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Norbert Schäbler
05.02.2004 16.31
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Alles ist Recht

„Demokratie ist die Herrschaft wissender Gebildeter und Mächtiger über das Stimmvieh, das von Cliquen mit veralteten Gesetzen, die niemals verfeinert wurden, regiert wird.“

Ausspruch des ehemaligen deutschen Außenministers Walther Rathenau (geb. 19.09.1867; am 24.06.1922 von Rechtsradikalen ermordet), der die Justiz als Machttyrannen brandmarkte.



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nos

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Sigmar Salzburg
04.02.2004 10.28
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... ein gewaltiges Stück Arbeit

Jetzt kommen also die Nachbesserungen. … Die Kritiker der Rechtschreibreform sollten aber nicht vergessen, dass ein gewaltiges Stück Arbeit geleistet wurde, und ein überfälliges dazu.“ (Gudrun Norbisrath in WAZ v. 3.2.04)

Gewiß, es ist ein gewaltiges Stück Arbeit für die Köpfe der „Reform“, das bornierte Verbot herkömmlicher Wörter wie „ratsuchend“ wieder aufzuheben, nachdem sie zehn Jahre vor ihrer offiziellen Einführung und fünf Jahre danach mit „Rat suchend“ auf dem falschen Dampfer waren.

Unintelligente Gehirne arbeiten nicht weniger, sondern mehr als intelligente, haben Hirnforscher festgestellt.

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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
13.01.2004 22.22
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Baby-lonien

Nein, es ist sind nicht die Kleinkinder gemeint. Nicht alles „greist“ um Nachkommenschaft.

Es geht vielmehr um den Turmbau, der irgendwo am Euphrat stattfand, dort, wo offensichtlich mehr als zwei Maurerpoliere das Sagen hatten, dort wo kein Kleinkind schrie, sondern wo sich Erwachsene in die Haare gerieten, und es geht mir um „seinerzeit“ –
als das Commonwealth of Nations noch gar nicht existierte.
Es geht um jenes Ereignis, das offensichtlich selbst den Bibelautoren eine Notiz wert war.

Eine Notiz war den Bibelautoren offensichtlich auch der Garten „Eden“ wert; im Gegensatz zum Hoch- ein Flachbau, ebenfalls ein modellhaftes Geistwesen, das wissenschaftlich zwischen Euphrat und Tigris anzusiedeln ist.

Ich frage mich angesichts des Symbolgehaltes benannter Fakten (hoch oder flach ist mir völlig egal) ob Turm oder Garten nicht irgendwo in der Nachbarschaft setzbar wären.

Könnte ja durchaus „Babilonien“ genannt werden.



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nos

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Monika Grunert
10.01.2004 21.00
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Echt oder Satire?

Ist ersteres der Fall, ist der Inhalt der Form durchaus ebenbürtig.
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m.g.

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Sigmar Salzburg
10.01.2004 08.26
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Der Allgemeine Presse-Dienst meldet

Nach Meinung des amerikanischen Präsidenten sollte Krieg führenden Staaten vorbehalten bleiben, ob sie sich an das Völkerrecht halten oder nicht. Zurzeit habe man Abscheu erregende Mordtaten Saddams zu verfolgen. Die Welt werde bald Zeuge sein, wie viel Massenvernichtungsgerät im Irak gefunden werde. Zuvor hätten die Truppen dort aber noch Zeit raubend der Bandentätigkeit nachzugehen. Im Übrigen hätten sie auch Not leidenden Irakern zu helfen. Schließlich widersprach der Präsident Berichten, nach denen die amerikanische Verwaltung nur schlecht gemacht werde. (apd)

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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
30.12.2003 20.41
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"Verloren" "gegangener" "Wunsch" "-" "Zettel"

Bitte liebes Christkind,
gib mir doch bitte wieder das bißchen Selbstständigkeit, das ich hatte, bevor man mir erzählte, daß es Dich gibt.
Vielleicht hast Du ja auch Zeit, mich irgend wann im Verlauf des nächsten Jahres Termin unabhängig zu heiligen – an „Heiligabend“ bzw. am „Heilig Abend“ bist Du ja eh so gestreßt.

PS: Und grüße mir am 24. 12. des nächsten Jahres ganz besonders: die KMK, die Hohen und/oder Weißen Häuser, das rote Kreuz und den schwarzen Peter!



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nos

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Norbert Schäbler
27.12.2003 23.54
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Wesentlichkeit

Ich betreue derzeit einen Sterbenden. Seine leibliche Mutter meint, daß er sich rasieren müsse.

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nos

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Norbert Schäbler
19.12.2003 14.38
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Hunds-gemein

„Der Kompromiss trägt die Handschrift der
U n i o n s – g e f ü h r t e n Länder.“
Das war heute auf dem Laufband des Fernsehsenders „n-tv“ zu lesen.

Nach meinem Dafürhalten handelt es sich bei dem Begriff „Unions-geführt“ um ein zweiteiliges “Misch-Mittelwort“, für das ich den Terminus „nominal-regiertes Partizip“ (n-rP) vorschlage, zumal besagtes „n-rP“ ein grammatisches Phänomen ist, das – konsequent durchdacht – ungeahnte neue Wortbildungstechniken erschließen könnte.
Nachzudenken wäre natürlich auch darüber, ob man nicht parallel dazu das „Misch-Wiewort“ verordnen und sozusagen das „nominal-regierte Adjektiv“ (n-rA) per Erlaß einführen müßte.
Wörter wie „Arbeits-scheu“, „Leistungs-stark“ und „Hunds-gemein“ kämen dann in neuem und sinnfälligem Gewand daher.

Wie mir scheint, gibt es keine wissenschaftliche Dummität, aus der sich nicht auch noch irgendein Nutzen ziehen läßt. Daß man den Formalismus der Rechtschreibreform allerdings als „Wissens-erweiternde“ und tatsächlich „Begriffsbildungs-fördernde“ Maßnahme bezeichnen können sollte, wage ich zu bezweifeln.




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nos

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Norbert Schäbler
23.11.2003 00.50
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Joh.: Meine Gnade genügt dir, denn die Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung

Es sprengt jetzt ein bißchen den Faden, wenn ich zurückgehe in das Jahr 1955, zumal ich nicht genau weiß, ob das Jahr auch stimmt.
Damals gab es einen Journalisten, und ich weiß nicht einmal genau, ob der Name „Süßkind“ stimmt. Irgendwo in Icklers Nachforschungen steht der Name schwarz auf weiß.
Damals jedenfalls war es so, daß die Herren Kultusminister – jene vorstaatliche Institution, die es gar nicht geben dürfte – darauf verzichteten, in Sachen Rechtschreibreform weiter tätig zu werden. Damals hat man dem Duden das Regelungsmonopol anvertraut.

Seltsames passierte auch in den frühen 90er Jahren. Da hatte ein Journalist, oder war es gar die Anhörung in Bad Godesberg – dortselbst hatte sich fachliche Kompetenz versammelt, Lunte gerochen, war zur Erkenntnis gelangt war, daß die KMK total verblödet ist.
Irgendwas war da mit „Keiser im bot“. Jedenfalls war das blamabel genug für die Herren, die sich teilweise vom Taxifahrerjob in höchste Höhen hinaufgehievt hatten.

Danach lief alles hinter verschlossenen Türen ab, und wie man ebenfalls von T. Ickler weiß, herrschten in der geschlossenen Gesellschaft maffiaähnliche Zustände.
Der einzige Verlag, der Publikationsrechte besaß, war der Gunter-Narr-Verlag. Das, z.B. hat Friedrich Denk köstlich persifliert.

Was immer vorgefallen ist. Die Herren der KMK sind zwischen 1993 und 1996 so stark geworden, daß sie das Dudenmonopol gebrochen haben, so stark, daß sie einen kompetenten und finanzkräftigen Monopolisten aus dem Weg räumen konnten.

Und jetzt mal zum Nachdenken: Das kann doch nur passieren, wenn man sich einen noch finanzkräftigeren verkappten Monopolisten zum superfreund (Anlehnung an spinnefeind) macht.

Ich rede von Bertelsmann, von schwarzen Koffern, und so ...

Gnade?
Wenn, dann höchstens im Grad des Unterworfenseins!
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nos

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Sigmar Salzburg
05.09.2003 05.48
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immerwährend

Nachdem sich nun selbst beflissenste Diener Gottes der Rechtschreibreform unterwerfen, sieht sich auch die himmlische Bürokratie gezwungen, dem zu folgen. In einer der ersten Pressemitteilungen heißt es jetzt in bestem neuem Amtsdeutsch:

Wer sündigt und Böses tut, geht immer
während des Aufenthaltes im Himmelreich
der ewigen Seligkeit verlustig.


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Sigmar Salzburg

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Martin Reimers
25.08.2003 23.00
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(Keine Anzeige)

IKEA 2005

Liebe Kundin, lieber Kunde!

Kennen Sie nicht auch dieses schreckliche Gefühl beim Bettenkauf: Welches Modell passt besser zu mir, welches zu meiner Wohnung, zu meinem derzeitigen Lebensabschnittspartner, zur Frisur meines Pudels. Fragen über Fragen und keine Antwort . . .

Diese Quälerei hat jetzt ein Ende! Ab sofort führen wir in unseren Filialen ausschließlich und exklusiv das neue Einheitsbett TROMSÖ-PROKRUSTES. Zehn Jahre lang haben unsere Ingenieure weder Zeit noch Mühe gescheut, um ein Modell nach dem anderen zu zersägen. Natürlich wollen Sie jetzt wissen, wie unser neues TROMSÖ-PROKRUSTES aussieht. Nun, ein Foto können wir im Moment leider auch nicht präsentieren, das Bett wird in einigen Details abweichen von den gleichnamigen Modellen, die Sie bereits in unseren Katalogen aus den Jahren 1996 bis 2003 finden konnten. Auch ein Probeliegen vor Ihrer verbindlichen Bestellung könne wir Ihnen leider nicht mehr gewähren. Sie können dennoch unbesorgt sein –führende Normal- und Wenigtischler sind von TROMSÖ-PROKRUSTES restlos begeistert, da die Herstellung weit einfacher sein soll als bei allen bisherigen Modellen.

Um Ihren Wünschen noch schneller nachkommen zu können, haben wir darauf verzichtet, die Kompetenz unserer bewährten Probeschläfer in Anspruch zu nehmen. Die Ingenieure waren zwar mit ihrem Bauplan noch nicht fertig, aber die Tischler mussten nun einmal am nächsten Morgen irgendetwas Neues in die Verkaufsräume stellen. Dies hat leider bei einigen unserer älteren Kunden für Verwirrung gesorgt – und zeitweise sogar zu vereinzelten Bestellungen der überholten Modelle geführt. Aber dies ist natürlich als eine Übergangserscheinung zu betrachten, zumal wir alle Aufträge an die Produzenten der Alt-Betten längst storniert haben. Wie eine unabhängige Befragung zum Bettenkauf-Verhalten unseren Kunden kürzlich ergeben hat, bevorzugen rund 80 Prozent der Bundesbürger das neue TROMSÖ-PROKRUSTES von IKEA.

Zum Schluss noch ein heisser Tipp: TROMSÖ-PROKRUSTES ist ideal als Gästebett geeignet! Und falls sich jemand beschwert, wollten Sie nicht ohnehin lieber Ihre Ruhe haben? Und gibt es nicht Wichtigeres in unserer Welt als Betten?

Mit Ihrer Bestellung von TROMSÖ-PROKRUSTES liegen Sie nicht nur im Trend der Zeit – Sie werden auch Ihrer Verantwortung gegenüber den Benachteiligten in unserer Gesellschaft gerecht. Für jedes verkaufte Einheitsbett TROMSÖ-PROKRUSTES kommen nämlich fünf Euro der „Aktion angstfreies Schreinern“ zu Gute.

Also schlafen Sie gut weiter!

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Martin Reimers

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Sigmar Salzburg
25.08.2003 14.42
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Etwas Philosophie des Öfteren

Früher waren die Kenntnisse des Öfteren im Besitz der Kirche. Eine Frage im Beichtstuhl konnte etwa sein: „Hast du die Sünde des Öfteren begangen?"– und die ausweichende Antwort: „Ich habe den Herrgott des Öfteren um Hilfe angefleht ...".

Erst Friedrich Nietzsche hat den Begriff des „Öfteren“ in die Sphäre des Wissenschaftlichen gehoben. In seiner Schrift von 1872, „Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur“, spricht er erstmals von der „Wissenschaft des Öfteren":

... aus der Nähe betrachtet sieht das zu unbeschränktem Erkennen antreibende Motiv in Deutschland einem Mangel, einem Defekte, einer Lücke viel ähnlicher als einem Überfluss von Kräften, fast wie die Folge eines dürftigen formlosen unlebendigen Lebens und selbst wie eine Flucht vor der moralischen Kleinlichkeit und Bosheit, denen der Deutsche, ohne solche Ableitungen, unterworfen ist und die auch, trotz der Wissenschaft, ja noch in der Wissenschaft des Öfteren hervorbrechen.

Die Duden-Regelung von 1901 hat diesen Begriff unsichtbar gemacht und der Nutzung entzogen. Erst mit der Rechtschreibreform von 1996 wurde dieser Missstand beseitigt. Überrascht erkennen wir, dass sich – analog zu Vaihingers „Philosophie des Als Ob“– unbemerkt schon eine Philosophie des Öfteren etabliert hat:
(* = „gültige“ Rechtschreibung nachträglich )

Gehlen folgt damit einem in der Philosophie des Öfteren* verwendeten Verfahren der Moralkritik, welches man als Entlarvungstechnik bezeichnen kann. Das Vorbild der Entlarvungstechnik als Methode der Moralkritik liefert Friedrich Nietzsche in seiner Schrift „Zur Genealogie der Moral“.... (homepages.compuserve.de/eckhartarnold/ gehlen/)

Gibt es ein klares Merkmal, das es gestattet, nichtphysische Dinge eindeutig von physischen abzugrenzen? Eine Antwort auf diese Frage zu geben, ist in der Philosophie des Öfteren* versucht worden.(G. Keil, H.Schnädelbach) (uni-bielefeld.de/ philosophie/ )

Tatsächlich handelt es sich beim Prinzip des Öfteren um eine universelles Gesetzlichkeit, die alle Lebensbereiche durchdringt. In Sonderheit finden wir es ...

in der Tagespolitik:
Ulla Jelpke, die als PDS-Abgeordnete die Regierung des Öfteren mit Anfragen zum Rechtsextremismus verzückte, wird sich auch zur fragwürdigen V-Leute-Einschmuggel-Praxis des Verfassungsschutzes äußern.(„taz“-Notiz v. 4.11.02)

in der Literatur:
Hier besuchte der Dichter des Öfteren* seine Freunde, vor allem den Franc Just Prešeren, ...

in der Weisheitlehre:
Ich persönliche würde übrigens sagen, dass Weisheit des Öfteren* zum Wahnsinn führt (403.rapidforum.com/)

in der Geschäftswelt:
In überwiegend guter Diskussionsatmosphäre war die Stimmung weit weniger angespannt und emotional geprägt als noch bei der Hauptversammlung des Geschäftsjahres 1999 im September 2002, als die Diskussionen des Öfteren die sachliche Ebene verließen.
(goettinger-gruppe.de/)

in der Zukunft:
«Das beste Mittel, um die Zukunft vorauszusagen, ist diese zu erschaffen», sagen Wissenschaftler und Zukunftsforscher des Öfteren*. (uhren-schmuck.de/)

im Religiösen:
Das Volk Israel hat in seiner Geschichte des Öfteren solche Zeiten erlebt. (st-nikolai-kirche.de/)

Diesen Psalm sollte man singen, dachte der Prophet des Öfteren*, ..... (gwdg.de/~unembac/archiv-4/011223)

Und das Oder bedeutet den zweiten Tod, wie es in der Offenbarung des Öfteren* heisst. ...
(chrkoenig.de/brief05)

... und im Show-Business
Der einzige Wermutstropfen des Auftritts war, dass der Sänger des Öfteren* After bzw. Gemächt zur Schau stellte (echte Schotten haben nie etwas unter ihrem Kilt!) und ich somit beinahe mein Augenlicht verloren hätte. Trotzdem eine gelungene Show ... (outknocked.de/)

... eine nicht nur so genannte After-Show-Party
.

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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
14.07.2003 19.48
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Genau genommen

„Es kommt nicht darauf an, was für einen Hut man auf dem Kopf hat, sondern was für einen Kopf unter dem Hut.“

H(erbert) G(eorge) Wells (1866-1946), Autor des utopischen Romans „Die Zeitmaschine“ aus London ...

Ein zweiter:
„Wer den Feind umarmt, macht ihn bewegungsunfähig.“
(vermutlich chinesisch)
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nos

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Sigmar Salzburg
11.07.2003 08.49
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Der Konsum der Lust und nackte Tatsachen

Friedmann, der seit Wochen abgetaucht war, wirkte bei seinem nur wenige Minuten dauernden Auftritt noch immer angeschlagen von dem Sturz aus den Höhen des scharfzüngigen TV-Talkmasters und Party-Lieblings in die einsamen Niederungen der in aller Öffentlichkeit breit getretenen Details zum Prostituierten-Besuch und zum Konsum der Lust steigernden Schickeria-Droge Kokain. Er akzeptierte den Strafbefehl von 17400 Euro ohne Wenn und Aber: „Drogen sind in einer – auch meiner Lebenskrise – keine Hilfe ...“ ... afp/dpa (n. Kieler Nachrichten v. 9.7.2003)

Manche denkbare zusammengesetzte Adjektive sind nach der neuen Rechtschreibung verboten: tritt das ergänzende Substantiv in der Grundform unbegleitet, unbekleidet –„nackt“ – auf, dann darf es mit anständigen Partizipien I nicht gepaart werden.

Die „Nacktheitsprobe“ ergibt für den obigen Fall: „Kokain steigert die Lust.“ „Lust“ tritt nackt nicht auf, ist daher mit „steigern“ zu verbinden: „die luststeigernde Schickeria-Droge“.

Hilfe dagegen kommt unverschämt nackt daher, nicht nur in Gestalt osteuropäischer Prostituierter. „Friedmann suchte Hilfe ...“ also „der Hilfe suchende Friedmann“.

Nackte Not wird er wohl trotz der hohen Geldstrafe nicht zu leiden haben. Geldspenden für ein Not leidendes CDU-Mitglied können vorerst zurückgestellt werden.

Die „Nacktprobe“ ist ein unerläßliches Handwerkszeug jedes „neu“ Schreibenden, sei er Schüler, Beamter oder einfach nur Angepaßter. Die damit mögliche ständige, mühelose Überwachung des Schreibvorgangs zur Vermeidung verbotener Adjektivbildungen löst das Versprechen des erleichterten Schreibens auf einfache und überzeugende Weise ein.

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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
24.06.2003 22.19
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Ein Bonmot obendrauf

Als Anfang der 90er Jahre die Herren Schulräte die Lehrerschaft zusammentrommelten und zu etlichen zusätzlichen Nachmittagsveranstaltungen einberiefen, um sie zu berieseln mit den Erleuchtungen des Ministeriums, ging es teilweise recht religionsbewußt zu.
Schließlich hieß der große Vorsitzende Zehetmair, seinerzeit ein Hüter der Moral. Später hat er den Werteverfall „kennen gelernt“.

Mit stundenlangen Appellen an die Moral, seitenlangen Aufzählungen von Verwerflichkeiten und umfangreichen Lernziellisten gossen die Schulräte ihr Füllhorn über die Staatsdiener aus, und jene nahmen die frohe Botschaft dankend an, ließen die Predigt über sich ergehen.

Für mich war’s schaurig bis gräulich, und irgendwann habe ich gesagt, daß Wertevermittlung nicht so einfach sei, weil die Werte unterschiedlich wahrgenommen würden.
Die wahren Werte seien ohnehin nur geliehen, und man müsse um sie kämpfen, weil sie sehr rar und flüchtig seien.
Hat sowieso keiner mehr zugehört, als ich die zweite Stufe gezündet habe: „Wir müssen dem Menschen Wert verleihen und ihm nicht einfach nur Werte vermitteln!“


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