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Wikipedia
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Sigmar Salzburg
15.07.2013 13.43
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Manipulator_innen bei Wikipedia

Arglos war ich bei meinem letzten intensiven Besuch bei Wikipedia auf eine Wikipedia-Aktivistin gestoßen, die mir bislang unbekannt war. Jetzt lese in der Internet-Ausgabe des Magazins „eigentümlich frei“ folgendes:

Nahezu alle großen bürgerlichen Zeitungen und Zeitschriften wie die „FAZ“, die „Welt“, die „Süddeutsche Zeitung“, das „Handelsblatt“, die „Neue Zürcher“ und der „Focus“ haben in den vergangenen Jahren über die Zeitschrift eigentümlich frei berichtet. Sie alle beschreiben ein radikalliberales oder libertäres Magazin. In der Internetenzyklopädie Wikipedia aber klingt das völlig anders. Warum?

Seit Oktober 2012 werden die Wikipedia-Einträge über die Zeitschrift eigentümlich frei und deren Herausgeber André F. Lichtschlag manipuliert...

Wer sich wehrt, macht sich in ihren Augen erst recht „verdächtig“. Prominente Gegenstimmen werden systematisch verschwiegen. Frieden hieß unter Stalin und Hitler der Krieg. Und „liberal“ schimpfen deren Adepten, die sich selbst hinter Wikipedia-Masken wie „Fiona Baine“, „San-Fran Farmer“ oder „Bürgerlicher Humanist“ verstecken, jetzt eben „nazinah“ oder „neurechts“. Dabei arbeiten sie womöglich nicht einmal zufällig mit den alten Mitteln der Stasi für Zersetzung.
http://eifrei.de/

Ein Blick zur Männergleichstellungsseite Wikimannia könnte ein wenig Licht in die Existenz dieser Dunkelmänner bzw. –frauen bringen: http://wikimannia.org/Fiona_Baine

Ansonsten siehe auch den Link zu Manfred Riebes Erfahrungsberichten in diesem Artikel.

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Sigmar Salzburg
12.07.2013 10.25
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Aus der Arbeit der Wikipedia-Autor*innen

Am 3. Juli 2012, 06:18 Uhr wurde von „Kartoffelkopf“ ein Eintrag über Anita Sarkeesian angelegt, und zwei Tage später stand schon zu lesen:

Version vom 5. Juli 2012, 21:19 Uhr
Anita Sarkeesian ist eine feministische Videobloggerin, die sich kritisch mit der Darstellung und Rolle der Frauen in den Medien befasst. Sie erfuhr internationale Beachtung in den Medien nachdem ihr Kickstarterprojekt „Tropes vs. Women in Video Games“ massive sexuelle und rassistische Beschimpfungen gegen ihre Person auslöste.

Etwa 200 Bearbeitungen erfolgten bis zur ...

Version vom 4. Juni 2013, 21:08 Uhr
Fiona Baine (Diskussion | Beiträge)
(→‎Leben: Titel ergänzt)

Anita Sarkeesian (* 1984 bei Toronto) ist eine in Kanada geborene feministische Medienkritikerin und Videobloggerin, die sich mit der Darstellung und Rolle von Frauen in der Populärkultur befasst. Sie erfuhr internationale Beachtung in den Medien, nachdem ihr Kickstarterprojekt „Tropes vs. Women in Video Games“ sexistische und rassistische Beschimpfungen gegen ihre Person ausgelöst hatte.

Dann hatte dieselbe Bearbeiterin wohl das Gefühl, sich „zeitgemäßer“ und in genauerem „Deutsch“ ausdrücken zu müssen, denn anscheinend wurde Frau Sarkeesian nur im Internet beschimpft:

Version vom 4. Juni 2013, 21:16 Uhr
Fiona Baine (Diskussion | Beiträge)
(genauer)

Anita Sarkeesian (* 1984 bei Toronto) ist eine in Kanada geborene feministische Medienkritikerin und Videobloggerin, die sich mit der Darstellung und Rolle von Frauen in der Populärkultur befasst. Sie erfuhr internationale Beachtung in den Medien, nachdem ihr Kickstarterprojekt „Tropes vs. Women in Video Games“ einen sexistischen und rassistischen Shitstorm gegen ihre Person ausgelöst hatte.

Genau einen Monat später erschien der neue ss-Reform-Duden, der den unappetitlichen „Shitstorm“ leichtfertig unter die achtbaren deutschen Wörter einreihte.

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Sigmar Salzburg
29.05.2013 13.02
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Schwindeleien auf Wikipedia

Diese Geschichten sind ein Witz
einestages.spiegel.de 29.5.2013

Oliver Klatt zählt zwanzig umfangreiche Schwindeleinträge in Wikipedia auf, die mitunter über Jahre unerkannt blieben. Ich selbst entdeckte 2005 im englischen Artikel über Lautenmusik, daß unter die berühmten Namen Dowland, Gaultier, Johann Sebastian Bach, Sylvius Leopold Weiss eine ganze Lautenistendynastie, Georg-Anton Sautscheck, Johann Joachim Sautschecl, Gotthold Ephraim Sautscheck und Konradin Aemilius Sautscheck, eingereiht war (vermutlich durch Roman Turovsky-Savchuk).

Schlimmer als solche Juxeinträge sind bei Wikipedia allerdings die orthographischen und politischen Korrektheiten, die von den herrschenden anonymen Einflußgruppen durchgesetzt werden.

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Sigmar Salzburg
12.02.2013 02.50
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Was alles im Wikipedia-Gedächtnisloch verschwindet!

Roger Herter (FDS-Seite) hat bei Wikipedia eine Beobachtung gemacht:

Im Wiki-Eintrag über Frau Wanka ist der Staatsräson-Ausspruch aus dem „Spiegel“, der dort seit 2006 samt Link zum Artikel seinen Platz hatte, gerade (10.Februar 2013) als „sinnlos“ und „irreführend“ gelöscht worden.

sprachforschung.org 12.2.2013

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Sigmar Salzburg
05.12.2012 08.23
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Manipulatoren bei Wikipedia

Pressefreiheit unter Beschuss

Dass Politiker versuchen, Berichterstattungen zu verhindern, ist längst nicht der einzige Angriff auf die Pressefreiheit in Deutschland. Dafür gibt es weit subtilere Methoden.
von Hans-Olaf Henkel

… Im Internet ist die Pressefreiheit besonders bedroht. Neuerdings ist Wikipedia das Schlachtfeld perfider Anschläge auf die Pressefreiheit. Ideologen geht es dabei nicht mehr nur um Einflussnahme auf Presseorgane, sondern um ihre Vernichtung. Zurzeit versuchen sie, das intellektuell anspruchsvolle, der Freiheit verpflichtete Magazin „Eigentümlich Frei“, über Manipulationen von Wikipedia sturmreif zu schießen. Es gehört zur toleranten Grundeinstellung dieses Blattes, welches weder „links“ noch „rechts“, sondern „liberal“ zu verorten ist, sich nicht nur mit Vertretern der politisch korrekten Mitte auseinanderzusetzen. Im „Ef“-Magazin kommen auch ganz Linke und ganz Rechte zu Wort. Es geht regelmäßig sowohl um politische als auch kulturelle Themen (FDP-Schäffler schreibt eine Kolumne über den Euro, ich eine über die Jazzmusik). Durch offensichtlich manipulierte und bewusst übergewichtete Verweise auf „rechte“ Autoren beziehungsweise Interviewpartner soll das Blatt von der liberalen in die rechtsradikale Ecke geschoben und damit aus dem Verkehr gezogen werden…

Hans-Olaf Henkel, geboren 1940 in Hamburg, ist Autor und Honorarprofessor an der Universität Mannheim. Bekannt wurde der langjährige IBM-Manager vor allem als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

handelsblatt.com 29.10.2012

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Sigmar Salzburg
17.07.2012 17.17
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Zur Hochzeit Admins …

Autorenmangel bei Wikipedia …

Dabei machten den Versammelten zwei Entwicklungen Sorgen: Zum einen fehlen der Online-Enzyklopädie verantwortliche Administratoren. Die beaufsichtigen die Einhaltung der Richtlinien für ordnungsgemäß erstellte Einträge, sie können Lemmata ändern, löschen oder andere Bearbeiter sperren. Zum anderen gibt es weniger Autoren als geplant… Wurden zu Hochzeiten 2005 bis 2007 monatlich mehr als 50 neue Admins ernannt, so ist dieser Wert seit drei Jahren auf durchschnittlich unter zehn gesunken.

Leserkommentar

2. Wen wundert's?
a_friend heute, 17:57 Uhr
Zumindest bei der deutschen Wikipedia ist der Autorenmangel nicht verwunderlich: Die ist fest in der Hand von Exkludisten, 9 von 10 neuen Artikeln werden wegen angeblicher „Irrelevanz“ oder „schlechtem Schreibstil“ oderoderoder sofort wieder gelöscht …

spiegel.de 17.7.2012

NB: Während die „Reformer” überflüssige Lösungen für Nichtigkeiten durchgedrückt haben, konnten sie beim Problem „Hohchzeiten – Hochchzeiten“ nur völlig versagen.

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Sigmar Salzburg
17.06.2012 19.19
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Wikipedia – ein Tendenzbetrieb

Bis 2005 lebte Ahmadinedschad demonstrativ bescheiden in einer einfachen Drei-Zimmer-Wohnung in Teherans Osten und fuhr einen 30 Jahre alten Peugeot.

Man hätte nun erwarten können, daß bei Wikipedia auch Helmut Schmidt „demonstrativ bescheiden“ in einem Reihenhaus wohnt. Aber nichts dergleichen.

P.S. Dafür findet man jedoch anderes:


Kritisch bezieht Schmidt Stellung zu so genannten humanitären Interventionen wie auf dem Balkan: „Leider erleben wir, was das Völkerrecht angeht, im Augenblick nur Rückschritte, nicht nur bei den Amerikanern, sondern auch auf deutscher Seite. Was wir im Kosovo und in Bosnien-Hercegovina gemacht haben, verstieß eindeutig gegen das damals geltende Völkerrecht.“

Das wiederum ist Pastor Gauck nicht so geläufig, aber im Bedarfsfalle kann das Völkerrecht ja leicht an aktuelle Bedürfnisse angepaßt werden.

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Sigmar Salzburg
01.06.2012 06.16
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Wikipedia als Wahrheitsministerium

In der deutschen Wikipedia steht ein Satz aus unbekannter Quelle, der trotz seines heiklen Inhalts 111mal wörtlich auf anderen Internetseiten wiederkehrt:

„Wolfowitz ist Co-Autor der im September 2000 erschienenen Schrift „Rebuilding America's Defenses“, in welcher die Anwendung von rassenspezifischen biologischen Waffen als nützliches politisches Werkzeug bezeichnet wird.“

Google meldet:
Ungefähr 112 Ergebnisse (0,24 Sekunden)

In der englischsprachigen Wikipedia fehlt ein solcher Hinweis, und auch sonst ist kaum Vergleichbares zu finden. Ohne der Sache weiter nachzugehen kann man wohl annehmen, daß die meisten deutschsprachigen Autoren blind bei Wikipedia abgeschrieben haben.

... Nachtrag:
Ein Wikipedia-Lehrsatz zur Verharmlosung des Analverkehrs ist aber schon von sechsmal mehr Abschreibern wörtlich plagiiert worden:
„Mitunter existieren Bedenken bezüglich der Hygiene, … “

Google:
Ungefähr 607 Ergebnisse (0,25 Sekunden)

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Sigmar Salzburg
22.05.2012 04.07
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Aus der tiefgehenden Arbeit der Wikipedia-Autoren

Deepthroating

Version vom 12. Februar 2006, 03:24 Uhr
Jojo659

(Buchauszug eingefügt)

Die [[Pornodarsteller|Pornodarstellerin]] [[Gina Wild]] beschreibt die Technik in ihrem Buch „Ich Gina Wild – Enthüllung“ wie folgt:
''Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den so genannten Deep Throat gelernt.

Version vom 6. März 2006, 18:24 Uhr
''Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den so genannten Deep Throat gelernt.

Version vom 26. April 2006, 07:44 Uhr
''Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den sogenannten Deep Throat gelernt.

Version vom 7. Juni 2006, 12:09 Uhr
''Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den sogenannten Deep Throat gelernt.

Version vom 7. Juni 2006, 12:13 Uhr
(revert – Kinderkram) (rückgängig)
''Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den so genannten Deep Throat gelernt.

(Hintergrund: Am 2. und 30. März 2006 hatten die 16 Kultusminister und 16 Ministerpräsidenten der Länder die endgültige Wiederzulassung von „sogenannt“ als Variante beschlossen.)

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Sigmar Salzburg
14.01.2011 19.14
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Wikipedias zehnter Geburtstag

Was haben wir bei Wikipedia zu suchen?

... Und natürlich sollte man der Wikipedia nicht blind vertrauen. Das wird jedem Studenten und jedem Medien-Arbeiter von den alten Hasen aus der Vor-Wikipedia-Zeit immer wieder eingebläut, und natürlich tun es zu viele dennoch. Eines der bekanntesten Beispiele stammt aus dem Jahr Februar 2009, als ein Student in den Wikipedia-Eintrag über Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg einen „Wilhelm“ schmuggelte und in den Tagen danach prompt viele Zeitungsartikel erschienen, die dem damaligen Wirtschaftsminister elf statt zehn Vornamen nachsagten...

WamS 9.1.2011

Vor fünf Jahren stieß ich auf einen ähnlichen Fall:

16.02.2005 Musiker

Gnadenlose Verfolgung und Aussperrung droht aber, wenn man die – damals noch völlig idiotische – neue Rechtschreibung in traditionelle umwandelt, wie ich und andere erfahren mußten:

In Wikipedia kann jeder Beiträge schreiben, aber auch entstehende verändern. Um das auszuprobieren, habe ich gestern abend aus Jux in dem Artikel über Theodor Ickler einmal einen „Schluss“ mit einem „ß“ versehen und heute die „Orthografie“ mit einem immer noch zulässigen „ph“. Die Rückänderung folgte auf dem Fuße, die Strafe auch.

11:00, 13. Feb 2005 Unscheinbar blockiert [[Benutzer:213.178.94.34]] – ([[Spezial:Contributions/Benutzer:213.178.94.34|Beiträge]]) für einen Zeitraum von: 4 hours (Hartnäckiger Rechtschreibungs-Troll. Wir haben uns in der WP für die neue Rechtschreibung entschieden; akzeptieren Sie das gefälligst!)

Schluß 13.02.2005

Was Wikipedia sonst noch wichtig ist

Bei der Suche nach der Etymologie von „night“ und dem mit der Rechtschreibreform verbundenen DDR-Unterhändler „Michael Kohl“ konnte ich mich über den Umfang begleitender Informationen nur wundern: (Zahlen gerundet):


Michael Kohl: 300 Wörter
Night > 1 Night in Paris: 600 Wörter
Deepthroating: 600 Wörter
Weißsein 5950 Wörter
Pornographie 6100 Wörter usw.

Thor Steinar: 2000 Wörter
Christian Wulff: 2750 Wörter
Martin Hohmann: 4300 Wörter
Helmut Kohl: 4480 Wörter

Anmerkungen:

Michael Kohl, wichtiger DDR-Unterhändler und erster DDR-Botschafter, wurde (angeblich) von Egon Bahr auf die „Rechtschreibreform“ angesetzt.

Night (wg. rauh>rough, Nacht>night): als erstes wurde „1 Night in Paris“ angezeigt, ein Privatporno, sogar mit Angabe der verwendeten Kamera; daraus Links zu den obsessiv ausführlichen Wikipedia-Eintragungen zu Porno und Pornostarlets mit sämtlichen „Fucking Awards“.

Nicht zu vergessen – die eigene Weißheit :

„Dass Sie als weißer Mensch privilegiert sind, ist Ihnen bisher wahrscheinlich gar nicht bewusst.“

kritische-weissseinsforschung
Wikipedia-Weißsein

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Norbert Lindenthal
20.08.2010 06.30
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… daß der Tonfall unter den Autoren rauher wird

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. August 2010

Wikipedia verliert seine Autoren
Der Reiz des Anfangs ist verloren

Freiwillige verzweifelt gesucht! Händeringend sucht Wikipedia nach neuen Autoren, denn die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme im Internet schwindet. Und die Idee des Mitmach-Netzes gelangt an ihre Grenzen.
Von Levke Clausen

[Bild]
Dem Partizipationsprinzip des Web 2.0 fühlt sich nur eine Minderheit der Wikipedianutzer verpflichtet

19. August 2010
Es ging ihnen immer um die Idee, das Wissen der Welt zu sammeln und der Menschheit kostenlos zur Verfügung zu stellen. Aber immer weniger Autoren greifen freiwillig in die Tasten, um sich an der Mission zu beteiligen. Wo sind bloß all die Wikipedianer hin?

In der englischsprachigen Wikipedia, der weltweit größten Gemeinschaft mit über drei Millionen verfassten Beiträgen, ist von einem ernsthaften Autorenschwund die Rede. Zum ersten Mal in der Geschichte der freien Enzyklopädie werden mehr Beiträge gelöscht als erstellt, berichtet das amerikanische Nachrichtenmagazin „Newsweek“ und beruft sich auf Aussagen eines Sprechers der „Wikimedia Foundation“. Die Lage sei so ernst, dass man plane, von Herbst dieses Jahres an Werber auszusenden, um neue Autoren zu gewinnen.

[Bild]
Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer, steht mit seinem Projekt vor den Mühen der Ebene

Auch in der deutschsprachigen Wikipedia waren im bisherigen Verlauf dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr prozentual weniger Nutzer bereit, Beiträge zu verfassen. Was nicht bedeutet, dass weniger Artikel geschrieben würden. Sie stammen jedoch von einer kleineren Autorenzahl. Die ARD/ZDF-Onlinestudie 2010 zeigt, dass sich dem Partizipationsprinzip des Web 2.0 nur eine Minderheit der Wikipedianutzer verpflichtet fühlt. Der Mitmachwille fällt bei Wikipedia von sechs Prozent aller Nutzer im Vorjahr auf drei Prozent im bisherigen Verlauf dieses Jahres ab.

Selbstherrliches Bearbeiten und Löschen der Texte

Der Frankfurter Soziologe und Netzwerkforscher Christian Stegbauer erklärt den Schwund unter anderem damit, dass der Tonfall unter den Autoren rauher wird und eine Reihe wirrer Spielregeln viele Wikipedianer verängstigt hat: „Es wird immer schwerer, sich bei Wikipedia zu beteiligen. Wenn man sich nicht an die Regeln hält, die sich irgendwelche Leute ausgedacht haben, kann es sein, dass das, was man beigetragen hat, ganz schnell wieder gelöscht wird.“ In der Gemeinschaft wächst der Ärger über das selbstherrliche Bearbeiten und Löschen der Texte durch arrivierte Mitglieder, wie der Blogeintrag einer einstmals sehr engagierten und dem Projekt inzwischen distanziert gegenüberstehenden Wikipedia-Mitarbeiterin mit dem Pseudonym Elian deutlich macht: „Die Gesundheit eines Projekts zeigt sich am Umgang mit seinen Kritikern und Unangepassten. Und da kann man der Wikipedia nur ein zunehmend schlechter werdendes Zeugnis ausstellen. Wer nicht pariert, wird ausgegrenzt und so lange gereizt und beleidigt, bis er den passenden Sperrgrund liefert.“

Viele haben außerdem den Eindruck, dass das Lexikon so gut wie komplett ist und es nichts mehr zu schreiben gibt. Es sei erwähnt, dass die deutsche Ausgabe von Wikipedia nach der englischen Version die zweitgrößte überhaupt ist. Laut Wikipedia finden sich rund 1,1 Millionen Beiträge in der deutschsprachigen Fassung der Enzyklopädie. Angesichts der Fülle bereits bestehender Einträge sinkt für potentielle Nutzer die Chance, neue Themen zu bearbeiten. Catrin Schoneville, Pressesprecherin des gemeinnützigen Vereins Wikimedia Deutschland, räumt ein, dass die Luft langsam dünner werde, sieht aber noch Potential. „Es gibt nach wie vor erhebliche Lücken. Wikipedia ist noch lange nicht fertig.“

„Newsweek“ sieht die Ursache für den Autorenschwund in einer „tiefen Wahrheit der menschlichen Natur“: Menschen arbeiten schlichtweg nicht gern umsonst. Eine Bezahlung widerspräche jedoch der hochgestimmten Ideologie Wikipedias. Ein anderer simpler Grund ist, dass den Menschen schnell langweilig wird. Die Praxis des Gratisschreibens funktionierte in den frühen Jahren, als das Internet eine Art kollektives Fieber auslöste. Damals weckte die Arbeit für Wikipedia das Gefühl, an etwas Neuem, vorher nie Dagewesenem beteiligt zu sein. Inzwischen, so Stegbauer, hat man sich an das Projekt gewöhnt. „Es ist nicht mehr so sexy, wie es am Anfang war.“

Das Interesse der aktiven Teilnahme am Netz sinkt

Belege für den Stimmungswandel gibt es viele. Statistiken zeigen, dass auch andere Zugpferde der nutzergenerierten Revolution im Netz lahm geworden sind. Nach der Studie des „PEW Internet & American Life Projects“ und der ARD/ZDF-Onlinestudie verliert der Blog, Inbegriff der Internetdemokratie, zunehmend an Attraktivität. Das Interesse, aktiv am Netz teilzunehmen, sinkt vor allem bei der jüngeren und mittleren Generation. „Der einzelne Beitrag verliert sich in dem unendlich großen Cyberspace. Der Reiz der Darstellung der eigenen Person verschwindet, sobald man merkt, dass keine Reaktionen kommen“, sagt der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach von der Technischen Universität Dresden. Das Mitmach-Netz bleibt auf eine kleine Gruppe von Aktiven beschränkt, die publizieren, was von vielen abgerufen wird. Etwa neunzig Prozent der Tweets der Mikrobloggingplattform Twitter kommen von rund zehn Prozent der Nutzer, besagt eine Harvard-Studie aus dem Jahr 2009. Der Rest der Web-2.0-Gemeinde besteht aus hauptsächlich passiven Teilnehmern, die nur die Beiträge anderer verfolgen.

Das Mitmach-Netz ist auf eine kleine Gruppe von Aktiven beschränkt
Nach einer euphorischen Einstiegszeit ist das Web-2.0 in eine Konsolidierungsphase eingetreten. Die Zuwachszahlen fallen geringer aus als in den Vorjahren, das Nutzerpotential scheint weitgehend erschöpft. Waren vor fünf Jahren drei oder vier Seiten auf die Partizipation von Nutzern angewiesen, sind es heute unzählige. Der Wettbewerb um die aktiven Nutzer wird härter.

Die „Befreiungsideologie“ ist einer „Produktideologie“ gewichen

Um ihre Autoren bei Laune zu halten und neue Freiwillige anzuwerben, hat die deutsche Wikimedia Foundation zahlreiche Projekte ins Leben gerufen – etwa ein Seniorenprojekt, das ältere Menschen zur Mitarbeit animiert, oder einen „Artikel-und-Bilder-Wettbewerb“, der die besten Lexikonbeiträge auszeichnet. Hier wirbt die Organisation auch mit Geld- und Sachpreisen. Insgesamt werden solche Belohnungssysteme immer wichtiger. Wie weit ist es da noch zur Bezahlung? Dies wäre zweifellos ein gravierender Widerspruch zum Selbstverständnis Wikipedias. Doch die „Befreiungsideologie“ der Anfangszeit, so Stegbauer, ist ohnehin einer „Produktideologie“ gewichen. Der Wettbewerb mit anderen Enzyklopädien steht inzwischen im Vordergrund, außerdem die Qualitäts- und Prestigesteigerung. Von der einstigen Utopie scheint nicht viel übrig geblieben.

Um neue Autoren anzuwerben, hat Wikimedia zahlreiche Projekte ins Leben gerufen
Catrin Schoneville hält dem entgegen, dass die Zahl der Einträge in der deutschsprachigen Wikipedia weitgehend stabil sei und der Rückgang an dauerhaft aktiven Autoren in den vergangenen Monaten, der auch in einer dieser Zeitung zur Verfügung gestellten Statistik erkennbar ist, auf das Sommerloch zurückzuführen sei. Aber was, wenn die Autoren aufgrund von Ideenverlust, Mobbing oder Langeweile aus ihren Sommerferien nicht zur Lexikonarbeit zurückkehren? Wird auch die deutschsprachige Wikipedia Autorenjäger aussenden, um Nachwuchs zu gewinnen? Vielleicht stehen ja bald anstelle der Staubsaugervertreter oder GEZler die Wikipedianer vor der Haustür, und es heißt: Dingdong! Schon geschrieben?

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: picture alliance / dpa, picture-alliance/ dpa, picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Norbert Lindenthal

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Sigmar Salzburg
22.11.2009 13.55
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Typisch Wikipedia

Francesca Caccini, Sängerin und Komponistin (1587 – ca. 1640): Dem Wikipedia-Artikel ist kommentarlos und ohne Quellenangabe das Bild einer jungen Lautenspielerin beigefügt: „Francesca Caccini“. Es ist zudem spiegelverkehrt wiedergegeben, so daß die Initialen des Notentextes rechts beginnen und die junge Dame zur Linkshänderin wird. Jeder Hinweis, warum das Bild die Künstlerin darstellen könnte, fehlt. Das Werk wird sonst meist dem Maler Orazio Gentileschi oder seiner Tochter Artemisia (Selbstbildnis?) zugeschrieben und auf das Jahr 1626 datiert. Allerdings ist seit 1998 ein Selbstbildnis (?) mit Laute von Artemisia Gentileschi (1593 – 1653) aus dem Jahre 1614 bekannt, auf dem sie einen wesentlich reiferen Eindruck macht. An diesen Widersprüchen hat sich bei Wikipedia anscheinend noch niemand gestört.

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glasreiniger
30.07.2008 08.54
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noch mehr Sand im Getriebe

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Ulamm#sss

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glasreiniger
30.07.2008 08.08
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Verleugnung der Fakten ?

Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996

Hallo Ralf,

* wieso soll es falsch sein, einen Artikel mit seinem tatsächlichen Titel zu verlinken?
* Anders als den Initiatoren der Befragenungen lieb wäre, gibt es doch im realen Leben kein allgemeines Murren über die Reform.


Gruß
Ulamm 18:09, 29. Jul. 2008 (CEST)

Die aktuellsten Umfragen haben ermittelt, daß ca. 15% der Bevölkerung die Reform befürworten, irgendwo hier steht das auch belegt. Wenn mehr als 50% dagegen sind, kann man nicht davon reden, daß es kein allgemeines Murren gibt. Ich kenne in meinem privaten Umfeld genau eine Person, die sich mit der Reformschreibe beschäftigt und die ist Redigentin, muß es also zwangsweise. Privat schreibt sie wie bisher. Keine einzige große Redaktion wendet den Reformquatsch an, alle haben Hausregeln. Der Mist ist gescheitert, das will nur niemand zugeben. --RalfR → DOG 2008 18:18, 29. Jul. 2008 (CEST)

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Produktion geschriebener Texte, gemessen an den Auflagen sicherlich bedeutender als die „schöne Literatur“, sind Periodika verschiedenster Art. Die sind ganz überwiegend in reformierter Rechtschreibung geschrieben. Dass dies in Form von Hausorthografien geschieht, ist doch wohl auf die Wahlmöglichkeiten zurückzuführen und mithin alles andere als ein Scheitern der Reform:

* alle großen und die meisten kleinen Tageszeitungen. Selbst in der online-Ausgabe der FAZ steht „Kompromiss“
* die Wochenzeitungen Die Zeit, Der Spiegel und Focus
* die wissenschaftlichen Verlage Thieme und Springer (Ärzteblatt, „Anästhesie & Intensivmedizin“ auch)
* Marco POlo, BVA (ADAC-Verlag dagegen nicht überall)

Gruß
Ulamm 21:44, 29. Jul. 2008 (CEST)

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Norbert Lindenthal
09.01.2008 12.50
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Kosten großer Ziele

– – -
Diesen Artikel stelle ich ein im Zusammenhang zu der Überlegung, daß diese Rechtschreib-Seiten im Jahr 2004 nur noch unter 10 Euro im Monat kosten durften. Schon eingenommene Spenden (1850 Euro) wurden von den Verantwortlichen nicht für die Deckung der Kosten und nicht für den Spendenzweck ausgegeben, sondern es wurde ein zerstörerischer Gedankengang entwickelt, der von der Mehrzahl der damaligen Nutzer stillschweigend hingenommen wurde. (Zur Erinnerung: Die Rechtschreibseiten hatten 2004 täglich 1000 Besucher.)
Wikipedia hingegen sagt in der Öffentlichkeit, wieviel Geld es benötigt, und hat vergleichbar anerkennenswerten Erfolg.
Wer zu meiner Vorgehensweise zurückkehren möchte, nehme einfach Kontakt auf. Vielleicht gibt es für die Rechtschreibfrage viel Licht …
Norbert Lindenthal
- – -


Heise c‘t 09.01.2008 12:14

Zwei Millionen US-Dollar für Wikipedia & Co

Die Wikimedia Foundation hat mit ihrer jüngsten Spendenkampagne mehr als zwei Millionen US-Dollar eingesammelt. Unterdessen sind Details über die zukünftige Ausrichtung der Organisation bekannt geworden, die neben der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia auch zahlreiche Schwesterprojekte betreibt. So ist eine Funktion zum gemeinsamen Editieren von Videos geplant.

Auf der Mailingliste der Wikimedia Foundation hat der neue Wikimedia-Vize Erik Möller eine erste Bilanz der Spendenkampagne veröffentlicht. Danach machten rund 45.000 Klein-Spender zusammen insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar für die Foundation locker. Wesentlich für das Endergebnis war aber eine anonyme Großspende, die eine halbe Million US-Dollar in die Kassen der Foundation spülte. Zwar ist dies das beste Ergebnis einer Spendenkampagne der Organisation, Grund zum Jubeln gibt es aber noch nicht. Wegen der enorm gestiegenen Kosten hat die Organisation im aktuellen Geschäftsjahr ein Budget von 4,6 Millionen US-Dollar eingeplant. Das benötigte Geld soll jetzt durch die Ansprache von potenziellen Großspendern zusammenkommen.

Einblicke in die Pläne der neuen Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner gewährt ein vertrauliches Strategie-Papier, das ausgerechnet bei dem von Wikimedia selbst betriebenen kollaborativen Journalismus-Portal Wikinews veröffentlicht wurde. Das 28-seitige Papier gibt eine Präsentation wieder, die Gardner und Möller beim Computer-Konzern Sun hielten, um für eine finanzielle Unterstützung zu werben. Das Papier bestätigt im Wesentlichen die Pläne, die Sue Gardner bereits in einem Exklusiv-Interview mit der c't skizziert hatte, enthält aber auch bisher unbekannte Details.

In dem Papier ist unter anderem eine technische Roadmap enthalten. Die Veröffentlichung der gesichteten Versionen ist demnach für Mai diesen Jahres geplant, gleichzeitig sollen auch andere Werkzeuge zur Qualitätssicherung in der Wikipedia freigeschaltet werden. Einen Schwerpunkt legt die Foundation auf zukünftige Print-Versionen der Wikipedia-Artikel. Zunächst will die Wikimedia Foundation in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Unternehmen Pediapress eine Drucktechnik in die Wikipedia integrieren, die nach und nach ausgebaut werden soll. So sollen die Artikel zunächst ins PDF-Format, später auch ins OpenDocument-Format exportiert werden können. Für Herbst diesen Jahres sind auch sogenannte „Smart dumps“ vorgesehen, die wohl den Druck einer Zusammenstellung ganzer Themenbereiche aus der Wikipedia ermöglichen. Ein weiteres Projekt ist eine Software zum gemeinsamen Editieren von Videos innerhalb der Wikimedia-Projekte. Nach den Screenshots zu urteilen, sollen die freiwilligen Autoren die Möglichkeit bekommen, Videos online zu schneiden und mit Audiokommentaren zu versehen.

Auch über die zukünftige organisatorische Ausrichtung gibt das Papier Auskunft: So sollen bis zum Juni dieses Jahres insgesamt 21 Angestellte für das neue Büro der Foundation in San Francisco arbeiten. Unter den neuen Angestellten sind demnach vier Entwickler, auf Verwaltungsseite werden unter anderem Verantwortliche zur Entwicklung von Partnerschaften mit anderen Organisationen, dem Werben für Spendengelder und ein Buchhalter engagiert. In diesen Bereichen war die gemeinnützige Stiftung bisher sehr schwach aufgestellt. So liegt bis heute noch nicht das Ergebnis der Buchprüfung des vergangenen Geschäftsjahres vor. In einer zweiten Phase soll das Team im Wikimedia-Büro weiter anwachsen: Für 2009 sieht das Strategie-Papier eine Belegschaft von 29 Angestellten vor.

Damit geht auch ein Anstieg der Kosten einher: Für das Geschäftsjahr 2008/2009 sieht das Papier ein Budget von 8,5 Millionen US-Dollar vor, darin sind 4,9 Millionen US-Dollar für den Betrieb der Server enthalten. Um dies zu gewährleisten, hat Sue Gardner während einer Goodwill-Tour potenzielle Spender aufgesucht und von der Mission der Wikimedia Foundation zu überzeugen versucht. Als mögliche Gegenleistung für Spenden sieht Wikimedia-Gründer Jimmy Wales die Bekanntmachung solcher Partnerschaften. So könne ein Hardware-Sponsor damit werben, dass seine Produkte bei der Wikimedia Foundation eingesetzt werden. Für die Stiftung ist das eine Gratwanderung: Traditionell ist die Wikipedia-Community gegen Werbung jeglicher Art eingestellt.

Die Veröffentlichung des vertraulichen Papiers stößt bei den Verantwortlichen der Wikimedia Foundation nicht auf Begeisterung. So hatte Gardner in E-Mails klargestellt, dass sie diese Details noch nicht kommunizieren wolle, da derzeit noch viele Gespräche geführt werden müssten und Details nicht sicher seien. Auf der Mailingliste der Wikimedia Foundation wird die derzeitige Kommunikationspolitik heftig diskutiert.

Siehe dazu auch das Interview mit Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner in der aktuellen c't-Ausgabe 2/08:

„Ein ständiges Bemühen, die Dinge zu verbessern“
(pmz/c't)

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