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Theodor Ickler
06.01.2004 09.59
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Zu diesem Buch (gefunden bei amazon):

Kurzbeschreibung
An entertaining and impassioned guide to perfect punctuation, hilariously lambasting shopkeepers whose signs feature too many, or not enough, apostrophes and the proliferation of txt spk, and its increasing influence over general language usage.
Extensive feature coverage, including multi-part serialisation in „The Daily Telegraph“ and a repeat broadcast of the author's four-part Radio 4 programme.

Synopsis
A panda walked into a cafe. He ordered a sandwich, ate it, then pulled out a gun and shot the waiter. 'Why?' groaned the injured man. The panda shrugged, tossed him a badly punctuated wildlife manual and walked out. And sure enough, when the waiter consulted the book, he found an explanation. 'Panda,' ran the entry for his assailant. 'Large black and white mammal native to China. Eats, shoots and leaves.' We see signs in shops every day for „Banana's“ and even „Gateaux's“. Competition rules remind us: „The judges decision is final.“ Now, many punctuation guides already exist explaining the principles of theapostrophe; the comma; the semi-colon. These books do their job but somehow punctuation abuse does not diminish. Why? Because people who can't punctuate don't read those books! Of course they don't! They laugh at books like those! Eats, Shoots and Leaves adopts a more militant approach and attempts to recruit an army of punctuation vigilantes: send letters back with the punctuation corrected. Do not accept sloppy emails. Climb ladders at dead of night with a pot of paint to remove the redundant apostrophe in „Video's sold here“.
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Th. Ickler

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Jörg Metes
05.01.2004 19.47
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»Eats, Shoots & Leaves: The Zero Tolerance Approach to Punctuation«, ein Buch der englischen Autorin Lynne Truss, war in Großbritannien das – noch vor Harry Potter – bestverkaufte des Jahres. Es ist ein Sachbuch über Zeichensetzung. Wie die New York Times heute berichtet, liegt die Auflage bei mittlerweile 510 000.
Einer Rezension im Guardian ist zu entnehmen, daß es sich um ein überaus intelligentes und amüsantes Buch handelt, verfaßt von einer Autorin, die wahrlich besessen ist von Zeichensetzungsfragen – und freilich auch ein Publikum hat, das sich von dieser Besessenheit gerne anstecken läßt.

Eine ähnliche Begeisterung für Orthographie ist im deutschsprachigen Raum nicht eben zu spüren. Warum wohl?
– geändert durch Jörg Metes am 06.01.2004, 00.59 –
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Jörg Metes

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ani
08.11.2003 20.59
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Re: Wie modern ist Hethitisch?

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Henning Upmeyer

211 Das Hethtische kennt auch die aus der Grammatik der klassischen Sprachen bekannten Arten des Genitivs objektivus, Genitiv partitivus usw. [Der Gen. part. existiert auch im Französischen und in den slawischen Sprachen.]



... ja und in vielen anderen idg. Sprachen nicht minder! So auch im Deutschen, Isländischen usf.

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Reinhard Markner
01.11.2003 17.11
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Einzigartig

Im Norwegischen und Schwedischen schreibt man buss, im Norwegischen sogar politikk. Aber in keiner skandinavischen Sprache schreibt man *tipp.

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Theodor Ickler
02.10.2003 09.38
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Sprache und Sprachvolk

Der Unterschied besteht letzten Endes darin, daß in Deutschland die Sprache als Sache des Staates und allenfalls noch der Experten betrachtet wird, nicht als Sache der ganzen Sprachgemeinschaft. Das Bundesverfassungsgericht hat ja die Befugnis der Obrigkeit, gestaltend in die Sprachentwicklung einzugreifen, noch einmal skandalös bestätigt (ausgerechnet am quatorze juillet 1998!). Vorgezeichnet in den Ansichten des NS-Sprachwissenschaftlers Leo Weisgerber und des SED-Sprachwissenschaftlers Dieter Nerius, beide die wohl wichtigsten Wegbereiter der gegenwärtigen Rechtschreibreform. Der Staat druckt unser Geld, er stellt uns gnädigerweise auch eine Sprache zur Verfügung.
Wie könnte sich auf dieser Grundlage ein sportliches, gar leidenschaftliches Verhältnis zur Sprache entwickeln? Von Liebe ganz zu schweigen. Die bereitwillige Mißhandlung der Grammatik durch reformhörige Journalisten usw. zeugt eher von Überdruß an dieser Sprache, die eben als im Grunde fremd empfunden wird und es ja auch immer mehr wird.
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Th. Ickler

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Jörg Metes
02.10.2003 09.00
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Frankreich

So wie in englischsprachigen Ländern begreift man auch in Frankreich Rechtschreibung nicht als Schikane, sondern als sportliche Herausforderung. In der „Süddeutschen Zeitung“ von gestern berichtet Johannes Willms:

»Frankreich zum Diktat

Das Französische ist eine schöne Sprache, aber wer sie nicht nur im Wort, sondern auch in Schrift perfekt beherrschen will, läuft leicht Gefahr, sich zu blamieren. Das verschafft anderen wohlfeile Schadenfreude. Deshalb lag der Gedanke nahe, ein Diktat als Gesellschaftsspiel zu erfinden. Je illustrer der Kreis der Teilnehmer, desto größer versprach der Spaß zu sein. Folgerichtig kam eine Gesellschaft, die sich in lockerer Runde auf Schloss Compiègne um Napoleon III. und seine schöne spanische Frau, die Kaiserin Eugénie, zu versammeln pflegte, eines verregneten Nachmittags ums Jahr 1860 auf den Einfall, einen Text zu entwickeln, der mit orthographischen Fallen gespickt war. Der Dichter und Schöngeist Prosper Mérimée, ein habitué dieses exklusiven Zirkels, übernahm die Aufgabe, die seither als „la dictée de Mérimée“, als Diktat Mérimées in Frankreich Schrecken und Vergnügen verbreitet.

Was im Französischen im Unterschied zum Deutschen diese Prüfung noch zusätzlich erschwert, sind nicht nur die Akzente, sondern vor allem auch eine identische Aussprache bestimmter Wörter, die bisweilen auch noch dasselbe bezeichnen, in ihrer Rechtschreibung aber differieren. Das Paradebeispiel liefern die cuisseaux de veau, die Kalbsschlegel, und die cuissots de chevreuil, die Rehschlegel. Der Fama zufolge soll bei der ersten Dictée Mérimée der österreichische Botschafter Metternich mit nur drei Fehlern als Bester abgeschnitten haben, während Napoleon III. sich bei elf Orthographieschnitzern ertappen lassen musste, was die republikanische Opposition der Zeit anstiftete, das Gerücht von über 50 Fehlern in die Welt zu setzen.

Jetzt hat der Literaturkritiker Bernard Pivot ein neues Diktat entwickelt, dem sich unlängst unter Vorsitz von Jean Leclant, dem Sekretär der Akademie, eine Anzahl von Schriftstellern und Intellektuellen unterzogen, von denen sich die meisten 10 bis 15 Fehler ankreiden lassen mussten. Das erhellt, warum der frühere Premierminister Lionel Jospin auf seinem Schreibtisch im Matignon immer Le Petit Robert, das französische Äquivalent des Duden, in Griffweite stehen hatte. Von Kanzler Schröder ist derlei nicht zu berichten. Vermutlich hat der den Duden zusammen mit der Agenda 2010, Lenins „Was nun?“ und dem „Principe“ von Machiavelli in seiner Schreibtischschublade verborgen.«
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Jörg Metes

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Reinhard Markner
31.07.2003 18.05
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ORFOGRAFIYA (ORTHOGRAPHY)

Today I went to Brighton Beach for the first time in months to pick up a copy of Dmitrii Bykov's new novel Orfografiya (publisher's page, in Russian; if it's unavailable, here's the Google cache). As soon as I read the review by Nikita Eliseev, I knew I had to have it; not only is it a historical novel about a period I'm fascinated by (the Russian Revolution and civil war), it focuses on the orthographic reform of 1918! (In the alternative history of the novel, the Bolsheviks abolish orthography rather than reforming it.) Indeed, the main character's name is Yat', the name of a prerevolutionary letter that was eliminated by the reform (and replaced by e). Other main characters are writers of the time, like Gorkii and Khodasevich. OK, it's almost 700 pages long and the author calls it an „opera in three acts,“ which in other circumstances would put me off, but this I can't resist.

Posted by languagehat at July 19, 2003 09:15 PM

http://www.languagehat.com/archives/000707.php

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Jörg Metes
23.07.2003 21.39
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Englisch in Nigeria

Daß Buchstabierwettbewerbe (»spelling bee competitions«) in England und in den USA unter großer Anteilnahme der Bevölkerung veranstaltet werden, war mir bekannt. Man betrachtet dort die Orthographie des Englischen (die wesentlich schwieriger ist als selbst die reformierte deutsche) offenbar nicht als Joch, sondern als sportliche Herausforderung. Daß dieser orthographische Sportsgeist aber selbst in Nigeria hochgehalten wird, war mir neu. Bis ich heute in der Online-Ausgabe der nigerianischen 'This Day' auf diese Meldung stieß:

»Boy, 16, Governs Lagos Today

By Tokunbo Adedoja

Sixteen-year-old Emmanuel Oluwambe Aiyeniteju, will today act as Governor of Lagos State, having emerged as overall winner of this year's edition of the 'Spelling Bee Competition'.
With his emergence as winner of the competition, he will become the third teenager to act as 'one day governor' of Lagos State. Aiyenitaju, born on September 23, 1987 hails from Ilara in Ondo State and he's the fourth child of his parents.
A release issued by the Chief Press Secretary to the Governor, Mr. Segun Ayobolu, said Aiyenitaju attended CMS Grammar School, Bariga where he sat for the May/June 2003 WASCE/NECO examination.
The release further stated that Aiyeniteju , who is awaiting his results plans to study medicine.
Spelling Bee Competition was first organised in 2001 by the New Era Foundation, a pet project of Wife of Lagos State Governor, Mrs. Oluremi Tinubu.
It was conceived as a way of promoting the culture of healthy rivalry among the youths and keeping focused on attaining the highest height in their academic pursuit.
The competition has so far produced three winners. In 2001, Master Ebuka Anusobi, who is presently studying computer engineering at the Obafemi Awolowo University, Ile-Ife won the competion. Last year's edition was won by a Senior Secondary School (SSS11) student, Miss Otiti Ovuwhaie.«
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Jörg Metes

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Henning Upmeyer
04.03.2003 19.32
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Wie modern ist Hethitisch?

Auf Wunsch von Frau Menges hier einige besondere Merkmale der hethitischen Sprache
Aus: Johannes Friedrich, Hethitisches Elementarbuch, Erster Teil, Kurzgefaßte Grammatik:
Die älteste schriftlich überlieferte indogermanische Sprache ist der Hauptvertreter der anatolischen Gruppe, das Keilschrift-Hethitische (1600 – 1200 v. Chr.). [Zu dieser Zeit schrieben die Griechen der mykenischen Kultur (die Achäer, hethitisch "Land Ahhijawa") in Linear-B überall ihre Buchhaltung, aber noch keine Literatur, die Heldenlieder wurden mündlich überliefert.]
[Die Worte in eckigen Klammern sind von mir, H.U.]

143 a) Wie in den anderen indogermanischen Sprachen wird auch im Hethitischen die Bedeutung des einfachen Verbalstammes durch Präverbien modifiziert. Das Hethitische nimmt insofern einen altertümlichen Standpunkt ein, als die Präverbien stets als selbständige Wörter geschrieben werden und kleine Wörtchen (z.B. die Negation, 281) zwischen Präverb und Verbum treten können. [Diese Getrenntschreibung entspricht fast der neuen deutschen.]

143 b) Die wichtigsten Präverbien sind: 'anda (andan)' „hinein“, 'appa (appan)' „zurück, wieder“, 'arha' „weg“, 'katta (kattan)' „hinab, hinzu, mit“, 'para' „vorwärts, heraus“, 'piran' „vor“, 'sara' „hinauf, empor“, 'ser' „oben“;
z.B. 'pai-' „gehen“, 'anda pai-' „hineingehen“, 'appa pai-' „zurückgehen“, 'appan pai-' „hinterhergehen“, 'arha pai-' „weggehen“, 'para pai-' „weitergehen, herausgehen“, 'katta(n) pai-' „hinabgehen, mitgehen“, 'sara pai-' „hinaufgehen“;
'da-' „nehmen“, 'appa(n) da-' „zurücknehmen“, 'arha da-' „wegnehmen“, 'para da-' „herausnehmen“, 'katta(n) da-' " herunternehmen“, 'sara da-' „aufnehmen, einnehmen“, erbeuten“.

143 c) Ein Verbum kann mehrere Präverbien zugleich bei sich haben: 'appa(n) anda pai-' „wieder hineingehen“, 'ser arha da-' „oben wegnehmen“, 'appa sara da-' „wieder aufnehmen“.

53 a) Abweichend von den anderen altindogermanischen Sprachen hat das Hethitische nur sehr wenig Nominalkomposita.
b) Nicht eigentliche Nominalkomposita sind die Nominalbildungen von Verben mit Präverb.

54 Es gibt nur ein „persönliches“ Geschlecht (gemeinsam für maskulin und feminin) und ein sächliches Geschlecht. [Wie im Dänischen und Schwedischen]

55 Von Haus aus besitzt das Hethitische noch die acht Kasus der idg. Ursprache, nämlich Nominativ, Vokativ, Akkusativ, Genitiv, Dativ, Lokalis, Ablativ, Instrumentalis.

210 Eine umständliche Art der Genitivbezeichnung ist die mittels Zufügung des Possessivpronomens („des Mannes sein Kopf“). Sie ist besonders in den Gesetzen beliebt.

211 Das Hethtische kennt auch die aus der Grammatik der klassischen Sprachen bekannten Arten des Genitivs objektivus, Genitiv partitivus usw. [Der Gen. part. existiert auch im Französischen und in den slawischen Sprachen.]

302 Die Konjunktion 'a', 'ia' „und, auch“ wird an das zweite Nomen bzw. an das erste Wort des zweiten Satzes enklitisch angehängt. [Wie lateinisch '-que']

228 Das Hethitische hat Postpositionen, nicht Präpositionen. Deren Abgrenzung gegen die Adverbia und Präverbia ist z.T. fließend.

93 Eine Steigerung der Adjektiva durch bestimmte Suffixe, wie sie die anderen altindogermanischen Sprachen kennen, fehlt dem Hethtischen. [Ähnlich wie den romanischen Sprachen]

106 Die Sprache des Neuen Reiches gebraucht anstelle unserer Possessivpronomina gewöhnlich die Genitive der Personalpronomina.

147, 258 An nicht zusammengesetzten Tempora existiert nur ein Präsens (das auch für das Futurum mit eintritt) und ein Präteritum. [Ähnlich den germanischen Sprachen]

259 Eine genauere Differenzierung ermöglichen die zusammengesetzten Verbformen:
184 b) Das Perfekt und Plusquamperfekt werden in modern anmutender Weise durch 'har(k)-' „haben“ mit dem erstarrten Nom. – Akk. Sing. Neutr. des Partizips umschrieben.
184 a) Das Partizip mit 'es-' „sein“ mit dem Infinitiv dient zur Umschreibung des Passivs bei transitiven Verben, eines Zustandes bei intransitiven Verben.

274 Die Verbindung des Verbums 'es-' „sein“ mit dem Infinitiv im Sinne von „das und das ist zu tun“.

195 Im Präsens ist es üblich, reine Nominalsätze aus Subjekt und Prädikatsnomen und ohne Verbum substantivum zu bilden: 'attas assus' „der Vater (ist) gut“. [Wie im Russischen]

205 Das Verbum „sein“ kann einen possessivischen Dativ (-Lokalis) bei sich haben: „meinem Bruder ist nichts“ (wir sagen dafür „mein Bruder hat nichts“). [Wie in ostslawischen Sprachen]

240 Das gewöhnliche Mittel zum Ausdruck des Reflexivums ist das enklitische '-za (-z)', das wie das slawische Reflexivpronomen für alle Personen gilt.

259 Der Ausdruck „beginnen (sich daran machen), etwas zu tun“ wird durch 'dai-' „setzen, legen, stellen“ mit dem Supinum auf '-uuan' eines meist iterativischen Verbums ausgedrückt.

263 Der Imperativ steht auch in Segenswünschen als Ersatz des fehlenden Optativs.

281 Die gewöhnliche Stellung der Negation ist vor der Verbalform, bei Verbalkomposita zwischen Präverb und Verbalform.
282 In kurzen Sätzen kann die Negation emphatisch am Ende stehen.
In der Frage tritt die Negation an den Anfang des Satzes.
Bei starkem Nachdruck kann die Negation auch verdoppelt werden. [Wie im Bairischen]

Luwisch und Palaisch sind indogermanische und dem Hethitischen verwandte Nachbarsprachen.
383 Das Luwische hat wie das Hethitische kein Femininum, sondern nur ein Genus commune und ein Neutrum.
385 Das Luwische kennt die vier Kasus Nominativ, Akkusativ, Dativ, Ablativ-Instrumentalis.
388 Der luwische Gen. Sing. wird meist durch eine Adjektivbildung umschrieben. [Wie in den slawischen Sprachen]

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Jörg Metes
02.02.2003 20.25
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Marokko

(eine Meldung der AFP von heute, 20h55:)

»Maroc: le berbère sera transcrit dans un alphabet antique

L'Institut royal marocain de la culture amazighe (berbère) vient d'adopter le „tifinagh“, un alphabet berbère vieux de quelque 3.000 ans, pour l'écriture de cette langue, de préférence aux alphabets latin ou arabe, a-t-on appris lundi à Rabat auprès de cet organisme. Les défenseurs de la culture berbère attendaient l'adoption d'une „transcription“ unifiée pour l'écriture de cette langue, encore parlée par environ la moitié des Marocains, notamment en vue de son intégration dans le système scolaire du royaume. L'institut royal – créé en 2001 par le roi Mohammed VI du Maroc –, a fait „le meilleur choix en adoptant cet alphabet identitaire“, a déclaré à l'AFP Brahim Akhiat, membre de cet institut et président de l'Association marocaine de recherches et d'échanges culturels (Amrec). L'alphabet tifinagh a été utilisé, sous forme décorative et artistique, au nord du Niger, au Mali, aux Iles Canaries et en Egypte, selon un document de l'Amrec, principale association culturelle amazighe du pays. Il est constitué de 33 consonnes, 4 voyelles et 2 semi-voyelles. „L'utilisation du tifinagh est extrêmement simple“, a assuré M. Akhiat en évoquant à titre d'exemple une version tifinagh du „Petit prince“ d'Antoine de Saint-Exupéry, largement diffusée au Niger et au Mali. L'Institut royal de la culture amazighe a été chargé par le souverain marocain de mettre en place des programmes d'enseignement du berbère dans les écoles primaires du royaume. Le choix de l'alphabet à utiliser a fait l'objet d'une polémique qui a opposé les partisans de transcription du berbère en caractères arabes, latins ou tifinagh. Ce débat avait conduit les autorités à reporter le démarrage des cours de berbère à la prochaine rentrée scolaire, a indiqué M. Akhiat.«
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Jörg Metes

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Jörg Metes
26.01.2003 14.01
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Rußland

(FAZ, 27.01.2003, Nr. 22 / Seite 11:)

»Schriftliche Hegemonie
Das kyrillische Alphabet ist für Staatssprachen in Rußland jetzt obligatorisch / Von Kerstin Holm

MOSKAU, 26. Januar. Nach einem Beschluß der Duma und des Föderationsrates hat der russische Präsident Putin Ende vergangenen Jahres den Gebrauch des lateinischen Alphabets innerhalb der Russischen Föderation verboten. Das beruhigt viele Russen, die sich schon lange daran stören, daß sich manche nationalen Minderheiten immer stärker am westlichen Ausland orientieren. Während das Gewebe des russischen Staates zusehends an ein loses und löchriges Netz erinnert, mobilisieren starke nichtrussische Völker, allen voran die Tataren, ihre eigenen Ressourcen. Doch Putins Machtwort wird verhindern, daß im Stimmengewirr der nichtrussischen Völker nun auch noch ein Durcheinander nichtkyrillischer Schriften aufkommt. So sieht es nicht nur der patriotisch gesinnte Filmregisseur Nikita Michalkow, der das Verbot jetzt im staatlichen Fernsehen voller Genugtuung und ein wenig umständlich lobte.

In Tatarstan, wo das Tatarische Staatssprache ist, hatte eine offizielle Kommission eine einheitliche moderne Schreibweise mit lateinischen Buchstaben schon vor mehr als zwei Jahren beschlossen. Sie soll jetzt eingeführt werden. Insbesondere in der Hauptstadt Kasan sieht man schon viele lateinische Straßenschilder. Manche Werbetafeln oder Verpackungen von Lebensmitteln stehen in der neuen Schreibweise. Zeitungen drucken vereinzelt Artikel in lateinischer Schrift. Doch nun sei so etwas, streng genommen, illegal, sagt der an der Kasaner Universität lehrende Historiker Iskander Iskander Gilasow. Dasselbe gilt für die schon in lateinischer Schrift gedruckten tatarischen Bücher und Kinderbücher sowie für Lehrmaterialien, die in Schulen und Universitäten verwendet werden.

Wie die meisten Tataren versichert Gilasow, daß die lateinische Schrift die phonetischen Besonderheiten des Tatarischen angemessener wiedergeben könne als das modifizierte kyrillische Alphabet. Nicht zuletzt besitze die Umstellung der Turksprache auf das Lateinische, das in den zwanziger und dreißiger Jahren schon einmal in Gebrauch gewesen war, auch große psychologische Bedeutung für die nationale Renaissance, fügt der Historiker hinzu und bestätigt damit indirekt die russischen Vorbehalte. Die tatarische Führung hofft, das lateinische Alphabet doch noch legalisieren zu können. Der entsprechende Gesetzestext lasse die Möglichkeit einer Zusatzbestimmung offen, wenn auch nur mit Zustimmung des Bundesgesetzgebers, sagt Gilasow. Zusammen mit dem Verfassungsgericht erforscht man jetzt die juristischen Möglichkeiten einer solchen Korrektur.

Die tatarischen Vorstöße sind freilich den anderen Turkvölkern in Rußland nicht unbedingt ein Vorbild. Die größten Meinungsverschiedenheiten bestehen mit den ethnisch und sprachlich verwandten Baschkiren. Nach Meinung tatarischer Patrioten sind die ebenfalls an der Wolga siedelnden Baschkiren Abkömmlinge der Goldenen Horde wie sie selbst, nur erfolgreicher russifiziert. Von der Einführung eines lateinischen Alphabets wollen die turksprachigen Baschkiren daher auch nichts wissen, auch nicht jene, die in Tatarstan leben. In der Republik Baschkortostan sprach sich das dort ansässige Oberhaupt der russischen Muslime, Talgat Tadschutdin, in einer Adresse an den Kreml vielmehr für die Beibehaltung des Kyrillischen auch für die Tataren aus. In Baschkortostan leben ebenso viele Tataren wie in Tatarstan. Die baschkirischen Behörden haben bisher verhindert, daß die nationalen Schulen der ansässigen Tataren das lateinische Alphabet einführten. Wenn Tatarstan den Übergang zur lateinischen Schrift tatsächlich vollzieht, würde das die in Rußland lebenden Tataren in „lateinische“ und „kyrillische“ teilen.

Die Verpflichtung, in Rußland kyrillisch zu schreiben, erstreckt sich auf Staatssprachen innerhalb seines Gebiets, nicht jedoch auf die Nationalsprachen ohne staatlichen Status. In der Republik Karelien schreibt und lehrt man die finnougrischen Sprachen Karelisch, Wepsisch und Finnisch ungehindert weiterhin mit lateinischen Buchstaben. Seit 1989 werden die drei Sprachen im russischen Nordwesten wieder durch Publikationen und Unterricht gefördert. Für das Karelische hatte ein russischer Linguist im 19. Jahrhundert eine kyrillische Schreibweise entworfen, für das Wepsische entstand eine kyrillische Version vor einem Jahrzehnt. Doch die Philologen sind sich heute einig, daß eine adäquate Wiedergabe und lebendige Entwicklung der drei Sprachen nur mit dem lateinischen Alphabet möglich ist. Die von Putin bekräftigte neue Regelung stellt die Bestrebungen der karelischen Führung jetzt in Frage, für das Karelische endlich den Status der Staatssprache zu erhalten. „Sollte dies eines Tages gelingen“, sagt der Lehrstuhlinhaber für die karelische und wepsische Sprache an der Universität Petrosawodsk, Peter Saikow, „dann wäre ein Moskauer Sondergesetz erforderlich, das auch das lateinische Alphabet ausnahmsweise erlaubt.“«
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Jörg Metes

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Henning Upmeyer
08.01.2003 10.06
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Rechtschreib-Grundsätze in anderen Sprachen

Aus: Bohumil Jiri Frei, Tschechisch gründlich und systematisch, Band I, Rechtschreibung und nützliche Einzelheiten, A. Rechtschreibung, II. Prinzipien
„Die heutige Tschechische Rechtschreibung ist nach vier Grundprinzipien gestaltet, die sich überschneiden und von denen keines ganz konsequent durchgeführt ist. Darüber hinaus gibt es keine offizielle oder eindeutige Formulierung. Dennoch wurde nach diesen Gesichtspunkten eine der tschechischen Sprache angemessene, relativ einfache und konsequente und somit in der Praxis gut anwendbare Rechtschreibung geschaffen.
1. Das erste Prinzip wird oft weniger korrekt phonetisch genannt, richtiger phonematisch oder phonologisch. Es besagt, daß das Schriftbild vor allem dem gesprochenen Wort entsprechen und daß jedes Phonem einen eigenen Buchstaben haben soll. Dieses Prinzip schließt Ligaturen aus und bewirkt eine weitgehende Übereinstimmung zwischen Wort und Schrift.
2. Das zweite Prinzip heißt meist analogisch oder morphologisch. Es besagt, daß man nicht die durch Assimilation oder andere Vorgänge veränderten Laute niederschreibt, sondern analog zu Formen, in denen keine Veränderungen stattfinden, die Buchstaben für die ursprünglichen Laute setzt. So schreibt man nicht 'dup', sondern 'dub' (Eiche), analog zu den Formen 'dubu, dubem, dubovy' usw.
3. Das dritte Prinzip ist das historische. Es besagt, daß heute in der Schrift manche Erscheinung fortlebt, die in der gesprochenen Sprache bereits verschwunden ist. Hierher gehört z.B. die Unterscheidung von 'i' und 'y' bei meist gleichem Lautwert, ... die Schreibung des nicht ausgesprochenen 'd' in 'dcera' (Tochter). Das dritte Prinzip überschneidet sich mit dem zweiten, noch stärker mit dem vierten Prinzip.
4. Das vierte Prinzip ist am ehesten als das Unterscheidungs- oder Klarheitsprinzip zu bezeichnen. Es besagt, daß das geschriebene Wort möglichst klar sein soll, und daß sich in der Schrift möglichst Dinge unterscheiden sollen, die dem Sinne nach verschieden sind, obwohl sie gleich klingen, wenn ausgesprochen. Hierzu gehört z.B. die Gliederung des geschriebenen Textes durch Interpunktion. Ähnlich die Unterscheidung von 'i' und 'y'; z.B. die im Klang identischen, dem Sinne nach verschiedenen Wörter 'bili, bily, byli und byly' können in der Schrift auch ohne Kontext sofort richtig erfaßt werden. Auch andere gleich klingende, aber dem Sinne nach verschiedene Wörter oder Ausdrücke werden in der Schrift unterschieden; z.B. 'sprava' (Verwaltung) – 'zprava' (Nachricht), 'obed' Mittagessen) – 'objet' (umfahren), 'do stanu' (ins Zelt) – 'dostanu' (ich werde erhalten), 'navecer' (abends) – 'na vecer' (für den Abend) usw.“

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Elke Philburn
24.12.2002 18.06
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The Simplified Spelling Society

Questions Which Reformers Need To Address

Which changes would bring the greatest benefits to learners?

Which ones would have a significant impact in reducing learning and teaching time?

Which ones would immediately make learning to spell English substantially easier?

One of the major factors in any spelling reform has to be ease of implementation. With the enormous resistance to spelling reform in many sections of the English-speaking world, proposals for reforming English spelling probably need to be particularly user friendly. The workload of teachers in the US and the UK already seems to be exceptionally heavy. Since primary teachers are bound to be at the front line of implementation it would not be helpful to burden them with cumbersome or hard-to-comprehend reform proposals.

Quelle

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Jörg Metes
27.11.2002 14.02
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Rußland

Die 'NZZ' berichtet heute:

»Nur noch die kyrillische Schrift in Russland erlaubt

win. Moskau, 27. November
Der russische Föderationsrat hat am Mittwoch als zweite Kammer eine Gesetzesvorlage verabschiedet, laut der für die offiziellen Sprachen Russlands und aller seiner Subjekte nur noch der Gebrauch der kyrillischen Schrift erlaubt ist. Die Vorlage, die in der Duma praktisch ohne Gegenwehr Zustimmung gefunden hatte, löste im Föderationsrat, der Regionenvertretung, eine hitzige Debatte aus. Je ein Vertreter der Republiken Tatarstan und Karelien kritisierten das Vorhaben scharf, da es der Verfassung der russischen Föderation widerspreche, welche den Republiken ausdrücklich erlaube, ihre Nationalsprachen festzulegen, und das Recht garantiere, eingeborene Sprachen zu bewahren und zu lehren.
Der karelische Abgesandte sagte, dem kyrillischen Alphabet fehlten gewisse Symbole für Laute, die Bestandteil der Sprachen von mehreren Völkern in der Föderation seien. Die Verabschiedung des Gesetzes werde autochthone Sprachen zerstören. Unangenehm ist das neue Gesetz, falls es von Präsident Putin unterzeichnet wird, vor allem für Tatarstan, wo ein Republiksgesetz zur Umstellung auf ein modifiziertes lateinisches Alphabet bereits in Kraft getreten ist. Allerdings wurde diese Umstellung seit einiger Zeit faktisch auf Eis gelegt, als absehbar wurde, dass Moskau das Vorhaben unterbinden würde.«

(Neue Zürcher Zeitung, Ressort Ausland, 28. November 2002, Nr.277, Seite 9)
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Jörg Metes

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Reinhard Markner
30.09.2002 21.34
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Steven Pinker on English spelling

Folgendes ist ein Ausschnitt aus einem sehr erfolgreichen Buch, das auch in deutscher Übersetzung vorliegt (gebunden bei Kindler, als Taschenbuch bei Knaur).

Steven Pinker
The Language Instinct
The New Science of Language and Mind
New York 1994, S. 190 f.

Obviously, alphabets do not and should not correspond to sounds; at best they correspond to the phonemes specified in the mental dictionary. The actual sounds are different in different contexts, so true phonetic spelling would only obscure their underlying identity. The surface sounds are predictable by phonological rules, though, so there is no need to clutter up the page with symbols for the actual sounds; the reader needs only the abstract blueprint for a word and can flesh out the sound if needed. Indeed, for about eighty-four percent of English words, spelling is completely predictable from regular rules. Moreover, since dialects separated by time and space often differ most in the phonological rules that convert mental dictionary entries into pronunciations, a spelling corresponding to the underlying entries, not the sounds, can be widely shared. The words with truly weird spellings (like of, people, women, have, said, do, done, and give) generally are the commonest ones in the language, so there is ample opportunity for everyone to memorize them.

Even the less predictable aspects of spelling bespeak hidden linguistic regularities. Consider the following pairs of words where the same letters get different pronunciations:

electric – electricity
photograph – photography
grade – gradual
history – historical
revise – revision
adore – adoration
bomb – bombard
nation – national
critical – criticize
mode – modular
resident – residential
declare – declaration
muscle – muscular
condemn – condemnation
courage – courageous
romantic – romanticize
industry – industrial
fact – factual
inspire – inspiration
sign – signature
malign – malignant*

Once again the similar spellings, despite differences in pronunciation, are there for a reason: they are identifying two words as being based on the same root morpheme. This shows that English spelling is not completely phonemic; sometimes letters encode phonemes, but
sometimes a sequence of letters is specific to a morpheme. And a morphemic writing system is more useful than you might think. The goal of reading, after all, is to understand the text, not to pronounce it. A morphemic spelling can help a reader distinguishing homophones, like meet and mete. It can also tip off a reader that one word contains another (and not just a phonologically identical imposter). For example, spelling tells us that overcome contains come, so we know that its past tense must be overcame, whereas succumb just contains the sound „kum,“ not the morpheme come, so its past tense is not succame but succumbed. Similarly, when something recedes, one has a recession, but when someone re-seeds a lawn, we have a re-seeding.

In some ways, a morphemic writing system has served the Chinese well, despite the inherent disadvantage that readers are at a loss when they face a new or rare word. Mutually unintelligible dialects can share texts (even if their speakers pronounce the words very differently), and many documents that are thousands of years old are readable by modern speakers. Mark Twain alluded to such inertia in our own Roman writing system when he wrote, „They spell it Vinci and pronounce it Vinchy; foreigners always spell better than they pronounce.“

Of course English spelling could be better than it is. But it is already much better than people think it is. That is because writing systems do not aim to represent the actual sounds of talking, which we do not hear, but the abstract units of language underlying them, which we do hear.

(*Nicht zufällig enthält diese Aufzeichnung kein einziges Wortpaar germanischer Abstammung. Über foot – feet könnte man z. B. in diesem Zusammenhang nachdenken, R. M.)

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