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Unsere Politiker und die RSR
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Sigmar Salzburg
20.05.2012 09.25
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Schreibliche Differenzen im Parteigezwitscher

6 Mai
Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner
Es sieht so aus, daß es eine Mehrheit für die Schleswig-Holstein-Ampel aus SPD, Grünen und SSW gibt.

Ralf Stegner ‏@Ralf_Stegner
Wahlbeteiligung in SH bisher schwach. Wer den Wechsel will,muß jetzt wählen gehen! Am besten beide Stimmen für die SPD! PolitikwechselSH2012

Sigmar Gabriel ‏@sigmargabriel
#ltwsh Bisher nur 17,7 % Wahlbeteiligung. Nichtwähler wählen CDU/FDP! Wer Kitas, GTSchulen und Energiewende will, muss SPD/Albig wählen!

Retweetet von Ralf Stegner

NB: Eine staatlich organisierte Ganztagsschule wäre für mich als vielseitig selbstlernendem Jungen tödlich gewesen.

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Sigmar Salzburg
13.04.2012 05.42
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Neu gezwitschert

Ralf Stegner, Spitzenkandidat der SPD, schreibt immer noch traditionell, wie ein „daß“ am 30. März zeigt. Sein notorischer „Musiktip“ allerdings hat seit dem 15. März regelmäßig ein „p“ zuviel.

http://twitter.com/#!/Ralf_Stegner

Siehe auch hier!

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Sigmar Salzburg
21.02.2012 06.02
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Erste wilde Ehe in Schloß Bellevue

First Lady im Schloss Bellevue? Mit dieser Herausforderung hatte Daniela Schadt wohl nicht gerechnet. Seit zwölf Jahren ist sie die Lebensgefährtin von Joachim Gauck. Mit dessen bevorstehender Wahl zum Bundespräsidenten rückt die zurückhaltende, kluge Frau plötzlich ins Rampenlicht der deutschen Öffentlichkeit.

nachrichten.t-online.de 20.1.2012

Wie man der Biographie im NuernbergWiki.de entnehmen kann, war Daniela Schadt schon immer eine Gegnerin der Rechtschreibreform.

(Nach Mitteilung von Manfred Riebe ist die von ihm verfaßte Biographie inzwischen weltweit übernommen worden – auch von Wikipedia unter bewußter Löschung aller Verweise auf das reformfreie Nürnberg-Wiki – siehe Versionsgeschichte.)

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Sigmar Salzburg
12.10.2011 08.44
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Stegner

Auf Twitter schreibt Ralf Stegner traditionell:

Ralf Stegner
Willy Brandt kämpfte mit Mut und Ausdauer für die Aussöhnung mit dem Osten,für Frieden und Entspannungspolitik im kalten Krieg! 7 Okt

Ralf Stegner
Und daß das friedlich blieb, dafür sorgte Gorbatschow nicht Kohl. 7 Okt

Auf seiner Homepage läßt Stegner (natürlich) reformiert schreiben.
Wir sehen eins der bekannten Potemkinschen Dörfer der Neuschreib-Akzeptanz.

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Sigmar Salzburg
18.08.2011 08.56
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Nun Anpasser de Jager?

Gerade „twitterte“ Ralf Stegner:

Nun ist aber erst in 9Monaten Wahl und deshalb muß sachlich und hart weitergearbeitet werden.Dennoch:realistisches Leistungsbild+Ansporn!
---
Schöne Umfrage zur Lage in SH:Wäre heute Wahl,sähe es im Landtag so aus: SPD 32 CDU 30 Grüne 19 und SSW 4%.Linke und FDP nicht im Landtag.

Der Nachfolger des „Minderjährigen”-Verführers v. Boetticher soll Jost de Jager werden, früher in Uni-Kreisen als Dünnbrettbohrer bekannt, der zunächst mit der CDU 1998 die Bürgerinitiative gegen die Rechtschreibreform unterstützte, dann 1999 für die gewendete CDU das Komplott gegen den Volksentscheid begründete und 2004 dem neuen niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff die Unterstützung versagte, als der die Reform doch noch kippen wollte.

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Sigmar Salzburg
18.05.2011 07.41
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Ulla Jelpke

Ulla Jelpke, früher Grün-Alternative, heute Linke, hält sich als MdB brav an das von SPD-Thierse verhängte ss-Neuschreibgebot für Bundesbehörden. Zugleich führt sie aber ihre traditionell gedruckten Texte aus der „jungen Welt“ und „Ossietzky“ vor – die deutsche Spaltung der Orthographie. Wie schreibt sie wirklich, das war hier schon mal die Frage. Muß sie in ihrer Antwort auf Abgeordnetenwatch auch die Thierse-ss beachten? – Neben dem deutschen Doppelschreib wird zugleich auch linkes Doublethink deutlich:

Sehr geehrte Frau Jelpke, … Erkennen Sie das Existenzrecht Israels an? …

Antwort von Ulla Jelpke
19.01.2009

Sehr geehrter Herr ….
… Ich lehne den zionistischen Staat … ab. … Dies bedeutet keineswegs, dass ich das Recht der jüdischen bzw. hebräisch-sprechenden Bevölkerung Israels bestreite, dort zu leben… Wenn heute die Mehrheit der Palästinenser eine Zwei-Staaten-Lösung akzeptiert und Israel durch den Abbau der Siedlungen und Checkpoints auf der Westbank, den Abriss der Trennmauer, der Anerkennung der Grenzen von 1967 … die notwendigen Voraussetzungen für eine solche Zweistaatenlösung schafft, würde ich dies als einen Schritt vorwärts begrüßen…. Für eine dauerhafte Lösung entscheidend ist in meinen Augen die Herstellung völliger rechtlicher Gleichstellung aller heute in Israel/Palästina lebender Menschen …. Dabei gilt es auch das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge zu wahren….
Mit freundlichen Grüßen,
Ulla Jelpke

Wer dagegen einer deutschen Flüchtlingsfamilie entstammt und – im Gegensatz zu den Palästinensern gewaltfrei – ähnliches einfordert, wird unter „Nazi“ eingeordnet. Nach Darstellung in der „Jungen Freiheit“:

Jelpke beklagte weiter, daß „Antifa-Gruppen“ im Verfassungsschutzbericht auftauchten, wogegen rechtsextreme Organisationen aus der „Mitte der Gesellschaft“ nicht beobachtet würden. Besonders deutlich werde der Einfluß von „Naziorganisationen“ am Beispiel des „Bund der Vertriebenen“ (BdV). Dieser, warnte die 59jährige, strebe bis heute danach, die Grenzen des „Dritten Reichs“ wiederherzustellen. So habe der BDV nach der Wiedervereinigung auch die Oder-Neiße-Grenze nicht anerkannt. …

jF 17.5.2011

Muß ein Vertriebenenverein ethnische Säuberungen, Enteignungen und Grenzziehungen „anerkennen“?

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Sigmar Salzburg
29.04.2011 07.49
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Kaiser Wilhelm II

„Auf den Kaiser lasse ich nichts kommen“, pflegte meine Großmutter zu sagen, wenn ihr Sohn, mein Onkel, zu sehr über ihn herzog. Seit wenigen Tagen steht bei „Spiegel online“ ein Artikel des Historikers Frank-Lothar Kroll, der ihre Meinung durchaus bestätigen könnte – wenn man von seinem letzten verhängnisvollen Fehler absieht. Darin wird auch hervorgehoben, daß Wilhelm sinnvolle Bildungsreformen eingeführt und unter anderem die Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, heute Max-Planck-Gesellschaft, angeregt habe.

Nicht erwähnt wird natürlich: Kaiser Wilhelm und die Reichskanzlei weigerten sich zehn Jahre lang, die von den Bildungsbürokraten ausgebrütete Einheitsschreibung von 1901 zu übernehmen – was vom Reformer Nerius vor dem Schweriner Parlamentsausschuß 1999 als Beweis für die Aussichtslosigkeit jeden Widerstandes gegen die laufende „Reform“ angeführt wurde. Unsere gerade ans Ruder gekommenen „mehr-Demokratie“-Politiker Schröder, Schily und Thierse hatten dagegen nichts Eiligeres zu tun, als die Rechtschreibreform gegen den bereits in Schleswig-Holstein amtlich festgestellten Volkswillen in allen Bundesämtern durchzusetzen.

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Sigmar Salzburg
23.04.2011 06.53
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Scheiss, Stuß und Resthirn

Anläßlich des Sarrazin-Tribunals hat die Berliner Morgenpost die “Twitter”-Adressen und Botschaften einiger SPD-Leute veröffentlicht.

morgenpost.de 22.4.2011

Dabei wird offenbar, daß auch in der penetranten Schreibreform-Partei SPD führende Vertreter noch die traditionelle Kulturrechtschreibung verwenden – zum Beispiel Ralf Stegner, Landesvorsitzender der SPD-SH:

http://twitter.com/#!/Ralf_Stegner

Ralf_Stegner Ralf Stegner
@
@manomama auch wenn Schiedsspruch akzeptiert werden muß, inakzeptabel bleibt intoleranter Stuß,mit dem er Kohle macht- nix mit SPD zu tun!

Abschied vom Filius in Bukarest und Rückflug.Bei 25 Grad in Paris zwischengelandet. Anschlußflug nach Hamburg nach langem Fußmarsch am CDG.

Guten Morgen aus Sibiu/Rumänien.Von hier wieder nach Bukarest und dann via Paris nach Hamburg. Musiktip:Ten Years After „Goin' home“.

Guten Morgen aus Bukarest.Heute bißchen Sightseeing und dann nach Potlogi in Fabians Dorf. Musiktip::Jeanette „Porque te vas“. Guten Tag!

Die Freiwilligen, die da für Integration arbeiten, tun wirklich was.SPD darf nicht dulden,daß unsere Partei für Intoleranz mißbraucht wird!

Im übrigen war der Atomkonsens von rotgrün ein Vertrag, dessen Aufkündigung aber Lobbydruck auf Regierung.

Dagegen versucht sich der weibliche Gegenpart in Reformdeutsch:

http://twitter.com/#!/manomama

manomama Sina Trinkwalder
@
@UlrichCommercon Ich verstehe das such nicht. ich glaube, ihr hattet Angst, ein Bisschen Basis zu verprellen :(

jetzt shooten wir mal die @EinAugenschmaus ;))

Guten morgen. erstmal #Kaffee.

Wasn Vormittag. Erst working heart [!], dann Sonnesitzen mit @LuWu16 (Überraschungsbesuch). Und ich wurde vermisst. #hach

@entropie42 Natürlich, aber vielleicht auch nicht. Ich wiess es nicht.

@julefatima Der Fotograph kann nur den richtigen Moment einfangen, den das Model ihm gibt! ;-) @wortwirrwarr

...und wir gratulieren heute dem des Nächstens fleissigen dm-drogerie markt Deutschland zur tollen neuen Homepage – habt ihr super gemacht!

@hevosia Auf meine Vernunft, die sagt: „Mach keinen Scheiss, lass das Auto stehen. Draußen hats noch 8 Grad und ein Mosaico ist im Glas!“ ;)

Schiri gibt Tor wegen „Dummheit“. Die armen Kleinen prüfeln sich anschliessend das Resthirn raus. Am Spielfeldrand luftboxende Väter. #hell

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Sigmar Salzburg
22.02.2011 10.58
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Milde ausgedrückt: Unnötiger Gestaltungsehrgeiz

Sprecht endlich wieder Deutsch!
Montag 31.01.2011, 00:00 • von Norbert Lammert

Die Muttersprache ist der Nährboden des präzisen Denkens. Die Förderung von Mehrsprachigkeit ist sinnlos ohne die Pflege der eigenen Sprache
Wir haben in der Wissenschaft seit vielen Jahren mit einer kontinuierlichen Statusminderung der deutschen Sprache zu tun. Dafür ist in einem erheblichen Umfang das aktive wie das passive Verhalten der Eliten unseres Landes verantwortlich. … Dass sich selbst für die Evaluierung germanistischer Forschungsprojekte zunehmend Englisch als scheinbar naheliegendes Verständigungsmittel durchsetzt, gehört zu den beinahe skurrilen Ausprägungen dieses allgemeinen Trends.

Politik ist für Sprache nicht zuständig, wohl aber mitverantwortlich. Und spätestens nach der Leidensgeschichte der Rechtschreibreform ist hoffentlich die Einsicht gewachsen, dass man Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten besser nicht verwechseln sollte. Am Ende hatte die Politik eine Reihe von Problemen zu lösen, die sie gar nicht gehabt hätte, wenn sie nicht den unnötigen Gestaltungsehrgeiz in einer Frage entwickelt hätte, in der sie nicht zuständig ist.
[…]
Wenn es also richtig ist, dass Politik nicht für Sprache zuständig ist, aber eine erhebliche Mitverantwortung dafür hat, ob und in welche Richtung sich eine Sprache entwickeln kann, dann muss sie diese auch kenntlich machen. Mindestens dazu könnte eine solche Klarstellung im Grundgesetz beitragen.

Norbert Lammert Bundestagspräsident…
focus.de 31.1.2011

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Sigmar Salzburg
16.02.2011 07.59
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Piratenpartei

Markdorf

Zwei Fragen an Stephan Hestermann

Hat uns George Orwells Überwachungsstaat aus „1984“ bereits eingeholt?


Noch können wir uns wehren, Bespitzelung mit Aussicht auf Erfolg bekämpfen. Orwells Welt will ich keinem Menschen zumuten.Dazu müssen diese Menschen aber diejenigen wählen, die diesen Kampf ausfechten.

Warum ist Ihnen so sehr an der alten deutschen Rechtschreibung gelegen?

Die neue Rechtschreibung strotzt vor Unlogik, und ich büffele doch nicht jahrelang korrekte Orthografie, um mir vorschreiben zu lassen, ich müsste jetzt Katastrophe mit „f“ schreiben. Irgendwann kommt ein Sprachwissenschaftler auf die Idee, Physik mit „F“ und am besten auch mit „ü“ zu schreiben. Da dreht sich mein flug- und segelgehärteter Magen.

suedkurier.de 16.2.2011

Benutzerseite von Stephan Hestermann:

Über mich
Vor über 30 Jahren habe ich einmal feierlich geschworen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Ich hätte damals nie für möglich gehalten, daß ich eines Tages erkennen würde, daß ich dieses irgendwann auch nach innen tun muß. Doch die politische Entwicklung mit dem galoppierenden Abbau bürgerlicher Rechte und Freiheiten, gepaart mit einer zunehmenden Korrumpierung der politischen „Eliten“ führte mich zwangsläufig zu den Piraten. …

https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:ScumPH

… und noch etwas Vorbildliches aus
see-online.info“,
der Onlinezeitung für den Bodensee:


Bodenseekreis (wak) Im Wahlkreis Bodensee tritt Stephan Hestermann als Direktkandidat für die Piratenpartei an.
...

Die Fragen stellte Waltraud Kässer. Auf Wunsch des Kandidaten haben wir in seinen Antworten die alte Rechtschreibung beibehalten. Er mag die neuen Schreibweisen nicht.

see-online.info 24.8.2010

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Detlef Lindenthal
12.10.2010 19.45
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Re: Ein Unwichtigtuer (SPD)

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
... Dr. Werner Jurga:
„daß“ oder „dass“ oder auch nur “das” oder wie oder was?
Die Angelegenheit ist so kompliziert eigentlich nicht:
“daß” ist weg, und “das” wird nur dann mit Doppel-s geschrieben, wenn es wirklich nicht durch “was”, “dieses” oder “jenes” zu ersetzen ist.

Die Mutter lobt das Kind, das/dass/daß artig war.
Die Mutter lobt das Kind, was artig war.
– NEIN
Die Mutter lobt das Kind, dieses artig war. – NEIN
Die Mutter lobt das Kind, jenes artig war. – NEIN
ALSO:
Die Mutter lobt das Kind, dasss artig war.


Lieber Herr Salzburg,

Jetzt geht mir ein Kronleuchter auf, wo die ganzen vielen „dassss“ herkommen.
Eine grausige sss-Dikatatur!
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
09.10.2010 06.58
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Ein Unwichtigtuer (SPD)

Freitag, Oktober 8th, 2010 | Posted by Dr. Werner Jurga

„daß“ oder „dass“ oder auch nur “das” oder wie oder was?

Die Angelegenheit ist so kompliziert eigentlich nicht:
“daß” ist weg, und “das” wird nur dann mit Doppel-s geschrieben, wenn es wirklich nicht durch “was”, “dieses” oder “jenes” zu ersetzen ist.

Weil die Rechtschreibreform – abgesehen von Deutschlehrern, Lektoren u.a. – kaum jemand richtig erfasst hat, gilt das das-dass-”Problem” gleichsam als Symbol für die ganze ungeliebte Angelegenheit. Nun gilt es in ganz verschiedenen Kreisen als chic, nach wie vor “daß” zu schreiben und damit den Eindruck zu erwecken, man texte in “nicht-reformierter Rechtschreibung”, die man – wie könnte es anders sein – selbstverständlich beherrsche. Nur mit der neuen käme man halt nicht mehr so mit.

Keine schlechte Idee. Nur: an den Dissidenten werden schärfere Anforderungen gestellt. Zumindest die das-dass-Geschichte sollte dann fehlerfrei über die Bühne gehen. Im Falle gehobener Ansprüche wäre es jedoch darüber hinaus empfehlenswert, zumindest andeuten zu können, weitergehende Vorstellungen von den Unterschieden zwischen alter und neuer Rechtschreibung zu haben.

Vor einigen Jahren hatte die „Zeit“ führende deutsche Schriftsteller, die heftig gegen die Rechtschreibreform protestiert hatten, zum Diktat in ihre Redaktion eingeladen. Zum Diktat freilich – fair geht vor – in “nicht-reformierter Rechtschreibung”. Verständlich, dass sich die illustre Schar der Preisträger nicht wie die Schulbuben vorführen lassen wollte. Nicht einer der renommierten Retter der deutschen Orthographie ist zur Klassenarbeit angetreten.

Um nicht missverstanden zu werden: ich will keineswegs andeuten, die neue Rechtschreibung zu beherrschen. Insbesondere bei der Groß- und Kleinschreibung sowie bei der Getrennt- und Zusammenschreibung stolpere ich regelmäßig über meine Unsicherheit. Die alten Regeln, die ich in der Schule gelernt hatte, stellen inzwischen entwertetes Wissen dar, und klar: selbstredend ist die Entwertung mühsam angeeigneter Qualifikation immer eine Ärgernis.

Auch will ich keine Lanze dafür brechen, dass die Orthographie von offiziellen Stellen verordnet wird. Was die Kurrikula für den Unterricht betrifft, dürfte der deutsche Sprachraum diesbezüglich jedoch keine Besonderheit darstellen. Aber die Verve und die Dauer, mit der dieser Killefitt diskutiert wurde, stellen schon Besonderheiten dar. Allmählich, nach Reform, Rücknahme der Reform, Reform der Reform, also nachdem auch in der letzten Ecke der Welt der vierte Lehrbuchsatz der Unterrichtsreihe „Deutsch für Ausländer“ angeschafft worden ist, scheint der Kulturkampf etwas einzuschlafen.

Selbst die von mir geschätzte Online-Zeitschrift „Das Blättchen“ kapituliert jetzt vor der Aufgabe, sämtliche neuen Text in “nicht-reformierte Rechtschreibung” zu transformieren. Armes Deutschland!

xtranews.de 8.10.2010

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Sigmar Salzburg
30.09.2010 16.11
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Interview mit Vera Lengsfeld

FOCUS Online: Welche Wunden hat der Verrat durch den eigenen Ehemann geschlagen? … Haben Sie denn Kontakt zu Knud Wollenberger?

Lengsfeld: Das wäre zuviel gesagt. Knud ist heute sehr krank. …

FOCUS Online: Gut 20 Jahre nach dem Fall der Mauer wird um das Bild der DDR heftig gestritten. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering – ein „Wessi“ an der Spitze eines ostdeutschen Bundeslandes – sagte, die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen. Hat er Recht?

Lengsfeld: Nein. Die DDR war eine Diktatur. Sie hat sich selbst so bezeichnet….

FOCUS Online: Der große Störenfried in diesem Jahr hieß Thilo Sarrazin. Was verrät uns die Debatte um seine Person über den Geisteszustand der Republik im Jahre 2010?

Lengsfeld: Die Debatte hat gezeigt, wie groß die Kluft zwischen Politik und den meisten Medien und den Bürgern ist. Früher gab es die Einheitspartei. Heute soll anscheinend eine Einheitsmeinung hergestellt werden. Das wird nicht klappen. Eine ähnliche Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung kenne ich nur aus der DDR der 80er-Jahre. Das Ergebnis ist bekannt.

focus.de 30.9.2010

Frau Lengsfeld hatte am 21.11.2004 zusammen mit 45 Abgeordneten im Bundestag eine fraktionsübergreifende Initiative zur Rücknahme der „Rechtschreibreform“ eingebracht. Die Namen der ersten vier waren Hans-Joachim Otto (FDP), Jelena Hoffmann (SPD), Vera Lengsfeld (CDU/CSU) und Josef Winkler (Bündnis 90/ Die Grünen). Hofmann und Winkler wurden von ihren Parteien genötigt, ihre Unterschrift wieder zurückzuziehen – schließlich ist ein Abgeordneter, abweichend vom Grundgesetz, nicht nur seinem Gewissen verantwortlich, sondern vor allem seiner Partei.

Die Debatte am 2.12.2004 unterminierte dann für die SPD als oberster Zwischenrufer Jörg Tauss – inzwischen verurteilt wegen Besitz und Austausch von Kinderpornographie.

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Sigmar Salzburg
19.09.2010 08.49
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Heyse Grütze

Mythen

Kleines Hirn, großer Irrtum

Von Charlotte Klein

Manches gilt als unumstößlich, bis jemand das Gegenteil beweist. Vom ach so gesunden Spinat bis zur Erdscheibe – menschliches Wissen war und ist von Irrtümern durchsetzt. …

Weil ein Schweizer Physiologe beim Bestimmen des Eisengehalts von Spinat irreführende Angaben gemacht hatte, wurde Generationen von Kindern die nicht unbedingt wohlschmeckende grüne Grütze eingeflößt, …

Je schlüssiger eine Theorie auf den ersten Blick und je zeitgeistiger und blumiger die zugehörige Erklärung, desto eher setzt sie sich durch …

spiegel.de 31.8.2010

In dieser Sammlung von echten, kolportierten oder protegierten Wissens- oder Wissenschaftsirrtümern fehlt einer: Die Mär vom leichteren Schreibenlernen durch die „Rechtschreibreform“.

„Ohne unbescheiden sein zu wollen, glauben wir, dass eine Reform der deutschen Rechtschreibung noch nie so gründlich bis ins letzte Detail vorbereitet worden ist.“
(Die Reformer G. Augst u. G. Stickel 1995 an die Ministerpräsidenten der deutschen Länder.)

Deshalb wird jetzt nicht nur Generationen von Kindern (und Erwachsenen) die „gräuliche“ ss-Grütze eingeflößt, sondern die ganze Kulturwelt einer 600jährigen Schreibtradition entfremdet – nur weil die Politiker ihre Unfähigkeit und Verblendung nicht eingestehen wollten.


P.S.: Der Titel ist im Vorspann noch erhalten, über dem Artikel aber ausgetauscht.

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Sigmar Salzburg
06.09.2010 05.41
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Klaus von Dohnanyi

Der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi bietet an, ihn vor der Kommission zu verteidigen. Auch Sarrazins Kritik stimmt er größtenteils er zu … Sarrazin sei kein Rassist. „Niemand mit Sachkenntnis“ könne heute noch bestreiten, dass es „besondere kulturelle Eigenschaften von Volksgruppen“ gebe.

focus.de 5.9.2010

Die Wortmeldung des früheren Hamburger Bürgermeisters gibt Anlaß, daran zu erinnern, daß in den oberen SPD-Rängen, wenn auch oft im Ruhestand, durchaus auch besonnene und urteilsfähige Politiker zu finden sind.

Zur „Rechtschreibreform“ hatte Dohnanyi im ZDF am 29.07.2001 gesagt:


„Man muß wirklich sehen, daß man die Schönheit der Sprache begreift ... Wir haben eine Situation – in der Deutschland ohnehin Probleme mit seiner Geschichte hat – in der wir in der Sprache eigentlich die letzte Behausung unseres Landes haben. Da haben sie die Leute aus der Sprache rausgetrieben durch diese Reform.“

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