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Bertelsmann
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Sigmar Salzburg
12.11.2010 10.48
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Noch eine Dünnbrettbohrerstudie der Bertelsmann Stiftung

Könnten in Deutschland Zehntausende Verbrechen verhindert und fast anderthalb Milliarden Euro gespart werden, wenn bloß mehr Schüler den Abschluss schaffen? Für die Bertelsmann Stiftung haben Forscher verblüffend präzise Daten ermittelt. Kriminologen wundern sich über altes Wissen im neuen Gewand.

… „Bessere Bildung führt zu deutlich weniger Verbrechen in Deutschland“, meldete die Stiftung am Donnerstag. Und schlüsselte es sogleich ganz präzise auf: Im vergangenen Jahr hätten 416 Morde verhindert, mehr als 13.000 Raubüberfälle und mehr als 318.000 Diebstähle den Deutschen erspart werden können. Nötig dafür wäre allein, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss zu halbieren – alles rein statistisch betrachtet. …

Fragt man allerdings den Juristen Christian Pfeiffer, einen der führenden deutschen Kriminologen, zu den Ergebnissen aus Gütersloh, redet er sich schnell in Rage. Die Zahlen der Morde und Überfälle finde er „abstrus“...

Auftraggeber der Forschungsarbeit, für die Entorf unter anderem knapp 1800 Strafgefangene in 31 Haftanstalten befragte, war die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Die Stiftung des Medienkonzerns sieht sich dem Gemeinwohl, dem bürgerschaftlichen Engagement und Fortschritt verpflichtet. Schulen und Hochschulen gilt ihre besondere Aufmerksamkeit. Schulversager erscheinen ihr als passendes Forschungsfeld – und Lobbyarbeit funktioniert mit konkreten Zahlen am besten, damit sie zur Handreichung im politischen Diskurs wird, weiß die Stiftung.

Wem verhinderte Morde nämlich als Argument nicht genügen, der findet im Papier „Unzureichende Bildung: Folgekosten durch Kriminalität“ auch noch eine Aufstellung darüber, was mehr erfolgreiche Schulabgänger dem einzelnen Bürger hätten ersparen können – aufgelistet nach Euro- und sogar Cent-Beträgen.

… Pseudopräzise Hochrechnungen von verhinderten Mordfällen und von vermeidbaren „Kriminalitätskosten“ – da mussten sich die von Bertelsmann finanzierten Forscher, so scheint es, den Wünschen aus Gütersloh beugen. Entorf und Sieger wurden gebeten, das Ergebnis präzise in Euro zu beziffern …

spiegel.de 11.11.2010

Da auch das leichtere Schreibenlernen die Bildung verbessert, wurde unter selbstloser Mitwirkung von Bertelsmann früh schon die „Rechtschreibreform“ zur Entmachtung des Duden durchgesetzt.

Die schon erwähnte Förderung der Religiosität durch den „Religions-Monitor“ dient gewiß ebenso dem Ziel der Besserung von Mensch und Bertelsmann-Umsatz. Dabei fällt noch die effektive Resteverwertung auf:

Die Bertelsmann Stiftung „verkauft“ bei lehrer-online ihren Umfragenkatalog zur Religiosität auch noch als Unterrichtseinheit für die Fächer Religion und Ethik.

Sollen die Schüler sich nun gegenseitig befragen? Etwa ob sie gegen „das Böse“ sind? Und was mag dabei „das Böse“ sein – der Massenmörder, oder schon der Linke, der Rechte oder der Schwule von nebenan?

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Sigmar Salzburg
11.11.2010 10.12
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We kehr for you

change
Das Magazin der Bertelsmann Stiftung

>2/2010

Seite 08 [Bild]
Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner und Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, unterschrieben gemeinsam die Vereinbarung.

Berlin setzt auf Engagement von Jugendlichen
Als Modellregion beteiligt sich Berlin an „jungbewegt“, einem bundesweiten Bildungsprojekt der Bertelsmann Stiftung.

Seite 09
Wie religiös sind wir
Mit Hilfe der neuen Unterrichtseinheit können Schüler ein Bewusstsein für die eigene Religiosität entwickeln.

http://www.religionsmonitor.de

Schon den Fuß in der Tür bei:

http://www.lehrer-online.de/religionsmonitor.php

Der letzte im Amt befindliche, noch für die Rechtschreibreform verantwortliche Kultuspolitiker liefert die Jugend weiter an Bertelsmann aus, nachdem er den Interessen des Konzerns schon mit der Änderung der traditionellen Schreibweisen entgegengekommen ist.

Und was geht den Konzern oder die Stiftung überhaupt die Entwicklung von Religiosität in der Jugend an? Schon vorher hatte er eingehende Untersuchungen über die Religiosität der Bundesbürger anstellen lassen (s.a. Liz Mohn). Offensichtlich will sich der Konzern auch da eine Machtposition ausbauen – die mangelhafte Trennung von Staat und Kirche ermöglicht es:

Die Staats- und Kirchenjuristen beschreiben diese Trennung als „hinkende Trennung“.
(lt. Ausschuß für Menschenrechte des Bundestages) hpd.de

P.S.: Monitor heißt eigentlich Ermahner!

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Sigmar Salzburg
26.09.2010 18.32
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Nicht erwähnt: Das Machtspiel bei der Rechtschreibreform

Machtkartell Bertelsmann

Jens Berger 26.09.2010

Die Bertelsmann Stiftung der Familie Mohn ist über die Jahre hinweg zum vielleicht wirkmächtigsten Spieler im deutschen Politpoker geworden

„Alle Macht kommt vom Volke“ – die Volkssouveränität ist einer der Grundpfeiler der Demokratie. Aber geht in einer modernen Demokratie wie Deutschland tatsächlich alle Macht vom Volke aus? Die Bundesrepublik Deutschland ist eine repräsentative Demokratie – der Wähler macht alle vier bis fünf Jahre sein Kreuz auf dem Wahlzettel und legitimiert damit einen Repräsentanten zur Ausübung der Macht in seinem Namen. In einer lebendigen Demokratie wäre der Bürger auch in die Entscheidungsfindung und die politischen Entscheidungsprozesse seiner Repräsentanten direkt mit eingebunden. So lebendig ist die deutsche Demokratie allerdings nicht. Der Wähler macht sein Kreuz und danach übernehmen die modernen Meinungsmacher – Think Tanks, Verbände und Stiftungen.

Die Weltmacht aus Gütersloh
Als der Bertelsmann-Konzern in diesen Tagen sein 175jähriges Bestehen feierte, erinnerten die Feierlichkeiten eher an einen Staatsakt, als an ein Unternehmensjubiläum – eine überaus freundliche Laudatio von Angela Merkel, 1.000 Prominente aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, darunter das Who is Who der deutschen und internationalen Politikelite, wie beispielsweise EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Keine Frage, Bertelsmann ist nicht nur ein Weltkonzern, sondern auch ein politisches Unternehmen

[...lesenswert...]

Alle Macht kommt vom Volke
Bertelsmann und die Bertelsmann Stiftung sind – im schlimmsten Sinne des Wortes – postdemokratisch. Die Interessen der Familie Mohn sind nicht deckungsgleich mit den Interessen des Volkes. Wie kann man die Macht ohne Mandat beschneiden und die Volkssouveränität herstellen? In einer repräsentativen Demokratie ist das natürlich nicht einfach. Wie soll Lieschen Müller eine Gefahr für die Demokratie erkennen, wenn sie noch nicht einmal die Gefährder kennt?

Trotz der einflussreichen und Demokratie bedrohenden Stellung der Meinungsmacher aus Gütersloh findet kein öffentlicher Diskurs über die damit verbundenen Gefahren statt. Keine größere Zeitung, kein größeres Magazin und kein quotenstarkes TV-Format wagt sich an dieses heiße Thema heran – eine Medienkrake legt sich nicht mit der anderen an. Wo aber die vierte Gewalt versagt, können Missstände auch nicht behoben werden. Die Chancen, dass Bertelsmann auch noch die nächsten 175 Jahre Politik gestalten kann, stehen scheinbar gut. Für die Demokratie ist dies keine gute Nachricht.

heise.de 26.9.2010

Bemerkenswert: Die machtvolle Beihilfe des Bertelsmann-Konzerns bei der Durchsetzung der „Rechtschreibreform“ wird nicht erwähnt – Heise-Telepolis gehört auch zur großen Koalition gegen die Schreibtradition:

„7 Lügen über die Rechtschreibreform“
heise.de 14.08.2004

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Detlef Lindenthal
12.12.2006 11.31
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Einheitliche Varianten?? Ein Wort – eine Schreibung? (Zeit/zeit, Trotz/trotz, ...)

http://www.presseportal.ch/de/story.htx?nr=100520967

Wissen Media Verlag Bertelsmann
Deutsche Rechtschreibung: WAHRIG-Redaktion gibt Empfehlungen bei Variantenschreibungen
5.12.2006
Gütersloh (ots) – Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt auch in Sachen „Deutsche Rechtschreibung“. Denn seit dem 1.8.2006 stehen dem Schreibenden in zahlreichen Fällen zwei richtige Schreibweisen zur Verfügung. Die Nachrichtenagenturen beschäftigen sich gerade mit dem Einsatz eigener Hausorthografien, die für mehr Einheitlichkeit sorgen sollen. Andere Medienunternehmen orientieren sich ab dem 1.1.2007 in Zweifelsfällen an den WAHRIG-Empfehlungen. All denjenigen, die sich auf eine konsistente Schreibweise verlassen wollen, bietet „WAHRIG Ein Wort – eine Schreibung“, das neue Wörterbuch aus dem Bertelsmann Lexikon Institut, hervorragende Orientierung.

Mit seinen rund 50.0000 [!!!???] Stichwörtern empfiehlt „WAHRIG Ein Wort – eine Schreibung“ für jeden Einzelfall in sich schlüssige Rechtschreibvarianten auf der Basis nachvollziehbarer, einheitlicher Kriterien. So empfiehlt die WAHRIG-Redaktion die Schreibvarianten Blauer Brief, stromsparend, saubermachen, Sonographie oder Photosynthese. Das Wörterbuch richtet sich insbesondere an Unternehmen der Medienbrache wie Nachrichtenagenturen, Zeitungs- und Zeitschriftenhäuser, aber auch an alle anderen Personen und Institutionen, die sich in ihrer schriftlichen Kommunikation konsequent für eine Schreibweise entscheiden wollen.

Die WAHRIG-Empfehlungen orientieren sich zum einen am gängigen Sprach- und Schreibgebrauch, der im WAHRIG Textkorpus digital umfassend empirisch dokumentiert ist. Zum anderen spiegeln sie die Möglichkeit der Bedeutungsdifferenzierung wider, so dass die übertragene von der wörtlichen Bedeutung eines Stichwortes durch die Schreibung unterschieden ist, wie am Beispiel in der Schule sitzenbleiben vs. auf dem Stuhl sitzen bleiben sichtbar wird.

Häufig vorkommende Wörter und Wortbestandteile in typischen Zusammensetzungen behandelt das Wörterbuch ausführlich in Form von Infokästen. So erhält der Leser systematische Informationen z. B. zur empfohlenen Schreibweise des Wortes „gelb“ in die Gelbe Karte, das Gelbe Trikot, oder gelb streichen. Weitere Infokästen erläutern die Gründe für bestimmte WAHRIG-Empfehlungen, Suchhilfen führen den Benutzer direkt an die Stelle im Alphabet, an der die WAHRIG-Empfehlung zu finden ist.

WAHRIG Ein Wort – eine Schreibung Bertelsmann Lexikon Institut 608 Seiten Format: 13,4 x 19,0 cm Broschur, zweifarbig ISBN-10: 3-577-07567-8 ISBN-13: 978-3-577-0756-1 EUR 9,95 [D] / sFr 18,20


________

Die Leser reiben sich die Augen: Sind dort Titanic-Redakteure eingesickert, oder gilt sowas jetzt als normal?
– Offen ist nach wie vor die Frage, wer die künftigen Jungredakteure psychotherapeutisch betreut, wenn sie geschockt feststellen, daß ihre Schulrechtschreibung für das Berufsleben ziemlich unbrauchbar ist. – Einen heutigen „Deutschlehrer“ bringt man mit einer einzigen Frage zum Stottern und Flunkern: indem man ihn fragt, nach welchen Regeln er die Kommasetzung unterrichtet (jedenfalls nicht nach den „amtlichen“).

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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
14.06.2006 20.29
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Bertelsmann

>>Ab sofort erhältlich: Wahrig-Rechtschreibung /
Endlich Sicherheit nach Abschluss der Rechtschreibreform


Gütersloh/Berlin (ots) – „WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung“ ist ab sofort im Handel erhältlich. Das Standardwerk ist das erste Wörterbuch, das die ab 1. August 2006 verbindliche neue Rechtschreibung mit allen neuen Schreibweisen vollständig umsetzt. Es gewährleistet damit Rechtschreibsicherheit für die Praxis in Schulen, am Arbeitsplatz und zu Hause. Die neue WAHRIG-Rechtschreibung ist ab Juli 2006 ebenfalls auf CD-ROM erhältlich.

„WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung“ bietet umfassende Hilfestellung bei allen Fragen zur neuen Rechtschreibung in Schule, Beruf und Alltag. Das Wörterbuch enthält neben dem neuen amtlichen Regelwerk einen für die Praxis nützlichen Überblick über die wesentlichen Rechtschreibregeln sowie eine praktische Gegenüberstellung der wichtigsten Änderungen von 2006 im Vergleich zu den Schreibungen von 2004. Darüber hinaus gibt der neue WAHRIG Empfehlungen in Fällen, in denen zwei Schreibweisen parallel zulässig sind. Zur schnellen Orientierung und besseren Verständlichkeit sind alle Neuschreibungen farbig hervorgehoben. Mehr als 700 Infokästen informieren über die wichtigsten Änderungen, Zweifelsfälle und sprachlichen Stolpersteine.

Das neue Wörterbuch verzeichnet insgesamt über 125.000 Stichwörter und Schreibweisen, darunter zahlreiche aktuelle Wörter wie Biodiesel, Podcasting oder Sudoku. Die Stichwortauswahl basiert auf den Auswertungen des WAHRIG Textkorpus digital, das mit über 800 Mio. Wörtern derzeit wohl größte digitale Textkorpus im deutschsprachigen Raum. So ist sichergestellt, dass das Wörterbuch genau die Wörter und Schreibweisen enthält, die in der deutschen Schriftsprache heute Anwendung finden.

WAHRIG Die deutsche Rechtschreibung
EUR (D) 14,95, 1216 Seiten, Festeinband ... <<


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Detlef Lindenthal

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