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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
13.04.2011 19.13
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YOUTUBE ... YOUCAT ... PUSSYCAT ...

Darf der Staat Rechtschreibregelung oder Rechtschreibverhütung betreiben?

Übersetzungsfehler
Vatikan-Leitfaden erlaubt versehentlich Kondome
Peinliche Panne im Vatikan: Die italienische Ausgabe eines katholischen Regelwerks rät Paaren zur Nutzung von Verhütungsmitteln – dank eines Übersetzungsfehlers. Nun gilt es Schadensbegrenzung zu betreiben, denn das Buch ist schon im Handel.
spiegel.de 13.4.2011

12. April 2011, 20:37 (kath.net)
YOUCAT: ein verhängnisvoller Übersetzungsfehler

In der italienischen Ausgabe des neuen Jugendkatechismus wird bejaht, dass ein christliches Ehepaar auf Empfängnis verhütende Methoden zurückgreifen darf...

Rom (kath.net/as) Offiziell wird der neue Jugendkatechismus YOUCAT am morgigen Mittwoch Vormittag in Anwesenheit des Wiener Erzbischofs Christoph Kardinal Schönborn im Vatikan vorgestellt werden. Doch bereits im Vorfeld wurde auf einen schwerwiegenden Übersetzungsfehler in der italienischen Ausgabe des Katechismus hingewiesen, wie die „Catholic News Agency“ (CNA) am 11. April berichtete.

Es geht um die Frage 420, die in der deutschen Version heißt: „Darf ein christliches Ehepaar Empfängnisregelung betreiben?“ Der Katechismus antwortet: „Ja, ein christliches Ehepaar darf und soll verantwortlich mit der Gabe, Leben schenken zu dürfen, umgehen [KKK 2368-2369, 2399]“. Die italienische Übersetzung der Frage lautet: „Può una coppia cristiana fare ricorso ai metodi anticoncezionali?“, was nur mit : „Darf ein christliches Ehepaar auf empfängnisverhütende Methoden zurückgreifen?“ wiedergegeben werden kann.

Somit ist die italienische Version nicht nur mehr als zweideutig, sondern verhängnisvoll falsch, da sie nicht sofort klar und deutlich den Unterschied zwischen natürlicher Empfängnisregelung und Empfängnisverhütung hervortreten lässt.

Gegenüber CNA hatte eine anonyme vatikanische Quelle erklärt, dass sich das Problem der Übersetzung aus dem deutschen Originaltext des Katechismus ergeben habe. Diese Behauptung ist falsch, wie sich aus der im deutschen Original zitierten Stelle ergibt: „Empfängnisregelung betreiben“ ist etwas anderes als „Empfängnis verhütende Methoden zu nutzen“ …

Die Antwort auf die Frage 421 („Warum sind nicht alle Mittel, die Empfängnis eines Kindes zu verhindern, gleich gut?“) lautet: „Als Methoden bewusster Empfängnisregelung verweist die Kirche auf die verfeinerten Methoden der Selbstbeobachtung …“

kath.net 12.4.2011

Tja, verfeinerte Methoden der Selbstbeobachtung statt „Rechtschreibreform“ wären auch im Deutschen der richtigere Weg gewesen.

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Sigmar Salzburg
12.04.2011 06.00
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Fatale Betriebsamkeit

Schavan: Islam gehört zu Deutschland
... Fakultäten für islamische Studien entstünden an den Universitäten Tübingen, Münster/Osnabrück, Erlangen-Nürnberg und Frankfurt-Gießen. Für jedes Projekt würden bis zu vier Millionen Euro bereitgestellt, für den Doppelstandort Münster/Osnabrück bis zu sechs Millionen Euro…
kath.net 10.4.2011

Die Bundesbildungsministerin Schavan setzt ein fragwürdiges Schlagwort um.
Was heißt das überhaupt: „... gehört zu Deutschland.“?


„Rum gehört in den Pharisäer“
entschied 1981 das Flensburger Amtsgericht zum friesischen Kaffeegetränk.
anwaltseiten24.de

Die Deutschen aber sind 1400 Jahre ohne Islam ausgekommen, ohne daß man ihnen fehlenden Geschmack hätte vorwerfen können.

Die sich mit eifernder „Fortschrittlichkeit“ tarnende Fundamentalistin Schavan (siehe Durchsetzung der Rechtschreibreform) benutzt den Islam, um im Namen der Glaubensfreiheit weitere nicht allgemein anerkannte religiöse „Wahrheiten“ neben den Wahrheiten der Wissenschaft an den Universitäten zu verankern.


«Daraus kann eine große Chance werden (...) für die Rolle der Religion in der modernen Gesellschaft», so Schavan weiter.
swp.de 5.4.2011

Im Gegensatz dazu mußte sie als Kultusministerin 1998 vom Bundesverwaltungsgericht Wiesbaden gezwungen werden, den Ethikunterricht – von ihr als Abschreckung für religionsunwillige Schüler gedacht – gleichwertig neben dem Religionsunterricht auszustatten. Die größte Gruppe, die Konfessionlosen (in Deutschland 28 Millionen), steht gewiß nicht auf ihrem Förderprogramm, obwohl Beispiele in aller Welt das nahelegen müßten:

Religionen zerreißen Afrika
ftd.de 10.4.11
[Hinweis: Artikel nicht mehr erreichbar, FTD wurde am 7.12.12 eingestellt]

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Sigmar Salzburg
04.04.2011 14.46
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Deutsche Kulturrechtschreibung im Vatikan

PREDIGT VON PAPST BENEDIKT XVI.

Basilika „Santa Sabina“
Aschermittwoch, 9. März 2011


Liebe Brüder und Schwestern!
Wir beginnen heute die Fastenzeit mit dem feierlichen Ritus der Auflegung der Asche, durch den wir die Verpflichtung übernehmen wollen, unser Herz auf die Horizonte der Gnade hin zu bekehren. Im allgemeinen besteht leicht die Gefahr, daß diese Zeit mit Traurigkeit und Trübsal des Lebens in Zusammenhang gebracht wird. In Wirklichkeit ist sie jedoch ein wertvolles Geschenk Gottes…

Die Heuschreckenplage, die über das Volk gekommen ist und die Ernte zerstört hat, veranlaßt den Propheten zu dem Aufruf, innere Buße zu tun, sich die Herzen und nicht die Kleider zu zerreißen (vgl. 2,13)…

Heute erklingt für uns der Aufruf: »Kehrt um zu mir von ganzem Herzen.« Heute sind wir aufgerufen, unser Herz zu Gott zu bekehren, im ständigen Bewußtsein, daß wir unsere Umkehr nicht allein, aus eigenen Kräften wirken können, denn Gott schenkt uns die Umkehr…

»Wir sind also Gesandte an Christi Statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi Statt: Laßt euch mit Gott versöhnen!« (ebd.). …

Wer das Amt eines Gesandten innehat, darf das Interesse nicht auf sich selbst lenken, sondern muß sich in den Dienst der zu überbringenden Botschaft und dessen, der ihn gesandt hat, stellen…

Almosengeben, Gebet, Fasten: Das ist der vorgezeichnete Weg der göttlichen Pädagogik, der uns nicht nur in der Fastenzeit zur Begegnung mit dem auferstandenen Herrn führt – ein Weg, dem man folgen muß, ohne sich damit zu brüsten, in der Gewißheit, daß der himmlische Vater auch in das Verborgene unseres Herzens hineinzuschauen und darin zu lesen vermag….

vatican.va 9.3.2011

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Sigmar Salzburg
02.03.2011 11.06
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Noch viel Spaß bei der Islamisierung

Taliban töten christlichen Minister

Shahbaz Bhatti fürchtete um sein Leben – nun wurde der einzige Christ in der pakistanischen Regierung von Radikalen auf offener Straße erschossen. Der Minister für religiöse Minderheiten hatte sich gegen das Blasphemiegesetz eingesetzt …
Bhatti wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, er starb noch auf dem Weg dorthin. … Bhatti musste also sterben, weil er sich gegen dieses Gesetz ausgesprochen hatte – ein umstrittener Paragraf des pakistanischen Strafgesetzbuches, der die Beleidigung jeder Religion verbietet.
Vergangenes Jahr war eine Christin zum Tode verurteilt worden, weil sie angeblich den Propheten Mohammed beleidigt hatte. Bhatti setzte sich für diese Frau ein und forderte eine Änderung des Gesetzes ...
Erstes prominentes Opfer war im Januar 2011 der Gouverneur der Provinz Punjab… Auch er wurde in Islamabad erschossen, am helllichten Tag, von einem seiner eigenen Leibwächter. Anstatt die Tat zu verurteilen, feierten viele Menschen den Mord an Taseer…

spiegel.de 2.3.2011

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Sigmar Salzburg
24.02.2011 20.33
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Kathnews fälscht den Papsttext:

Original am 20.2.2011
kathnews-Text:

Auf Deutsch sagte Papst Benedikt: „… Der Herr will, dass wir der sich verschenkenden Liebe nichts in den Weg stellen. Er hat uns selbst ein Beispiel gegeben, weil er die Seinen mit einer äußersten Liebe geliebt hat, die grenzenlos war und bis zum äußersten ging und geht. In dieser Liebe möge er uns alle stärken, euch und eure Familien mit seiner Gnade erfüllen.“
kathnews.de 20.2.2011

Die in Reformschreibung verpflichtende, aber hier auch herkömmlich sinnvolle Großschreibung „zum Äußersten“ wurde dagegen übersehen.

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Sigmar Salzburg
20.02.2011 18.39
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Der Papst bleibt beim alten

LE PAROLE DEL PAPA ALLA RECITA DELL’ANGELUS , 20.02.2011

• [00255-01.01] [Testo originale: Italiano]

• DOPO L’ANGELUS

Mit Freude heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen. Im heutigen Evangelium sagt der Herr seinen Jüngern: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“ (Mt 5,44). So werden wir zu Söhnen des himmlischen Vaters und machen ihn für die Menschen sichtbar: durch unsere Großherzigkeit, die in ihrem Maß über das normalerweise Erfahrene hinausgeht, und durch jene reine Aufrichtigkeit, die den Blick für Gott öffnet. Der Herr will, daß wir der sich verschenkenden Liebe nichts in den Weg stellen. Er hat uns selbst ein Beispiel gegeben, weil er die Seinen mit einer äußersten Liebe geliebt hat, die grenzenlos war und bis zum äußersten ging und geht. In dieser Liebe möge er uns alle stärken, euch und eure Familien mit seiner Gnade erfüllen.

press.catholica.va 20.2.2011

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Sigmar Salzburg
15.02.2011 13.40
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Gottgegebene Rechtschreibung

Österreicher erhalten mitunter „Liebesbriefe“ von Gott:



Während sich sein Stellvertreter noch mit der veralteten Rechtschreibung quält, nutzt Gott die orthographischen Erleichterungen der neuen Zeit. Das traditionell geringschätzige Klein-Du hätte er vielleicht schon früher verwendet, schließlich ist er ja Gott. Aber auch die Heysesche ß/ss-Regel hat er begriffen. Allerdings hat er trotz seiner Allwissenheit übersehen, daß „soviel“ getrennt geschrieben werden sollte:

… Mit großer Leidenschaft kämpfe ich um dich … Gib deiner Sehnsucht nach – dein Leben ist soviel mehr. Ich will dir eine Hoffnung und eine Zukunft geben. Deine Freiheit bedeutet mir alles. Lass uns wieder einmal miteinander reden. Vertrau mir, ich warte auf dich.
Gott

Nach: hpd.de

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Sigmar Salzburg
09.02.2011 12.36
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Rechtschreibung und Religion

(Dies könnte auch unter Thorheiten stehen:)

08. Februar 2011 – Enno Park

Die Statistiker bei Okcupid haben es wieder getan: Sie haben ganz tief in ihrer Datenbank gewühlt und sind auf interessante Korrelationen gestoßen. Geklärt wird unter anderem die Frage, in welchem Verhältnis Rechtschreibung und Religion zueinander stehen und wie man rauskriegt, wer schon beim ersten Date Sex hat…
[…]
Ein wahres Minenfeld sind Politik und Religion. …Die Bevorzugung einer Partei eben doch viel über das Denken und Fühlen eines Menschen.
In diesem Zusammenhang auch, dass es eine starke Korrelation zwischen Rechtschreibung und Religiosität gibt. Buddhisten und Atheisten haben die beste Rechtschreibung, wobei letztere allerdings eher dazu neigen, sich als korrigierende Rechtschreibnazis unbeliebt zu machen. Die schlechteste Rechtschreibung haben übrigens Protestanten und Katholiken. Ob das was mit dem Bildungsniveau zu tun hat oder eher mit der Fähigkeit, auch mal 5 gerade sein zu lassen, kann sich jeder selbst ausmalen.

yuccatree.de 8.2.2011

Das obige dürfte im deutschsprachigen Raum nicht mehr zutreffen. Die forenaktiven „fortschrittlichen“ Atheisten übernehmen gerne auch den größten Reformblödsinn der Kultusminister, mit oft greulichen Ergebnissen. – Die beste Rechtschreibung haben hier die Fundamentalisten von Kreuz.net. Die Übersetzung von „Spelling nazis“ sollte man meiden.

Erfreulich: Bei „okcupid“ gibt sich der Redakteur einer hier nicht unbekannten Zeitung als Anhänger der traditionellen Rechtschreibung zu erkennen.


Parsifal0909
42 / M / Straight / Married
Heide, Germany

… Ich halte die Sozialpolitik in Deutschland für eine Sauerei und mache mir ernsthafte Gedanken über die Bedrohung der Demokratie in Deutschland durch die Europäische Union.

Und bitte nicht wundern, ich bin Anhänger der alten Rechtschreibung….

Ich arbeite als Nachrichtenredakteur für eine kleine Tageszeitung….

http://www.okcupid.com/profile/Parsifal0909

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Sigmar Salzburg
18.01.2011 09.43
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Gottes Klon

Mammut soll geklont werden

Japan. Sogenannte Wissenschaftler in Japan wollen in einigen Jahren ein Mammut klonen. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AFP’. Nach Angaben der Forschungsleiterin sind die Vorbereitungen für den Tierversuch bereits abgeschlossen. Das Mammut ist seit dem Ende der Eiszeit ausgestorben. Der Klon soll von einer Elefantenkuh ausgetragen werden.

kreuz.net 18.1.2011

Gewiß fürchten die Fundamentalisten von Kreuznet „sogenannte Wissenschaftler“, weil die eines Tages mit der DNS des Turiner Grabtuchs … nein, hier wollen wir nicht weiterdenken.

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Sigmar Salzburg
15.01.2011 11.34
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Benedikt XVI kann seinen Vorgänger endlich selig sprechen …

… – in seliger Stimmung? Nach zehnjähriger Trennschreibindoktrination ist „seligsprechen“ und „heiligsprechen“ seit 2006 wieder zusammenzuschreiben, wie in der traditionellen Rechtschreibung. Die reformdevoten Medien verwenden aber oft noch, zum Schaden der Schüler, die Amputationsschreibung:

Wird Ex-Papst Johannes Paul II. jetzt heilig gesprochen?
Wird Johannes Paul jetzt selig gesprochen, kann dann in einem weiteren Verfahren seine Heiligsprechung erfolgen.
BILD 4.1.2011

Vorstufe zur Heiligkeit
Benedikt XVI. unterzeichnete die Anerkennung einer nicht erklärbaren Heilung Papst Johannes Paul II. soll selig gesprochen werden...
welt.de 15.1.2011

Im „Newsticker” der Südeutschen ist das bescheidene Genesungswunder der Rechtschreibung allerdings schon sichtbar:

Johannes Paul II. wird am 1. Mai seliggesprochen
… Entscheidend für die Seligsprechung in Rekordzeit war eine angebliche Wunderheilung, die das polnische Kirchenoberhaupt der Katholiken nach seinem Tod erwirkt haben soll. Es handelt sich um die Genesung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre….
sueddeutsche.de 14.1.2011

Das ist überzeugend – wo doch in Rom viel unwahrscheinlichere Wunder geglaubt werden:

ZENIT – DIE WELT VON ROM AUS GESEHEN

BISCHOF BRANDMÜLLER: ATHEISMUS IST VERNUNFTWIDRIG

Interviewband mit dem zukünftigen Kardinal im Vatikanverlag „Libreria Editrice Vaticana“ vorgestellt


… Auf die Frage nach besonders eindringlichen Wundern, die er kenne, erklärte Brandmüller, dass ein solches sich in Calanda, einer Stadt unweit von Saragossa, ereignet habe, wo einem Jugendlichen mit Namen Miguele Pellicer ein Bein amputiert worden sei. Zwei Jahre später und ungeachtet des schwierigen Wegs habe der Junge sich auf den Weg zu dem marianischen Heiligtum „Heilige Maria von Pilar“ in Saragossa gemacht. Einmal habe er in dem Heiligtum intensiv zu Maria gebetet, sie möge ihm helfen. Und in der Nacht sei etwas Unglaubliches geschehen. Am Morgen sei er aufgestanden und sein Bein sei vollkommen wiederhergestellt und gesund gewesen.
zenit.org 18.11.2010

Etwas wahrscheinlicher wäre die vollkommene Wiederherstellung der traditionellen Rechtschreibung – wenn nicht die deutschen Kirchen dazu beitrügen, dieses Wunder zu verhindern.

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Sigmar Salzburg
22.12.2010 08.40
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Der Papst verbiegt sich nicht …

… so wie seine deutschen Bischöfe, um sich der Schulschreibung unserer Kultusminister anzupassen.

ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI.
BEIM WEIHNACHTSEMPFANG FÜR DAS KARDINALSKOLLEGIUM UND DIE MITGLIEDER DER RÖMISCHEN KURIE
SOWIE DES GOVERNATORATS
„Sala Regia“, Apostolischer Palast
Montag, 20. Dezember 2010



Meine Herrn Kardinäle,
verehrte Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,
liebe Brüder und Schwestern!

Mit großer Freude komme ich zu dieser traditionellen Begegnung mit Ihnen, liebe Mitglieder des Kardinalskollegiums und Vertreter der Römischen Kurie und des Governatorato. Von Herzen begrüße ich jeden einzelnen, angefangen bei Kardinal Angelo Sodano, …
[…]
“Excita, Domine, potentiam tuam, et veni.” Auch heute haben wir vielfältigen Anlaß, in dieses adventliche Beten der Kirche einzustimmen. Die Welt ist mit all ihren neuen Hoffnungen und Möglichkeiten doch zugleich bedrängt von dem Gefühl, daß der moralische Konsens zerfällt, ohne den die rechtlichen und politischen Strukturen nicht funktionieren, so daß die Kräfte, die zu ihrer Verteidigung aufgeboten werden, zum Mißerfolg verurteilt scheinen.
[…]
“Excita, Domine, potentiam tuam, et veni”: Dieses Adventsgebet ist mir in den großen Bedrängnissen, denen wir im vergangenen Jahr ausgesetzt waren, immer wieder in die Gedanken und auf die Lippen gekommen. Wir hatten mit großer Freude das Jahr des Priestertums begonnen, und wir durften es auch gottlob mit großer Dankbarkeit beenden, obwohl es so ganz anders verlaufen ist, als wir erwartet hatten. Es ist uns Priestern und den Laien, gerade auch jungen Menschen, wieder bewußt geworden, welches Geschenk das Priestertum der katholischen Kirche darstellt, das uns vom Herrn anvertraut worden ist. So ist uns wieder bewußt geworden, wie schön es ist, daß Menschen im Namen Gottes und mit Vollmacht das Wort der Vergebung aussprechen dürfen und so die Welt, das Leben ändern können. Wie schön es ist, daß Menschen das Wort der Verwandlung sprechen dürfen, mit dem der Herr ein Stück Welt in sich hineinzieht und sie so an einer Stelle in ihrer Substanz umwandelt. […]
Ich muß es mir versagen, über die eindrucksvollen Reisen nach Malta, nach Portugal und nach Spanien zu sprechen. In ihnen ist wieder neu sichtbar geworden, daß Glaube nicht eine Sache der Vergangenheit, sondern Begegnung mit dem jetzt lebenden und handelnden Gott ist. Daß er uns fordert und unserer Bequemlichkeit entgegensteht, aber uns gerade so den Weg zur wirklichen Freude öffnet.
[…] Möge Gott uns allen gesegnete Weihnachten und sein gutes Geleit im kommenden Jahr schenken.
Diese Wünsche vertraue ich der Fürbitte der Heiligen Jungfrau, der Mutter des Erlösers an und erteile Ihnen allen sowie der großen Familie der Römischen Kurie den Apostolischen Segen. Frohe Weihnachten!

Benededict 20.12.2010

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Sigmar Salzburg
01.12.2010 11.00
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Missionierung

Kinderverblödung auf KI.KA
(hpd) Seit Anfang November läuft auf KI.KA täglich zur besten Sendezeit die Sendung „Chi Rho – das Geheimnis“. Die Serie mit vorerst 13 Folgen entstand mit Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirche, weitere 13 Folgen sind für das Frühjahr 2011 geplant. Kindern soll mit der Serie die Bibel schmackhaft gemacht werden…

Wer also finanziert das Projekt Chi Rho? Soweit offengelegt, offenbar die Kirchen mithilfe der politischen Vertreter überwiegend jener Bundesländer, in denen jeweils 65-75 % der Bevölkerung konfessionsfrei sind. Vermutlich der Kinderkanal bzw. die beteiligten Rundfunkanstalten selbst. Letztlich finanzieren jedenfalls GEZ- und Steuerzahler diese Serie…
http://hpd.de/node/10768

Religiös Uninteressierte merken kaum, was vorgeht, die Kirchen dagegen wissen genau, was sie wollen. So wird das beteiligte Land Thüringen von zwei Pastoren regiert, die die Reconquista steuern. Auch das ist Demokratie: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre …

Es wird klar, warum die Kirchen sich bereitwillig der Rechtschreibreform unterworfen haben. Nicht auszudenken, wenn die alten Bibeln nicht mehr in den Schulen hätten gelesen werden sollen.

P.S. Eben im Buchladen: Er führt keine unreformierten Bibeln mehr, d.h. Medien, Kirchen und Politiker betreiben Zwangsmissionierungen am Volk auf Gegenseitigkeit.

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Sigmar Salzburg
15.11.2010 07.53
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Rezension

Violettbuch Kirchenfinanzen

(hpd) Dieses Buch kommt genau zur rechten Zeit. Angesichts der seit dem Sommer angeschobenen Debatten um die sogenannten Staatsleistungen …

Daß Frerk nicht bloß einsamer Rufer in der Wüste ist, daß sein neues Buch notwendig ist, zeigen auch weitere politische Vorgänge des Jahres 2010…

Kapitel I geht der Angelegenheit der „Kirchensteuern“ auf den Grund und räumt gleich eingangs mit der Legende auf, diese seien eine Konsequenz aus dem Reichsdeputationshauptschluß von anno 1803.
Die Kirchensteuer an sich – wie sie heutzutage und hierzulande üblich ist, wurde erst mit der Weimarer Reichsverfassung von 1919 eingeführt. … Der Staat war aber nur verpflichtet, den Kirchen die allgemeinen Steuerlisten zur Verfügung zu stellen, damit diese selbständig (und auf eigene Kosten) ihre de-facto-Mitgliedsbeiträge von ihren Gläubigen eintreiben konnten.

Doch erst das Hitler'sche NS-Regime hat den Kirchensteuereinzug durch die Arbeitgeber als staatliche Aufgabe eingeführt, beginnend mit dem 1. Januar 1935. Geschehen in engem zeitlichem und sachlichem Zusammenhang mit dem Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 zwischen dem „Heiligen Stuhl“ und der Hitler-Regierung. Und diese Gesetzgebung ist in der Bundesrepublik bis heute fortgeltendes Recht! Auch erst mit diesem NS-Gesetz wurde die verfassungs- (und grundgesetzwidrige) Angabe der Religionszugehörigkeit auf den Lohnsteuerkarten eingeführt.

Daß daher die sogenannten Staatsleistungen keinen Ewigkeitsanspruch darstellen (können), weist Frerk anhand der Texte von Reichsdeputationsschluß, Weimarer Reichsverfassung und Grundgesetz nach…


Siegfried R. Krebs

Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen.
270 S. kart. Alibri Verlag. Aschaffenburg 2010.
ISBN 3-86569-039-5. 16,- Euro

http://hpd.de/node/10633


An sich wollte ich nur zeigen, daß sich auch bei den neuen Humanisten nicht alle der staatlichen Reformschreibung unterwerfen. Aber gerade der Inhalt der Rezension ist bemerkenswert. Wie zum Hohn hat das Bundesverfassungsgericht eben erst den grundgesetzwidrigen Zustand weiter verfestigt:

Verfassungsgericht stützt Kirchensteuer
Karlsruhe (dpa) – Wer selbst keiner Konfession angehört, aber mit einem Kirchenmitglied verheiratet ist, muss sich auch weiterhin an der Kirchensteuer beteiligen. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Freitag (12. November) in Karlsruhe klargestellt.

newsticker.sueddeutsche.de 12.11.2010

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Sigmar Salzburg
12.11.2010 04.18
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Reformministerin Ahnen ist immer noch im Amt

Islam kann nicht Körperschaft des öffentlichen Rechts werden

[Bild]
Doris Ahnen: Diesen Status können nur Religionsgemeinschaften [!] bekommen. Foto: Marc Bleicher

Mainz (idea) – Der Islam kann in Deutschland nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten. Das geht aus einer Antwort der rheinland-pfälzischen Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen (SPD)... hervor.

... In der Antwort der Ministerin heißt es, der Islam sei keine organisierte Religionsgesellschaft. Voraussetzung für den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts ist nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass eine Religionsgemeinschaft über einen gewissen Organisationsgrad verfügt. Der Islam kenne aber keine Organisationsstrukturen, …
idea.de 10.11.2010

Man beachte die feine Tendenz des „christlichen Nachrichtenportals idea“ in der Bildunterschrift!

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Sigmar Salzburg
19.10.2010 07.59
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Deutsche Bischöfe korrigieren den Papst

Der Vatikan hat mit Datum v. 19.3.2010 den

HIRTENBRIEF DES HEILIGEN VATERS
BENEDIKT XVI.
AN DIE KATHOLIKEN IN IRLAND

veröffentlicht – wohl in der ursprünglichen Fassung in seiner traditionellen deutschen Rechtschreibung.

Einen Tag später ist der gleiche Hirtenbrief (bbk), orthographisch und sprachlich stark verändert, von der Deutschen Bischofskonferenz an die Presse gegeben worden.

Da sich die Führung der deutschen Katholiken zum Kotau vor der Schreibreform der Kultusminister entschlossen hat, wird auch hier wieder der Eindruck erweckt, als ob der Heilige Vater dem ss-Geßlerhut der deutschen Kulturpolitiker seine Reverenz erwiese. Im Text mußte daher 44mal ein „daß“ durch das leichter erlernbare „dass“, 18mal ein „Mißbrauch“ durch den moderneren „Missbrauch“ ersetzt werden.

Ansonsten bietet der Text wenig Angriffspunkte für weitere Reformänderungen – der Papst fordert das in der Vergangenheit begangene „Unrecht wieder gutzumachen“, die Bischofskonferenz erwartet aber, das „Unrecht wieder gut zu machen“. Der „schnelle soziale Wandel“ wird beflissen der „schnelllebige soziale Wandel“. Ein reformiert unzulässiges „im voraus“ ist den bischöflichen Korrektoren entgangen.

Dennoch wurde die Gelegenheit wahrgenommen, noch weitere erhebliche Eingriffe am Text vorzunehmen, oft zum sprachlich Schwächeren hin: Statt „auf den neuesten Stand zu bringen“ heißt es nun „zu aktualisieren“, „pastoraler Einsatz“ wird „pastorales Engagement“, „was geschehen ist“ wird „was passiert ist“, „Leistungsverantwortliche“ werden „Autoritäten“ und ein „Unterfangen“ wird zu „Initiativen“.

„An die Priester und Ordensleute in Irland“ wendet sich der Papst mit den Worten „daß ihr Männer Gottes seid“, was in der bischöflichen Version nun nicht zu „Männer und Frauen“, sondern politisch korrekter zu „dass ihr Menschen Gottes seid“ verwaschen wird. Auf die weitgehenden inhaltlichen Umfärbungen kann hier natürlich nicht eingegangen werden, auch nicht auf die Frage, wieweit der Papst noch Einfluß auf die neue Version nehmen konnte.

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