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Unsere Politiker und die RSR
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Sigmar Salzburg
20.11.2008 07.29
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Linke Vielfalt

Aus der Homepage von Luc Jochimsen:

Zu meiner Person
18.01.2006
Willkommen auf meinen Internetseiten!
Ich bin Lukrezia Jochimsen, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion.
Ich arbeite im Ausschuß für Kultur und Medien, im Unterausschuß Auswärtige Kulturpolitik sowie im Kunstbeirat des Deutschen Bundestages. In allen diesen Gremien bin ich die Sprecherin bzw. Obfrau der Fraktion DIE LINKE. Zudem bin ich Mitglied und Obfrau in der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe für kulturelle Vielfalt. Weiterhin bin ich die Vorsitzende der Deutsch-Irischen Parlamentariergruppe und die stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Britischen und Deutsch-Italienischen Parlamentariergruppe.
Auf diesen Seiten erhalten Sie Informationen über meine Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete, aus dem Thüringer Wahlkreis und über Medien- und Kulturpolitik.

lukrezia-jochimsen.de

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Sigmar Salzburg
21.08.2008 07.47
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„Bescheuertheit“ – ein neuer soziologischer Begriff

Minister Schönbohm schreibt in seinem genannten Artikel:

Der Soziologe Rainer Paris hat kürzlich eine passende Bezeichnung für dieses rhetorische Umerziehungsprogramm gefunden: Bescheuertheit.
Als Paradefall für die Etablierung der Bescheuertheit führt Paris die feministische Sprachpolitik an. …

Bescheuertheit“ – das ist der Begriff, der auch die Verhaltensweisen der die „Rechtschreibreform“ betreibenden Politiker ungewöhnlich gut beschreibt. Der 24. Reform-Duden erklärt „bescheuert“ mit „nicht bei Verstand; ärgerlich, lästig“. Die Leipziger Wortschatzsammlung nennt als Synonyme: „dämlich, dumm, hirnlos, strohdumm, stupide“. Hinzugenommen werden könnte noch im politischen Bereich „ideologieverblendet“.

Zur „Bescheuertheit“ des Schreibreform-Aktionismus gehört jedoch unbedingt auch, was schon am 24.7.97 in der FAZ als „dummdreist“ und am gleichen Tage in der WELT als „Dreistigkeit“ der Politiker angeprangert wurde, als die erste Primitivform der „Reform“ vorzeitig auf die wehrlosen Schüler losgelassen wurde.

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Sigmar Salzburg
21.08.2008 06.13
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Schönbohm

Im Internetauftritt des Bundes der Selbständigen,
Bund Mittelständischer Unternehmer, wurde ein Artikel des
brandenburgischen Innenministers Schönbohm veröffentlicht zum Thema:


Das Schlachtfeld der Tugendwächter
POLITICAL CORRECTNESS
Der Amoklauf von Gutmenschen und Gesinnungsgouvernanten

http://www.bds-nrw.de/startseite/topthema/schoenbohm08.pdf

Er erwähnt darin:

Eine interessante Sammlung von politisch korrekten Stilblüten hat der italienische Schriftsteller Umberto Eco in seinem Buch „Im Krebsgang voran“ zusammengestellt. …

Wer impotent ist, ist „erektional begrenzt“. Wer kleinwüchsig ist, ist „vertikal benachteiligt“ beziehungsweise „vertikal herausgefordert“. Der Glatzkopf leidet nicht unter Haarausfall, sondern unter „follikulärer Regression“. So sind denn in der Welt der politisch Korrekten alle wichtigen Probleme gelöst…

Neben vielen richtigen Bemerkungen nähert sich Schönbohm nur wenig unserem Hauptthema:

Die verschärfte Form der politisch korrekten Bescheuertheit hat vor allem Eingang in die Schriftsprache gefunden: das bei Feministinnen und Gender-Mainstreaming-Anhängern allseits beliebte Binnen-i. …

Schon immer war es ein Kennzeichen totalitärer Diktaturen, dass die Umwälzung der Verhältnisse auch durch eine rigorose Sprachnormierung durchgesetzt werden sollte.

Tatsächlich hat vor zehn Jahren das Bundesverfassungsgericht verfügt, daß die Kultusminister sogar die Sprache normieren dürfen – nur aus begrifflicher Untersicherheit der Richter über das Verhältnis von Sprache und Rechtschreibung?

Schönbohm erinnert an die fortgeschrittenen amerikanischen Verhältnisse nach Diane Ravitch, „The Language Police“:


So wurde aus einem Schulbuch eine Geschichte über einen Schneesturm mit der Begründung gestrichen, dass manche Schüler in Gegenden lebten, wo es nicht schneit. Solche Schüler könnten sich natürlich leicht zurückgesetzt fühlen.

In Deutschland kommt die „Rechtschreibreform“ hinzu, die den gleichen Geist atmet: Damit gebildete Schüler, die trotz allem erfahren haben, daß „Quentchen“ ein kleines altes Gewichtsmaß ist (nach „quint“ – Fünftel), nicht aus der staatlich verordneten Nivellierung ausbrechen können, wird die Anwendung dieses „elitären“ Wissens als „Fehler“ verfolgt.

Solches hätte in der Aufzählung Schönbohms nicht fehlen dürfen. Dabei sieht er die „Reform“ durchaus kritisch, wie einem Schreiben aus seiner Kanzlei zu entnehmen ist:


Land Brandenburg Ministerium des Innern
[...]
Potsdam, 8. Januar 2003
Sehr geehrter Herr […]
Herr Minister Schöhnbohm hat mich beauftragt, Ihnen für Ihr überaus interessantes Schreiben vom 18. Dezember 2002 zu danken.
Den in diesem Zusammenhang erteilten Hinweis hat Herr Minister zur Kenntnis genommen.
Sie beschreiben sehr treffend die mit der Rechtschreibereform verbundenen Schwierigkeiten und es ist tatsächlich nur schwer nachvollziehbar, warum es einer solchen überhaupt bedurfte. […]
Andreas Schummert
Persönlicher Referent des Ministers

__________________
Sigmar Salzburg

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Christoph Kukulies
20.08.2008 07.17
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Re: Spät- und Begleitschäden der „Rechtschreibreform“

Namen bewußt falsch auszusprechen oder zu schreiben, gehört ja mittlerweile zum Repertoire der Metasprache, um Geringschätzung oder Verachtung auszudrücken. Ich nehme an, Herr Salzburg, das hatten Sie im Sinn, als Sie den Namen des Noch-SPD-Politikers Wolfgang Clement bewußt falsch schrieben. Würde ich auch so machen. Lassen wir es so stehen.

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Aus der Erklärung von Wolfgang Clemens:

Mir liegt auch daran, den hessischen Parteifreunden, ... mein Bedauern auszudrücken. Das lag nicht in meiner Absicht und tut mir Leid.

...
Focus online 07.08.08
Clemens' Erklärung im Wortlaut

Den letzten Satz haben, was die „Rechtschreibreform“ betrifft, nur wenige Prominente der SPD verwirklichen dürfen, wie Klaus von Dohnanyi und Helmut Schmidt. Andere, die es dennoch versuchten, wurden zum Rückzug genötigt, wie die Bundestagsabgeordnete Jelena Hoffmann (beim Gruppenantrag im Bundestag zum 2.12. 2005).


__________________
Christoph Kukulies

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Sigmar Salzburg
20.08.2008 07.07
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Spät- und Begleitschäden der „Rechtschreibreform“

Aus der Erklärung von Wolfgang Clemens:

Mir liegt auch daran, den hessischen Parteifreunden, die sich ´vor Ort´ durch meinen Kommentar unmittelbar vor der Landtagswahl in ihrem Bemühen um einen Wahlerfolg im Stich gelassen fühlten, mein Bedauern auszudrücken. Das lag nicht in meiner Absicht und tut mir Leid.

… Heinrich Albertz (Anm. d. Red.: früherer Regierender Bürgermeister in Berlin) hat es für unsere Zeit in einem Satz zusammengefasst, den ich mir zueigen mache: ´In einer Gesellschaft, die sich demokratisch nennt, wird man sich daran gewöhnen müssen, dass manche den Mund auftun, wenn sie es für richtig halten, und auch Zeitpunkt und Ort ihrer Äußerungen selbst bestimmen.´“

Focus online 07.08.08
Clemens' Erklärung im Wortlaut

Den letzten Satz haben, was die „Rechtschreibreform“ betrifft, nur wenige Prominente der SPD verwirklichen dürfen, wie Klaus von Dohnanyi und Helmut Schmidt. Andere, die es dennoch versuchten, wurden zum Rückzug genötigt, wie die Bundestagsabgeordnete Jelena Hoffmann (beim Gruppenantrag im Bundestag zum 2.12. 2005).

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Christoph Kukulies
26.02.2005 09.37
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(Seltsames aus Hessen) Was nutzt es eigentlich,...

wenn dieses zweifellos sehr interessante und wichtige Zeitdokument hier auftaucht und dann auch irgendwann wieder in der Versenkung, sprich Datenbank, verschwindet? Eigentlich müßte so etwas journalistisch aufgearbeitet werden.

__________________
Christoph Kukulies

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Theodor Ickler
25.02.2005 10.28
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Seltsames aus Hessen

Der jüngste Angriff der hessischen Landesregierung auf die Pressefreiheit (Staatssekretär Metz in der ZEIT) verdient eine ernsthafte Auseinandersetzung. Ich erinnere an einige Tatsachen: Schon 1996 ritt der damalige Kultusminister Holzapfel eine überraschende Attacke gegen den reformierten Duden und lobte das unglaublich schlechte Bertelsmann-Wörterbuch seines Parteifreundes Götze über den grünen Klee, angestiftet wahrscheinlich von Zabel, einem Freund des Ehepaars Götze. Ministerialrat Habedank (CDU, inzwischen verstorben) polemisierte gegen die Reformkritiker, sein Nachfolger Stillemunkes läßt sich an Schärfe in dieser Hinsicht von niemandem übertreffen. Der Sinneswandel des Ministerpräsidenten Koch (als „junger Wilder“ gegen die Reform, als Ministerpräsident eifriger Unterstützer der Schulbuchverleger) überraschte viele. Besonders unklar ist das Verhältnis zum Ziehvater Kanther, der ebenfalls Entscheidendes zur Durchsetzung der Reform beigetragen hat (zuerst in Hessen, dann in Bonn, dort mit den Helfern Bergsdorf und Palmen-Schrübbers). Ministerin Wolff wird von den Schulbuchverlegern als verläßlichste Stütze betrachtet, ja, die ganze Landesregierung scheint nach deren Pfeife zu tanzen.
Nun also Dirk Metz. Was er über das „Mandat“ der Presse mitzuteilen weiß, ist ungeheuerlich. Er scheint sich vorzustellen, daß die Presse, wenn die Regierung den Schulen eine neue Rechtschreibung verordnet, selbstverständlich zu kuschen hat. Von der Sache selbst hat er natürlich keine Ahnung, und mit ein bißchen Doppel-s wäre er wahrscheinlich vollkommen zufrieden. Aber grundsätzlich gegen die Rechtschreibreform sein? Das ist nicht erlaubt. Wo bleibt der Journalist, der Koch mit der Frage behelligt, ob das auch seine Meinung sei?

Ich schließe ein Gedenkblatt an: „Fünf nicht mehr ganz junge Angepaßte“


Christoph Böhr 14. September 1995
Roland Koch
Peter Müller
Günther H. Oettinger
Christian Wulff


An den
Bundesminister des Innern
Herrn Manfred Kanther MdB
Graurheindorfer Str. 198

53117 Bonn




Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister,
lieber Herr Kanther,

wir wenden uns heute gemeinsam als Fraktionsvorsitzende aus sechs Bundesländern wegen der Frage der Inkraftsetzung der sogenannten „Rechtschreibreform“ an Sie.

In wenigen Tagen sollen die Kultusminister der Bundesländer über die Inkraftsetzung der neuen Rechtschreibregeln entscheiden. Wir haben gleichzeitig mit getrennten Schreiben die Kultusminister unserer Bundesländer aufgefordert, in der Kultusministerkonferenz am 28. September 1995 die Zustimmung zur Inkraftsetzung der neuen Rechtschreibregeln nicht zu erteilen. Wir bitten Sie, sehr geehrter Herr Innenminister, bezüglich der Entscheidung über die deutsche Amtssprache ebenfalls einer Inkraftsetzung vorläufig nicht zuzustimmen.

Wir sind uns sehr wohl der Tatsache bewußt, daß dieser Appell zu einem späten Zeitpunkt erfolgt. Uns ist bekannt, daß die Internationale Kommission bereits seit dem Jahr 1988 mit der Erarbeitung neuer Rechtschreibregeln befaßt ist. Allerdings ist bei dieser Diskussion jegliche breite Beteiligung der Öffentlichkeit unterblieben. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist die komplette Fassung der [der] Kultusministerkonferenz zur Änderung vorliegenden Rechtschreibregelungen nur inoffiziell und unter durchaus erschwerten Bedingungen erhältlich. Für die Mehrzahl der beruflich mit der deutschen Sprache befaßten Menschen in unserem Land, schon gar für Eltern, Lehrer und Schüler, wird das neue Regelwerk zu beträchtlichen Überraschungen führen. Es ist nach unserer Überzeugung ein unakzeptabler Vorgang, daß in einem Land, das sich die Zeit nimmt, monatelang über die Einführung eines neuen Postleitzahlensystems zu streiten, möglich sein soll, ohne jeden rationalen öffentlichen Diskurs und ohne jede Beteiligung der deutschen Parlamente eine grundlegende Veränderung der Schreibweise der deutschen Sprache vorzunehmen.

Unsere Bitte hat keineswegs zum Ziel, dauerhaft jegliche Veränderung von Rechtschreibregeln zu verhindern. Wir vertreten allerdings die Auffassung, daß eine Veränderung der Regeln nachhaltig begründet und auch weiterhin die Ausnahme sein muß. Die jetzt vorgesehene Rechtschreibreform hat zur Folge, daß Eltern ihren Kindern in den kommenden ein bis zwei Jahrzehnten ihren Buchbestand nur noch mit der Sorge übergeben können, daß sie dort mit einer „falschen“ deutschen Sprache konfrontiert werden. Diese Überlegung hat neben volkswirtschaftlichen Dimensionen durchaus auch konkrete Folgen für die Staatshaushalte. Unseres Erachtens haben alle Kinder unverzüglich Asnspruch darauf, Schulbücher zu erhalten, die sich vom ersten Tag an konsequent an die in Zukunft geltenden verbindlichen Rechtschreibregeln halten. Dieses bedeutet für einige Jahre die Vervielfachung des derzeitigen Lehr- und Lernmitteletats in allen Landeshaushalten. Um es klar zu sagen, uns erscheinen im Moment andere Aufgaben wichtiger zu sein als die Rechtschreibreform.

Auf zwei wesentliche Besonderheiten, die unsere Kritik erfahren, soll zusätzlich hingewiesen werden. Nach den derzeitigen Vorstellungen sollen die Rechtschreibregeln zum 1. August 1997 eingeführt werden. Ab dem Jahr 2001 sollen sie jedoch erst verbindlich werden. Dies könnte bedeuten, daß für eine ganze Grundschul-Generation keine verbindlichen Rechtschreibregeln bestehen. Ob ein Wort „richtig“ oder „falsch“ geschrieben ist, kann man bei einer sehr beträchtlichen Anzahl von Worten und für eine nennenswerte Anzahl von Jahren objektiv nicht mehr feststellen. Andererseits beklagen wir immer wieder mangelnde Qualität der Rechtschreib-Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Zustand wird nach unserer Überzeuung durch den unüberschaubaren Zustand der Rechtschreibregelungen für mehrere Jahre erheblich verschlimmert werden.

Wenn es dennoch in der Bundesrepublik Deutschland zu einer Rechtschreibreform kommen soll, dann bedarf dieses einer politischen Legitimation. Die Kultushoheit liegt bei den Ländern, daher bedarf es der Zustimmung der Parlamente und der Form eines Staatsvertrages, um so weitreichende Veränderungen der deutschen Schriftsprache ins Werk zu setzen. Es hilft niemandem in der deutschen Politik, komplizierte neue Regeln ohne nennenswerte Beteiligung der Öffentlichkeit und unter Ausschluß der Parlamente rechtsverbindlich werden zu lassen.

Aus diesem Grund wiederholen wir unsere eingangs geäußerte Bitte, vorläufig auf die Verabschiedung der neuen Rechtschreibregeln zu verzichten und der parlamentarischen Diskussion in den Bundesländern die Möglichkeit zu geben, Sinn, Nutzen und Folgen der Veränderung der deutschen Schriftsprache ausgiebig zu erörtern. Wir sind uns sehr wohl bewußt, daß eine solche Vertagung nicht nur eine Verzögerung von einigen Monaten, sondern möglicherweise von einer erheblich längeren Zeit bedeutet. Dennoch scheint uns dieses Verfahren wesentlich ertragbringender als eine kurzfristige Verabschiedung eines bisher weitgehend geheimgehaltenen Regelwerkes.

Beim Übergang in die Informationsgesellschaft haben wir es heute schon bei Jugendlichen mit Modernitätsverweigerung und Modernitätsverlierern zu tun. Eine Rechtschreibreform führt zu zusätzlicher Verunsicherung und gefährdet die Autorität im Generationenverhältnis.

Mit freundlichen Grüßen
(Fünf Unterschriften: Christoph Böhr Roland Koch Peter Müller Günther H. Oettinger Christian Wulff)


__________________
Th. Ickler

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Fritz Koch
25.02.2005 08.03
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An Herrn Peter Lüber:

Früher hieß ich nicht Fritz (Friedrich) Koch, sondern Miroslaw Kucharz (gesprochen Kuchasch, jesli pan rozumie po polsku).

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Roland Koch
25.02.2005 01.44
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Die Menschen muß man vor den Kopf stoßen, damit sie lernen, ihn zu gebrauchen.

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PL
24.02.2005 22.06
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An Fritz Koch:

In dieser Küche wimmelt es von Köchen. Sie sind mir noch eine Antwort schuldig, Herr Fritz Koch (unter der Rubrik „Es gehört nicht hierher, aber dennoch...“).

Peter Lüber

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Klaus Eicheler
24.02.2005 22.03
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Lübien
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Klaus Eicheler

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Fritz Koch
24.02.2005 21.57
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Kompromisse sind jetzt sehr beliebt: Lybyen oder Libien

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PL
24.02.2005 21.46
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An Roland Koch:

Dann war also Ihre Aufmunterung an Herrn Lindenthal, die Seite zu wechseln, Heuchelei? In Ihrer Kennkarte geben Sie an, Bauernfänger von Beruf zu sein. Ich behaupte, die Schläue der Bauern übertrifft Ihre Klugheit bei weitem.

Peter Lüber

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Detlef Lindenthal
24.02.2005 21.43
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Absage

Lieber Herr Koch,

wenn das bei Ihnen so ein schwieriges Betriebsklima ist, dann will eher gar nicht zu Ihnen wechseln. Erst schrieben Sie „Wir können Sie gut gebrauchen“; dann aber auch: „Es fällt auf, wie Sie hier vollmundig salbadern.“ und „Denken Sie doch erst einmal nach, bevor Sie sich hier so aufspielen.“ Das bedeutet doch sicherlich, daß der erste Satz nicht mehr gilt und ich durchgefallen bin? :-(

Und dabei wollte ich doch so gerne mit Ihnen über Demokratie fachsimpeln; und danach hätte ich Ihnen das mit Libyen und Lybien ganz in Ruhe erklären können. Andererseits können Sie das aber auch Ihre Sekretärin fragen.

Bis später mal!
__________________
Detlef Lindenthal

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Roland Koch
24.02.2005 20.05
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Werter Herr Lindenthal,

das macht mich ja schon stutzig, wie Sie erst Ihre Lernbereitschaft vorspielen, aber dann mit dem Totschlagargument „Sind Sie Demokrat“ sich einer sachlichen Diskussion verweigern. Was bitteschön ist ein Demokrat? Ist Matthias Dörpfner für Sie ein Demokrat? Halten Sie die Kultusminister des Jahres 1955 für Demokraten? Es fällt auf, wie Sie hier vollmundig salbadern. Zunächst eine Korrektur „Ihres Standpunktes“ – zwischen 2000 und 2004 liegen nicht drei Jahre, sondern vier. Aber auch sonst halte ich Sie eher für einen Rechthaber als einen „Demokraten“. Sie meinen z.B. beweisen zu können, daß „bräuchte“ korrektes Deutsch ist, weil sie es zufällig bei Google gefunden haben. Andererseits meinen Sie, soll „Lybien“ nicht richtig sein, trotz Googler. Denken Sie doch erst einmal nach, bevor Sie sich hier so aufspielen.

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