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Sigmar Salzburg
14.11.2011 18.30
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Freigeist-Weimar.de



Freundliche Höflichkeit (links) kann leicht zum Kotau (rechts) verkommen.

Während die meisten Freidenker und Atheisten unterwürfiger als die Kirchen den Kotau vor dem „amtlichen“ Schreibdiktat vollzogen haben, gibt es bei Freigeist-Weimar.de noch unangepaßte Autoren. Sogar eine graphische Darstellung zum Anpassungsverhalten ist zu finden – hier allerdings bezogen auf die LINKE und die Papstrede vor dem Bundestag (Link hinzugefügt):

Ein nicht veröffentlichter Leserbrief im „Neuen Deutschland“

BERLIN. (fgw) Zum Artikel „Reine Leere“ in der sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“ vom 26.9.11 hatte Ingolf Tabbert aus der Hauptstadt einen Leserbrief verfaßt, den diese Zeitung jedoch bis heute ihren Lesern nicht zur Kenntnis gegeben hat. … Darin heißt es u.a.:

… Das, was uns Ingolf Bossenz mitgeteilt hat, mußten sie schon vorher gewußt haben, sonst säßen sie ohne Wähler-Legitimation am falschen Platz...

freigeist-weimar.de 6.10.2011

Sowohl der hier schon genannte Kulturwissenschafter und Journalist Siegfried R. Krebs als auch der ND-Leser Ingolf Tabbert schreiben unangepaßt herkömmlich. Auch die Autoren Ilka Lohmann und Dieter Krieg bedienen sich der lesefreundlichen Orthographie.

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Sigmar Salzburg
27.10.2011 07.45
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'Grobe Täuschungen'

Lesenswert: Der Kampf eines Autors um die Rechtschreibung:
Sprachforschung.org

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Sigmar Salzburg
15.10.2011 17.04
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Andrea Diener

Zu Andrea Diener im FAZ-Blog

Riesenschecke
14. Oktober 2011, 01:07
Sehr geehrte Frau Diener,´
im Blog „Ding und Dinglichkeit“ schreiben Sie nach wie vor Beitrage in herrlich zu lesender bewährter und unreformierter Rechtschreibung. Macht sich richtig gut auf meinem ipad.
Warum wählen Sie neuerdings ausgerechnet in diesem Literaturbereich die schlechtere und plumpere Variante ?

Andrea Diener
14. Oktober 2011, 11:11
Riesenschnecke, weil ich diese Stücke eigentlich für die Buchmessezeitung schreibe, und im Print ist die Neuschreibung gefragt. Wenn ich nur blogge, kann ich machen, was ich will. Und da schreibe ich alt...

Spectator, daß es „hier“ um Bücher ginge, wird immer wieder gern kolportiert. Glauben Sie solchen Gerüchten um Himmels willen bloß nicht!

faz.net/blogs 14.10.2011

Bundesverfassunggericht v.14.7.1998: „Soweit dieser Regelung rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreibregeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben.“.

Wie man sieht, fußt das Urteil auf mangelhaftem Vorstellungsvermögen über die Wirklichkeit.

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Sigmar Salzburg
13.07.2011 07.26
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Lehrerfreund

Bei FDS hat Th. Ickler an den „Lehrerfreund“ erinnert:
Triumph bei Lehrerfreund.de zum Springer-Kotau 2006 – hier schon vor vier Jahren angeprangert. Ist Berthold Metz der eifernde Klein-Revoluzzer? Die Kritiken unbeeindruckter Leser (bis 2011) sind deutlich. Nützlich ist darunter der Hinweis auf den aktualisierten Link:

http://www.vernuenftig-schreiben.de/firefox.html

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Sigmar Salzburg
04.07.2011 06.07
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kreuz.net

Die fundamentalkatholische Seite, deren Inhalte mir naturgemäß fernstehen, verwendet immer noch die traditionelle Rechtschreibung. In dem lesenswerten Artikel von Paul Craig Roberts, der von antikrieg.com übernommen wurde, hat man sogar das alberne „so genannt“ wieder zusammengefügt. Nur bei den „post-Orwell´schen Zeiten“ ist der reformierte Apostroph verblieben.

(Es geht um Libyen, deren obskure Aufständische auch unser konfuser Außenminister USA-gefällig mit einem illegalen Blitzbesuch in Bengasi aufzuwerten sich herausnahm.)

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Sigmar Salzburg
04.03.2011 19.16
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NürnbergWiki

Hier sei nochmal auf Manfred Riebes „NürnbergWiki“ hingewiesen
http://www.nuernbergwiki.de

Neben der dort gepflegten traditionellen Rechtschreibung gibt es auch ausführliche Darstellungen einzelner Persönlichkeiten, die im Kampf um die Erhaltung der bewährten Kulturrechtschreibung hervorgetreten sind, u.a.:

* Friedrich Denk – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Friedrich_Denk
* Klaus Deterding – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Klaus_Deterding
* Christian Gizewski – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Christian_Gizewski
* Dankwart Guratzsch – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Dankwart_Guratzsch
* Iris Hanika – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Iris_Hanika
* Gernot Holstein – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gernot_Holstein
* Theodor Ickler – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Theodor_Ickler
* Wolfgang Illauer – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Wolfgang_Illauer
* Helmut Jochems – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Helmut_Jochems
* Josef Kraus – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Josef_Kraus
* Hans Krieger – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Hans_Krieger
* Gerhard Müller – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Gerhard_M%C3%BCller
* Horst Haider Munske – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Horst_Haider_Munske
* Peter Horst Neumann – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Peter_Horst_Neumann
* Stefan Stirnemann – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Stefan_Stirnemann
* Werner H. Veith – http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Werner_H._Veith

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Sigmar Salzburg
26.02.2011 17.22
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Hinweis

Stefan Stirnemann

Die Schule und ihre Rechtschreibungen
im fünfzehnten Jahr der Rechtschreibreform


sprachforschung.org 14.2.2011

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Sigmar Salzburg
03.09.2010 10.04
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Auferstanden aus Ruinen

Anonymus Kratzbaum schrieb gerade bei Sprachforschung.org:

Wie man liest, hat der Vorstand der Bundesbank „einstimmig“ beschlossen, Sarrazins Abberufung zu beantragen. – Gehört nicht S. auch zum Vorstand? Hat er dann mit abgestimmt gegen sich selbst? Ich hoffe, daß der Mann klagen wird.

Die Bundeskanzlerin nimmt die Entscheidung des Bundesbankvorstands „mit großem Respekt“ zur Kenntnis. – Wenn man bedenkt, welchen Druck sie auf das Gremium ausgeübt hat, kommt das fast einer Verhöhnung gleich.

sprachforschung.org 3.9.2010

Gleicht das nicht genau der alten DDR-„Volksdemokratie“?
Ähnlich war schon die einstimmige Annullierung des Volksgesetzes gegen die Rechtschreibreform durch die Blockparteien des Kieler Parlaments am 17.9.1999.

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Sigmar Salzburg
15.05.2010 15.03
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GWUP

Gegenwärtig findet in Essen eine Tagung der „Skeptiker“ (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) statt. Auf ihrer Homepage stellen sie sich dar als …

Die Skeptiker: Was wir wollen
Eine offene und demokratische Gesellschaft braucht sachliche Informationen – gerade bei emotional besetzten Themen. Einem solchen Themenbereich widmen wir uns: den Parawissenschaften.
Was sind Parawissenschaften? In der Familie, unter Freunden und Kollegen, aber auch in der öffentlichen Diskussion begegnen wir immer wieder Fragen wie:
• Können so genannte alternative Arzneimittel heilen?
• Steht unser Schicksal in den Sternen?
• Helfen Magnete bei der Wasserenthärtung?
• Gibt es Menschen, die Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen können?
• Müssen wir uns vor Erdstrahlen schützen?

[Hier könnte natürlich auch die Frage stehen:
• Erleichtert die so genannte Rechtschreibreform das Schreiben?
]

…. Die Antworten auf solche Fragen haben auch praktische Bedeutung. Oft treffen Menschen auf der Basis fragwürdiger „Theorien“ wichtige Entscheidungen und setzen Vermögen, Beruf oder sogar ihre Gesundheit aufs Spiel. Klassische Verbraucherschutzorganisationen oder wissenschaftliche Einrichtungen sind meist nicht gerüstet, Fragen zu diesen Themenbereichen zu beantworten.

Die Skeptiker – ehrenamtlich für Aufklärung und Verbraucherschutz
Die GWUP ist ein wegen Förderung der Volksbildung als gemeinnützig anerkannter Verein, in dem sich etwa 870 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte für Aufklärung und kritisches Denken, für sorgfältige Untersuchungen parawissenschaftlicher Behauptungen und die Popularisierung von wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen einsetzen….

http://www.gwup.org/

Ein Blick auf die Seite der Skeptiker zeigt, daß sie, wie so viele „Fortschrittliche“, der „Rechtschreibreform“ folgen, deren Durchsetzung ebenfalls parawissenschaftlich begründet wurde. Man denke nur an das „Jogurtbecher-Diktat“ als Beweis für die angeblich 50prozentige Fehlerverminderung.

Man verstehe mich nicht falsch. Ich stehe ganz auf der Seite der Skeptiker. Nur hört bei mir die Skepsis nicht vor der „Rechtschreibreform“ auf.

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Sigmar Salzburg
28.01.2010 09.34
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CORA STEPHAN

Die Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin, zeitweise auch Kulturredakteurin und Rundfunkmoderatorin pflegt weiterhin in ihrem „Blog“ die traditionelle Rechtschreibung:

CORA-STEPHAN.BLOGSPOT

Mittwoch, 27. Januar 2010
Die Stärke und die Schwäche des Westens
Übertreiben wir es hierzulande in der Auseinandersetzung mit dem Islam? Zeichnet sich gar so etwas wie Islamophobie ab? Ja, muß man womöglich vor einem dem islamistischen Fundamentalismus vergleichbaren „Fundamentalismus der Aufklärung“, einer Art „Menschenrechtsfundamentalismus“ warnen, wie jüngst in deutschen Feuilletons zu lesen war?

Die zu Recht empfindliche deutsche Öffentlichkeit insistiert darauf, daß nichts den Tod von Menschen rechtfertige – wohlgemerkt: nicht nur den Tod Unbeteiligter, sondern auch gegnerischer Kämpfer. …
Welcher muslimische Haßprediger, welcher einfach nur kulturüblich stolze muslimische Mann empfände keine Genugtuung, wenn er hört, wie wenig ernst sich die Gegenseite nimmt, …

Doch warum stehen wir nicht zum unauflöslichen Dilemma, daß Freiheit unverzichtbar ist, aber auch frostig sein kann? Die auch im europäischen Westen noch nicht lange errungene Freiheit des Individuums, sein Glück auf die ihm gemäße Weise in die eigene Hand zu nehmen, ist eine mächtige Triebfeder. Ja, sie hat ihre häßlichen Seiten, doch weit häßlicher ist die Armut, die sich paternalistischen Sozialstrukturen verdankt, …

DeutschlandRadio am 27. Januar – kann man auch hören!

EINGESTELLT VON CORA STEPHAN UM 10:18
Cora Stephan

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Sigmar Salzburg
09.11.2009 08.30
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Neues von der „freien“ Enzyklopädie Wikipedia

Beim VRS findet sich folgende aufschlußreiche Notiz über einen militanten Reformdurchsetzer bei Wikipedia:

Nodutschke alias Pavel Andreas Richter

Dieser Wikipedia-Löschtroll wurde hier im VRS-Forum von Moderatorin Elke Philburn zusammen mit Norbert Bienefeld gesperrt. In der Wikipedia machte er nun Karriere …

Pavel Richter ist seit 1. August 2009 Geschäftsführer von Wikimedia-Deutschland. …

Einigen ist Pavel Richter bekannt als Wikipedia-Autor (Benutzer: Schreibvieh) http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Schreibvieh
Dort bekennt Benutzer:Schreibvieh: Ich war früher als Benutzer:Nodutschke in der Wikipedia aktiv.

Anmerkungen:
Das ist nur die Spitze des Eisberges. Nodutschke war als bezahlter „freier Unternehmensberater“ vornehmlich destruktiv tätig und löschte professionell auch unter vielen anderen Pseudonymen. Konstruktive Artikelarbeit leistete er über viele Jahre hinweg nicht.
Der „freie Unternehmensberater“ bekannte, daß er von seinem Führungsoffizier pro gelöschter Zeile 50 Cent erhielt, später 67,5 Cent...

vrs-ev.de/forum 7.11.09

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Sigmar Salzburg
08.11.2009 09.55
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Andrea Diener im FAZ-„BLOG“

Andrea Diener, geboren in Frankfurt und ihr Leben lang nicht von da weggekommen, studiert ebendort Anglistik und Kunstgeschichte. Deshalb interpretiert sie so gern, und zwar alles, am liebsten aber Möbelhausprospekte unter Einbeziehung postkolonialer Gesichtspunkte. Ansonsten fotografiert sie, zeichnet, klickt an ihrem iBook herum (eigentlich den ganzen Tag, wobei keiner weiß, was genau sie da tut), liest billyweise Bücher, bloggt, bildet eine Ein-Frau-Bastion für die alte Rechtschreibung und züchtet Bonsai-Bäume….
satirezeitung.de

Kostprobe:

Die Schüssel und das Pendel:
Im Esoterikladen


faz.net-blog 6.11.09

P.S.: Vor längerer Zeit sah ich im Fernsehen bei „Pastor Fliege“ einen früher vernünftigen Bekannten (Bauschulprofessor), wie er mit der Wünschelrute die Schadstoffbelastung von Baustoffen prüfte.
Meine Verwunderung war sicher nicht geringer als die von Andrea Diener bei ihrem Kartoffelsalaterlebnis.
Die „Rechtschreibreform“ macht auch einen recht ausgependelten Eindruck.

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Sigmar Salzburg
27.10.2009 16.14
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WAZ, Westdeutsche Allgemeine

Erstaunlich: Bei der WAZ hat ein Rechtschreibforum seit dem 19. Juli 2005 überlebt!

Rechtschreiben und Richtigschreiben?!

http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?t=340&postdays=0&postorder=asc&start=0
Der Westen X/09

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Sigmar Salzburg
09.10.2009 16.00
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Die Foren-Schließungsorgie nach der Reformreparatur

Gerade gefunden:
In meinem „Favoriten-Ordner“ steht der Verweis „nordClickforum“ (Kieler Nachrichten. Klicke ich auf diesen Verweis, dann lande ich bei den „Lübecker Nachrichten“. – Bevor ich jetzt etwas behaupte, bitte ich Euch nochmals um Beistand. Ich hoffe, daß ich im Irrtum bin. Kritik kann ich ertragen.
Ich grüße Dich, Vertaler (und die stillen Mitleser ebenfalls)
Fritz-Franz
PS: Ist es wirklich möglich? Man suche dort nach „Salzburg“ (Autor: „Salzburg“, „*Salzburg“, „Salzburg*“ oder „*Salzburg*“) – und man findet dort nichts mehr. Es ist kaum zu fassen. Mehrere Hundert geistreiche Beiträge auf Nimmerwiedersehen verschwunden …

Wo blieb das KN-Forum?

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Sigmar Salzburg
13.08.2009 17.33
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Fundstück im Netz

Geht unsere Rechtschreibreform auf ein Nazi-Projekt zurück?

Verfasst von McClinton am Mi, 2009-08-12 10:01.

Es ist bekannt, daß die Rechtschreibreform gegen den in einer Volksabstimmunge erklärten Willen des Volkes mit der bekannten Arroganz der Macht durchgesetzt wurde, also mit einer demokratischen Entwicklung wenig zu tun hat. Viel weniger bekannt ist aber, daß die derzeitig umgesetzte Reform der Rechtschreibung frappierende Ähnlichkeiten mit einem ebensolchen Projekt von SA-Obergruppenführers und Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Bernhard Rust zu tun hat – und der hatte sein Reformprojekt unter anderem aufgrund entsprechender Äußerungen von Adolf Hitler durchsetzen wollen. Ist die Rechtschreibreform also ein verspätetes Nazi-Projekt?

Schon 1936 als preußischer- und später als Nazi-Staatsminister strebte Rust eine Rechtschreibreform an, die eine „grundlegende Vereinfachung“ erbringen sollte. Gefördert wurde dies durch Äußerungen Hitlers, man könne durch die Kleinschreibung 35.000 Tonnen Blei sparen und zudem durch Vereinfachung Zeit bei der Ausbildung. Die Vorschläge, die die Rustsche Kommission im August 1941 vorlegte, kehrten dann in ähnlichen Reformansätzen der „Stuttgarter“ und „Wiesbadener“ Empfehlungen deutscher Expertengruppen von 1953 und 1958 wieder und bilden schließlich Kernelemente der 1999 in Kraft getretenen Schlechtschreibreform – eine Kontinuität der Geschichte?

Schon die auffälligste „Neuregelung“ der Schlechtschreibreform ist so neu nicht: „muss“ statt „muß", „dass“ statt „daß" oder „Kuss“ statt „Kuß" wurde schon von Reichserziehungsminister Rust als großer Reformwurf verkauft. Ausgedacht hat er es sich freilich nicht: diese nur scheinbar logische Regel ist eine Erfindung Johann Christian August Heyses, der 1829 starb, oder seines Sohnes Karl Wilhelm Ludwig Heyse. Erst 50 Jahre nach ihrer Erfindung wurde die Heysesche „s-Schreibung“ erstmals offiziell eingeführt: Von 1879 bis 1902 galt sie in Österreich.

Die Buchstabengruppen „ph“ und „th“ sollten in Fremdworten durch „f“ und „t“ ersetzt werden: „Delfin“ statt Delphin, „Fotograf“ statt dem (damal üblichen) Photograph und „Filosof“ statt „Philosoph“. Kennen Sie das? Auch Knaller wie „Strofe“, „Tron“, „Fosfor“ und „Sfäre“ werden heute wieder als moderne Reform vermarktet, sind aber keinesweg neu, sondern braunen Ursprungs! Auch das Eindeutschen französischer Schreibweisen auf "-ou“, "-ai“ und "-eu“ war Reformgegenstand: „Majonäse“, „Ragu“, Miliö" oder „Tur“.

Die gegenwärtige Reform geht aber über ihre Nazi-Anfänge noch etwas hinaus: so sollte bei Zusammensetzungen, in denen der Mitlaut dreimal zu schreiben wäre, dieser nur zwei mal stehen („Schiffahrt“), aber bei Trennungen der dritte Mitlaut erscheinen („Schiff-fahrt“). Das hat die neue Reform vereinfacht: immer „Schifffahrt“. Auch die Trennung von „st“ wurde damals schon vorgeschlagen: „Fens-ter“, und „Rüs-tung“ stehen ausdrücklich als Beispiele z.B. in der „Dortmunder NS-Zeitung“ vom 28.06.1944.

Und die Parallelen gehen noch weiter, erschreckend weiter: so gehörten der zwischenstaatlichen Reformkommission, die die Rechtschreibreform unserer Tage ausgearbeitet hat, mit Otto Basler, Karl Reumuth, Franz Thierfelder und Theodor Frings schon Personen an, die auch für Reichsstaatsminister Rust gearbeitet hatten. Nur auf Bernhard Rust mußten wir leider verzichten: der beging am 8. Mai 1945 Selbstmord.

Aber in diktatorischen Handlungsmustern bewegen wir uns noch immer: hatte 1941 noch der „Gesetzgeber“ eine Sprachreform versucht, so wurde es in den 90ern durch eine zwischenstaatliche Kommission versucht, die ihren Willen sogar gegen die Volksabstimmung in Schleswig-Holstein durchsetzen konnte: und das im Rahmen des antiplebiszitären Grundgesetzes, in das die Siegermächte hohe Hürden gegen Volkes Wille eingebaut haben, auf daß das Volk, das Adolf gewählt hat, nie mehr über etwas Wichtiges abstimmen dürfe. Offenbar sind demokratische Traditionen – deshalb? – noch immer so unbekannt, daß man unter einer Bundesregierung versucht, was schon unter Adolf probiert wurde – und darüber regt sich noch nicht einmal wer auf. Auch nicht die wilden 68er-Reformpädagogen, die die Reform als Waffe gegen ein repressives Bildungssystem postulierten, aber offenbar den Bock zum Gärtner machen wollten, oder den Mengele zum Vorsitzenden des Ärztebundes, sozusagen...

Literaturhinweise: Birken-Bertsch, Hanno und Markner, Reinhard: „Rechtschreibreform und Nationalsozialismus. Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache“, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-450-1
http://pressemitteilung.ws/node/166517

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