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Main-Rheiner
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Sigmar Salzburg
30.08.2010 07.39
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Shaw

Eine Liebe in Briefen
Von Birgitta Lamparth

LITERATURHAUS Saisonauftakt mit Shaw-Abend am 4. September

Sie waren ein ganz besonderes Paar – und waren es doch nie wirklich. George Bernhard Shaw und Stella Patrick Campbell. 40 Jahre überspannt ihre vermutlich platonische Leidenschaft. Hunderte von Briefen dokumentieren ihre intensive Verbundenheit … Iris Gerath-Prein hat sich mit der Beziehung zwischen den beiden Menschen aus der Theaterszene intensiv auseinandergesetzt – … Und da lag es nahe, mit dem Darsteller des Higgins auf der Wiesbadener Bühne, Dirk Schäfer, dieses Programm ebenfalls zu erarbeiten, das nach der Premiere im Literaturhaus auch noch andernorts präsentiert werden soll….
Briefe, die seine Sprachgewalt auf der einen Seite zeigen, die ihr eigene Poesie in schlechter Orthografie auf der anderen. Und ganz viel Liebe. … Tiere kommen in den oft auch ironischen Briefen häufig als Metaphern vor. Daher auch der Jagdleopard: So nennt Shaw Stella Campbell. Iris Gerath-Prein: „Sie ist das wilde Tier, dass er niemals erlegen wird – aber er hat es einmal gestreichelt.“
main-spitze.de 27.8.2010

Bekanntlich hat Shaw testamentarisch einen bedeutenden Betrag zur Entwicklung einer reformierten englischen Rechtschreibung hinterlassen. Das ganze ist aber, nach Verleihung einiger Preise, vernünftigerweise eingestellt worden. Für Shaws Beispiel, man könne „fish“ auch „ghoti“ schreiben (aus: rough, women, nation), könnte man im Deutschen kein Gegenstück finden – was obsessive Reformer nicht hindert. Prof. Higgins hat auch ein reales Vorbild: den Sprachforscher Alexander John Ellis .
Den vielseitigen Schauspieler und Sänger Dirk Schäfer haben wir in Kiel schätzen gelernt.

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Sigmar Salzburg
14.02.2007 20.16
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Wieder mal als Witz: Die Rechtschreibreform

„Momente für die Ewigkeit“
Andy Ost gilt als Senkrechtstarter dieser Fastnachts-Kampagne
MAINZ Er ist der närrische Senkrechtstarter der Kampagne, wo er auch auftritt, versetzt er das Publikum in Verzückung. Zum ersten Mal steht er in diesem Jahr auf den Bühnen der Mainzer Vereine – und wurde prompt für die Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“ engagiert.
[…] „Seit dem ersten Auftritt beim KCK am 20. Januar war jeder Tag ein Erlebnis“, sagt Ost. Gut 20 Mal ist er bislang in dieser Kampagne als „Promi-Reporter“ mit Witzen über Udo Jürgens, Ikea oder die Rechtschreibreform aufgetreten – […] Mit seiner glasklaren Stimme, seinen Parodien, der ihm eigenen quietschfidelen, gleichzeitig ein wenig zurückhaltenden Art, vor allem aber seinem offensichtlichen musikalischen Talent am Klavier und an der Gitarre hat er jeden Saal im Nu für sich gewonnen.[…]

http://www.main-spitze.de/rhein-main/objekt.php3?artikel_id=2711683

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Norbert Lindenthal
18.08.2004 13.04
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Main.Rheiner

18.8.2004

Microsoft befürchtet bei Rechtschreib-Änderungen Millionenkosten

Hamburg (dpa) – Der Chef von Microsoft Deutschland, Jürgen Gallmann, sieht bei einer Umstellung auf die alte Rechtschreibung enorme Kosten auf sein Unternehmen zukommen. «Auf die alten Rechtschreibregeln von Windows oder Office zurückzugehen reicht nicht aus. Denn sicher werden neue mit den alten Regeln gemischt».

Das sagte er dem am Donnerstag erscheinenden Wirtschaftsmagazin «Focus-Money». Die Office-Software müsste neu programmiert werden, «ein gigantischer Aufwand». Schließlich gelte es nicht nur, die Rechtschreibung in der Software umzustellen, sondern auch, Handbücher, Web-Inhalte, Animationen und Glossare wären zu korrigieren. Durch die Überarbeitung könnten Probleme wie etwa die mögliche Inkompatibilität mit älteren Programmteilen noch zunehmen.

Über die Rechtschreibreform beraten am nächsten Montag (23.) in Wien Verwaltungsbeamte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es handelt sich nach Darstellung der Kultusministerkonferenz (KMK) um ein lange geplantes Routine-Arbeitstreffen. Von deutscher Seite werde unter anderem KMK-Generalsekretär Erich Thies teilnehmen. Ergebnisse oder Beschlüsse seien nicht zu erwarten. Im Mittelpunkt steht der geplante Rat für deutsche Rechtschreibung, der die Entwicklung der Rechtschreibung beobachten soll. Die genauen Kompetenzen und die Zusammensetzung des Rates stehen noch nicht fest. Die KMK will aber auch Reformgegner und Vertreter der Medien berücksichtigen.

Unterdessen hat der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass die KMK im Streit um die Rechtschreibreform scharf kritisiert. Sie sei «inkompetent, entscheidungsschwach oder blockierend tätig», sagte Grass in einem am Mittwoch gesendeten Interview im Nordwestradio von Radio Bremen und dem NDR. Die Schriftsteller hätten frühzeitig dagegen protestiert. Viele irrationale Entscheidungen könnten jedoch noch schrittweise rückgängig gemacht werden. Dabei sei zu beachten, dass «eine Sprache etwas Lebendiges ist».

Der Springer-Konzern und der «Spiegel»-Verlag haben angekündigt, schnellstmöglich zur früheren Rechtschreibung zurückkehren zu wollen; bewährte neue Regeln sollen aber beibehalten werden. Auch die «Süddeutsche Zeitung» und der «Rheinische Merkur» möchten die neue Rechtschreibung in ihrer bisherigen Form nicht beibehalten. Dagegen haben andere Medien, darunter ARD, ZDF und die «Frankfurter Rundschau» betont, an den neuen Regeln festzuhalten.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 7./8 Oktober in Berlin zusammenkommen und über die Rechtschreibung beraten, die Kultusminister der Länder am 14./15. Oktober im Saarland. Die große Mehrheit der Länder will an dem KMK-Beschluss festhalten, dass zum 1. August 2005 nur noch die neuen Schreibweisen richtig sind.

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Norbert Lindenthal
12.08.2004 06.00
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Main-Rheiner Main-Spitze



Stop-Schilder nun mit zwei P?

Telefonaktion zur Rechtschreibreform

Vom 12.08.2004
 
Von unserer Mitarbeiterin Anette Mayer

Die Rechtschreibreform gibt Anlass zur Diskussion. Auf Einladung der „Main-Spitze“ meldeten sich gestern zu diesem Thema Leser in der Redaktion. Albert Koch aus Nauheim zum Beispiel sieht die Sachlage so: „Die Debatte zur Rechtschreibung ist durchaus berechtigt. Die Reform selbst ist jedoch konfus und nicht wert, als Reform angesehen zu werden. Wenn eine Veränderung, dann wohl durchdacht und in Etappen. Verbindlichkeit ist das Stichwort. Wenn auf Stop-Schildern das Wort mit einem P geschrieben wird, wie in aller Welt, und die Kinder in der Schule das selbe Wort mit zwei P schreiben sollen, führt das zwangsläufig zu Verwirrung.“ Und dies sei nur ein Beispiel von vielen. „Ich bin nicht grundsätzlich gegen Reformen“, so Koch weiter. „Ausländern sollte die Bedingung auferlegt werden, einen Deutschkurs zu belegen, wenn sie nach Deutschland Telefonaktionkommen möchten. Das würde ihnen die Gewöhnung an die Sprache vereinfachen. Da müssen wir nicht gleich eine Rechtschreibreform machen, die zudem noch schlecht durchdacht ist.“ Auswirkungen hätte dies auch auf Zeitungen, die die neue Rechtschreibung übernommen haben. Viele Leser seien verärgert.

Ähnlich sieht es Helga Limonio aus Rüsselsheim, die sich als Steuerzahlerin auf den Plan gerufen fühlt. Sie vertritt ebenso die Meinung, dass der Reform ein einheitlicher Kern fehlt und nennt zudem noch die Problematik der Silbentrennung, zum Beispiel bei „Mücke“ oder „Lücke“.

Walter Völker sieht eher ein Problem in den Trennungsregeln der alten Rechtschreibung, die ihm schon immer Schwierigkeiten bereiteten, weil sie ihm unlogisch erschienen, wie bei „Fenster“ und Stilleben“. Er wäre dafür, die Zeitungen zu kennzeichnen, die sich entschlossen haben, nach neuen Regeln zu schreiben. Kernpunkt der Kritik von Helga Limonio ist jedoch die Geldausgabe: „Die Reform verschlingt zu viel für solch einen Quatsch. Wir haben genug Probleme, wieso müssen wir noch künstlich eine Rechtschreibreform machen?“

Einen weiteren Aspekt nennt Anneliese Sittmann aus Raunheim. Sie ist der Meinung, dass die Jugend gänzlich uninteressiert sei an der neuen Rechtschreibung, da im Zeitalter der Computer eigenes Schreiben eine eher untergeordnete Rolle spiele. „Im Zweifelsfall übernimmt die Selbstkorrektur des PC die lästige Aufgabe der Fehlersuche.“ Auch Sittmann stellt jedoch eine allgemeine Verwirrung derer fest, die zumindest bemüht sind, sich mit den neuen Regeln auseinander zu setzen. „Zu Zeiten der Sütterlin-Schrift wurde noch mehr Wert auf korrektes, einheitliches Schreiben und Schönschrift gelegt, wobei eine schöne Handschrift in unserer Zeit eher unwichtig geworden ist. " Zu Bedenken sei aber, dass dies auch ein Teil der Schreibkultur ist. Noch kann der Normalbürger „Stop(p)" schreiben wie er möchte, aber was, wenn bald weder die neue noch die alte Rechtschreibung, sondern ein Kompromiss als dritte Version das Non-plus-ultra ist?

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Norbert Lindenthal
11.08.2004 06.49
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Main-Rheiner



„Anderswo lacht man schon über uns“

Elisabeth Mudersbach, Stadtelternbeiratschefin und Lehrerin, über die Rechtschreibreform

Vom 11.08.2004

Alte Rechtschreibung, neue Rechtschreibung und als dritte Version bald noch ein Kompromiss aus diesen beiden? Elisabeth Mudersbach kennt sogar weitere Spielarten. Die von Kindern nämlich, die mit dem Durcheinander auf ihre Weise klarzukommen suchen.

 
Von unserem
Redaktionsmitglied Michael Wien

Kinder sind stolz, wenn sie endlich so unentbehrliche Informationen wie die auf Müsli-Packungen, Joghurt-Bechern oder Waschmitteln entziffern können. „Sind diese dann nach verschiedenen Schreibweisen gestaltet, erhalten Kinder keine Orientierung, sondern reagieren verunsichert. Zumal auch die Eltern nicht sagen können, was davon morgen noch gilt“, sagt Mudersbach, Vorsitzende des Stadtelternbeirates und Lehrerin (Englisch, Gesellschaftslehre). Die Schriftlegung der Sprache hat ihre Verbindlichkeit verloren. „Das führt dazu, dass Kinder ihre Phantasie einsetzen, um eigene Vermutungen anzustellen.“

Vom Boykott der Reform durch Schriftsteller und einzelne Buch- und Zeitungsverlage hält Mudersbach nichts. „Das vergrößert dann auch noch die Verunsicherung der Erwachsenen.“ Natürlich, die „KMK“, die Kultusministerkonferenz, auf die schon Kanzler Helmut Schmidt schimpfte, sei kein Verfassungsorgan. Jede Legitimation, die Sprache zu reformieren, spricht Mudersbach ihr aber dennoch nicht ab. „Die Minister vertreten Landesparlamente und sorgen gemeinsam für Einheitlichkeit.“ Im Prinzip jedenfalls. Das diesmal einheitlich erzeugte Chaos hätte die KMK vermeiden können: „Sie hätte Vorschläge machen, diese mit Sprachwissenschaftlern und Literaten diskutieren, dann die Reform beschließen und sofort durchsetzen müssen.“ Ohne Fachleute zu werkeln, um dann eine Übergangsfrist zu beschließen, in der jeder fruchtlos sagt, was er von der Reform hält und jeder gerade so schreibt, wie er mag, sei falsch. „Als die Reform überlegt wurde, war die Politik wohl nicht so weit wie heute.“

Lässt sich eine Sprache – statt zu wachsen – per Ministerbeschluss „verbessern“? „Eine Reform war unumgänglich. Nicht zuletzt Verfremdungen durch viele Fremdwörter – französische, lateinische, griechische, später englische – hatten dazu beigetragen, dass weite Teile der Bevölkerung Probleme mit der Rechtschreibung bekamen.“ Die unfachgemäße Reform habe Vereinfachungen, aber auch manche Verarmung gebracht: ",Filosofie' zu schreiben, heißt die Herkunft des Wortes zu leugnen.“

Das sprunghafte Anwachsen der Zahl von „Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwäche“ sei wahrscheinlich nur Zeichen einer Verunsicherung von Kindern, denen Vorbilder fehlten. „Ein Kinderbuch ist in neuer, ein anderes in alter Schreibweise gehalten. Eltern kann man nicht mehr fragen. Schulen warten mit der Anschaffung von Büchern darauf, welche Version sich durchsetzt. Im Ergebnis dieser Jahre andauernden Zwischenphase haben wir Schulbücher, in denen sich die deutsche Einheit weder in Texten noch Karten spiegelt. Anderswo lacht man doch schon über uns.“

Eine Sprache zu schreiben, der man viel abgewinnt, fällt leichter. Ist da nicht eine fortschreitende Verkürzung auf das Umgangssprachliche gefährlich? „Die Schulen achten sehr auf bewusste Trennung zwischen gesprochenem und geschriebenem Text. Erkenne ich nicht den Schatz, den eine Sprache darstellt, ist mir die Rechtschreibung egal.“ Kinder bekämen Lust auf eine Sprache, wenn sie entdeckten, dass sich Sorgfalt lohnt, um verbindlicher und präziser Dinge, Geschehnisse, Empfindungen beschreiben zu können. „In Zeiten karger E-Mails und SMS-Botschaften ist das ganz besonders wichtig.“

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