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Wolfgang Wrase
10.12.2002 06.46
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Auftrag an die Zwischenstaatliche Kommission

Eduard Schewardnadse
liegt mit seiner Katze
auf der Matratze
und sagt: Glück hat se,
die Schewardnadse-Katze!

Herr Augst, das ist zu schwer für unsere Kinder. Bitte vereinheitlichen! Ggf. Rat beim wissenschaftlichen Beirat einholen.

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Sigmar Salzburg
09.12.2002 00.14
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Schweinwerfer

Als kleiner Schüler las ich in den „Lübecker Nachrichten“, der Jud-Süß-Filmregisseur sei während seines Prozesses starken „Schweinwerfern“ ausgesetzt gewesen. Druckfehler oder Sabotage, dachte ich. Aus Jux suchte und fand ich nun bei Google ca. 506 Belege für den ernsthaften Gebrauch des Wortes. Offensichtlich handelt es sich um ein (mir bislang unbekanntes) Fachwort, dessen Bedeutung für die Lexikographie nun dank Google offensichtlich sein dürfte.
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Sigmar Salzburg

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Norbert Schäbler
31.10.2002 12.17
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Nimbulöses

Wenn ich einmal ein richtiges Bedürfnis zum Trauern habe – dazu bietet ja der am heutigen Tag beginnende November zahlreiche Anlässe – dann denke ich nach über die Gesellschaft ... –
Als Querdenker kümmere ich mich allerdings fast ausschließlich um den derzeit noch lebenden Anteil.
Die Toten hingegen will ich mit meiner Traurigkeit nicht stören.

Ganz arg trauere ich um die Erlesenen und Ausgewählten unserer Delegationsgesellschaft, denn es sind diejenigen, denen man von allen Seiten bündelweise die Arbeit zuschiebt, und ich fühle ganz intensiv mit diesen Lasteseln unseres Gemeinwesens. Manchmal tun mir die „so genannten“ Kumis (andernorts werden sie auch Mulis genannt) sogar Leid.

Manchmal frage ich mich, was das für ein Leben ist, das nur darin besteht, fremde Lasten zu schleppen, und ich leide dabei die Schmerzen eines jeden Grautiers, dem man die Peitsche überzieht, wenn es nicht schnell genug läuft, oder wenn es gar störrisch auf der Stelle tritt.

Und dann tröste ich mich mit dem Gedanken, daß es da vielleicht doch kleine Freuden gibt für so ein Wesen – daß die Last vielleicht sogar eine süße ist: so ein Zwischending zwischen freudvoll getragener Verantwortung und Noblesse; und was die Leiden angeht, bin ich inzwischen sogar überzeugt, daß die Haut eines Esels so beschaffen sein muß, wie das Horn eines Ochsen.

Freuen tu ich mich natürlich auf den Dezember, denn das ist die Zeit, in der man die Esel heimholt und an die Krippe stellt. Dann kriegen sie statt der Peitsche Futter, und ganz in ihrer Nähe erglänzt ein Heiligenschein.
Dann wird für mich zum nunmehr sechsten Mal in Folge die Zeit kommen, in der meine lähmende Trauer und mein unsägliches Mitleid umschlagen könnte in Hoffnung: die Hoffnung darauf, daß diese Heiligkeit irgendwie anstecken könnte.

Wird aber wahrscheinlich wieder nichts werden, weil besagte Esel unter Hornhautverkrümmung leiden. Die meinen doch tatsächlich, daß sie es sind, die den Heiligenschein aufsitzen haben.





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nos

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Norbert Schäbler
22.10.2002 23.19
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Angenommen

Angenommen, die Frage:

„Macht die Sprache den Menschen aus, definiert sie seine Intelligenz?“

wäre mit „Ja“ zu beantworten.

Dann wäre doch auch die folgende erweiterte Aussage richtig: „Wenn man die Sprache des Menschen manipuliert, dann manipuliert man seine Intelligenz.“

Angenommen, die Umkehrung der These wäre richtig: „Macht die Intelligenz den Menschen aus, definiert sie seine Sprache?“

Dann wäre doch auch die folgende Frage gerechtfertigt:
„Wenn jemand intelligent ist, warum nutzt er dann nicht seine Sprache?“

Angenommen, man bestreite den Zusammenhang zwischen Intelligenz und Sprache.

Dann könnte man es immerhin zum Kultusminister oder zum Rechtschreibreformer bringen.


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nos

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Sigmar Salzburg
01.06.2002 08.52
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Kinderschreck

Online-Diskussion bei der Märkischen Allgemeinen: Wer steckt wohl hinter dem Pseudonym „Vitzliputzli“? Die Wahl dieser (in der Bedeutung „Kinderschreck“ gebrauchten) Verballhornung des Aztekengottes Huitzilopochtli gibt zu denken. Der „Kinderschreck“ ist bestens informiert über die Seiten Rechtschreibreform.com. Er nimmt sich sogar die Zeit, kleine Kontroversen zu verfolgen und nun zu einem Kampf der verschiedenen „Lager“ innerhalb der Reformgegner aufzubauschen: dem (Ein-Mann-) Lager Riebe und dem (Ein-Mann-) Lager Lachenmann. Bei soviel beobachtender Geduld ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, daß es sich um einen Undercoveragenten des Deutschen Orthografischen Verfassungsschutzes (DOV) handeln könnte.

Wie aber läßt sich der seltsame Deckname erklären, der mit Menschenopfern in Zusammenhang gebracht werden kann? Sich selbst als Kinderschreck wollte er doch wohl nicht bezeichnen. Aber: „Die Opfer sind die Kinder“ war die ständige Beschwörungsformel der Kieler Bildungsministerin Böhrk vor ihrer Niederlage in der Volksabstimmung 1998. Die Reformgegner erklärten wiederum die Schüler zu Geiseln der Kultusminister. Die Namenswahl „Vitzliputzli“ könnte also bedeuten, daß sein Träger im Sinne der von ihm vertretenen Institution signalisieren will, daß die Kinder die Opfer der Reformgegner seien. Andererseits leistet er aber deren Behauptungen Vorschub, der „Reform“ würden Kinder geopfert.

Wie wird man mit soviel Geist zum DOV-Mann? Nun, wir kennen es aus den Pannen des Verfassungsschutzes im Frühjahr dieses Jahres: Notleidende Rechtsparteimitglieder stellten sich als V-Männer zur Verfügung, um mit dem Agentenlohn ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen und so den Ortsverein zu retten, deren fast einziges Mitglied sie selber waren. Ist ähnlich „Vitzliputzli“ also ein „Not leidender“ Funktionär in einem unscheinbaren Verein von Anhängern der Didaktikdiktatur, der nicht genügend Anerkennung in der Bevölkerung findet und nun Auskommen, Einfluß und Befriedigung in der Konspiration sucht?

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
19.05.2002 16.30
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Zuviel Denkende in der CDU vermutet?

In ihrem Kommentar „Aus für Wadephul – Am eigenen Stil gescheitert“ ( Kieler Nachrichten, 15.5.2002) schreibt Uta Wilke über den CDU-Landesvorsitzenden: „Es fehlte ihm an Stärke, um auf Andersdenkende im eigenen Land zuzugehen.“

Das ist möglicherweise eine direkte Folge der Rechtschreibreform. Seit 1999 gibt es in Schleswig-Holstein durch Parlamentsbeschluß keine „Andersdenkenden“ mehr, sondern nur noch „anders Denkende“. Beim Überfliegen seiner Unterlagen konnte Johann Wadephul daher nur erfreulich viele „Denkende“ in seiner Partei erkennen! Hätte er auf seinen Vorgänger Peter Würzbach gehört, als dieser nach der Rückkehr der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur bewährten Rechtschreibung das gleiche für den Norden forderte, dann wäre diese Panne nicht passiert. „Keine Reform der Reform“ ließ Wadephul verkünden – und daran ist er nun gescheitert.

Man kann die Kieler Nachrichten nur zu ihrem Entschluß beglückwünschen, „Andersdenkende“ wieder in ihren Spalten zuzulassen. Auf diese Weise können Dinge in der Zeitung stehen, die die Politiker auf ihrer Reforminsel nicht schreiben und bald wohl auch nicht mehr denken können.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
03.05.2002 05.23
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In einer Demokratie hätte die Rechtschreibreform keine Chance

Das Volk hat wieder gewählt – stellvertretend bei Allensbach – mit der Wahlbeteiligung einer Landtagstagswahl (33 Prozent Nichtwähler). Die reformgegnerische KSU (Konservative Schreib-Union) erhielt 83 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die SRP (Schreib-Reform-Partei) kam nur auf 15 Prozent. Die endgültige Abschaffung der „Rechtschreibreform“ wäre somit gesichert.

Leider leben wir in einer „repräsentativen“ Demokratie. Die 15 Prozent SRP-Anhänger werden durch 100 Prozent der Parlamentarier repräsentiert (z.B. in Schleswig-Holstein). Die Mehrheit des Volkes geht leer aus.

Schamloser war noch nicht einmal die Diktatur der SED. Sie belegte mit ihren Ableger-Organisationen nur 55 Prozent der Parlamentssitze in der Volkskammer.

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
08.04.2002 07.42
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Minderheitenschutz

Gerade verneinte die scheidende Verfassungsgerichtspräsidentin Jutta Limbach in einem Interview die Frage, ob es ihr etwas ausmache, häufigen Angriffen ausgesetzt zu sein: Dafür habe man ja die richterliche Unabhängigkeit – bei Entscheidungen zugunsten einer Minderheit.

(zum Beispiel zugunsten der Minderheit der Schreibreformfreunde?)

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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
31.03.2002 09.35
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Berühmte Fälschungen und Scharlatanerien

1.   Die Konstantinische Schenkung
sollte den gesamten Westen dem Diktat des Papstes unterwerfen.
2.   Der Runenstein von Kensington
verriet sich durch altertümliche oder nie dagewesene Schreibweisen.
3.   Die Vererbungslehre des Agrarbiologen Lyssenko
versprach eine Steigerung der Ernteerträge um 50 Prozent.
4.   Der Piltdown-Schädel wurde 1996
als zusammengebasteltes Machwerk des Scherzbolds Martin Hinton erkannt.
5.   Sokal’s Hoax übertölpelte 1996
eine Wissenschaftszeitschrift zur Verbreitung dieser Nonsense-Theorie

6.   Die Rechtschreibreform
• soll den gesamten deutschen Sprachraum dem Diktat der Reformpäpste unterwerfen,
• verrät sich durch altertümliche oder nie dagewesene Schreibweisen,
• verspricht eine Senkung der Rechtschreibfehler um 50 Prozent,
• wurde 1996 als zusammengebasteltes Machwerk der Reformkommission erkannt –
• und übertölpelte Presse und Medien zur Verbreitung der Nonsense-Änderungen...

neu 1.11.13
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Sigmar Salzburg

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Sigmar Salzburg
11.03.2002 07.31
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Zusammenhänge

Die Bertelsmannsche Rechtschreibreform
und Bertlmannsche Socken

Fragen zur Kohärenz korrelierter Elementarteilchen erklärte der Physiker John Bell mit Hilfe der Bertlmannschen Socken. Der Mathematiker Bertlmann, dessen Existenz vielfach bezeugt ist, trägt immer eine rote und eine grüne Socke. Wer bei ihm auf dem einen Fuß eine rote Socke beobachtet, weiß mit Sicherheit, daß auf dem anderen Fuß eine grüne sitzt. Es findet aber durch die Beobachtung keine instantane Signalübertragung von einem Fuß zum anderen statt.

Die Fragwürdigkeit der Inkohärenz inkorrelierter Schreibveränderungen in der Belletristik dagegen zeigt die Bertelsmannsche Rechtschreibreform. Während man früher bedenkenlos von „behenden Füßen“ schreiben konnte, findet „heut zu Tage“ beim Lesen von „behänden Füßen“ nicht nur „hier zu Lande“ zwischen Autor und Leser eine augenblickliche Blödsinnsübertragung statt.

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Sigmar Salzburg

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Elke Philburn
21.02.2002 14.53
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Irgendwo bin ich dem Begriff 'Perle' für einen besonders guten Beitrag hier im Forum schonmal begegnet. In der Zeit-Debatte gibt's dafür ein Perlen-Forum.

Die entsprechenden Kommentare lassen sich hier nachlesen.

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Reinhard Markner
21.02.2002 12.39
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»Verperlen« ?

Was heißt das ? Im Ickler steht's noch nicht. Wolfsburger Platt ?

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Elke Philburn
21.02.2002 10.58
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Re: Enorm breit

Danke für den Link, Reinhard.


Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Theodor Ickler
Die gesammelten Äußerungen von Frau Popp über mich haben mich sehr amüsiert (so boshaft bin ich) und auch ein bißchen überrascht, weil ich nie geglaubt hätte, daß außer meiner Frau irgend jemand sich so leidenschaftlich mit mir beschäftigt. Also vielen Dank, Herr Salzburg!


Was für ein Lacher! Sowas müßte man verperlen.

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Reinhard Markner
21.02.2002 10.38
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In eigener Sache

Zitat:
Vielleicht gibt's was dazu im Netz ?
Ich verweise immer wieder gerne auf
http://www.jungewelt.de/2001/04-03/016.shtml

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Theodor Ickler
21.02.2002 02.55
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Enorm breit

Die gesammelten Äußerungen von Frau Popp über mich haben mich sehr amüsiert (so boshaft bin ich) und auch ein bißchen überrascht, weil ich nie geglaubt hätte, daß außer meiner Frau irgend jemand sich so leidenschaftlich mit mir beschäftigt. Also vielen Dank, Herr Salzburg!

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Th. Ickler

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