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Sigmar Salzburg
07.03.2007 17.29
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Schöne Neuschreibwelt

Aus dem reformierten Religionsunterricht

Jesus predigte: „Die Ersten werden die Letzten sein,“ nachdem die Ersten die Synagoge betreten hatten, und er fuhr fort: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst,“ als die Nächsten hineindrängten. Schließlich drohte er: „Den Nächsten, die ihrem Nächsten Böses antun, ist das ewige Feuer gewiss!“ Da verließen die Ersten den Raum und die Nächsten folgten ihnen. Als Letzte zogen sich die Ersten und die Hohen Priester der Stadt zurück.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
23.02.2007 16.44
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Das endgültige Satiremagazin

Titanic
Märzausgabe

Die neue Rechtrechnung kommt

Man hätte es ahnen können: Nachdem sogar die FAZ sich dem Diktat der neuen Rechtschreibung gebeugt hat, um an der spaßgesellschaftlichen »Flussschifffahrt« ins Reich der Zukunft teilnehmen zu dürfen, scharren auch die Mathelehrer ungeduldig mit den Hufen.
»Wir brauchen jetzt die Rechenreform«, sagt z.B. Wolfgang Müller-Krämer (48), Algebra-Sachverständiger der muffigen Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), im großen TITANIC-Interview.

TITANIC: Herr Müller-Krämer, Sie befürworten eine radikale Vereinfachung des Rechnens. Wollen Sie das Einmaleins beseitigen?

Müller-Krämer: Zunächst einmal möchten wir die Mathematik im Unterricht auf gegenständliche Formen zurückführen. Auf Äpfel und Birnen, wenn Sie so wollen.

Weil das Rechnen mit Obst glücklicher macht als eine Gleichung mit Unbekannten?

[...]

[usw.]

http://www.titanic-magazin.de/195.html

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Sigmar Salzburg
06.02.2007 08.17
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Das menschliche Gehirn

Das menschliche Gehirn. Irrungen und Wirrungen soweit das Auge reicht: Zu seinem 25. Bühnenjubiläum macht sich der fränkische Kabarettist Bernd Regenauer daran, alles zu entwirren – auf die altbewährte Weise: dynamisch, fränkisch, gut.

[…] Im zweiten Teil steigert sich Regenauers Programm deutlich, wird politischer, bissiger. Er klärt die Zuschauer über die Vorteile der Globalisierung auf. Die Arbeit wird in Billiglohnländer verlagert, sogar die Reden im Bundestag würden von polnischen Gelegenheitskomikern geschrieben. Selbst die Rechtschreibreform sei nur das Ergebnis von Übersetzungsfehlern, denn mit der Verfassung des Dudens sei ein Billig-Usbeke beauftragt worden. Bernd Regenauer bringt Licht ins Dunkel und schaut mit den Zuschauern hinter das Brett vor dem Kopf der Politiker. […]

Frankenpost.de 06.02.2007

http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/fichtelgebirge/resyart.phtm?id=1083043

Kommentar: Hinter dem Brett vor dem Kopf der Schreibreformpolitiker findet man nur einen (nicht jugendfreien) Gedanken: Vol-lenden. Neben den Vol-lendern gibt es neuerdings auch Vol-lenderinnen.
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Sigmar Salzburg

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PL
19.01.2007 18.29
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Weltkulturerbeverweigerungsmenue

Joe’s Offenbarung als Tischgebet

Buchstabendurcheinandersuppe,
dazu Schwarzweißgelbrotgrünbrot

Gedankenmischmaschsalat
an Letzter Ölung

Selbstzerfleischungscôtelette
à la germaine

Sprachschnitzer,
garniert mit deutschem Wirrwarrkraut

XtraLongNoodles
from Juessey
an Koitusministersauce

Sinner’s Tickungsbrocken
voller Trennungsschmerz

Bitterer Tränenwein dazwischen
zum Leerschlucken

Kulturelles Erdbeben mit Schlagrahm,
garniert mit Splittern gebrochener Herzen und Schriften

Verdauungsspatziergang
durchs Himmelreich der Behändigen,
begleitet von filosofischen Spazen.

Den Auf- und Abwasch besorgen Kinder und Enkel

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Sigmar Salzburg
19.01.2007 09.18
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Müll-Trennung

Aktuelles – Artikel vom 18.01.2007

München – „Weltmeister im Mülltrennen“

Münchens Bürger sortieren „Papi-ertüten“ und „Kaff-eefilter“ aus
248 Kilo Müll produziert der Münchner im Jahr: und damit 133 Kilo weniger als der Kölner, 130 Kilo weniger als der Hamburger und 110 Kilo weniger als der Gelsenkirchener. Auch produziert der Münchner von heute halb so viel Müll wie der Münchner von vor 15 Jahren: Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (AWM) ist höchst zufrieden mit dem „Mülltrenn-Verhalten“ der Münchner Bevölkerung.


Hiesige Müllmänner haben dennoch Grund zur Klage: täglich kämpfen sie mit Falschparkern – und ihrem Image.

„Papi-ertüte“, „Kaff-eefilter“ und „Klor-olle“: Was seit wenigen Monaten auf den 180 Münchner Müllautos und allen 390.000 Restmüll-, Bio- und Papiertonnen der Stadt zu lesen ist, sind keine neuen Auswüchse der Rechtschreibreform – es handelt sich hierbei um die neue Kampagne der Stadt zur besseren Mülltrennung. „Wir haben für diesen Werbefeldzug fast ausschließlich positives Feedback bekommen“, sagt Arnulf Grundler, Pressesprecher des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes, und fügt grinsend hinzu: „Allein Münchens Lehrer haben anfangs geschimpft – aus Sorge, die Schüler könnten unsere Trennungsregeln übernehmen.“ Ziel der Kampagne sei es, die Münchner zu noch besserer Mülltrennung zu animieren – …

http://www.wochenanzeiger.de/article/65390.html

(„Bi-omüll“: Einige ernstgemeinte Müll-Trennregeln der inzwischen „lo-cker vol-lendeten“ Rechtschreibreform werden den wehrlosen „Tee-nagern“ bereits zehn Jahre lang eingebleut.)

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
26.07.2006 18.48
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Unsere Besten

Meine
Handschrift

von Hellmuth Karasek
Ein Plädoyer für kleine Eigenheiten
und die Sinnlichkeit des Schreibens


(Eben lag der „Ratgeber zur neuen Rechtschreibung“ von Reader’ Digest den reformierten Kieler Nachrichten bei, die ich immer von der Nachbarin geschenkt erhalte. Wegen der kulturhistorischen Bedeutung habe ich den handschriftlichen Text von Hellmuth Karasek abgeschrieben. Dabei fällt auf, daß er an zwei Stellen zunächst „ss“ geschrieben hatte und nachträglich aus dem ersten „s“ ein „ß“ gemacht hat – oder umgekehrt. Der Abstand spricht fürs erste – eine zaghafte Andeutung von Unabhängigkeit? Erst das letzte „dass“ entspricht klar und deutlich den Erwartungen der Auftraggeber.)

Hamburg, im Sommer 2006

Liebe Leserin,
lieber Leser,

ich schreibe Ihnen diesen Brief mit der Hand, um Ihnen zu erklären, warum ich diesen Brief mit der Hand schreibe. Noch dazu schreibe ich immer, jedenfalls meistens oder besser: so oft es geht, mit dem Füller. Dabei beginnen die Schwierigkeiten. Schreibe ich Ihnen korrekt mit “lila Tinte“ oder mit “lilaner Tinte“? Lassen wir es dahingestellt.
Daßs ich mit lila-farbener Tinte schreibe, hat keine politischen oder gesellschafts-ideologischen Gründe. Ich habe einmal, aus Zufall, lila geschrieben. Es sah gut aus, auf weißem Papier. Und so ist daraus eine Marotte geworden, eine Altersmarotte. Schreiben lebt von Gewohnheiten, die Marotten werden. Schiller konnte nur beim Geruch fauliger Äpfel schreiben.
Auch ich habe früher, im Schreibmaschinen-Zeitalter mit der Maschine geschrieben, respektive getippt. Dabei haben sich viele Dreher eingeschlichen. Zum Beispiel “dei“ statt “die“ oder “Buach“ statt “Bauch“.
Mein häufigster Fehler war “druch“ statt “durch“, jedesmal “druch“! Beim dreihunderteinundsechzigsten “Druch“ bekam ich einen Tobsuchtsanfall und warf meine Schreibmaschine aus dem Fenster – ich wohne im Parterre und schmißs sie in den Hintergarten. Abgesehen von ihr ging dabei nichts kaputt.
Also reaktivierte ich meinen Füllhalter und von da an schrieb ich mit Füller, so lange ich die Tinte halten konnte. Die lila Tinte.
Musil hat vom Fortschritt geschrieben, dass ihm ein Bein fortschreite und eines zurückhinke. Als Beispiel nannte er die Briefe. Früher, so sagte er, seien die Postzustellungen viel, viel langsamer gewesen. Das lag an den Postkutschen. Dafür wurden früher bessere Briefe geschrieben.
Bei mir hinkt der Fortschritt, was das Schreiben anlangt, auf beiden Beinen. Das heißt: er lahmt. Aber Lila auf Weiß, das sieht doch gut aus! Oder?

Herzlich
Ihr
Hellmuth Karasek


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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
06.07.2006 06.29
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Re: Wenn der Führer des Öfteren kommt ...

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
... auf einen normalen Menschen herunter zu brechen ...
http://www.spiegel.de/kultur/gesell...,424980,00.html

In diesem Zusammenhang möchte ich aus der Kieler Christian-Albrechts-Universität einen Klospruch mitteilen, den mir vor Jahren mein Sohn mitgeteilt hatte:
    „Wie Adolf Hitler sitz ich hier / die braune Masse unter mir.“
Wie treffend. Masse bleibt Masse, auch wenn drüber KMK, dpa, Spiegel und Duden sitzen.
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
05.07.2006 10.39
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Wenn der Führer des Öfteren kommt ... ¹)

Mit seinen Dokumentationen („Hitlers Helfer“, „Hitlers Krieger“, „Hitlers Kinder“, „Hitlers Frauen“) feierte Knopp unerwartet Fernseherfolge, das Volk interessierte sich plötzlich zur besten Sendezeit für seine Geschichte. Mehr noch: Spätestens seit den Filmen „Speer und er“ oder „Der Untergang“ mit Bruno Ganz in der Rolle des Führers wurde deutlich, dass es in diesem Land ein Bedürfnis gibt, den Mythos auf einen normalen Menschen herunter zu brechen, der – wie in „Der Untergang“ zu sehen – auch mal Nudeln isst.

spiegel.de 4.7.2006
¹) Titel inzwischen geändert

„Hitlers Hunde“ kommen sicher in der nächsten Fernsehfolge. Um weiter auf den „normalen Menschen“ A.H. herunter_zu_kotzen, folgt demnächst auch noch Helge Schneider in der Rolle des „Führers“ – empfohlener Filmtitel: „Für eine braune Hand_voll Scheiße“ (nach dem Titel seines Ersterfolges von 1993 „Für eine Handvoll Scheiße“).

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Sigmar Salzburg
15.05.2006 16.36
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Rhein Mainer

„Bei Kläranlagen ganz vorne“

Berliner Kabarettist Frank Lüdecke zu Gast in der Köngernheimer Sickingenhalle

Vom 15.05.2006

Von

Doris Lieven

KÖNGERNHEIM Frank Lüdecke träumt vom großen Wurf. „Wir kommen wieder ganz nach oben“, lautet seine Beschwörungsformel nach zwei Stunden Zustandsbeschreibung deutscher Merkwürdigkeiten. „Da bauen wir Eliteuniversitäten neben jedes Klärwerk, da wird sich der Inder noch umgucken.“

Wie wir da hingekommen sind wo wir sind, erklärt er seinem Publikum in jeder Minute seines geist- und pointenreichen Vortrags. „Deutschland ist das einzige Land mit geregelten Öffnungszeiten für Altglascontainer und auch bei der Anzahl der Kläranlagen liegen wir ganz vorne.“ Kein Wunder dass Lüdeckes kabarettistische Verzweiflung groß ist und er in seinem Programm „Elite für alle“ niemanden schont. „Nicht nur, dass wir überall die letzten Plätze belegen, Pisa, Wirtschaft, Grand Prix, wir sind auch noch vom Aussterben bedroht. Das Hauptproblem der kommenden Generation: sie kommt nicht.“ Kein Wunder,die Rahmenbedingungen stimmen eben nicht.

Während zur besten Sendezeit der „Musikantenstadl“ ausgestrahlt wird, belegt die Zielgruppe die besten Plätze im Hörsaal. Rechtschreibreform? Nach sechs Jahren verzweifelter Ungewissheit über die Schreibweise des Wortes Schifffahrt fragt er sich: „Wäre es vielleicht billiger, die Schifffahrt abzuschaffen?“

„Warum kriegen wir nichts auf die Reihe?“ Mögliche Antworten findet er überall und dazu braucht er auf der Bühne in der Köngernheimer Sickingenhalle nur einen Stuhl, ein Mikrofon und seinen scharfzüngigen Witz und Verstand. Und hin und wieder seine Gitarre. Keine langweilige Minute lässt er sein Publikum im Ungewissen über Witz und Aberwitz des deutschen Selbstverständnisses und er macht ihm auch keine Hoffnung: „Wie wollen die Finnen unser Bildungsniveau erreichen?“

Der Köngernheimer Karnevalclub (KCC) hat mit Frank Lüdecke, der vor acht Jahren bereits mit einem Auftritt in Friesenheim das Publikum begeisterte, einen Künstler auf die Bühne geholt, der Kabarett macht wie Kabarett sein soll: unterhaltsam, klug, witzig und manchmal auch ein bisschen böse.

Er ist bekannt als einer der besten Kabarettisten Deutschlands, hat für Didi Hallervorden und das Düsseldorfer Kom(m)ödchen geschrieben. Dass die Sickingenhalle zu seinem Auftritt nur halb gefüllt war, nahm Götz Steinfeldt in seiner Begrüßungsansprache mit Humor. „Wir sind heute familiär geblieben. Wir sind eben so wesentlich mehr Elite als alle.“

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Sigmar Salzburg
13.05.2006 10.16
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Reformdichter Hans Flachs schreibt konsequent

Hans Flachs

De Fischer un sine Frau

Ein friesischer Fischer fischte im Trüben und bald hing ein großer Butt an seiner Angel.
Der fing sogleich zu sprechen an und behauptete, er sei ein verwunschener Prinz. Dann tat er diesen Spruch:

„Liebst du dich,
dann schonst du mich.
Hassst du dich,
dann issst du mich.
Doch küssst du mich
und lässst mich leben,
sind dir drei Wünsche frei.“


Der Fischer murmelte „Wat mutt, dat mutt“. Weil er schreiben gelernt hatte, wünschte er sich als Landesscheff und weil’s sein musste, die SPD zur Frau. Doch als er dem Butt ein Denkmal setzen wollte, konnte er den Spruch nicht schreiben – denn es hatte eine Reform gegeben. Als er sich an seine SPD-Frau wendete, sagte die, die Reform sei ihr ganz Wurst. Da geriet er in Wut und wünschte sie ihr an die Nase. So war der dritte Wunsch vertan, und die Reformwurst hängt ihr seitdem immer im Gesicht. Sie sagt, sie habe die Wurst nicht erfunden, aber sie erleichtere das Schreiben. Das Geld für andere Wünsche war nun verplempert, und die Beiden mussten weiter im Pisspott wohnen. Aber als Bildungsministerin sorgte sie dafür, dass alle Schulkinder Schleswig-Holsteins auch eine Wurst an die Nase kriegten.

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Sigmar Salzburg
11.05.2006 11.05
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So ist's richtig!

Lebensweisheit

Du lebst, wenn du liebst, küssst, issst und leben lässst.
Doch wenn du es richtig erfassst,
hassst, verpassst und vermissst du doch viel.
Dennnoch zerfrissst du dich, bevor du dich verpissst.
Wass für ein Misst!

(Die neue ss-, Stamm- und Dreifachschreibung, richtig angewendet)

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
27.04.2006 07.10
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Neußte Rechtschreibung

Ein Text aus dem Gümnasium Neudeppendorf, in „neuster“ Rechtschreibung „selbstständig“ von einem Schüler „verfasst“:

12. Mai 1787

Christian Friedrich Daniel Schubart hatte die Willkürherrschaft des Herzogs angegriffen und die Missstände des Öfteren angeprangert. Zehn Jahre eingekerkert bei Wasser und Brot und bei Weitem nicht ausreichend ernährt war er ein gebrochener Mann. Nur im Jenseits hätte er gefunden, was er im Nachhinein bedauerte: Freiheit. Entlassen ist er erst seit gestern, aber seit Langem in einem Besorgnis erregenden Zustand, obwohl er die ganze Zeit lang Recht gehabt hat.

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Detlef Lindenthal
08.04.2006 08.00
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Das Wirtshaus im Spessart und jetzige Räuberpistolen

Heute erhielt ich mit Absender der renommierten Kreditkartenfirma Visa die folgende Netzpost:

„Verified by Visa Überprüft, schützt Ihre vorhandene Visa karte mit einem Kennwort und gibt Ihnen Versicherung, daß nur Sie Ihre Visa karte online benutzen können.

Aktivieren Sie einfach Ihre Karte und verursachen Sie Ihr Kennwort. Sie erhalten das addierte Vertrauen, daß Ihre Visa karte sicher ist, wenn Sie online kaufen.

Sie könen jetzt ihr Verified By Visa aktiviren über unser secure server. Wenn Ihr Kartenaussteller innen überprüfte durch Verified By Visa teilnimmt (die meisten Aussteller sind) ihr must einen kurzen Aktivierungsprozeß durchführen. Sie überprüfen Ihre Identität, verursachen Sie ihr Verified By Visa Kennwort und Sie sind fertich. “

Immerhin mit „daß“ geschrieben; und auch das Wort „fertich“ finde ich wohltuend. Andererseits: „könen, „karte“ und „addiertes Vertrauen“ addieren in mir kein Vertrauen.

Es ist derselbe Vertrauensmangel, der mich beschleicht, wenn ich die M$-gefilterten, fehlergespickten Verlautbarungen unserer Medien und Regierung lese.
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Detlef Lindenthal

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Detlef Lindenthal
27.03.2006 19.15
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stopfen, stoppen, stopp, Stopp ...

... sind schöne deutsche bzw. aus dem Niederdeutschen eingehochdeutschte Wörter. Stopp war nie von der Rechtschreib„reform“ betroffen.

     
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Detlef Lindenthal

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Sigmar Salzburg
27.03.2006 05.51
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Reformieren leicht gemacht

Wörterlotto
Heiteres Reformspiel für ein oder mehrere Personen

DamhirschTolpatschWalnuß mm/ll
EngelBengelStengel e > ä
TipTripStrip p > pp
belemmertQuentchenSpengler e > ä
Reiherrauherroher h
behendefertigEltern e > ä
TopBobbahnMop > -pp
BremseGemseThemse e > ä
SchiffahrtBallastWollust fff/lll

Der dringende Reformbedarf wird Zeile für Zeile durch Würfeln festgestellt. Jeder Mitspieler bearbeitet eine Zeile. Jeder Wurf ergibt die gemäß der 4. Spalte zu reformierenden Wörter, und zwar bedeutet eine 1 erste Spalte, eine 2 die zweite und eine 3 die dritte Spalte.
Darüberhinaus sind zwei Wörter zu reformieren: Bei einer 4 Spalte 1 und 3, bei einer 5 Spalte 2 und 3, und bei einer 6 Spalte 1 und 2.

Wer zweimal hintereinander eine 6 gewürfelt hat, darf eine ganze Zeile reformieren. Wer zweimal hintereinander eine 1 gewürfelt hat, darf das ß reformieren.

Dazu sind überzeugende und witzige Begründungen zu finden, warum ausgerechnet bei den erwürfelten Wörtern ein besonders dringender Reformbedarf besteht. Eine Totalreform ist nicht das Ziel, denn sie soll ja „behutsam“ sein.

Gewonnen hat (bei mehreren Mitspielern), wer am meisten reformiert hat.

Man kann so spielerisch die Arbeitsweise der Kultusminister nachvollziehen.
Die haben allerdings mit vorpräparierten Würfeln gespielt.

(PS.: Dank an die Technik)
– geändert durch Sigmar Salzburg am 28.03.2006, 13.31 –
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Sigmar Salzburg

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