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Kirchen und Religion
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Sigmar Salzburg
09.02.2011 12.36
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Rechtschreibung und Religion

(Dies könnte auch unter Thorheiten stehen:)

08. Februar 2011 – Enno Park

Die Statistiker bei Okcupid haben es wieder getan: Sie haben ganz tief in ihrer Datenbank gewühlt und sind auf interessante Korrelationen gestoßen. Geklärt wird unter anderem die Frage, in welchem Verhältnis Rechtschreibung und Religion zueinander stehen und wie man rauskriegt, wer schon beim ersten Date Sex hat…
[…]
Ein wahres Minenfeld sind Politik und Religion. …Die Bevorzugung einer Partei eben doch viel über das Denken und Fühlen eines Menschen.
In diesem Zusammenhang auch, dass es eine starke Korrelation zwischen Rechtschreibung und Religiosität gibt. Buddhisten und Atheisten haben die beste Rechtschreibung, wobei letztere allerdings eher dazu neigen, sich als korrigierende Rechtschreibnazis unbeliebt zu machen. Die schlechteste Rechtschreibung haben übrigens Protestanten und Katholiken. Ob das was mit dem Bildungsniveau zu tun hat oder eher mit der Fähigkeit, auch mal 5 gerade sein zu lassen, kann sich jeder selbst ausmalen.

yuccatree.de 8.2.2011

Das obige dürfte im deutschsprachigen Raum nicht mehr zutreffen. Die forenaktiven „fortschrittlichen“ Atheisten übernehmen gerne auch den größten Reformblödsinn der Kultusminister, mit oft greulichen Ergebnissen. – Die beste Rechtschreibung haben hier die Fundamentalisten von Kreuz.net. Die Übersetzung von „Spelling nazis“ sollte man meiden.

Erfreulich: Bei „okcupid“ gibt sich der Redakteur einer hier nicht unbekannten Zeitung als Anhänger der traditionellen Rechtschreibung zu erkennen.


Parsifal0909
42 / M / Straight / Married
Heide, Germany

… Ich halte die Sozialpolitik in Deutschland für eine Sauerei und mache mir ernsthafte Gedanken über die Bedrohung der Demokratie in Deutschland durch die Europäische Union.

Und bitte nicht wundern, ich bin Anhänger der alten Rechtschreibung….

Ich arbeite als Nachrichtenredakteur für eine kleine Tageszeitung….

http://www.okcupid.com/profile/Parsifal0909

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Sigmar Salzburg
18.01.2011 09.43
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Gottes Klon

Mammut soll geklont werden

Japan. Sogenannte Wissenschaftler in Japan wollen in einigen Jahren ein Mammut klonen. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AFP’. Nach Angaben der Forschungsleiterin sind die Vorbereitungen für den Tierversuch bereits abgeschlossen. Das Mammut ist seit dem Ende der Eiszeit ausgestorben. Der Klon soll von einer Elefantenkuh ausgetragen werden.

kreuz.net 18.1.2011

Gewiß fürchten die Fundamentalisten von Kreuznet „sogenannte Wissenschaftler“, weil die eines Tages mit der DNS des Turiner Grabtuchs … nein, hier wollen wir nicht weiterdenken.

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Sigmar Salzburg
15.01.2011 11.34
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Benedikt XVI kann seinen Vorgänger endlich selig sprechen …

… – in seliger Stimmung? Nach zehnjähriger Trennschreibindoktrination ist „seligsprechen“ und „heiligsprechen“ seit 2006 wieder zusammenzuschreiben, wie in der traditionellen Rechtschreibung. Die reformdevoten Medien verwenden aber oft noch, zum Schaden der Schüler, die Amputationsschreibung:

Wird Ex-Papst Johannes Paul II. jetzt heilig gesprochen?
Wird Johannes Paul jetzt selig gesprochen, kann dann in einem weiteren Verfahren seine Heiligsprechung erfolgen.
BILD 4.1.2011

Vorstufe zur Heiligkeit
Benedikt XVI. unterzeichnete die Anerkennung einer nicht erklärbaren Heilung Papst Johannes Paul II. soll selig gesprochen werden...
welt.de 15.1.2011

Im „Newsticker” der Südeutschen ist das bescheidene Genesungswunder der Rechtschreibung allerdings schon sichtbar:

Johannes Paul II. wird am 1. Mai seliggesprochen
… Entscheidend für die Seligsprechung in Rekordzeit war eine angebliche Wunderheilung, die das polnische Kirchenoberhaupt der Katholiken nach seinem Tod erwirkt haben soll. Es handelt sich um die Genesung der französischen Ordensschwester Marie Simon-Pierre….
sueddeutsche.de 14.1.2011

Das ist überzeugend – wo doch in Rom viel unwahrscheinlichere Wunder geglaubt werden:

ZENIT – DIE WELT VON ROM AUS GESEHEN

BISCHOF BRANDMÜLLER: ATHEISMUS IST VERNUNFTWIDRIG

Interviewband mit dem zukünftigen Kardinal im Vatikanverlag „Libreria Editrice Vaticana“ vorgestellt


… Auf die Frage nach besonders eindringlichen Wundern, die er kenne, erklärte Brandmüller, dass ein solches sich in Calanda, einer Stadt unweit von Saragossa, ereignet habe, wo einem Jugendlichen mit Namen Miguele Pellicer ein Bein amputiert worden sei. Zwei Jahre später und ungeachtet des schwierigen Wegs habe der Junge sich auf den Weg zu dem marianischen Heiligtum „Heilige Maria von Pilar“ in Saragossa gemacht. Einmal habe er in dem Heiligtum intensiv zu Maria gebetet, sie möge ihm helfen. Und in der Nacht sei etwas Unglaubliches geschehen. Am Morgen sei er aufgestanden und sein Bein sei vollkommen wiederhergestellt und gesund gewesen.
zenit.org 18.11.2010

Etwas wahrscheinlicher wäre die vollkommene Wiederherstellung der traditionellen Rechtschreibung – wenn nicht die deutschen Kirchen dazu beitrügen, dieses Wunder zu verhindern.

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Sigmar Salzburg
22.12.2010 08.40
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Der Papst verbiegt sich nicht …

… so wie seine deutschen Bischöfe, um sich der Schulschreibung unserer Kultusminister anzupassen.

ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI.
BEIM WEIHNACHTSEMPFANG FÜR DAS KARDINALSKOLLEGIUM UND DIE MITGLIEDER DER RÖMISCHEN KURIE
SOWIE DES GOVERNATORATS
„Sala Regia“, Apostolischer Palast
Montag, 20. Dezember 2010



Meine Herrn Kardinäle,
verehrte Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,
liebe Brüder und Schwestern!

Mit großer Freude komme ich zu dieser traditionellen Begegnung mit Ihnen, liebe Mitglieder des Kardinalskollegiums und Vertreter der Römischen Kurie und des Governatorato. Von Herzen begrüße ich jeden einzelnen, angefangen bei Kardinal Angelo Sodano, …
[…]
“Excita, Domine, potentiam tuam, et veni.” Auch heute haben wir vielfältigen Anlaß, in dieses adventliche Beten der Kirche einzustimmen. Die Welt ist mit all ihren neuen Hoffnungen und Möglichkeiten doch zugleich bedrängt von dem Gefühl, daß der moralische Konsens zerfällt, ohne den die rechtlichen und politischen Strukturen nicht funktionieren, so daß die Kräfte, die zu ihrer Verteidigung aufgeboten werden, zum Mißerfolg verurteilt scheinen.
[…]
“Excita, Domine, potentiam tuam, et veni”: Dieses Adventsgebet ist mir in den großen Bedrängnissen, denen wir im vergangenen Jahr ausgesetzt waren, immer wieder in die Gedanken und auf die Lippen gekommen. Wir hatten mit großer Freude das Jahr des Priestertums begonnen, und wir durften es auch gottlob mit großer Dankbarkeit beenden, obwohl es so ganz anders verlaufen ist, als wir erwartet hatten. Es ist uns Priestern und den Laien, gerade auch jungen Menschen, wieder bewußt geworden, welches Geschenk das Priestertum der katholischen Kirche darstellt, das uns vom Herrn anvertraut worden ist. So ist uns wieder bewußt geworden, wie schön es ist, daß Menschen im Namen Gottes und mit Vollmacht das Wort der Vergebung aussprechen dürfen und so die Welt, das Leben ändern können. Wie schön es ist, daß Menschen das Wort der Verwandlung sprechen dürfen, mit dem der Herr ein Stück Welt in sich hineinzieht und sie so an einer Stelle in ihrer Substanz umwandelt. […]
Ich muß es mir versagen, über die eindrucksvollen Reisen nach Malta, nach Portugal und nach Spanien zu sprechen. In ihnen ist wieder neu sichtbar geworden, daß Glaube nicht eine Sache der Vergangenheit, sondern Begegnung mit dem jetzt lebenden und handelnden Gott ist. Daß er uns fordert und unserer Bequemlichkeit entgegensteht, aber uns gerade so den Weg zur wirklichen Freude öffnet.
[…] Möge Gott uns allen gesegnete Weihnachten und sein gutes Geleit im kommenden Jahr schenken.
Diese Wünsche vertraue ich der Fürbitte der Heiligen Jungfrau, der Mutter des Erlösers an und erteile Ihnen allen sowie der großen Familie der Römischen Kurie den Apostolischen Segen. Frohe Weihnachten!

Benededict 20.12.2010

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Sigmar Salzburg
01.12.2010 11.00
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Missionierung

Kinderverblödung auf KI.KA
(hpd) Seit Anfang November läuft auf KI.KA täglich zur besten Sendezeit die Sendung „Chi Rho – das Geheimnis“. Die Serie mit vorerst 13 Folgen entstand mit Unterstützung der Evangelischen und Katholischen Kirche, weitere 13 Folgen sind für das Frühjahr 2011 geplant. Kindern soll mit der Serie die Bibel schmackhaft gemacht werden…

Wer also finanziert das Projekt Chi Rho? Soweit offengelegt, offenbar die Kirchen mithilfe der politischen Vertreter überwiegend jener Bundesländer, in denen jeweils 65-75 % der Bevölkerung konfessionsfrei sind. Vermutlich der Kinderkanal bzw. die beteiligten Rundfunkanstalten selbst. Letztlich finanzieren jedenfalls GEZ- und Steuerzahler diese Serie…
http://hpd.de/node/10768

Religiös Uninteressierte merken kaum, was vorgeht, die Kirchen dagegen wissen genau, was sie wollen. So wird das beteiligte Land Thüringen von zwei Pastoren regiert, die die Reconquista steuern. Auch das ist Demokratie: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre …

Es wird klar, warum die Kirchen sich bereitwillig der Rechtschreibreform unterworfen haben. Nicht auszudenken, wenn die alten Bibeln nicht mehr in den Schulen hätten gelesen werden sollen.

P.S. Eben im Buchladen: Er führt keine unreformierten Bibeln mehr, d.h. Medien, Kirchen und Politiker betreiben Zwangsmissionierungen am Volk auf Gegenseitigkeit.

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Sigmar Salzburg
15.11.2010 07.53
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Rezension

Violettbuch Kirchenfinanzen

(hpd) Dieses Buch kommt genau zur rechten Zeit. Angesichts der seit dem Sommer angeschobenen Debatten um die sogenannten Staatsleistungen …

Daß Frerk nicht bloß einsamer Rufer in der Wüste ist, daß sein neues Buch notwendig ist, zeigen auch weitere politische Vorgänge des Jahres 2010…

Kapitel I geht der Angelegenheit der „Kirchensteuern“ auf den Grund und räumt gleich eingangs mit der Legende auf, diese seien eine Konsequenz aus dem Reichsdeputationshauptschluß von anno 1803.
Die Kirchensteuer an sich – wie sie heutzutage und hierzulande üblich ist, wurde erst mit der Weimarer Reichsverfassung von 1919 eingeführt. … Der Staat war aber nur verpflichtet, den Kirchen die allgemeinen Steuerlisten zur Verfügung zu stellen, damit diese selbständig (und auf eigene Kosten) ihre de-facto-Mitgliedsbeiträge von ihren Gläubigen eintreiben konnten.

Doch erst das Hitler'sche NS-Regime hat den Kirchensteuereinzug durch die Arbeitgeber als staatliche Aufgabe eingeführt, beginnend mit dem 1. Januar 1935. Geschehen in engem zeitlichem und sachlichem Zusammenhang mit dem Reichskonkordat vom 20. Juli 1933 zwischen dem „Heiligen Stuhl“ und der Hitler-Regierung. Und diese Gesetzgebung ist in der Bundesrepublik bis heute fortgeltendes Recht! Auch erst mit diesem NS-Gesetz wurde die verfassungs- (und grundgesetzwidrige) Angabe der Religionszugehörigkeit auf den Lohnsteuerkarten eingeführt.

Daß daher die sogenannten Staatsleistungen keinen Ewigkeitsanspruch darstellen (können), weist Frerk anhand der Texte von Reichsdeputationsschluß, Weimarer Reichsverfassung und Grundgesetz nach…


Siegfried R. Krebs

Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen.
270 S. kart. Alibri Verlag. Aschaffenburg 2010.
ISBN 3-86569-039-5. 16,- Euro

http://hpd.de/node/10633


An sich wollte ich nur zeigen, daß sich auch bei den neuen Humanisten nicht alle der staatlichen Reformschreibung unterwerfen. Aber gerade der Inhalt der Rezension ist bemerkenswert. Wie zum Hohn hat das Bundesverfassungsgericht eben erst den grundgesetzwidrigen Zustand weiter verfestigt:

Verfassungsgericht stützt Kirchensteuer
Karlsruhe (dpa) – Wer selbst keiner Konfession angehört, aber mit einem Kirchenmitglied verheiratet ist, muss sich auch weiterhin an der Kirchensteuer beteiligen. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Freitag (12. November) in Karlsruhe klargestellt.

newsticker.sueddeutsche.de 12.11.2010

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Sigmar Salzburg
12.11.2010 04.18
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Reformministerin Ahnen ist immer noch im Amt

Islam kann nicht Körperschaft des öffentlichen Rechts werden

[Bild]
Doris Ahnen: Diesen Status können nur Religionsgemeinschaften [!] bekommen. Foto: Marc Bleicher

Mainz (idea) – Der Islam kann in Deutschland nicht den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten. Das geht aus einer Antwort der rheinland-pfälzischen Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen (SPD)... hervor.

... In der Antwort der Ministerin heißt es, der Islam sei keine organisierte Religionsgesellschaft. Voraussetzung für den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts ist nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, dass eine Religionsgemeinschaft über einen gewissen Organisationsgrad verfügt. Der Islam kenne aber keine Organisationsstrukturen, …
idea.de 10.11.2010

Man beachte die feine Tendenz des „christlichen Nachrichtenportals idea“ in der Bildunterschrift!

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Sigmar Salzburg
19.10.2010 07.59
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Deutsche Bischöfe korrigieren den Papst

Der Vatikan hat mit Datum v. 19.3.2010 den

HIRTENBRIEF DES HEILIGEN VATERS
BENEDIKT XVI.
AN DIE KATHOLIKEN IN IRLAND

veröffentlicht – wohl in der ursprünglichen Fassung in seiner traditionellen deutschen Rechtschreibung.

Einen Tag später ist der gleiche Hirtenbrief (bbk), orthographisch und sprachlich stark verändert, von der Deutschen Bischofskonferenz an die Presse gegeben worden.

Da sich die Führung der deutschen Katholiken zum Kotau vor der Schreibreform der Kultusminister entschlossen hat, wird auch hier wieder der Eindruck erweckt, als ob der Heilige Vater dem ss-Geßlerhut der deutschen Kulturpolitiker seine Reverenz erwiese. Im Text mußte daher 44mal ein „daß“ durch das leichter erlernbare „dass“, 18mal ein „Mißbrauch“ durch den moderneren „Missbrauch“ ersetzt werden.

Ansonsten bietet der Text wenig Angriffspunkte für weitere Reformänderungen – der Papst fordert das in der Vergangenheit begangene „Unrecht wieder gutzumachen“, die Bischofskonferenz erwartet aber, das „Unrecht wieder gut zu machen“. Der „schnelle soziale Wandel“ wird beflissen der „schnelllebige soziale Wandel“. Ein reformiert unzulässiges „im voraus“ ist den bischöflichen Korrektoren entgangen.

Dennoch wurde die Gelegenheit wahrgenommen, noch weitere erhebliche Eingriffe am Text vorzunehmen, oft zum sprachlich Schwächeren hin: Statt „auf den neuesten Stand zu bringen“ heißt es nun „zu aktualisieren“, „pastoraler Einsatz“ wird „pastorales Engagement“, „was geschehen ist“ wird „was passiert ist“, „Leistungsverantwortliche“ werden „Autoritäten“ und ein „Unterfangen“ wird zu „Initiativen“.

„An die Priester und Ordensleute in Irland“ wendet sich der Papst mit den Worten „daß ihr Männer Gottes seid“, was in der bischöflichen Version nun nicht zu „Männer und Frauen“, sondern politisch korrekter zu „dass ihr Menschen Gottes seid“ verwaschen wird. Auf die weitgehenden inhaltlichen Umfärbungen kann hier natürlich nicht eingegangen werden, auch nicht auf die Frage, wieweit der Papst noch Einfluß auf die neue Version nehmen konnte.

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Sigmar Salzburg
07.10.2010 09.06
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Integrationspolitik

Erste deutsche Uni startet Seminare für Imame

[Bild]
Betende Muslime in Berlin: „Wir brauchen dringend wissenschaftlichen Nachwuchs“

… „Es geht auch um den Respekt für andere Religionen, darum, dass Prediger etwa klarmachen, dass auch Christen und Juden gläubig sind“, sagt Rauf Ceylan, Professor für islamische Religionspädagogik in Osnabrück.

… Osnabrück ist der erste Standort dieser universitären Lehre für Imame in Deutschland – ab nächstem oder übernächstem Jahr soll es auch in Tübingen ein ähnliches Programm geben. Das verkündete Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) am Dienstag.

spiegel.de 7.10.2010

1. Religionen sind keine Wissenschaft und die Ausbildung ihres „wissenschaftlichen“ Nachwuchses gehört nicht an staatliche Hochschulen. – Die Lehrer der synkretistischen „Anthroposophie“ werden auch nicht an den staatlichen Universitäten ausgebildet, obwohl jede größere Stadt ihre „Waldorf-“ oder „Rudolf-Steiner-Schule“ hat.

2. Es geht nicht darum, den Moslems klarzumachen, daß „auch Christen und Juden gläubig sind“ – als „Schriftbesitzer“ waren sie immer bessergestellt – sondern eher darum, daß auch Glaubensfreie und Atheisten mit gleichen Rechten ungläubig sein dürfen. Das allerdings wird auch von christlichen Politikern ständig mißachtet.

3. Mit der Integration des Islam in die Universität will Christdemokrat Mappus auch die Stellung der universitären Theologie sichern, die bei strenger Trennung von Staat und Kirche schon längst hätte ausgegliedert werden müssen.

SPD und Grüne fordern inzwischen, den Islam staatlich als Religionsgemeinschaft anzuerkennen und damit den christlichen Kirchen gleichzustellen. Dieses anbiedernde Entgegenkommen würde die unabhängigen diversiven islamischen Gemeinden nötigen, sich bundesweit kirchenähnlich zusammenzuschließen – wiederum ein staatlicher Eingriff in die Religionsfreiheit.

Nachtrag: Zur seltsamen Symbiose von Staat und Religion:

Legal Tribune 8.10.2010

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Sigmar Salzburg
10.09.2010 08.24
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Steiniges

Die Universität Greifswald hat Studenten und Mitarbeitern das Tragen der bei Rechtsextremen beliebten Modemarke „Thor Steinar“ nach einem Bericht des Neubrandenburger „Nordkuriers“ verboten.
welt.de 10.9.2010

Thor Steinar Kleidung als Gesinnungssymbol? Das läßt hoffen, daß ebenso das Kopftuch, das Unterwerfungssymbol unter den Steinigungs-Koran, verboten wird.

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Sigmar Salzburg
18.08.2010 14.06
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Stussschreibung auch im Vatikan

Sprachliche Schwächen entschuldigen wir gerne, uns geht es nur um die durch die „Reform“ vermehrten und weltweit verbreiteten Fehlerquellen.

Aus dem Vatikanischen Geheimarchiv:


In dieselben Räume, wo Giordano Brunos Verhör stattfand, würde aufgrund eben dieser entscheidenden Probleme zwischen Wissenschaft und Glaube im Morgengrauen der aufgehenden Astronomie und in der Dämmerung der niedergehenden aristotelischen Philosophie sechzehn Jahre später von Kardinal Bellarmino, der nun die häretischen Thesen Brunos bestritt, Galileo Galilei beordert werden. Auch er wird einem berühmten Inquisitionsprozess unterworfen werden, der sich aber glücklicher Weise in seinem Fall mit einer einfachen Abschwörung beschließen würde.

http://asv.vatican.va/de/doc/1597.htm

Obgleich in der Vergangenheit nicht wenige Gelehrte lange und eingehend nachgeforscht hatten, um die Dokumente des Inquisitionsprozesses gegen Galileo Galilei zu «entdecken» oder besser wieder aufzufinden, besitzen wir bis heute nichts Anderes von jenen originalen Schriftstücken als einen mageren Auszug aus den umfangreichen «Inquisitionsdossiers» Galileos aus der Zeit des Prozesses (1633) oder bald danach.

http://asv.vatican.va/de/doc/1616.htm

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Sigmar Salzburg
04.08.2010 07.18
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Rechtschreibfreiheit bei kathnews

Dominus Iesus
Der theologische und weltanschauliche Kontext.
Am 6. August jährt sich bereits zum zehnten Mal die Erscheinung der dogmatischen Erklärung Dominus Iesus, welche die heilige Glaubenskongregation unter der Federführung ihres damaligen Präfekten, Joseph Kardinal Ratzinger, im Auftrag Johannes Pauls II herausgegeben hatte. …
Gewiß, die einzelnen Positionen welche Dominus Iesus notwendig gemacht hatten sind unterschiedlich und reichen von extremen Positionen wie der Allerlösungslehre bis hin zu einer moderateren These, daß wir über die Heilsmöglichkeiten außerhalb der katholischen Kirche gar nichts sagen können. …
Mag. Michael Gurtner

http://kathnews.de/cms/cms/front_content.php?idart=505

Bei „kathnews.de“ scheint tatsächlich Rechtschreibfreiheit zu herrschen. Wenn sich einige Autoren auch beflissen der Reformschreibung unterwerfen, so verweigern doch andere anscheinend ungehindert den Kotau vor der Kultusministerschreibe. Das ist allerdings bei der fundamentalistischen Konkurrenz „kreuz.net“ die Regel, während die Inhalte dort meist ungenießbar sind.

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Sigmar Salzburg
02.08.2010 17.00
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Es geht doch: KATHNEWS.de mit unreformiertem Text

Das Grabtuch von Turin und die Evangelien
Eine Artikelreihe von Dr. theol. Peter H. Görg


„1260-1390!“. So lautete das vorerst endgültige Ergebnis der sogenannten Radiokarbondatierung des Tuches, das seit Jahrhunderten als das Grabtuch Christi verehrt oder als mittelalterliche Fälschung abgelehnt wurde. War damit jede Hoffnung dahin, daß es sich doch um die bedeutendste Reliquie des Christentums handeln könnte….
Was man bis 1898 auf dem über vier Meter langen Tuch gesehen hatte, war zum einen ein schwacher Abdruck eines menschlichen Körpers, dessen Vorder- und Rückseite zu sehen waren. Desweiteren konnte man mehrere Flecken sehen, die aussahen wie Blut. …
Hier soll es nun darum gehen, die verschiedenen Forschungsgebiete darzustellen, die sich mit der „Sacra Sindone“, dem Heiligen Tuch, beschäftigen. … Der vierte Teil befaßt sich schließlich mit der Glaubensfrage, …

Dieser Artikel ist der erste Teil einer wissenschaftlichen Arbeit von Dr. Peter H. Görg, Dogmatiker und theologischer Berater der kathnews-Redaktion. Die übrigen Teile werden innerhalb der kommenden Tage auf kathnews erscheinen.

http://kathnews.de/cms/cms/front_content.php?idart=501

Die interessante Schreibvariante „desweiteren“ könnte für die Schreibreformer eine Zwischenlösung sein, sich „des Weiteren“ allmählich zu entledigen.

Die Frage der Echtheit des Grabtuches kann hier nicht erörtert werden. Trotz meines Unglaubens halte ich es aber für wünschenswert, daß es echt wäre.

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Sigmar Salzburg
15.07.2010 10.22
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Eine weitere Bibel-Reform – nun in reformiertem Reform-Deutsch?

EKD beschließt Durchsicht der Lutherbibel Lenkungsausschuss möchte Ergebnis vor 2017 präsentieren

Hannover (ots) – Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat eine „Durchsicht der Lutherbibel“ beschlossen und einen Lenkungsausschuss eingesetzt, dem u.a. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Exegese, Praktische Theologie, Liturgik und Germanistik angehören. Geplant ist, die durchgesehene Bibel möglichst vor dem Jahr 2017 der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Vorsitzende des Lenkungsausschusses, Landesbischof i.R. Dr. Christoph Kähler, erklärte zu dem Vorhaben: "Die Lutherbibel stellt ein kostbares theologisches und kulturelles Erbe dar. Mit diesem Erbe müssen wir behutsam und sorgfältig umgehen. Der Wortlaut darf nur dann verändert werden, wo es die Treue zu den biblischen Zeugen zwingend erfordert.“ So gehe es bei der beabsichtigten Durchsicht nicht um eine Revision. Es sei nicht Ziel der Arbeit, die Lutherbibel modernem Deutsch anzunähern. Das Vorhaben, so Kähler weiter, sei zwar in der Zielsetzung bescheidener als eine Revision, in der Durchführung aber kaum weniger anspruchsvoll. Denn in den Jahren seit der letzten Revision der Lutherbibel 1984, seien eine Vielzahl neuer Ergebnisse auf den Gebieten der Textkritik und der Exegese erarbeitet worden. Der Rat der EKD sieht Veränderungen des Luthertextes lediglich dort vor, wo sie zwingend geboten sind, […] In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man die Bibelübersetzungen, die auf Martin Luther zurückgingen, sich aber durchaus unterschieden, kritisch durchzusehen und eine erste Revision vorzunehmen. Diese hatte das Ziel, einerseits den ursprünglichen Luthertext wieder herzustellen und andererseits diesen Text an jenen Stellen, wo er nicht mehr verständlich oder unklar war, an den allgemeinen Sprachgebrauch anzugleichen. Immer noch in Gemeinde-Gebrauch ist der Text der zweiten Revision von 1912. Die dritte und letzte Revision wurde in den Jahren 1964 (Altes Testament), 1970 (Apokryphen) und 1984 (Neues Testament) abgeschlossen. Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es Zuge diese Revisionsarbeiten im Jahr 1975. Der damals vorgelegte revidierte Text des Neuen Testaments stieß in weiten Teilen der evangelischen Kirche auf zum Teil massive Kritik. Man vermisste vor allem die „Treue gegenüber der Sprache Luthers“. Es wurde eine "Nach-Revision" vorgenommen, so dass der gesamte Prozess der Revision erst 1984 zum Abschluss kam. Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Rechtschreibung 1999 wurde der Text noch einmal durchgesehen. Bitte beachten Sie unser Editorial „Durchsicht der Lutherbibel“.

http://www.ekd.de/aktuell/edi_2010_07_14_lutherbibel_durchsicht.html

Hannover, 14. Juli 2010
[…]
presseecho.de 14.7.2010

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Sigmar Salzburg
01.07.2010 08.02
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Staatliche Zensur

26. Juni 2010

Cornelsen-Verlag muss anti-evangelikale Passagen in Schulbuch streichen

Kultusministerium: Inhalt stimmt zum Teil nicht mit Verfassung überein.

Berlin/München (idea) – Das bayerische Kultusministerium duldet keine anti-evangelikalen Passagen in einem Schulbuch. Es verwehrt dem Berliner Cornelsen-Verlag die Zulassung des neuen Englischbuchs „Context 21“, wenn es weiter Aussagen enthält, die Evangelikale in den USA in ein sehr schlechtes Licht rücken. Diese Darstellung stimme „teilweise nicht mit den in Artikel 131 der Bayerischen Verfassung formulierten Obersten Bildungsziele überein“, so das Kultusministerium. Diese sind unter anderem Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen.
[…]
idea.de 26.6.2010

Kritik am Kreationismus wird nicht geduldet. Da wundert es einen nicht, wenn die Schüler auch mit den verfälschenden orthographischen Kreationismen eines Prof. Augst indoktriniert werden („belemmert“ von „Lamm” ) und die Schreibvernunft mit kultusministeriellen Zensurmaßnahmen ferngehalten wird.

P.S.: Ein Eintrag von Th. Ickler bei FDS erinnerte mich an meine eigene unveröffentlichte Notiz. – Der Cornelsen-Verlag wurde zum Kniefall gezwungen: FDS

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