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Fürs Erste nicht, aber fürs Zweite vielleicht?
Die Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani soll ihren Ehemann betrogen haben und deshalb gesteinigt werden. …
Der britische Außenminister William Hague nannte Steinigungen mittelalterlich und abstoßend. …
Das Urteil gegen die 43-Jährige, Mutter zweier Kinder, werde fürs Erste nicht vollstreckt, erklärte die zuständige Justizbehörde am Sonntagabend laut einer Meldung der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.
spiegel.de 11.7.2010
Mittelalterlicher Strafvollzug, vorgeführt in mittelalterlicher Rechtschreibung:
Schon der gerade gefeierte Ur-Duden von 1880, der ja nur eine Harmonisierung der an preußischen und bayerischen Schulen üblichen Schreibweisen darstellte, verzeichnet „fürs erste“.
Was soll diese aufdringliche Substantivierung, d.h. Materialisierung von etwas, das sich nicht einmal nach gründlicher Analyse als gedachtes Objekt identifizieren läßt? („vorerst“ wäre ohnehin hier besser.)
P.S.: Im christlichsten Staat, dem Kirchenstaat, wurde 1870 noch die Todesstrafe vollstreckt, die Abschaffung gar erst 100 Jahre später beschlossen. Im frommen Bibelgürtel der USA steht sie heute noch in hohem Ansehen. Da der Islam 600 Jahre später begann, wird die Humanisierung in den islamischsten Staaten wohl noch eine geraume Zeit auf sich warten lassen.
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