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Forum > Beispielsammlung über Sinn und Unsinn
Zehn Gründe, die ZEIT nicht mehr zu lesen
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Theodor Ickler
23.11.2003 19.01
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Andreas Maier - plattgemacht

In der jüngsten „ZEIT“ steht ein größerer Beitrag des Schriftstellers Andreas Maier – in Reformschreibung (dpa-Version, also jedes Du groß geschrieben usw.). Als die FAZ im Sommer 2000 rückumstellte, bedankte sich Maier in einem überschwenglichen Leserbrief, für den er von Zeitungsschreibern wie Unterstöger verhöhnt wurde.
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Th. Ickler

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Theodor Ickler
28.12.2001 19.52
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wohl

sich wohl fühlen soll nach neuer wie alter Rechtschreibung getrennt geschrieben werden, aber das entspricht natürlich bei weitem nicht dem tatsächlichen Gebrauch. Das sind gerade die Fälle, die ich für mein Rechtschreibwörterbuch untersucht habe. Es gibt nur wenige Verbindungen mit Verbzusätzen, die tatsächlich so gut wie immer zusammengeschrieben werden. Hat man dies erkannt, vereinfacht sich die GZS ganz erheblich – ohne Abstriche an der bisherigen Differenziertheit.
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Th. Ickler

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Jörg Metes
28.12.2001 19.30
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Gewissenhafte ZEIT

ZEIT-Feuilleton vom 19.12.2001:

ich weiß, dass sieht jetzt für Sie komisch aus (S.34)
hinein geschnitten (S.35), aber hineinzuschauen (S.35)
wohlfühlen (S.35)
... der hinein bittet, nur um ins Höhere hinauszuschauen (S.35)
sieht die Verlassenheit auf sich zu kommen (S.37)
Daten fressend, aber flächendeckend (S.42)

- Ich habe nicht alle Artikel gelesen, aber doch ganz schön viele. Ich hätte mehr Fehler erwartet (wobei ich davon ausgehe, daß „wohlfühlen“ in der neuen Rechtschreibung falsch ist. Oder täusche ich mich?).
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Jörg Metes

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Reinhard Markner
03.09.2001 12.41
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Stimmt, sehe ich auch nicht

Keine weit verbreitete Sehnsucht nach dem »Schlussstrich«

Die Zeit Nr. 36/2001

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Theodor Ickler
20.06.2001 19.56
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ZEITSchreibung (Nr. 24, 1999)

Neue Rechtschreibung in der ZEIT

Zusammengestellt und erläutert, kritisiert und vorsichtig repariert von Dieter E. Zimmer

Rechtschreibumstellung in 10 Punkten

Die ZEIT übernimmt die Neuregelung der Rechtschreibung im Großen und Ganzen, aber nicht in Bausch und Bogen. An einigen genau definierten Stellen verwendet sie weiter die alten Schreibweisen. Die wichtigsten Punkte sind die folgenden:

1.Nur noch nach langem Vokal oder Diphthong ß, nach kurzem Vokal aber ss (ein einzelnes s im Auslaut wird nach kurzem Vokal jedoch nicht verdoppelt). Beispiele: müssen, du musst, er muss, du musstest; Maß, weiß; das, dass. (Diese Regel ist für über 90 Prozent aller Änderungen verantwortlich, also die mit Abstand folgenreichste.)

2.Bei 40 Wörtern ändert sich die Schreibung in einem Buchstaben. Die mutmaßlich häufigsten fünfzehn sind: Ass, aufwändig, behände, Gräuel, nummerieren, Plattitüde, platzieren, potenziell, rau, Rohheit, selbstständig, Stängel, Tollpatsch, überschwänglich, Zähheit, Zierrat. Außerdem schreibt die ZEIT bereits graf(isch), Foto(graf) und Fonograf (mit allen Ableitungen von -graf-, -fon- und -foto-) und jetzt auch Fantasie (mit Ableitungen).

3.Wenn drei gleiche Buchstaben zusammenstoßen, werden sie alle geschrieben: Schifffahrt. Wird das Wort dabei unübersichtlich, besonders beim Zusammenstoß von drei Vokalen, kann auch ein Bindestrich stehen: Tee-Ei.

4.Wörter aus lebenden Sprachen werden nicht eingedeutscht, auch nicht französische (Chicorée). Mehrgliedrige englische Begriffe werden nur zusammengeschrieben, wenn sie auch im Englischen zusammengeschrieben werden (Blackout, online). Sonst: getrennt, mit Bindestrich, Anfang und alle substantivischen Elemente groß; bei Kombinationen aus
Adjektiv und Substantiv entfällt der Bindestrich. Beispiele: Full-Time-Job, Face-to-Face-Befragung, Know-how, High Fidelity.

5.Eine Reihe bestimmter Formeln aus Adjektiv und Substantiv schreibt die ZEIT weiter groß: Aktuelle Stunde, Grüner Punkt, Kölnisch Wasser.

6.Wie bisher weiterhin: Heinesche Reisebilder, groß („Reisebilder von Heine“), aber heinesche Ironie, klein
(„Ironie in Heines Art“).

7.Groß-/Kleinschreibung: zahlreiche einzelne Änderungen. Grundtendenz: Substantive groß (im Argen liegen, in Bezug auf, auf/in Deutsch, der Einzelne, im Folgenden, Kopf stehen, im Nachhinein, des Öfteren, von Weitem).

8.Getrennt-/Zusammenschreibung: zahlreiche einzelne Änderungen. Grundtendenz: Getrenntschreibung von
Verbverbindungen (aufeinander stoßen, fallen lassen,
kennen lernen, zufrieden geben, zunichte machen).

9.Worttrennung am Zeilenende: Keine Einzelbuchstaben
abtrennen (a-ber). Bei Fremdwörtern und Wörtern vom Typ war-um weiterhin die sogenannte „morphologische“ Trennung nach Sinn- und nicht nach Sprechsilben (her-ein, He-li-ko-pter). -st- wird wie -sp- getrennt (leis-ten), -ck- wie -ch- (ha-cken) – die bisherige k-k-Trennung entfällt.

10.Zeichensetzung: Weiterhin Kommas vor vollständigen
Und- und Oder-Sätzen und zum Absetzen erweiterter Infinitiv- und Partizipgruppen. Neu: Komma nach Abführung trotz vorherigem Frage- oder Ausrufezeichen
(„Hallo!“, rief Susanne).

Häufige und exemplarische Wörter mit geänderter Schreibung:

gestern Abend, am Dienstagabend, dienstagabends, 8-seitig, im Allgemeinen, anheim stellen, anstelle, aufgrund, im Besonderen, da sein, auf/in Deutsch, zu Eigen, der Einzelne, genau genommen, das Gleiche (aber dasselbe), eine Hand voll, imstande, infrage stellen, irgendetwas, irgendjemand, nahe stehen, aufs Neue (aber von neuem), Rad fahren, Recht haben, bei Rot, sodass, so genannt, stattdessen, umso, vonseiten, im Voraus, eine Zeit lang, zugrunde legen, zugunsten, zulasten, zuleide tun, zumute sein, zutage treten


Anm. Th. I.: Die letzten sechs und einige weitere Wörter der Liste wurden auch bisher schon so geschrieben.
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Th. Ickler

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