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Verantwortungslose Politiker
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Sigmar Salzburg
18.01.2011 16.40
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Gedenkstunde für Johannes Rau (mit einem kurzen Film)

… Darin kam der langjährige NRW-Ministerpräsident (1978 bis 1998), der am Sonntag 80 Jahre alt geworden wäre, auch selbst zu Wort: "Ich glaube nicht, dass Politik den Charakter verdirbt, sondern schlechte Charaktere verderben die Politik."

Unter den 400 Gästen waren auch … Ex-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD), der früher einmal Raus Büroleiter war. Als Rau damals die Rechtschreibung in einem vorgelegten Text monierte, konterte Steinbrück, dass dies dem Duden entspreche. Darauf Rau: "Hier irrt der Duden."

rp-online.de 18.1.2011

Bis dahin konnten sprachmächtige Germanisten noch konstatieren: „Gutes Deutsch ist nicht, was im Duden steht, sondern was ein gebildeter Deutscher für gutes Deutsch hält.“ Erst mit der „Rechtschreibreform“ der Kulturpolitiker begann die eigentliche Duden-Sklaverei.

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Sigmar Salzburg
03.12.2010 19.04
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Politiker-Geschenke

Winterreifenpflicht: Sommerreifen müssen jetzt stehen bleiben

Ab Samstag gilt die Winterreifenpflicht. Ob damit Unfälle verhindert werden, weiß niemand. Doch wer den rechtzeitigen Wechsel verpennt hat und jetzt vergeblich nach Winterreifen sucht, ist selbst Schuld. Von Dirk Vincken und Gernot Kramper …

Kein nachweisbares Plus[s] an Sicherheit

Sommerreifen hat Peter Ramsauer im Winter von den Felgen verbannt. Das hört sich nach einem dicken Plus[s] bei der Verkehrssicherheit an. Aber wird es nun, wo alle nur mit Winterreifen unterwegs sind, weniger ernste Unfälle mit schweren Verletzungen oder gar Todesfällen geben? Kurze Antwort: Das weiß niemand. Denn trotz der jahrelangen Beschäftigung des Ministeriums mit dem Thema weiß keiner, ob jemals Sommerreifen an einem Unfall im Winter die Schuld trugen oder umgekehrt ein Unfall mit Winterpneus hätte vermieden werden können. Der Grund ist ganz einfach: Niemand hat eine Untersuchung zum Thema „Reifen und Unfälle“ in Auftrag gegeben. Die verfügbaren Daten gehen in eine andere Richtung…

stern.de 3.12.2010

Schon vor zwei Monaten schrieb der Spiegel:
Ramsauer macht Reifenherstellern Wintergeschenk
spiegel.de 6.10.2010

Alles wie bei der nie nachgewiesenen Lernerleichterung und Fehlerverminderung durch die Rechtschreibreform!
Auch sie war ein Geschenk an Bertelsmann-Konzern, Schulbuch-Industrie und die GEW-Ideologen!

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Sigmar Salzburg
30.11.2010 04.19
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Scheinheilige SPD

Stuttgart 21
SPD pocht auf Volksabstimmung

Wenn es nach der SPD ginge, hätten die Bürger im Streit über Stuttgart 21 das letzte Wort. Die Partei dringt weiter auf eine Volksbefragung zu dem umstrittenen Bahnprojekt.
Bei einer Volksbefragung könnten sich die Fraktionen im Landtag darüber verständigen, das Ergebnis anschließend umzusetzen und den Willen der Bevölkerung zu respektieren, sagte der baden-württembergische SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid. Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler habe als Schlichter die Hoffnung auf Bürgerbeteiligung bei Großprojekten geweckt. Umso unverständlicher sei Geißlers Distanz gegenüber einer unmittelbaren Entscheidung der Bürger über das Projekt. „Die Bürger sollten das letzte Wort haben“, so Schmid...

focus.de 29.11.2010

Volksabstimmung nur, wenn das Volk auch das will, was die SPD will.
Der dreisten SPD-Ministerpräsidentin Simonis war 1998 jedoch kein Versuch zu schmutzig, um die Volksabstimmung gegen die „Rechtschreibreform“ zu verhindern und schließlich das Ergebnis in einer großen Koalition mit der CDU zu annullieren. Es war die Annullierung der Demokratie.

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Sigmar Salzburg
24.10.2010 09.57
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Ein Zwangsvolksbeglücker, der ...

... SPD-Chef Gabriel lästert über grüne Volksbeglücker

... SPD-Chef Gabriel wirft den Grünen vor, nur Wohlfühlthemen zu vertreten – und nennt sie indirekt eine Volksbeglückungspartei... Und Gabriel setzte noch einen drauf: Eine Industrienation wie Deutschland könne nicht mit „grünen Wohlfühlthemen“ regiert werden, lästerte Gabriel. Mit Blick auf Baden-Württemberg setzte sich Gabriel ausdrücklich für den Bau eines neuen Bahnhofs in Stuttgart ein. „Die SPD ist immer noch für den Bahnhof und für dieses Verkehrsprojekt“, sagte er. „Die SPD ist eine Infrastrukturpartei, wir sind keine Volksbeglückungspartei.“
Allerdings machte Gabriel eine Volksabstimmung über Stuttgart 21 zur Koalitionsbedingung der SPD in dem Bundesland. „Das müssen auch die Grünen bereit sein zu tun, sonst geht das mit der SPD nicht. Man kann nicht Volksabstimmungen nur dann fordern, wenn man weiß, dass man dabei Erfolg haben wird.“ Gabriel forderte zudem Volksentscheide auf Bundesebene. „Wir merken, dass die politischen Entscheidungen alleine der Parteien und der Regierungen für viele Konflikte keine ausreichende Legitimation mehr darstellen.“
spiegel.de 24.10.2010

Gabriel will keine „Volksbeglückungspartei“ SPD. Treffender wäre zweifellos die Bezeichnung „Zwangsvolksbeglückungspartei“, erwiesen durch die schmutzigen Tricks der SPD gegen die Volksentscheide in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Berlin (mit CDU) wegen der Rechtschreibreform. Schon damals karikierte die SPD selbst ihr eigenes Gerede von „mehr Demokratie“. Zugleich war sie auch „Infrastrukturpartei“ mit dem Plan der Zerstörung der traditionellen Schreibkultur, um die gleichmacherischen Utopien ihrer Ideologen und die froschperspektivischen Wünsche ihrer GEW-Pädagogen zu verwirklichen.

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Sigmar Salzburg
21.10.2010 06.40
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Geistesfreiheit in der SPD

Welche Religion und wie viel davon vertragen Staat und Gesellschaft? Seitdem Bundespräsident Christian Wulff den Islam zwar nicht als Wurzel, doch als Teil von Deutschland bezeichnet hat, bewegt diese Frage die Gemüter in den Parteien. Nun hat sich innerhalb der SPD eine Gruppe von etwa 50 Laizisten gefunden, also von Parteimitgliedern, die eine vollständige Trennung von Staat und Kirche wünschen – und das ist gar nicht im Sinne des Parteivorstandes. Am Dienstag musste sich die Gruppe der Parteispitze beugen und ihre Homepage mit dem Namen [www].spd-laizisten.de abschalten...
derwesten.de 21.10.2010

Wir kennen das schon von der Rechtschreibreform. Die Partei erläßt Denkverbote – obwohl hier nur Grundgesetzliches gefordert wird. Man fürchtet um den linksfrommen Anhang der (reformbekannten) Thierse, Müntefering, Nahles & Co.

Nachtrag am 22.6.2011: siehe hpd.de

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Sigmar Salzburg
13.10.2010 16.05
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Friedrich-Ebert-Stiftung

Rechtsextremismus-Studie

Jeder Zehnte wünscht sich einen „Führer“, jeder Dritte will Ausländer zurückschicken: Rechtsextreme Ansichten sind einer neuen Studie zufolge tief in der Gesellschaft verwurzelt …

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung zu rechtsextremen Einstellungen, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

SPIEGEL.DE 13.10.2010

Die „SPD-nahe“ Friedrich-Ebert-Stiftung fragt in Wirklichkeit nur natürliche Reaktionen der Menschen auf die offensichtlichen Mißstände infolge der versäumten Zuwanderungssteuerung ab, wie sie sich nach mehr als vierzig Jahren unfähiger SPD- und CDU-Politik darstellen. Da die Politiker – wie auch anderweitig angemaßt – nichts falsch gemacht haben können, muß jetzt der normale Selbstbehauptungswille der Bürger als rechtsradikal abgestempelt werden.

Bekanntlich hat die einzige nennenswerte Partei rechtsaußen, die NPD, bei den Bundestagswahlen in den letzten 40 Jahren nie mehr als 1,6 Prozent der Stimmen bekommen. Das spricht schon für eine ungeheure Geduld der Bürger gegenüber den etablierten Parteien und den von ihnen herbeigeführten Mißständen, wie auch für den angemessenen Abstand zu mutmaßlichen Neonazis. Das weiß natürlich auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die aber dennoch nicht von ihrer Leitideologie abrücken will:


„Wir müssen 2010 einen Anstieg von dezidiert antidemokratischen und rassistischen Einstellungen feststellen“, bewerten die Forscher das Ergebnis der Befragung von rund 2500 zufällig ausgewählten Personen…

Anders als es der Begriff Rechtsextremismus vermuten lässt, finden sich rechtsextreme Einstellungen nicht nur am politischen Rand, sondern in der Mitte der Gesellschaft wieder … Selbst in Milieus, die sich traditionell als „links“ bezeichnen, zum Beispiel bei Gewerkschaften oder in der SPD…

Da sich der Begriff „Rassismus“ offensichtlich nicht eignet, muß er erweitert werden:

Die Autoren der Studie sprechen deswegen von einem „modernen Rassismus“, der an kulturellen Unterschieden ansetzt und nicht an vermeintlichen genetischen Merkmalen.

In diese Kategorie fällt damit auch Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), der es für einen Fehler erklärte, „daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“ (Hamb. Abendblatt, 24.11.04) und der noch am 16.09.10 bei ZEIT online für sich in Anspruch nahm, den Ausländeranteil während seiner Regierungszeit konstant bei 3,5 Millionen gehalten zu haben, während sich die Zahl bis heute verdoppelt habe.

Aber kommen wir jetzt zum Eigentlichen des Berichtes:


Zweifel an der Demokratie in Deutschland

Die Antworten zeichnen ein düsteres Bild: Mehr als 90 Prozent der Befragten halten es demnach für sinnlos, sich politisch zu engagieren. 39,1 Prozent fühlen sich in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht wohl und sicher. Immerhin liegt die Zustimmung zur Idee der Demokratie in Ost und West bei über 90 Prozent.

Gefragt nach der Demokratie, wie sie im Grundgesetz der Bundesrepublik festgeschrieben ist, sinkt die Zustimmung aber auf 73,6 Prozent – und mehr als die Hälfte der Bürger zweifelt an der tatsächlichen demokratischen Praxis: Die Zustimmung zur Demokratie, wie sie in Deutschland funktioniert, beträgt nur 46,1 Prozent.

Dies soll wohl die drohende Gefahr einer Hinwendung der Deutschen zum Rechtsextremismus beschwören, um ihre Einnordung verstärken zu können. Tatsächlich ist die deutliche Skepsis der Bürger gegenüber der real existierenden Demokratie nur zu berechtigt. Wer miterlebt hat, mit welch unverfrorener Dreistigkeit die Politikerbande unter heuchlerischem Bedauern den Volksentscheid gegen die minderwertige Rechtschreibreform annulliert hat (1999 in SH) und in anderen Bundesländern mit Finten und Tricks den Erfolg ähnlichen politischen Engagements verhindert hat, der weiß, daß die eigentlichen Feinde wahrer Demokratie in den etablierten Parteien zu finden sind.

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Sigmar Salzburg
06.10.2010 07.49
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Intelligent sich anbiedernde grüne Revolutionäre

Zitat des Tages
Die Grünen haben mit der Atommafia Verträge gemacht, und jetzt biedern sie sich bei der Anti-Atomkraft-Bewegung an.

Die Antiatomaktivistin Hanna Poddig in der tageszeitung (Freitagausgabe). Am Mittwoch abend hatte sie auf einer Diskussionsveranstaltung in Hannover einen Tortenwurf auf Jürgen Trittin, Grünen-Fraktionschef im Bundestag, als legitime Protestform bezeichnet. Der hatte daraufhin mit der Begründung, sie billige »körperliche Gewalt«, das Podium verlassen.
[junge Welt 27.9.2010]

Ergänzend in der taz:
„Das intellektuelle Niveau dieser Argumentation eines Menschen, der sich selbst als Berufsrevolutionärin bezeichnet, ist beleidigend für jeden intelligenten Revolutionär.“ Diese Menschenschelte könnte deutlicher kaum sein. Der Sprecher der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag hat diesen Satz gesagt. Und gemeint damit ist Hanna Poddig. Die 25-jährige Vollzeitaktivistin und Buchautorin („Radikal mutig. Eine Anleitung zum Anderssein“, Rotbuch 2009) ist ein Vorzeigegesicht der außerparlamentarischen Opposition – und derzeit sind die Grünen mächtig wütend auf sie. …
taz.de 24.9.2010

Anbiedern auch bei den Bürgern der Proteste gegen „Stuttgart 21“. Die „Grünen“ sind inzwischen so „grün“ wie die Christdemokraten „christlich“ oder die Sozialdemokraten „demokratisch“ sind. Und plebiszitär eingestellt sind sie schon lange nicht mehr – spätestens seit ihrer Kumpanei mit SPD und CDU bei der Annullierung des Volksentscheids gegen die Rechtschreibreform im Jahre 1999.

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Detlef Lindenthal
05.10.2010 12.32
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Grüne Jugend als Exportschlager

Der hochentwickelte Westen sollte nicht nur Mercedes, BMW und Maschinen exportieren, sondern auch Gewerkschaften, Sozialämter und Grüne Jugend, damit auch bei den Moslems Inzest und Emanzenemanzipation vorankommen – Gleichberechtigung für alle!
__________________
Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
05.10.2010 11.17
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grüne jugend niedersachsen

BUMS*-Seminar

24.08.2010: (*Beziehungen, Unanständigkeit, Macht und Sexualität) – Der LAK Geschlechterfragen lädt ein zum Wochenendseminar.
In spannenden Workshops werden wir mit tollen Referent_Innen uns kritisch mit der romantischen Zweierpaarbeziehung auseinandersetzen, die Institution Ehe als universal Lösung in Frage stellen …

Bericht über das BUMS-Seminar

… Frohgemut fuhr eine etwa 12-köpfige Truppe mit super Frauenquote aus Niedersachsen in das beschauliche Örtchen Vechta. …

Am nächsten Tag ging es nach einem Frühstück im Garten um die Kritik an der Romantischen Zweierbeziehung (RZB). Katja Weiden hielt ein einstündiges Input über die starre Form einer monogamen Beziehung, …

Über einen großen Beamer wurde uns dann noch die verschiedenen Möglichkeiten des tatsächlichen Onlinedatings vorgeführt – von Gayromeo bis Parship. Interessant: Gibt man „Vanilla“ als bevorzugte Auslebung der Sexualität an, heißt dass, das man es sehr normal und unauffällig will, eben wie Vanilleeis, ….

Am sonnigen Sonntagmorgen kam Sarah Benke auf den Dachboden und referierte sehr kompetent über das Tabu Inzest. … In Gruppen arbeiteten wir einstimming heraus, dass das Verbot in die persönliche Privatsphäre des Menschen eingreift und dass behindertes Leben in jedem Falle genauso gleichwertig wie „normales“ ist.

http://www.gj-nds.de/show/3658584.html

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Sigmar Salzburg
01.10.2010 19.30
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Klassische Notwehrsituation

Polizeipräsident Stumpf sprach von einer Aggressivität der Demonstranten, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr in Stuttgart gegeben habe. Stundenlang hätten die Gegner des Bahnprojekts die Polizisten verbal beleidigt und seien sie auch körperlich angegangen. Darauf sei der erste Einsatz von Wasserwerfern seit 40 Jahren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt notwendig geworden …

spiegel.de 1.10.2010

Nachtrag
Wasserstrahl nahm Demonstrant das Augenlicht
Dietrich Wagner ist ein Opfer der eskalierten Stuttgart-21-Demonstration. Ein Wasserstrahl zerriss seine Augenlider und nahm ihm seine Sehkraft. … Der Ingeneur im Ruhestand hat inzwischen Strafanzeige gegen den Innenminister wegen Körperverletzung gestellt. Er verstehe nicht, „wie man gegen die Stuttgarter Bevölkerung ein solches Inferno anrichten kann“, so der schwer verletzte Rentner
welt.de 6.10.2010

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Sigmar Salzburg
01.10.2010 06.00
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Ein Testfall schon vor 12 Jahren

Stuttgart 21
Die Hoffnung landet im Schredder
Freitag 01.10.2010, 07:13

Nach heftigen Ausschreitungen am Vortag sind im Stuttgarter Schlossgarten die ersten Bäume gefällt worden. Kanzlerin Merkel appellierte an die Stuttgart-21-Gegner, friedlich zu bleiben. Aber die Polizei rechnet mit weiteren Eskalationen.

Das Bahnhofsprojekt sei sinnvoll und richtig, sagte Merkel. … Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März nächsten Jahres gehe es auch um die Zukunftsfähigkeit des Landes insgesamt…

focus.de 1.10.2010

Ein bekannter Gedanke, für den schon die „Rechtschreibreform“ ein Testfall war:

Hans J. Meyer, sächsischer Kultusminister und stellvertr. KMK-Vorsitzender, am 26.3.98 im Bundestag:


„Nicht um die Neuregelung der Rechtschreibung geht es in Wahrheit. Es geht um die Frage, ob diese Gesellschaft veränderungsfähig und veränderungswillig ist. Wenn es schon bei einem Reförmchen wie diesem zu solchen Reaktionen kommt, was soll dann erst geschehen, wenn es wirklich ernst wird mit Veränderungen in Deutschland?“

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Sigmar Salzburg
25.09.2010 09.04
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Gabriele Behler

Der Name Gabriele Behler weckt bei vielen Schleswig-Holsteinern unangenehme Erinnerungen – vor allem daran, mit welcher Arroganz sie als Vorsitzende der Kultusministerkonferenz von 1998 ankündigte, einen Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform zu mißachten. Dabei verstieg sie sich sogar zu der Behauptung, die „Reform“ sei ein Ergebnis von Wissenschaft, und über wissenschaftliche Erkenntnisse könne es keine Volksabstimmungen geben.

Acht Jahre später mußten die Kultusminister große Teile dieser „Wissenschaft“ wieder zurückziehen, während sie mit dem übrigen Unfug weiterhin die Schüler mißbrauchten, um die Reform aufrechtzuerhalten.

Jetzt nahm Frau Behler einen Mißbrauch anderer Art zum Anlaß, in der „Zeit“ gegen reformpädagogische Konzepte zu Felde ziehen, die sie dafür verantwortlich machte.

Ihr antwortete im „Spiegel“ der Tübinger Pädagoge Ulrich Herrmann:


Worum geht es in diesem Artikel, der in der Tonlage einem verbalen Amoklauf gleichkommt?

spiegel.de 25.9.2010

Läßt man in Behlers Artikel „Lehrer müssen nicht geliebt werden“ nur das Allgemeingültige stehen und sieht von dem speziellen Anlaß ab, so kommt eine Kritik der vergangenen Reformiererei heraus, die gerade ihr obsessives Eintreten für die Rechtschreibreform vernichtend bloßstellt. Die Entstehung und Durchsetzung dieses Jahrhundertunfugs, bei dem Frau Behler eifernd mitwirkte, könnten fast wörtlich genau so beschrieben werden:

Die Reformpädagogik hat versagt. Sie kann nicht einfach so weitermachen wie bisher.

VON: Gabriele Behler

… Mit manchmal liebenswerter und manchmal erschreckender Verve und mit großem Idealismus auf den großen Kongressen seit den sechziger Jahren vorgetragen, entwickelte das Programm große Verführungskraft.

Einfach schrecklich wurde es, wenn die getreuen Adepten der verschiedenen reformpädagogischen Richtungen – und davon gab und gibt es viele – die Alltagstauglichkeit solcher Theorien unter Beweis zu stellen meinten, voller Selbstgerechtigkeit, mit großem missionarischem Eifer, der aus pädagogischen Prinzipien Heilslehren machte und dabei geprägt war von einem Zerrbild der Regelschulen.

Antistaatliche Affekte wurden mobilisiert gegen die »verwaltete Schule«, eine Schulaufsicht wurde per se als unpädagogisch wahrgenommen, Gleiches galt für fachliches Lernen, Lehrer an Regelschulen waren empathielose Vollstrecker unmenschlicher Fachvorgaben und Handlanger staatlicher Repression. Regelhaftigkeit und Grenzziehungen wurden als Ausfluss autoritärer Gesinnung diskreditiert. Und weil es um Kinder und Jugendliche ging, musste Wärme, Zuwendung und Liebe im Vordergrund stehen und nicht kalte Sachorientierung.

Mythen werden mit dem Nimbus von Wissenschaftlichkeit verkleidet

… Ausgeblendet wurde mit schöner Regelmäßigkeit das, was nicht in die pädagogische Heilslehre passte:

Wenn man sich den bildungspolitischen Diskurs der letzten Jahrzehnte anschaut, dann war das Netzwerk (in der Politik heißt das Filz) der Reformpädagogik hocherfolgreich …

Große Fragmente der Reformpädagogik sickerten in den Alltag der Lehrerbildung, in Richtlinien, Lehrpläne, politische Programme und Schulversuche aller politischen Richtungen ein. Die Schulaufsicht reagierte zunehmend unsicher, zumal die Reformpädagogen ihre Praxis als politisch korrekte Antwort … reklamierten.

Dabei wurden Mythen mit dem Nimbus von Wissenschaftlichkeit verkleidet; jenseits der unterschiedlichen Strömungen aber wurden die zugrunde liegenden Lehren zur Norm, …

Auch ein Schulprojekt der auf der Reformwelle surfenden Bertelsmann Stiftung ist nicht einfach ein Schulprojekt mit Chancen und Risiken und einem zu überprüfenden Effekt. Kritiker werden gleich in Außenseiterpositionen gedrängt, Selbstzweifel werden ihnen auferlegt, eine Methode, mit der die Moderatoren sich selbst unangreifbar machen und Kritiker moralisch diskreditieren. Und wenn nach langen Jahren der Begleitforschung … Bilanz gezogen und festgestellt werden muss, dass weder die Leistungen der Schüler noch die Unterrichtsqualität besser geworden sind, dann konstatiert man im Fazit, dass es für eine endgültige Würdigung des Modellvorhabens »noch zu früh« ist.


Das Überwältigungsverbot als Kern verantwortungsvollen pädagogischen Handelns reicht weit über Päderastie hinaus. Überwältigung des Denkens, Fühlens und Handelns kann libertär oder autoritär verkleidet werden, beides ist nicht verantwortlich, nicht hinnehmbar. …

Unterricht ist als Kern der Schule zu akzeptieren, ihre erzieherische Funktion ist in ihren Grundannahmen offenzulegen und transparent zu halten, jeglicher Totalanspruch der Schule ist zurückzuweisen, sie ist kein Krake und darf es auch nicht sein wollen.

… Die Wissenschaftsorientierung pädagogischen Handelns war ein bedeutender Fortschritt des 20. Jahrhunderts. Sie verträgt sich nicht mit einer Verklärung und Überhöhung der eigenen Praxis – und schon gar nicht mit missionarischem Eifer.

Die Schule ist eine diesseitige Veranstaltung, sie muss diesseitig legitimiert, verantwortet und auch kontrolliert werden. Gläubige sollten sich ans Jenseits halten.

QUELLE: DIE ZEIT, 23.09.2010 Nr. 39

zeit.de

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Sigmar Salzburg
18.09.2010 16.25
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Bürgerproteste

Atomkraftgegner umzingeln Regierungsviertel

Zehntausende Demonstranten haben das Regierungsviertel in Berlin umstellt. Die Veranstalter sprachen von 100000 Teilnehmern, die Polizei ging von mehreren Zehntausend aus. … Angeführt wurde die Demonstration von fünf Traktoren aus dem Wendland…
Für die Linke sagte Fraktionschef Gregor Gysi, seine Partei könne sich eine gemeinsame Klage mit SPD und Grünen vorstellen. Auch wolle die Linkspartei in beiden Ländern, in denen sie an der Regierung beteiligt sei, eine Verfassungsklage vorantreiben. Gysi warf der Regierung vor, die Bevölkerung zu übergehen…

focus.de 18.9.2010

Über den Willen der Bürger hinweg agierten auch die Landesregierungen bei der Durchsetzung der „Rechtschreibreform“. Dabei machten die maßgeblichen Links- und Rechtsparteien jedoch gemeinsame Sache.

Traktoren aus dem Wendland demonstrierten schon im März 1979. Sie umrundeten den Bahnhofsvorplatz in Hannover und stießen zur Großdemonstration gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Gorleben. Und wie zur Bestätigung untermalte der fast gleichzeitige Reaktorunfall von Harrisburg unseren Protest.

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Sigmar Salzburg
09.09.2010 13.48
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Jeden Tag Mut ‚aufs Neue’?

„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“

Bundeskanzlerin Angela Merkel ehrte gestern Kurt Westergaard. Der Däne hatte 2005 die umstrittenen Mohammed-Karikaturen gezeichnet und wird seitdem bedroht

DIE WELT dokumentiert die Rede von Bundeskanzlerin
Angela Merkel …


Meine Damen und Herren,

… In allen Medien ging es schnell um die Frage, was man in Deutschland sagen darf und was nicht. Das Thema Sarrazin ist aber gerade kein Thema der Gefährdung der Meinungsfreiheit

[Ach nee!]

Bei dem Mann, den Sie heute auszeichnen, dem dänischen Zeichner und Karikaturisten Kurt Westergaard, geht es um die Meinungs- und Pressefreiheit. …Darf er das? Ja, er darf.

[Warum nur er?]

… Wenn ein fundamentalistischer evangelikaler Pastor in Amerika am 11. September den Koran verbrennen will, so finde ich das deshalb kurz gesagt schlicht respektlos, sogar abstoßend und einfach falsch.

[... ist aber alte christliche Tradition – s. Wynfred alias Hl. Bonifatius anno 723.]

… Ich kenne solche Abwägungsfragen auch selbst: Soll die deutsche Bundeskanzlerin die Hauptrede anlässlich dieser Veranstaltung halten? Soll sie den Dalai Lama empfangen? …Wie also verhält es sich mit den Werten und den Interessen... Ich habe für mich die genannten drei Fragen drei Mal mit Ja beantwortet, …

[Es wäre interessant, zu hören, ob sie „drei Mal“ abgelesen oder das verpönte „dreimal“ gesagt hat.]

Freiheit ist nicht bindungslos. Das gilt für unser persönliches Leben, das gilt in der Politik, das gilt für die Verantwortung der Medien, das gilt für uns alle. Freiheit ist stets und für alle mit Verantwortung verbunden….

[Also zeigten die Medien Verantwortung? ... als sie nach der kultusministeriellen Geiselnahme der Schüler zwecks Reform-Indoktrination auch an den Eltern – überhaupt am ganzen unwilligen Volk – reformistische Zwangsmissionierung betrieben?]

„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“ Dieser Satz von Perikles ist heute noch genauso aktuell wie im 5. Jahrhundert vor Christus. Freiheit zu leben, erfordert Mut, und zwar jeden Tag aufs Neue, im Kleinen wie im Großen …

[Als die F.A.Z. den Mut hatte, zur traditionellen Rechtschreibung zurückzukehren, hoffte der Schriftsteller Martin Walser, daß „Mut ansteckend wirkt“. Hier können wir nun lesen, wie die Reformschreibung solche Gedanken verhindert: Mut soll man nicht jeden Tag aufs neue (wieder) haben, sondern jeden Tag aufs Neue, und sei es die neue Rechtschreibung.]

welt.de 9.9.2010

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Sigmar Salzburg
03.09.2010 19.31
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Falschspieler der Mehr-Demokratie-Partei

Breite Zustimmung“ für Sarrazin?
Bereite Akzeptanz“ für den Ausschluß?


Tausende Mails sind im Willy-Brandt-Haus aufgelaufen, der Berliner SPD-Parteizentrale. Sie signalisieren, das räumt Gabriel an anderer Stelle ein, zu 90 Prozent Zustimmung – für Sarrazin. Die Debatte hat gerade erst begonnen.

stern.de 2.9.2010

„Bereite Akzeptanz“ für Parteiausschluss
An der SPD-Basis gibt es nach Überzeugung von Parteichef Sigmar Gabriel eine „bereite Akzeptanz“ für das angestrebte Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin. Dies zeigten auch die eingehenden E-Mails von Mitgliedern, sagte Gabriel. Bei den Zuschriften von Nichtmitgliedern scheine der Höhepunkt überschritten zu sein. Gabriel reagierte damit auf Berichte, wonach in der SPD in den vergangenen Tagen vorwiegend Reaktionen eingetroffen seien, in denen Sarrazin Recht gegeben wird.

focus.de 3.9.2010

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