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Unsere Politiker und die RSR
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Matthias Draeger
24.04.2003 13.20
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Das Fax wurde freundlicherweise von Klaus Schlie uebermittelt, der neben Peter Kurz Wuerzbach wohl der einzige in der schleswig-holsteinischen CDU war, der sich intensiv mit dem Thema befasst hat.

Interessant ist, dass der Parteitagsbeschluss der CDU C 88 aus dem Jahre 1996 immer noch gueltig ist. Die oeffentliche Diskussion ist laengst gefuehrt – aber man wird wohl kaum behaupten koennen, dass sie in der Tendenz auf eine freiwillige Akzeptanz der Rechtschreibreform hinauslaeuft.

Die „Reform muss mehr schlecht als recht gemacht werden, weil die Politiker und Bill Gates es so wollen? Mit dem Beschluss des Bundesparteitages als hoechstem Entscheidungsgremium der Partei hat das jedenfalls so viel zu tun wie Idi Amin mit Rechtsstaatlichkeit.
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Matthias Draeger

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Norbert Lindenthal
23.04.2003 12.41
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Beschluß des Bundestages der CDU 1996

Beschluß C 88

Der Bundesparteitag spricht sich dafür aus, die geplante Rechtschreibreform solange zu vertagen, bis ein umfassender gesellschaftlicher Diskussionsprozeß darüber geführt werden konnte.

Darüber hinaus werden die Verantwortlichen aufgefordert, staatsvertragliche Regelungen dahingehend zu schaffen, daß Reformen der deutschen Sprache zur Beratung in den Landesparlamenten vorgelegt werden müssen.

- – -

Das Schriftstück trägt eine Dateiangabe: F.\ALLG\SCHLIE\VERMERKE\VOLKSIN.DOC und wurde übertragen als Fax 25-02-97 13:09 von der CDU im SH Landtag unter Faxkennung +49-431-9881444
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Norbert Lindenthal

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meckes
13.04.2003 07.34
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Hochverschuldet?

Die Kassen sind voll – Für „Berater“ scheinen noch Mittel da zu sein


J. Metes: „Hochverschuldet (...) ist man ja auch in Gütersloh.“
Aber nur was die „Netto-Finanzschulden“ betrifft.

Auszug:
"Bertelsmann gelangt mit Kostendiät zum Erfolg

Dank einem seit zwei Jahren laufenden Kostensparprogramm hat Bertelsmann die weltweite Krise der Medienwirtschaft erfolgreich abgewettert. Das Renditeziel für 2002 wurde erreicht, der Umsatz sank leicht, wobei Vergleiche mit dem vorherigen Geschäftsjahr wegen Umstellung der Bilanzierungsmethode und auf das Kalenderjahr nur eingeschränkt möglich sind.

Im operativen Geschäft läuft es bei Bertelsmann besser als gedacht: Der Fernsehkonzern RTL ist mittlerweile mit knapp einem Viertel des Umsatzes das Schwergewicht. Bis auf die Buchclubgeschäfte sind alle Divisionen in schwarzen Zahlen. Die Bertelsmann Music Group (BMG) glänzt sogar mit einem Rekordergebnis von 125 Millionen Euro. In den Vorjahren war dieser Konzernteil noch ein Sorgenkind. Die Buchgeschäfte sind ebenso profitabel wie die Dienstleistungssparte Arvato und die Zeitschriften von Gruner+Jahr.

Das operative Ergebnis konnte Bertelsmann im vergangenen Jahr um mehr als 60 Prozent auf 936 Millionen Euro verbessern. Die Umsatzrendite kletterte auf 5,1 Prozent, und dank des guten Cashflows von 1,1 Milliarden Euro konnten die Netto-Finanzschulden im Jahresverlauf auf 2,7 Milliarden Euro gesenkt werden. Im Vergleich zu anderen großen Medienunternehmen wie AOL Time Warner oder Vivendi Universal steht Bertelsmann prima da.“

Den ganzen Artikel gibt's hier:
http://www.heise.de/newsticker/data/tol-25.03.03-004/

Marc Eckes

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meckes
13.04.2003 07.08
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Super-Clement

Super für Bertelsmann

J. Metes: „Man müßte auch einfach mal wissen, wer alles mit Bertelsmann Beraterverträge hatte oder hat.“

Das ist ein ganz entscheidender Punkt, denn die Gütersloher reden auf allen relevanten politischen Feldern, seien es die Arbeitsmarkt- oder die Bildungspolitik (um nur mal zwei herauszugreifen), gehörig mit (wenn nicht sogar mehr).
Und sie haben offenbar beste Verbindungen bis in die Oberliga des Kabinetts. In der WAZ (datiert vom 6. 10. 2002) war im Hinblick auf den „Super-Minister“ zu lesen: „Dass er es reizvoll fände, nach Berlin zu gehen, können sich viele vorstellen. Sie erinnern daran, dass er schon früher gelegentlich mit dem Ausstieg drohte. Ihm wird der Spruch zugeschrieben: „Ich kann jederzeit zu Bertelsmann.“ Im Düsseldorfer Regierungsviertel ist das längst ein geflügeltes Wort.“

Ein ganz aktuelles Beispiel ist der vom Bundestag soeben abgehandelte „Gesetzesentwurf zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“, der deutlich die Interessen der Gütersloher bedient.

Vgl. hierzu:
http://www.heise.de/newsticker/data/jk-11.04.03-003/
http://www.heise.de/newsticker/data/jk-09.04.03-005/
http://www.privatkopie.net/index.php

Marc Eckes

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Jörg Metes
12.04.2003 22.30
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Beraterverträge

Man müßte auch einfach mal wissen, wer alles mit Bertelsmann Beraterverträge hatte oder hat.

In einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ von heute (14.4.03; ich fürchte, der Verweis funkioniert nur ein paar wenige Tage) ist von ganz erstaunlichen Geschäftsbeziehungen zwischen vor allem CDU- und CSU-Politikern bzw. deren Angehörigen einerseits und dem später bankrott gegangenen Medienunternehmer Leo Kirch andererseits die Rede (daß unter den vielen „Beratern“ Leo Kirchs allerdings „auch SPD- und FDP-Politiker“ gewesen sein sollen, wird immerhin erwähnt).

Es war offenbar der Insolvenzverwalter, der diese (wie die SZ im Verstoß gegen die Reformregeln schreibt) hochdotierten Beraterverträge in den Unterlagen Kirchs gefunden hat. Was würde wohl eine Insolvenz von Bertelsmann / Random House alles ans Licht bringen? – Man möchte sie sich geradezu herbeiwünschen. Grund zur Hoffnung besteht. Hochverschuldet (das schreibt die SZ gleichfalls falsch) ist man ja auch in Gütersloh.
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Jörg Metes

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Jörg Metes
01.03.2003 20.53
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Reinhold Robbe

Unbeirrt bei der herkömmlichen Rechtschreibung bleibt dagegen der niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Reinhold Robbe (hier seine Internetseite). Der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' zufolge war er seinerzeit auch „an einer Bundestagsinitiative gegen die Einführung der Rechtschreibreform maßgeblich beteiligt“. Solche Parlamentarier lobe ich mir.
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Jörg Metes

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Jörg Metes
24.02.2003 13.29
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Re: Abgang

Der damalige niedersächsische Kultusminster und Reformverfechter Rolf Wernstedt, das noch einmal zur Erinnerung, war im Oktober 1996 in einem Gespräch mit der dpa der Meinung, daß Orthographie ein Herrschaftsinstrument darstelle, mit dem wirklich Bedrückung betrieben werden kann.
Die Tradition, in der er damit stand und steht, hat Heide Kuhlmann in ihrer ausgezeichneten Arbeit Orthographie und Politik beschrieben.
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Jörg Metes

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Reinhard Markner
24.02.2003 12.07
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Abgang

»Durch die Eingangshalle des Niedersächsischen Landtags trägt ein ältere Mann einen Umzugskarton. Der Landtagspräsident höchstselbst müht sich da ab: Rolf Wernstedt räumt nicht nur das Präsidialbüro. Seine SPD hat bei den Landtagswahlen vor drei Wochen so miserabel abgeschnitten, daß für den Politikprofessor, der unter Ministerpräsident Gerhard Schröder Landeskultusminister war, nicht einmal mehr Platz ist als einfacher Abgeordneter in Hannovers hohem Haus.«
FASZ, 23. 2. 2003

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Michael Krutzke
11.02.2003 10.07
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Alt-Kanzler Schmidt

Die im Grundgesetz nicht begründete Einrichtung der sogenannten Kultusministerkonferenz versucht am laufenden Band, gemeinsame Regeln für ganz Deutschland zu schaffen. Paradebeispiel ist die Rechtschreibreform – ein großer Quatsch und völlig überflüssig.

Das sprach der Alt-Kanzler und Mitherausgeber der „ZEIT“ in einem Interview, das im Bremer Anzeigenblatt „WESER REPORT“ am 9.2.2003 veröffentlicht wurde. (Schmidt wurde zu einer Neuordnung der Bundesländer befragt.)


Helmut Schmidt
(Foto: spd.de)

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Michael Krutzke

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Wolfgang Scheuermann
11.02.2003 08.46
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Verheerend ... - mit Stoiber aus der PISA-Krise?

Heute auf der Startseite von „www.csu.de“:
„Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat Bundes-
kanzler Gerhard Schröder (SPD) aufgefordert, das Veto gegen NATO-Planungen zum Schutz der Türkei unverzüglich zurück zu nehmen. Andernfalls drohe nach Ansicht des CSU-Vorsitzenden gewaltiger Schaden. Die Haltung der Bundesregierung sei ein verheerendes Signal ...“

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Dr. Wolfgang Scheuermann

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Theodor Ickler
16.01.2003 08.26
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Das fängt ja gut an!

Die neue KMK-Vorsitzende Karin Wolff (CDU, Hessen) fordert mehr Leistung von den deutschen Schülern. Als Vater von nicht unbegabten Kindern, die in der Schule an wenig einleuchtenden Lehrplänen und großer Konfusion (und Stundenausfall, auch in Bayern!) mehr leiden als an zu hohen Leistungsforderungen, kann ich nur sagen: Müssen nicht auch und zuallererst die Kultusminister mehr leisten? Ist es zuviel verlangt, daß sie sich von der längst als mißlungen erkannten Rechtschreibreform lösen? Aber von Selbstkritik findet sich bei Wolffs Einstand keine Spur. In Hessen setzt sie vermutlich um, was Stillemunkes und ähnliche Geistesriesen ihr vorgeben.
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Th. Ickler

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Theodor Ickler
05.12.2002 07.57
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Connections

Einem Bericht in der heutigen FAZ zufolge ist das NRW-Projekt „Schule & Co“ gescheitert. Die Veranstalter selbst waren im Sommer noch hell begeistert. Dem sei nun, wie ihm wolle, interessanter ist der Hinweis, daß dieses Projekt von der inzwischen entlassenen Schulministerin Gabriele Behler gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung geplant und von letzterer nicht nur gleitet, sondern teilweise auch finanziert wurde. D. h. es handelt sich um eine Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung, die ja einen großen Teil der deutschen Schul- und Hochschulpolitik betreibt. Behler war als damalige KMK-Vorsitzende unsere Prozeßgegnerin in Karlsruhe.
Gibt man bei Google „Behler“ und „Bertelsmann-Stiftung“ ein, stößt man auf interessante Verbindungen.
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Th. Ickler

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Theo Grunden
03.12.2002 23.34
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Erneuter Versuch

Schlußteil der Rede des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion,
Bernhard Recker MdL
am 21. November 2002

„Kultusministerkonferenz handlungsfähig machen“

(...)
Wir müssen heute feststellen, dass an die Stelle von Standards, die eine einheitliche Schreibung verbindlich machen, Wildwuchs pur getreten ist. Jeder schreibt, wie er will.
PISA hat auf schwerwiegende Schreib- und Leseschwächen hingewiesen – ebenso auf die nicht minder geringeren Folgen dieser Schwächen für den Lernerfolg in anderen Fächern. Es ist doch unstrittig, dass das Erlernen der deutschen Sprache einen deutlich höheren Stellenwert erhalten muss. Das kann ich nicht erreichen, wenn Kinder immer wieder Texte in unterschiedlicher Schreibweise kennen lernen, sei es in der Schule oder in den Medien. Das kann ich auch nicht erreichen, wenn Beliebigkeit die Messlatte in der Rechtschreibung ist. Und darum ist ein verbindliches und einheitliches Regelwerk notwendig.
Wenn es mit der Schriftsprache nicht mehr so genau genommen wird, wer will es Schülern verdenken, wenn sie auch an andere Herausforderungen mit Beliebigkeit herangehen.
Statt die Rechtschreibung zu vereinfachen und die Einheit der deutschen Sprache zu wahren, trägt das Reformwerk immer offenkundiger zur Gefährdung dieser Einheit bei. Und das ist nicht nur eine unverbindliche Begleiterscheinung der Übergangsphase bis 2005. Von Beginn an musste nachgebessert werden – und ein Ende ist nicht absehbar. Mir wird Angst und Bange, wenn ich dem Bericht entnehmen muss, dass weiterhin experimentiert werden soll und man jetzt erst damit beginnen will, neue Methoden der Vermittlung zu entwickeln und neue didaktische Modelle zu erstellen. Und ich habe kein Verständnis dafür, dass die Kommission sich nach fast sechsjähriger Erprobung lediglich zwischen Pro und Contra bewegt, nicht einen konkreten Änderungsvorschlag einbringt, und dieses erst in drei Jahren in Aussicht stellt.
Diesen völligen Wirrwarr, diese totale Beliebigkeit in der Rechtschreibung noch mindestens drei Jahre und mehr zu dulden – um dann evtl. zu wieder neuen Überlegungen zu kommen, bis zur Wiederzulassung von Schreibweisen, die vor der Reform zulässig waren – das ist nicht hinnehmbar.
Die gegenwärtigen Rechtschreibverwirrungen gehören schnellstens klargestellt. Eine schonungslose Analyse, die wir mit unserem Antrag einfordern, ist dringend notwendig. Einige wenige Teile der Reform haben sich durchgesetzt, andere gehören schnellstens korrigiert, bevor der Schaden noch größer wird. Wir fordern, die Sprachverwirrung so schnell wie möglich zu beenden – und daher eine objektive Erfolgskontrolle.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat aus einem Brief, den mir ein Professor aus Kreuztal übersandte: „Wie man eine Sprache schreibt, lernt man aus der Lektüre vorbildlicher Texte. An dem Prinzip kann auch die künstliche Rechtschreibreform nichts ändern. In Frankreich oder in den angelsächsischen Ländern würde man nicht auf den Gedanken kommen, anders zu verfahren. Eine kultivierte deutsche Orthographie wird erst wieder allgemein üblich werden, wenn der Fehlgriff von 1996 restlos zurückgenommen wird. Das bedeutet nicht, die Haarspalterei der Dudenredaktion wieder in ihre alten Rechte einzusetzen. In einigen Bereichen der Rechtschreibung sind Varianten die natürlichste Sache der Welt. Für die Kultusminister sollte es nicht schwierig sein, diese Tatsache in einer „Toleranzregel“ anzuerkennen. Mehr benötigt die Schule nicht.“

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Norbert Schäbler
06.11.2002 22.31
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103 Tage Gefängnis

Ist das eigentlich reversibel – das mit dem Chancengeben?

Ganz schön traurig unsere Demokratie.
Die Gewalten sind weniger denn je verteilt.

Trauern wir – gemeinsam mit Monika Hohlmeier – um Augstein!



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nos

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J.-M. Wagner
06.11.2002 17.54
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sehr bezeichnend

Zitat:
Aus dem Vorwort von „Die Rechtschreibreform: Pro und Kontra“, hrsg. von H.-W. Eroms und H. H. Munske; 1997 (hier: S. 9)
Bei der Einladung zu diesem Band haben sich die Herausgeber um ein ausgewogenes Verhältnis von Pro und Kontra bemüht. Nicht jeder der Angesprochenen konnte sich kurzfristig beteiligen, mancher wollte es auch nicht. Wir bedauern vor allem einige Absagen aus den Ministerien und dem Kreis der Verfasser des neuen Regelwerkes; sie mochten sich an einer Debatte über die schon beschlossenen Regeln nicht beteiligen.
Und dies 1997, also noch während der, ich nenne diese Zeit mal so, „Vorlaufphase“ der Reform, welche ja lt. Wiener Absichtserklärung erst Mitte 1998 in Kraft treten sollte. Aber beschlossen ist beschlossen, und also führt kein Weg mehr daran vorbei.

Es kommt mir nicht nur die "Übergangszeit“ von 1998 bis 2005 wie ein Hohn vor, auch die Vorlaufphase erscheint damit völlig überflüssig. Hier wird besonders deutlich, was an anderen Stellen gelegentlich anklingt: Diese Reform wurde ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt, durchgedrückt, und die Scheuklappen der „Verantwortlichen“ sind groß genug, um keiner wie auch immer gearteten Kritik eine Chance zu lassen.
(Man kennt das doch aus zwischenmenschlichen Verhältnissen: Wenn der eine dem anderen keine Chance geben will, dann hat er auch keine.)
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Jan-Martin Wagner

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