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Sigmar Salzburg
31.01.2005 11.10
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Zum Tode von Ephraim Kishon

Ist das nicht eine vorweggenommene Satire auf die „Rechtschreibreform“?

„Der Blaumilchkanal handelt von einem harmlosen Verrückten, einem Straßenarbeiter, der aus der Irrenanstalt ausbricht. Dieser Irre klaut einen Preßlufthammer und fängt an, im Morgengrauen die Straßen Tel Avivs aufzureißen. Er zerstört den Hauptverkehrsknotenpunkt und legt damit den gesamten Verkehr lahm. Die Politiker schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu und tun nichts dagegen. Nach Tagen erreicht Kasimir Blaumilch endlich das Meer. Die Fluten brechen in die aufgebrochene Straße. Der Bürgermeister kann publikumswirksam den neuen Blaumilchkanal eröffnen und Tel Aviv als das Venedig des Nahen Ostens preisen.“

http://www.ephraimkishon.de/der_blaumilchkanal.htm


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Sigmar Salzburg

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Wolfgang Scheuermann
23.11.2004 08.17
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Klasse, Herr Salzburg,

Ahnen-Verehrung ist Grass missachtende Miss-Stimmung!
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Dr. Wolfgang Scheuermann

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Sigmar Salzburg
23.11.2004 07.18
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Mehr Sprüche des Konfusius

Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Ahnen, derzeitige Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, will mit Texten in Reformschreibung das Textverständnis der Schüler stärken. Daß dies bei den meisten Schülern mangelhaft ist, hat gerade wieder die PISA-II-Studie ergeben.

SPIEGEL:… Warum verzichtet die Reform auf die Feinheiten der Sprache?

Ahnen: Sie verzichtet nicht darauf. Noch einmal: Die Wörter stehen doch nicht allein da. Die Unterschiede sind auch hier durch den Kontext erkennbar. Und das erwarten wir von den Schülern. Wir wollen ihre Fähigkeit stärken, Texte zu verstehen.
(SPIEGEL 22.11.04)


Zur Übung empfiehlt es sich, mit einfachen Sätzen zu beginnen, etwa mit den Sprüchen des Konfusius aus dem

Buch der neuen Weisheiten“:

Die Verehrung der Ahnen darf nicht schlecht gemacht werden.

Wohlstand verweichlicht – Armut ist Not.

Der Edle hat stets Not leidenden Menschen zu helfen.

Der Kluge hütet seine heißen Eisen und behält immer eine Hand voll im Feuer.

Oft stören Menschen fressende Tiger im Dschungel.

Der kluge Staatsmann überlässt Krieg führenden Staaten,
ob sie Menschen verachtend angreifen oder nicht.

Ein Gewaltherrscher kann auch anders Denkende überzeugen.

Entsagt immer während der Orgie der Gewalt.

Eine sittsame Frau hat stets etwas Furcht erregend zu wirken.

Nicht jede viel versprechende Schöne gewährt nahe liegende Erfüllung.

Es zählt nicht, wie viel Glück, sondern wie viel Glück uns zuteil wird.

Kein Weiser braucht Hilfe suchenden Menschen den Weg zu weisen.



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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
19.10.2004 13.45
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Irrlicht

Gelegentlich kann man bei Dunkelheit in Mooren oder Sümpfen kleine Flämmchen, sogenannte Irrlichter beobachten. Da man sich diese Erscheinung früher nicht erklären konnte, brachte man sie mit Geistern und Seelen von Verstorbenen in Zusammenhang. Die Irrlichter galten als harmlos, konnten aber auch den einsamen Moorwanderer ins Verderben locken.
Heute weiß man, daß die Flämmchen durch Verbrennung methanhaltiger Gase entstehen. Diese Sumpfgase bilden sich bei Fäulnis und Zersetzung organischen Materials und steigen als Bläschen zur Oberfläche auf. Nicht ganz geklärt ist, wie sie sich entzünden. Eventuell spielen elektrische Entladungen eine Rolle.

Irgendwie habe ich über diesen Sachtext (entnommen dem Lexikon 2000, S.2576) lachen müssen. Meine verschrobene Phantasie hatte das Wort „Irrlicht“ durch das Wort „Politiker“ ersetzt.

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nos

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Sigmar Salzburg
18.10.2004 06.52
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Anschlag in einem christlichen Hospiz:

Die Erste Hilfe wird hier großgeschrieben,
die Letzte Ölung nicht minder.


Nach der „Rechtschreibreform“ steht dort:

Die erste Hilfe wird jetzt klein geschrieben,
die Letzte Ölung aber immer noch groß.


Was will das besagen?

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Sigmar Salzburg

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Christian F. Langewische
07.10.2004 09.14
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Welch wundervoller Vergleich!

Nur leider kann ich – im Gegensatz zu den komischen Gangarten, die John Cleese in dem besagten Sketch sehr unterhaltsam vorführt – über die komischen Schreibungen so rein gar nicht lachen...

Es ist ja bei manchen Verben – bezogen auf den Unterhaltungswert – schon fast bedauerlich, daß die Sprachschlampereiminister auf eine Getrenntschreibung verzichtet haben.

Man stelle sich nur einmal vor, „festnehmen“ wäre auch von der Getrenntschreibung vereinnahmt worden. Das hätte unsere Ordnungshüter ja bei jeder Verhaftung potentiell in prekäre Situationen gebracht, wenn danach in der Zeitung etwa folgende Meldung gestanden hätte:

„Die Verdächtige wurde von zwei Polizeibeamten in ihrer Wohnung fest genommen und danach zum weiteren Verhör ins Polizeipräsidium gebracht.“ ;-)

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Vor Jahren erfand die Monty-Python-Truppe ein „Ministerium für komische Gangarten“ (Ministry of Silly Walks)
In Deutschland haben sich die Kultusministerien zu „Ministerien für komische Schreibungen“ entwickelt.


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Christian F. Langewische

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Christian F. Langewische
07.10.2004 05.54
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Nomen est omen

Wie wäre es mit „Rat für Sprachschlamperei und Wörterabschaffung“?

Da wir gerade bei Umbenennungen sind:

Sollte sich der Duden in seiner nächsten Auflage nicht eigentlich konsequenterweise in „Neusprechdiktionär“ umbenennen? ;-)

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Fritz Koch
Rat für neue deutsche Rechtschreibung,
Rat für deutsche Schulschreibung,
Rat für deutsche Schul- und Amtsschreibung,
Rat für deutsche KuMi-Schreibung,
Rat für deutsche Minderheitsschreibung,
fortsetzbar.


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Christian F. Langewische

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Sigmar Salzburg
25.09.2004 06.27
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Bachs Wohl

Bachs Arbeitszimmer war wohl temperiert, sein Klavier wohl auch, sodass er wohl vorbereitet sein gleichnamiges Werk schaffen konnte. Seine Musik war wohl durchdacht und wohl ausgewogen, aber wenn sie auch wohl tönend ist: ob sie wohl klingend ist, darüber gab es wohl abweichende Meinungen. Viele von Bachs Werken sind wohl erhalten, wohl verwahrt in Archiven, aber etliche sind wohl verloren.

Bach war wohl situiert, seine große Familie war aber selten wohl genährt. Seine Kinder wuchsen wohl behütet auf und waren musikalisch wohl erzogen, folgten ihm jedoch stilistisch wohlweislich nicht.

Nach seinem Tode war seine Ehefrau wohl versorgt, aber es reichte ihr nicht. Daher wollte sie Hilfe suchend erlangen, was ihr als Witwe eines Thomaskantors zustand, wohl meinend, wie zu vermuten, dass sie in einem doch wohl geordneten Stadtwesen Recht behalten würde, wenn sie ihr Recht einfordert – wohl getan hat der Senat der Stadt Leipzig, obwohl wohl wollend, ihr jedoch wenig.

(Ein Gerate wohl aufs Geratewohl ist das neue Schreiben und Lesen.)

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
09.09.2004 09.08
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Schwer wiegend

Der Duden gewinnt
für die deutsche Sprache
zunehmend an Gewicht:

_9. Auflage 1926 ca. 550 g
15. Auflage 1961 ca. 650 g
17. Auflage 1973 ca. 730 g
19. Auflage 1986 ca. 750 g
23. Auflage 2004 ca. 1100 g

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Sigmar Salzburg

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Klaus Eicheler
23.08.2004 16.50
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Namen ...

„KuMist-Rat“ ist kürzer.
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Klaus Eicheler

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Fritz Koch
23.08.2004 09.07
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Wirklichkeitsnähere Namen für den KuMi-Rat:

Rat für neue deutsche Rechtschreibung,
Rat für deutsche Schulschreibung,
Rat für deutsche Schul- und Amtsschreibung,
Rat für deutsche KuMi-Schreibung,
Rat für deutsche Minderheitsschreibung,
fortsetzbar.

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Sigmar Salzburg
23.08.2004 05.08
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Wenn das man gut geht …

Wenn jetzt der Name „Rat für deutsche Rechtschreibung“ belegt ist, dann kann der ähnlich beabsichtigte Sprachrat der Kultusminister doch wohl nur noch
„Unrat für deutsche Rechtschreibung“
heißen.

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Sigmar Salzburg

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Detlef Lindenthal
16.08.2004 05.03
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Leererjubel

Das Doping-Prüfergebnis ist dann aber auch das einzige Positive an Heyse. Der Gentest (ob der Losgelaufene und der Angekommene selb sind) ist nicht positiv: Wenn das Rennen gerade erst losgegangen ist und das Hauptfeld sich noch mit den Einzelprüfungen müht, wird ein Heyse-Exemplar schon als Sieger durchs Ziel getragen.
Aber das Publikum (700.000 Briefkasten-, Müllkasten- und Maßkrugleerer) jubelt gemäß den vermeinten Anstandsregeln und verzichtet darauf, sich von den Linienrichtern spannende, unolympische Geschichten erzählen zu lassen.
Und das Volk daheim schaltet immer nur den einen Sender an, den alle anschalten, wo die Linienrichter- und Gentestergeschichten immer von ganz viel Jubel und dummen Interviews unterbrochen werden. – 12 Millionen jugendliche Mitglieder der rund 10.000 Heyse-Fänclubs hätten, so heißt es, keinerlei Schwierigkeiten mit dieser Art der Berichterstattung.
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Detlef Lindenthal

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Norbert Schäbler
15.08.2004 23.24
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Olympische Randnotiz

Während „Olympia“ an ihren Ausgangsort zurückgekehrt ist, Athen bis Ende August die Welt in Atem halten wird, ist man in Deutschland mit Skandalen und Sommerlöchern beschäftigt.

Daselbst wird gemunkelt, daß man einem gewissen Adelung das Startrecht für den Wettbewerb „der Schnellsten aller Schnellen“ verweigert habe, obwohl dessen nationaler Konkurrent Heyse im Laufe der Qualifikation nachweislich in beiden Dopingproben positiv abgeschnitten habe und zudem im Wettkampf hinter Adelung lediglich Zweiter geworden sei.

„Heyse“, so hieß es, sei der Favorit der KMK, und Kanzler Schröder habe dessen Start mit dem Wort „basta“ abgesegnet.


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nos

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Elke Philburn
11.08.2004 09.24
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Zitat:
Eine weitere Operation, die die volle Gehfähigkeit des Kindes wiederherstellen würde, lehnt die Kommission ab.

Außerdem hat sich das Kind auf seinen schiefen Gang längst eingestellt und hat überhaupt keine Probleme mehr damit. Eine Änderung würde jetzt nur Verwirrung stiften.
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http://www.vrs-ev.de/

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