zusammen.

Herr Professor Hoberg, in zwölf Jahren als Vorsitzender der GfdS: Was hat der Sprachwissenschaftler in dieser Zeit über Sprache gelernt?

Gelernt habe ich durch meine Arbeit in der GfdS vor allem, aus dem Elfenbeinturm herauszutreten und mich mit den Sprachproblemen der Öffentlichkeit zu befassen. Denn das ist unsere Hauptaufgabe: zu sehen, welche Sprachfragen die Bevölkerung hat, auf rationaler (wissenschaftlicher) Grundlage – aber allgemein verständlich – zu beraten und Kriterien für die Bewertung sprachlicher Entwicklungen an die Hand zu geben.

Was hatten Sie in dieser Zeit als Ihre Hauptaufgabe angesehen?

Mir kam es vor allem darauf an, die Aufgabenbereiche der GfdS zu erweitern. Heute befassen wir uns mit allen für die Öffentlichkeit relevanten Themen: mit Rechtschreibung und Grammatik ebenso wie mit Sprachpolitik – hier suchen wir vor allem die Position der deutschen Sprache im In- und Ausland zu festigen und auszubauen – und mit wichtigen Einzelbereichen wie der Jugend- oder der Rechts- und Verwaltungssprache. Wir haben die Zahl der Zweigvereine erheblich erhöht und viele Zweige im Ausland gegründet; zuletzt habe ich den 100. und den 101. Zweig in London und Breslau eröffnet. Und wir haben einen großen Redaktionsstab zur Rechtssprache im Bundesjustizministerium aufgebaut; einen ähnlichen Redaktionsstab der GfdS im Deutschen Bundestag gibt es schon seit Langem.

Wie ernst nehmen die Deutschen ihre Sprache?

Ein berühmter amerikanischer Sprachwissenschaftler hat schon vor Jahren geschrieben, er kenne niemanden, der sich nicht für Sprache interessiere. Das gilt auch für die Deutschen. Und was jemanden interessiert, das nimmt er auch ernst, häufig allerdings mit wenig Gelassenheit und Humor. Und viele Deutsche neigen dazu, einzelne Sprachprobleme – etwa die Rechtschreibung und ihre Reform oder die Anglizismen – besonders wichtig zu nehmen und sich mit einer meist wenig reflektierten Verbissenheit für oder gegen etwas einzusetzen.

Müssen die Deutschen Angst um den Niedergang ihrer Sprache haben?

Mit dieser Frage befasse ich mich seit Jahrzehnten, hierzu könnte ich viel sagen. Hier nur kurz: Zu allen Zeiten waren Menschen, besonders der ältern Generation, der Meinung, ihre Sprache verfalle, aber das ist völliger Unfug. Sprachen verändern sich im Laufe ihrer Geschichte, und natürlich muss man nicht mit allen Veränderungen einverstanden sein. Manches geht verloren, Neues kommt hinzu. Die heutige deutsche Sprache ist so reich und differenziert, wie sie es niemals zuvor war. Goethe wäre froh gewesen, wenn er unsere Sprache gehabt hätte.

Main-Spitze 23.7.2011

Hoberg hält Rechtschreibung und Sprache für wichtig, möchte aber, daß das Volk das nicht tut, damit es ihn dabei nicht stört.

Reformer

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Sigmar Salzburg
13.06.2008 17.05
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Aus der Pressemitteilung der GfdS v. 13.06.2008:

»Wie denken die Deutschen über ihre Muttersprache und
über Fremdsprachen?«

[...]

In der Wahrnehmung einer großen Mehrheit der Bundesbürger droht die deutsche Sprache mehr und mehr zu verkommen. 65 Prozent teilen diese Einschätzung. Vor allem Ältere sorgen sich über einen Verfall der deutschen Sprache, aber auch von den Jungen sieht dies jeder Zweite so.
Vielfältige Ursachen werden dafür angeführt: Dass heute weniger gelesen und mehr ferngesehen wird, dass der Einfluss anderer Sprachen auf die deutsche Sprache stark zunimmt und ganz allgemein weniger Wert gelegt wird auf eine gute Ausdrucksweise schon im Elternhaus, in der Schule, in den Medien, insbesondere auch bei der Kommunikation via SMS oder E-Mail. Hinzu kommen Verunsicherung durch die Rechtschreibreform sowie mehr und mehr unverständliche Abkürzungen. 42 Prozent der Bevölkerung urteilen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger heute schlechter ausdrücken können als noch vor 20, 30 Jahren. […]
Mit der Rechtschreibreform haben sich nur wenige angefreundet (9 Prozent), die Mehrheit, 55 Prozent, spricht sich auch jetzt noch dagegen aus. Vielen ist die Rechtschreibreform letztlich ‚egal' (31 Prozent).

Spiegelt sich im allgemeinen Lamento über einen ‚Verfall der Sprachkultur' lediglich eine Verklärung der ‚guten alten Zeit'? Die Rechtschreibkenntnisse der Bevölkerung jedenfalls haben sich in den letzten 20 Jahren nicht verschlechtert, aber auch – trotz Explosion der höheren Bildungsabschlüsse in diesem Zeitraum – nicht verbessert. Wörter wie ‚Lebensstandard' oder ‚Rhythmus' konnte damals wie heute nur jeder Zweite bzw. knapp jeder Dritte korrekt schreiben. Und auch Jüngere, unter 30-Jährige, schneiden bei diesem Test nicht schlechter ab als Altersgleiche vor gut 20 Jahren. Zwar reicht dieser kleine Rechtschreibtest nicht aus, das allgemeine Gefühl eines Verfalls der Sprachkultur in Deutschland zu widerlegen, weckt allerdings Zweifel an Pauschalurteilen.

[Fett nicht im Original]

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Sigmar Salzburg
26.04.2007 07.27
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Darf das Kind «Sinola» oder «Dresden» heißen?
Von Wolfgang Harms, dpa | 25.04.2007, 14:48

Wiesbaden. «Alpha-Charlotte? Und Sie wollen den Namen ändern lassen?» Gerhard Müller hält mit der Linken das schnurlose Telefon ans Ohr, mit der Rechten fischt er einen Band aus dem Schleiflackregal, in dem sich die Bücher bis zur Decke türmen.

[…]
Gerhard Müller leitet den Beratungsdienst der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden. Montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sitzen er oder sein Kollege Lutz Kuntzsch am Telefon und helfen, wenn Deutsche mit dem Deutschen ringen: Sie lösen Zweifelsfälle der Grammatik und lotsen durch die Tiefen der neuen Rechtschreibung, sie erklären die Herkunft von Wörtern und schlichten Streitigkeiten zwischen Standesbeamten und Eltern, die bei der Namenswahl immer fantasievoller werden.
[…]
Auch die Afrika-Abteilung besteht vorwiegend aus Lücken, hat doch ein Land wie Nigeria allein schon um die 30 Sprachen.
[…]
Um Vornamen geht es bei jeder dritten Anfrage. Sie sind das häufigste Thema der mehrere tausend Anrufe, Briefe, Faxe und Mails, die pro Jahr bei der GfdS eingehen. Es folgen Rechtschreibung, Wortkunde und Grammatik. Die Orthografie-Reform hat daran wenig geändert, bisweilen sogar neue Unsicherheit geschaffen: Die nächste Anruferin ist die Mutter einer ostdeutschen Schülerin, der die Lehrerin das große «A» bei «gestern Abend» rot angestrichen hat.

«Das ist ein Ding», entfährt es Müller. «Wenn ein Hauptwort wie «Mittag» oder «Abend» alleine steht, wird es groß geschrieben. Da müssen Sie bei der Schule nachfragen.» Einen praktischen Rat hat er auch parat: «Machen Sie´s so, dass die Lehrerin nicht sauer wird auf Ihre Tochter.»

[…]
Kein Problem für einen gelernten Sprachwissenschaftler ist auch die Anfrage eines Bundestagsabgeordneten, ob man «ressortübergreifend» oder «Ressort übergreifend» schreibt ( «ressortübergreifend», da es eine feste, nicht auflösbare Fügung ist).

Das Bundeskriminalamt lässt sich «Provenienz» buchstabieren, ein Jurist mit frischem Staatsexamen will wissen, ob er sich beim «Präsident» oder beim «Präsidenten» des Oberlandesgerichts bewerben soll (Müller plädiert für den «Präsidenten» ).

Manche Fragen bringen aber selbst einen Doktor der Germanistik ins Grübeln. Schreibt man «10x» oder – analog zu «10-mal» – besser «10- x», will eine Lektorin aus Kiel wissen. «Da bin ich selbst im Zweifel», sagt Müller und zieht die Stirn in Falten.

Seine Bücher geben keine Antwort. «Grundsätzlich schreibt man jetzt mit Bindestrich. Aber «x» ist ja kein Wort, nur ein Zeichen.» Müller schüttelt den Kopf, greift einen Zettel, wirft eine Notiz hin: «Ich schreibe doch nicht «10-x». Ich schreibe doch «10x». Aber warum?» Der Sprachwissenschaftler muss passen: «Eine Sonderschreibung.»

[…]
«Zwei Drittel bis drei Viertel der Anrufer sind verunsichert und brauchen Hilfe», schätzt Kuntzsch. Dabei bereiten Groß- und Klein- sowie Zusammen- und Getrenntschreibung den Deutschen die meisten Probleme – nicht erst seit der Rechtschreibreform, die sich nur kurzfristig in der GfdS- Statistik niedergeschlagen hat.
[…]
Müller schätzt, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache und Duden im Jahr zusammen auf rund 44.000 Anfragen kommen: «Und darunter sind noch viele Stammkunden, die mehrmals pro Woche anrufen. Bei 80 Millionen Einwohnern ist das nicht viel.»

http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=186093&_wo=News:Vermischtes

(Stark gekürzt)

Vor Jahren hatte ich Besuch von einem Nigerianer mit Namen „Alpha“. „Ein afrikanischer Name?“ „Nein, mein Vater hat uns Kinder nach dem griechischen Alphabet benannt. Ich war das erste.“

Die GdfS ist durch massive, parteiische Schützenhilfe für die allgemein-unnütze „Rechtschreibreform“ aufgefallen.

Zu „gestern Abend usw. (ebenso: neulich Abend)“ schreibt Theodor Ickler: Die Großschreibung ist sogar nach den Kriterien der Reformer grammatisch falsch, da an dieser Position kein Substantiv stehen kann.

Theodor Ickler teilte am 7.10.05 auf der Internetseite der Forschungsgemeinschaft Deutsche Sprache mit:

Die Stelle bei Gallmann lautet:
„Ein weiteres problematisches Beispiel bildet die Wortform 'abend' (klein geschrieben!), beispielsweise in
'heute abend'
Es handelt sich nicht um eine reguläre Flexionsform von 'Abend', da sie keinen Kasus aufweist; nominale Lexeme haben sonst nur kasusbestimmte Flexionsformen. Duden IV betrachtet das Wort als Adverb. Ist es gleichwohl zum Lexem 'Abend' zu stellen?“
(Augst/Schaeder (Hg.): Rechtschreibwörterbücher in der Diskussion. Frankfurt 1991, S. 270)
Auch in der amtlichen Neuregelung wird die Kasusbestimmtheit als eines der drei Erfordernisse für Substantivität genannt.
[…]

Nach der Schlichtdefinition des Herrn Müller müßte man auch „er kam Abends an“ verlangen.

Mißschreibungen wie „Ressort übergreifend“ u.ä. haben sich erst durch die Spaltschreibungsvorschrift der „Rechtschreibreform“ wie ein Krebsgeschwür in der deutschen Rechtschreibung ausgebreitet.

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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
15.12.2006 17.47
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Fänmeile und Rechtschreibfriede

>>Gesellschaft für deutsche Sprache
„Fanmeile“ ist Wort des Jahres 2006
Von Rainer Schulze

15. Dezember 2006 – Freude am Hang des Taunus. Weil die Nachrichtenagentur AP besonders schnell sein wollte, kabelte sie um 10.09 Uhr: „Wiesbaden ist das Wort des Jahres.“ In der Eile hatte der Agenturjournalist versäumt, den Platzhalter hinter der Ortsmarke auszufüllen, und so avancierte Wiesbaden für wenige Minuten zur „verbalen Leitfossilie“ des Jahres. So umschreibt die Gesellschaft für deutsche Sprache mit Sitz in Wiesbaden, was ein Wort leisten muß, damit es zum König im Jahreswortschatz aufsteigt. Dann kam die Korrektur. Um 10.13 Uhr wußten die Nachrichtenredaktionen dieses Landes: „Fanmeile“ hat es geschafft, den Wortolymp zu erklimmen.

Bei der Auswahl der Wörter des Jahres geht es nicht um Häufigkeit. Es ist egal, wie viele „Fanmeilen“ in der sommerlichen Wirduseligkeit in Deutschland eingerichtet wurden. Ob es in Wiesbaden eine „Fanmeile“ gab? Man weiß es nicht. Streng genommen gab es ja nur eine: Vor dem Brandenburger Tor säumten Hunderttausende die mit Videoleinwänden gepflasterte gefühlte Meile, den Straßenabschnitt, in dem der Fan seiner Bestimmung nachgehen konnte und nach Herzenslust Fan sein durfte.

„Karikaturenstreit“ auf Rang drei

Nein, zum Wort des Jahres kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache „Ausdrücke, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen“. So teilt sie es auf ihrer Heimatseite mit und führt an, welche Wörter auf den Plätzen folgen. Die „Generation Praktikum“ hat als Zweiter mal wieder leidvoll erfahren, wie schwierig es ist, den Platz an der Sonne zu erklimmen. Den dritten Rang belegt der „Karikaturenstreit“, der für Aufregung und eine hitzige Debatte um Meinungsfreiheit und religiöse Gefühle gesorgt hatte.

Ob der „Rechtschreibfrieden“ (4.), mit dem der Zustand nach der Reform der Rechtschreibreform, also das Streben nach Einheitlichkeit in der deutschen Orthographie bezeichnet wird, tatsächlich einziehen wird? „Prekariat“, die soziologische Variante zur von Kurt Beck persönlich angestoßenen Debatte um die „Unterschicht“, schafft es auf Platz 5. Ein klarer Fall von Euphemismus – einmal prekarisiert, lebt es sich ganz ungeniert! „Problembär“ Bruno trottet noch ein letztes Mal gemütlich zu Platz 7. Und wie sehr die Weltmeisterschaft uns auch lexikalisch bewegt hat, führen die „Klinsmänner“ (9.) und der Lieblingskalauer der Bild „schwarz-rot-geil!“ (10.) vor Augen.

„Bezahlstudium“ an sechster Stelle

Bleibt zu hoffen, daß der Hinweis der Gesellschaft für deutsche Sprache, mit ihrer Auswahl sei keine Empfehlung verbunden, auch beherzigt wird. Denn manche schlafenden Hunde sollte man besser nicht wecken. Beispiel? „Bezahlstudium“ heißt die in einigen Bundesländern verordnete Bildung gegen Euro, die es auf der Rangliste zu Position 6 schaffte.

Wir hätten da noch einen Vorschlag für den Agenturjournalisten von AP: Falls es Wiesbaden, wenn es beim nächsten Mal wieder sehr schnell gehen muß, nicht noch einmal vorläufig zum Wort des Jahres schaffen sollte, wie wäre es dann mit einem besonders hübschen Bundesland? Uns wurde erzählt, daß die Gegend rund um Stuttgart einen Besucher aus Afrika derart beeindruckte, daß er, in die Heimat zurückgekehrt, sein Kind auf den Namen „Baden-Württemberg“ taufte.

Die Wörter des Jahres wählte die Jury in folgender Reihenfolge:
1. Fanmeile
2. Generation Praktikum
3. Karikaturenstreit
4. Rechtschreibfrieden
5. Prekariat
6. Bezahlstudium
7. Problembär
8. Poloniumspuren
9. Klinsmänner
10. schwarz-rot-geil! <<

Quelle: faz.net

___________

Man beachte: Die G„f“dS hat es 1997 abgelehnt, das von den Deutschen dafür am häufigsten genannte Wort „Rechtschreibreform“ zum „Unwort des Jahres zu wählen“; aber sie hatte dieses (damals noch vergleichsweise seltene) Wort vorauseilend 1996 zum „Wort des Jahres“ auf Platz 6 gewählt. In selber Willkür-Tradition mutet sie uns jetzt das (recht selten genannte – 940 Gugel) Wort „Rechtschreibfrieden“ auf Platz 4 zu, womit sie natürlich einen Unterwerfungsfrieden meint. – Neue Sprachgesellschaften braucht das Land.
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Detlef Lindenthal

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Theodor Ickler
09.12.2004 16.02
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GfdS: Geschäftsführung und Betriebsklima

In dem genannte Buch schreibt Silke Wiechers noch:

„In der jüngsten Vergangenheit wird auf (...) den Austausch zwischen Leitung, Mitgliedern und Mitarbeitern zunehmend verzichtet. So wurde das Ausscheiden eines wissenschaftlichen Mitarbeiters nach über dreißig Jahren Amtszeit im Sprachdienst lapidar mit einer nichtssagenden Mitteilung quittiert. Nach dem Tod eines nicht lange zuvor nach fünfunddreißig Jahren Dienst ausgeschiedenen Mitarbeiters, zeitweise Geschäftsführers, wurde im Sprachdienst lediglich der Text der von der GfdS aufgegebenen Zeitungstraueranzeige wiederholt, ein Nachruf hingegen nicht gebracht.“ (S. 244f.)

Bei den Genannten handelte es sich um Helmut Walther und Uwe Förster; beide hatten es durch ihr mutiges Auftreten bei jener Mitgliederversammlung mit der Geschäftsführerin Eichhoff-Cyrus verdorben.

Während die wirklich verdienten Leute still abserviert wurden, entwickelte sich der „Sprachdienst“ zu einer Plattform für die Selbstdarstellung der Geschäftsführerin, die nach Möglichkeit in jeder Ausgabe abgelichtet war.


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Th. Ickler

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Theodor Ickler
01.12.2004 15.55
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GfdS

„Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, hat sich Herr Prof. Pflug in Sachen Rechtschreibreform bei seiner Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht schlicht wahrheitswidrig verhalten, wenn er dabei erklärt hat, die GfdS habe in ihrer Sprachberatung mit den neuen Regeln nur gute Erfahrungen gemacht. Das Gegenteil war nämlich der Fall. Denn es hat auf der Mitgliederversammlung der GfdS 1998 gerade deswegen heftige Auseinandersetzungen gegeben. Die Sprachberater erklärten auf dieser Versammlung in öffentlicher Sitzung, sie seien bisher von niemandem aus dem Vorstand oder der Geschäftsführung nach ihren Erfahrungen mit den neuen Regeln befragt worden; tatsächlich seien sie aber gerade auf Grund ihrer Erfahrungen in der Sprachberatung von anfänglichen Befürwortern der Reform zu Kritikern geworden. Eine positive Stellungnahme der GfdS entbehre also jeder Grundlage. Vorstand und Geschäftsführung reagierten auf diese Erklärung äußerst gereizt und beschimpften die Sprachberater in aller Öffentlichkeit wegen dieser politisch offenbar unerwünschten Äußerungen. Unter der Hand konnte man später erfahren, dass die Sprachberater danach in dieser Frage ein regelrechtes Redeverbot erhielten. Damals habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich nicht wie andere die GfdS verlassen soll.“
(Horst Dieter Schlosser in einem Brief an Silke Wiechers vom 10.6.2003, abgedruckt in dies.: Die Gesellschaft für deutsche Sprache. Frankfurt 2004, S. 327)

Silke Wiechers, die selbst zeitweise Mitarbeiterin der GfdS war, bemerkt abschließend:

„Mit dem Wissen um ein derart autoritäres und antidemokratisches Vorgehen, bei dem die Erfahrungen der Sprachberatung im eigenen Haus bewußt nicht einbezogen wurden, kann der GfdS unter dieser Leitung Glaubwürdigkeit und Kompetenz zum Thema 'Rechtschreibreform' kaum noch zugebiligt werden.“ (ebd.)


Diese Darstellung bestätigt voll und ganz, was ich selbst über die denkwürdige Mitgliederversammlung berichtet habe („Regelungsgewalt“ – von Wiechers zitiert). Herr Schlosser saß damals neben mir und hat die Dinge ebenso erlebt wie ich.
__________________
Th. Ickler

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