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-- Büchervernichtung (http://Rechtschreibung.com/Forum/showthread.php?threadid=1567)


eingetragen von Sigmar Salzburg am 31.03.2018 um 13.49

Alte Rechtschreibung landet im Müll
Die Astrid-Lindgren-Schule hat massenweise Bücher entsorgt...

. ... Und wie sich zeigte, gab es etliche Bücher, die nicht mehr nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung gedruckt waren. Deshalb landeten sie im Müll. Ein Usinger hat die Bücher bei einem Spaziergang im Müllcontainer entdeckt und sich gefragt, warum der Lesestoff von teils sehr gut erhaltenen Büchern „ideenlos“ entsorgt wurde. „Hätte man die Bücher nicht an Familien geben können, die sich keine Kinderbücher leisten können?“, stellte er sich die Frage...

Doch ganz so gedankenlos, wie der Usinger vermutet, war die Aktion nicht. Von der veralteten Rechtschreibung abgesehen, seien die Bücher teilweise auch schon sehr abgegriffen gewesen, begründet Ulla Becker-Stadtnik die Entsorgung. Aber auch Bücher, deren Inhalte längst überholt waren, wurden aussortiert... Denn gerade lese- und rechtschreibschwache Kinder profitieren davon, wenn das gedruckte Wort nicht nur inhaltlich richtig [= politisch korrekt?] ist, sondern auch der neuen Schreibweise entspricht.

tz-usingen.de 24.1.2018

Der einzige „Nutzen“ von „dass“ statt „daß“ ist das leichtere Aussortieren.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.03.2018 um 18.53

Trierer Volksfreund
Weg mit alten Büchern, hin mit neuen
Die Bücherei der Grundschule Arzfeld hat von der Firma Zahnen aus Arzfeld eine Spende in Höhe von 500 € erhalten. Von dem gestifteten Geld kaufte die Bücherei- AG neue Bücher. Bücher mit alter Rechtschreibung konnten endlich entsorgt werden. Es entstand Platz für neue und aktuelle Bücher. Besonders beliebt bei den Kindern sind "Gregs Tagebücher". Aber auch Bücher aus der Reihe "Wieso?Weshalb? Warum?" werden gerne gelesen. Besonders im Rahmen der Leseförderung ist es wichtig, dass Büchereien mit aktueller Literatur bestückt werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Sponsor."... sagt Schulleiterin Sandra Dhur.

volksfreund.de 28.3.2018


eingetragen von Sigmar Salzburg am 04.02.2016 um 06.56

Die Wiefelsteder Bücherei registriert immer mehr Nutzer. Die Nachfrage nach E-Medien könnte laut der stellvertretenden Büchereileiterin höher sein...

Mit dem Jahresbudget von 15 000 Euro konnten Steinert-Block und ihre Kollegen den Bestand von 8963 auf 9823 Medien erhöhen. 2008 habe der Bestand sogar mal bei 12 300 Medien gelegen, erinnert sich die stellvertretende Leiterin, aufgrund der neuen Rechtschreibreform seien aber zahlreiche Bücher aussortiert worden.

nwzonline.de 2.2.2016


eingetragen von Sigmar Salzburg am 07.12.2015 um 20.04

Nach Zusammenschluss mit Schule: Bestand der alten Stadtbücherei nicht mehr gefragt

... Nach beschlossener Zusammenlegung der Stadtbücherei Bebra mit der Schulbücherei der Brüder-Grimm-Grundschule an der Luisenstraße waren die Bücher in die Schule gebracht und dort gesichtet worden. Man habe festgestellt, dass der überwiegende Teil der Bücher nicht in das Konzept der gemeinsamen Bibliothek integriert werden könne. Nur etwa zehn bis 20 Prozent der Bücher könnten wieder aufgestellt werden, heißt es in der Erläuterung für das Bebraer Parlament.

Bei der Begutachtung habe man sich nach Vorgaben der hessischen Fachstelle für öffentliche Bibliotheken gerichtet.

Bürgermeister Uwe Hassl erklärte auf Anfrage, es seien all die Bücher aussortiert worden, die älter als zehn Jahre seien, in den vergangenen vier Jahren nicht ausgeliehen worden sind und die nicht in neuer Rechtschreibung gedruckt sind. Daher könnten sie nicht in der neuen gemeinsamen Bibliothek ausgelegt werden, auch andere Räume gebe es in der Schule nicht. Vertreter von Schule, Magistrat und Landkreis sind sich einig, dass der Bücherbestand aufgelöst werden soll, da auch die Stadt keinen Platz mehr für ihn hat...

An Schule nicht erwünscht

Hassl sagte, es sei immer seine Befürchtung gewesen, dass es nur um eine Kooperation gegangen sei, die Bücher selbst aber an der Schule gar nicht erwünscht seien. „Es gibt keinen Platz mehr für die alten Bücher. Ich akzeptiere das“, erklärte der Bürgermeister.

hna.de 22.11.2015


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.10.2015 um 16.01

Ein Besuch in der Stadtbücherei Schortens lohnt sich für Kinder in jedem Fall, denn gut die Hälfte der rund 20.000 Medien unserer Bücherei richten sich speziell an Kinder und Jugendliche... Da das Team der Stadtbücherei darüber hinaus konsequent alle Titel mit alter Rechtschreibung aussortiert hat, also alle Titel mit Druckdatum vor 2006, verfügt die Einrichtung jetzt über einen sehr attraktiven und aktuellen Kinderbuchbestand.
jeversches-wochenblatt.de 6.10.2015

Vermutlich werden weniger als 1 Promille solcher Aktionen durch die Presse bekannt.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.10.2015 um 12.17

David Berger, schwuler Ex-Kirchenlehrer, kritisiert das praktische Verkaufsverbot, das die Buchhandelskonzerne über die Bücher Akif Pirinçcis verhängt haben. Es gilt rückwirkend für fast 30 Jahre Buchproduktion und will offensichtlich die Existenzvernichtung des Autors, wie in der Nazizeit:

Der Fall Pirinçci
David Berger 26.10.2015
Rückfall des deutschen Buchhandels in die Barbarei

... Da gingen nicht nur kleinere Buchhändler aus dem Land der Dichter und Denker am vergangenen Wochenende durch die Presse, die allen Ernstes ein öffentliches Schreddern der Bücher Pirinçcis veranstalten wollten.

Jetzt haben auch die drei wichtigsten Buchgroßhändler Libri, Umbreit und KNV sein neues Buch über den Zustand der bislang noch nicht unter Naturschutz stehenden Homo-Szene aus dem Programm genommen. Auch Amazon und die Buchketten Thalia und Mayersche haben angekündigt, dass das Buch bei ihnen nicht kaufbar sein wird. Mit dieser groß angelegten Blockade wird es dem Endkonsumenten schlicht nahezu unmöglich gemacht, sich dieses Buch zu kaufen und sich selbst ein Bild davon zu machen.

Damit erleben wir derzeit einen in Deutschland nach 1945 nie gekannten Vorfall...

Dieser Rückfall wiegt umso mehr, als er von Buchhändlern kommt. Sie spielen damit die von vermeintlichen Intellektuellen stammende Begleitmusik zu dem, was sich derzeit auf den Straßen Deutschlands an Auseinandersetzungen abspielt.

Man kann diesen Buchhändlern nur schlicht sagen: Ihr streicht von Eurem Programm die "große Verschwulung" und zelebriert ganz offen die totalitäre Verdummung! Schämt Euch!

heise.de 26.10.2015

Pirinçcis Bücher sind meist herkömmlich gedruckt – auch ein Grund, ihre Beseitigung zu fördern.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 20.08.2015 um 12.20

Großes Bestürzen über Aussortierungsaktion in Bad Dürrheimer Bibliothek

3200 Bücher, das sind 40 Prozent des Büchereibestands sind bei einer Aussortierungsaktion des Regierungspräsidiums vernichtet worden. Die Wogen schlagen hoch, das Unverständnis ist enorm.


Die Wogen schlagen hoch: Nachdem aus der städtischen Bücherei 3200 Bücher aussortiert worden sind, gehen die Lesepaten auf die Barrikaden. Das Regierungspräsidium, das für die Aussortierung verantwortlich ist, weist die Kritik jedoch weitgehend zurück. Und das Hauptamt, das der Aktion zustimmte, ebenfalls.

Das sagen die Lesepaten: Sie sind entsetzt, sprechen von einer Hauruck-Aktion, Säuberung, von einer überzogenen Aktion, sind schlichtweg fassungslos und werfen dem Regierungspräsidium unüberlegtes und undurchdachtes Handeln vor. „Hier wurde ein unwiderruflicher Schaden verursacht“, sagt Lesepate Karl Lotz. „ Ein unheilbarer Schaden am kulturellen Leben der Stadt.“ Denn bei der Räumung wurden auch Werke vernichtet, die es so nicht mehr zu kaufen gibt, wie etwa von Erich Kästner...

Das sagt das Regierungspräsidium: Die Behörde hat nach Angaben von Bibliothekarin Christina Kälberer nicht ohne Grund und nicht „nach gut Dünken“ die Bücher aussortiert... Die Fachstelle für öffentliches Bibliothekswesen beim RP berät Bibliotheken bezüglich des Bestands, der Weiterentwicklung und des Konzepts. Nur Sachbücher mit Aktualitätswert – Recht, Reiseführer – wurden aus dem Bestand genommen. Bei Kinder- und Jugendliteratur weist die Bibliothekarin darauf hin, dass einige Bücher in alter Rechtschreibung verfasst seien, „wobei die richtige Schreibweise gerade für Kinder wichtig ist.“ Außerdem sei das so_genannte Wording, also die Formulierung, in einigen Büchern nicht zeitgemäß. Christina Kälberer nennt etwa das Wort „Neger“, das noch in Klassikern vorkomme...

suedkurier.de 15.8.2015


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.08.2015 um 11.55

Peiner Allgemeine Zeitung

Sponsorenlauf an der Grundschule

Lengede.
Ein Sponsorenlauf fand noch vor den Ferien an der Grundschule Lengede statt. Insgesamt sind 470 Euro erlaufen worden - von dem Geld sollen neue Bücher für die Bücherei gekauft werden. „Die Bücherei war nach dem Aussortieren der Bücher mit alter deutscher Rechtschreibung relativ leer geworden - und das soll sich schnell wieder ändern“, erläutert Sandra Simon vom Förderverein der Grundschule Lengede.

PAZ-online.de 25.7.2015


eingetragen von Sigmar Salzburg am 28.07.2015 um 03.21

Schülerkritik : Klaus-Groth-Schule:
Wirbel um weggeworfene Bücher

vom 26. Juli 2015

Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schüler ärgerten sich über Bücher im Abfallcontainer / Ihre Kritik im Jahrbuch wurde vom Schulleiter moniert

Neumünster | Die Verlegung einer Schulbibliothek ist an sich kein besonderer Vorgang. Doch an der Klaus-Groth-Schule (KGS) hat das eine Diskussion bei Schülern und Eltern ausgelöst, die selbst in den Ferien noch andauert. Bei dem Umzug waren in einer Hau-Ruck-Aktion mehrere hundert Bücher in einem Abfallcontainer gelandet.

Schüler des 10. Jahrgangs reflektierten ihre Erlebnisse in ihrem Jahrbuch mit einer Bilderseite; eine Klasse kritisierte den Schulleiter Jörg Jesper deutlich. Als der das Jahrbuch-Team aufforderte, ein Zitat zu entfernen, sprachen Eltern von Zensur und Amtsanmaßung. Das weist Jesper (44) deutlich zurück, aber er räumt ein: „Es ist schon etwas unglücklich gelaufen.“ Am Ende gab es eine Einigung, trotzdem bleibt das Ganze Gesprächsstoff.

Aber von vorne: Die Leihbibliothek der Schule lag in einem Trakt, der für Schüler nicht immer zugänglich ist. Das sollte geändert werden – im Sinne der Leseförderung, wie Jesper betont. Bei dem Umzug in die Nähe der Aula sollte der Bücherbestand durchforstet und von Altlasten befreit werden. „Ich habe die Fachschaften aufgefordert, durchzuschauen, es gab vielen alten Kram. Dann hat der Bibliothekar ebenfalls den Bestand durchforstet.“ Der Rest landete in einem Abfallcontainer. Wie viele Bücher das waren, kann der Schulleiter nicht sagen.

Diesen Ablauf bestätigt auch der Vater eines Abiturienten, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen möchte: Sein Kind schätzt, dass etwa Dreiviertel des Bücherbestandes im Container landete. Es gab Aushänge, aber viele Schüler bekamen das nicht mit. Als der Container auf dem Schulgelände stand, kletterten diverse Schüler hinein und fischten sich Bücher heraus. „Die weggeworfenen Bücher sind den Schülern übel aufgestoßen“, sagt der Vater. Schulleiter Jesper räumt ein: „Das hätten wir schlauer lösen können, zum Beispiel mit Büchertischen. Ich habe mich inzwischen mehrfach entschuldigt, auch in der Schulkonferenz im Juni.“

Die Schüler des 10. Jahrgangs machten die Aktion in ihrem aktuellen Jahrbuch zum Thema. Zum Einen gibt es darin eine Seite mit mehreren Fotos von Schülern im Container, dazu Zitate über das Kulturgut Bücher: „Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele“ oder „Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ Zum Anderen kritisierte eine Klasse Jesper namentlich: „Unsere Klasse war der Meinung, dass ein Lateinlehrer, wie Sie einer sind, Bücher wertzuschätzen weiß. Doch wir wurden eines Besseren belehrt. Eine Schandtat, die seinesgleichen sucht, wurde vollzogen. Es wurden Bücher von unschätzbarem materiellem und ideellem Wert vernichtet.“

Als der Schulleiter speziell letzteren Eintrag las, forderte er das Organisationsteam auf, dieses Zitat zu entfernen.
...

Der Vater ist wie andere Eltern empört: „So eine Art, Schüler unter Druck zu setzen, ist der Hammer.“ Ein anderer Vater fragt: „Wie soll man den Kindern beibringen, dass Bücher etwas Wertvolles sind in Zeiten von Internet & Co.?“ Inzwischen gab es Gespräche und eine Einigung, sagt Jesper: Das Zitat wird aus den Jahrbüchern entfernt, die Foto-Seite nicht. Nach den Ferien wird die neue Bibliothek, die im Laufe der nächsten Wochen und Monate mit frischer Literatur aufgeforstet werden soll, beim Einzug der neuen Sextaner eingeweiht. „Wir planen Projekte wie Lesenächte und ähnliches“, sagt Jesper.

Autor: Gabriele Vaquette
shz.de 26.7.2015

01. | A. Nebaier | 26.07.2015 | 19:32 Uhr
Gerechtfertigt?
"Als Schulleiter darf ich nicht eingreifen, ich habe kein Recht auf Zensur, das habe ich auch ausdrücklich gesagt. Aber ich habe meinen Unmut geäußert und darf das auch". Dann frage ich mich warum sämtliche Jahrbücher nachdem sie bereits an die Schüler ausgehändigt worden waren wieder eingesammelt wurden. Es ist kein Einzelfall, dass in Jahrbüchern und Schülerzeitungen auch Kritik, und zum Teil in überspitzter und satirischer Form geäußert wird, aber mir ist kein Fall bekannt in dem ein Buch (von den Schülern für die Schüler) so zensiert, ja sogar konfisziert wurde...

(Mit Hervorhebungen des Elternvereins.)


eingetragen von Sigmar Salzburg am 28.05.2015 um 12.45

Johann-Wolf-Schule: Neuer Raum für Bücher

Nörten-Hardenberg. Größer, heller und mit aktueller Technik ausgestattet ist die neue Bücherei der Johann-Wolf-Schule...

„Die neue Bücherei ist ein Traum“, schwärmt Schulleiterin Regina Thomas. Die Bücherei war vorher in einem dunklen Kellerraum untergebracht und ist jetzt in einen hellen Raum umgezogen, in dem vorher Förderunterricht gegeben wurde. Die Gemeinde ließ den Raum streichen, das Parkett aufarbeiten und sämtliche Elektroleitungen neu verlegen. Außerdem erhielt der Raum einen Internetanschluss über W-Lan. Für alles investierte die Gemeinde 7500 Euro...

„Auf Knopfdruck kann man auch sehen, wer ein bestimmtes Buch hat und ob die Abgabe überfällig ist“, sagte Kerstin Pfirrmann. Für das Computerprogramm und den Scanner investierte ihr Verein 400 Euro. Mehrere Wochen lang dauerte die Erfassung der 1200 Bücher, wovon 200 alte Exemplare aussortiert wurden. Von den verbliebenen Ausgaben erhielten ein Drittel einen roten Punkt, weil sie noch in alter Rechtschreibung geschrieben sind...

Erklärtes Ziel für Schule und Förderverein ist es, die Bücher mit alter Rechtschreibung gegen neue auszutauschen.

Die Schule würde sich über Buchspenden freuen. Wer Bücher in neuer Rechtschreibung abgeben will, kann sie im Sekretariat abgeben. (zsv)

hna.de 19.12.2014

Auch fast zwanzig Jahre nach der „Reform“ nimmt der Wahn kein Ende. Wie immer geht es vermutlich fast nur um die neuen ss, deren Einführung eine dummfurzige Kultusministerbande nichtsnutzigerweise beschlossen hatte.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 26.02.2015 um 18.40

Ein Video, das die Dschihadisten im Internet veröffentlicht haben, zeigt, wie die Islamisten in einem Museum in Mosul wüten. Rücksichtslos zerstören sie unschätzbare Kunst aus vor-islamischer Zeit. Die Assyrer hätten Götzendienst betrieben und mehrere Götter angebetet, doziert ein IS-Terrorist in dem Video. Weil sie damit die Einzigartigkeit Gottes infrage stellten, müssten die Statuen zerstört werden. Er beruft sich auf den Propheten Mohammed, der nach der Eroberung Mekkas ebenfalls die Götzen in der heiligen Stadt zerstört habe. Laut islamischen Überlieferungen ließ der Prophet im Jahr 630 tatsächlich etwa 360 Statuen aus altarabischer Zeit zerstören...

Neben dem Museum von Mossul haben die Dschihadisten in den vergangenen Tagen auch die historische Bibliothek der Stadt gestürmt. Die Schätzungen über das Ausmaß der Zerstörungen gehen auseinander. Erste Augenzeugen sprachen von 8000 verbrannten Büchern, der Leiter der Bibliothek sagte gegenüber der Zeitung "al-Rai", dass möglicherweise mehr als 100.000 Bücher und Manuskripte unwiederbringlich vernichtet wurden - darunter Exemplare, die auf der Raritätenliste der Unesco stehen.
spiegel.de 26.2.2015

https://www.facebook.com/video.php?v=208995065937849

Siehe auchGroße Büchervernichtungen der Geschichte“.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 21.01.2015 um 10.03

Verkohlte Papyrusrollen entziffert

Beim Ausbruch des Vesuvs vor fast 2000 Jahren verkokelten Hunderte Papyrusrollen. Nun haben Physiker eine von ihnen dechiffriert, ohne sie zu öffnen. Die bislang unlesbaren Schriften könnten Neues über die Römerzeit verraten.


Sie haben die Größe einer Banane, sind leicht verschrumpelt und ihre Farbe ist tiefschwarz. Die Papyrusrollen von Herculaneum sehen nicht gerade aus wie etwas, das historischen Wert haben könnte...

Als 79 nach Christus der Vesuv ausbrach, begruben Lava und Asche nicht nur Pompeji, sondern auch die benachbarte Stadt Herculaneum unter sich. Auch die dortige antike Bibliothek "Villa dei Papiri" ging im Ascheregen unter und ist dadurch die einzige, die samt Büchern bis heute erhalten blieb...

Ein Forscherteam um den italienischen Physiker Vito Mocella vom Consiglio Nazionale delle Ricerche ist es nun gelungen, die Schriften in einer besonders stark verkohlten Rolle lesbar zu machen, und das ganz ohne sie zu öffnen. Sie durchleuchteten die Rolle mithilfe eines speziellen Computertomografieverfahrens, wie sie im Fachblatt "Nature Communications" berichten...

"Wir waren ehrlich gesagt erstaunt, als wir bereits bei einer der ersten Messungen die ersten Buchstaben klar erkennen konnten", sagt Mocella. Die Forscher können aufgrund ihres Verfahrens Unterschiede von bis zu 100 Mikrometer in der Papyrusstruktur erkennen...

spiegel.de 21.1.2015

P.S.: Siehe auch den Bericht bei spektrum.de 20.1.2015


eingetragen von Sigmar Salzburg am 26.09.2014 um 08.11

Zum 6. Mal veranstaltet der Schützenverein Brün einen Spielzeugflohmarkt auf Kommissionsbasis kurz vor dem ersten Advent. Wer also für kleines Geld gut erhaltene gebrauchte Spielwaren jedweder Art für jedes Alter, Hobbyartikel, Fahrzeuge oder Bücher neueren Datums (Erscheinungsdatum nach der letzten Rechtschreibreform) erwerben möchte, hat dazu am Samstag, 15. November, von 14 bis 16 Uhr im Schützenhaus Brün die Gelegenheit.
derwesten.de 26.9.2014

Da haben also die zielsicheren Schützen schon alle Bücher von vor 2007 ausgesondert.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 03.08.2014 um 16.26

Zetel Die Bücherei-Mediathek Zetel wird auch während der Sommerferien geöffnet sein. Das teilt die Leiterin Anette Haupt-Koch mit. In der Mediathek (Kronshausen 6) können Bürger jeweils donnerstags von 13.30 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr Medien ausleihen und auch zurückbringen...

„Immer wieder gibt es freundliche Mitmenschen, die der Bücherei Medien schenken möchten. Dafür bedanken wir uns recht herzlich“, sagt Anette Haupt-Koch. Aus aktuellem Anlass erinnert sie aber auch daran, dass nur gut erhaltene Bücher, die nach 2006 gedruckt wurden, angenommen werden können. Die Zeitangabe 2006 hängt mit der Rechtschreibreform zusammen...

Erwachsenenleserkarten für die unbegrenzte Ausleihe gibt es für die Jahresgebühr von 10 Euro, Partnerkarten für 15 Euro. Einzelne Medien können ohne Jahresgebühr für 50 Cent€ pro Stück ausgeliehen werden...

nwzonline.de 31.7.2014


eingetragen von Sigmar Salzburg am 03.07.2014 um 06.45

Neues Gotteslob:
Nachhilfe für Katholiken


Holzkirchen - Wenn Gewohntes sich verändert, weiß erst mal keiner so recht, wo’s langgeht. Das war bei der Rechtschreibreform so und ist es bei der Umstellung bei Banküberweisungen. Jetzt müssen sich die Katholiken gefasst machen: Nach fast 40 Jahren erscheint ein neues Gotteslob. In Holzkirchen gibt’s „Nachhilfe“ zur Eingewöhnung.

[Bild]
Helfen bei der Umstellung: Gemeindereferentin Barbara Kainz und Kirchenmusiker Dirk Weil mit dem neuen Gotteslob, das in gut einer Woche im Pfarrverband Holzkirchen eingeführt wird. Foto: andreas Leder

Es ist eine Institution in katholischen Haushalten: das Gotteslob. Seit 1975 ist das erste einheitliche deutschsprachige Kirchengesangbuch in Gebrauch. Seit Pfingsten gibt es nun eine neue, völlig überarbeitete Auflage. In einigen Gemeinden ist sie bereits in Gebrauch; in den Gotteshäusern des Pfarrverbands Holzkirchen werden demnächst die alten Gotteslobbücher aus den Kästen geräumt und durch die neuen ersetzt...

Apropos: Fast 40 Jahre galt es, dieselben Nummern für ein Kyrie oder Halleluja anzustimmen. Nun ist alles komplett neu geordnet. Daran muss sich auch Weil erst mal gewöhnen. „Bisher hatte ich alles auswendig im Kopf“, sagt der erfahrene Kirchenmusiker. „War 257 angesagt, wusste ich, das ist ,Großer Gott, wir loben Dich‘“. Und trotzdem begrüßt er die Änderungen: „Eine Neuerung war fällig. Es gab einfach Dinge, die nicht mehr zeitgemäß waren.“ ...

Mit „Jesus Christ, You are my life“ findet man erstmals auch ein englischsprachiges Lied im Gotteslob...

Was es bis heute nicht gibt, sind die entsprechenden Orgelbücher. Wegen urheberrechtlicher Probleme warten die Kantoren in ganz Deutschland auf die Noten, die frühestens im Herbst zur Verfügung stehen werden. „Organisten müssen so versiert sein, sich selbst zu helfen“ weiß Weil.

Und was passiert mit den alten Ausgaben? Der Pfarrverband Holzkirchen überlässt sie in den Gottesdiensten am kommenden Wochenende (5./6. Juli) interessierten Kirchgängern gegen eine kleine Spende.

merkur-online.de 2.7.2014

Der scheinbar grundlose Hinweis auf die „Rechtschreibreform“ in der Einleitung des Berichts erinnert an den eigentlichen Anlaß: Der gemeinsame Reformfurz der 16 Kultusminister dringt nun auch in den letzten Winkel abgelegener Kirchen, weil die Kirchenoberen die unterwürfige Anpassung beschlossen haben, und erzwingt die Verramschung der alten Gesangsbücher. Das „Teuflische im neuen Gotteslob“ wurde hier schon ausführlich behandelt.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 06.06.2014 um 08.23

Boko Haram tötet wieder viele Zivilisten
Kämpfer der radikalislamischen Gruppe Boko Haram sollen nach Augenzeugenberichten im Nordosten Nigerias mindestens 200 Zivilisten ermordet haben. ...
Boko Haram hält seit Jahren die Menschen im Norden Nigerias in Angst und Schrecken. Die Gruppe will einen islamischen Staat errichten. Mitte April hat sie mehr als 300 Schülerinnen entführt. Noch immer sollen 272 von ihnen in Gefangenschaft sein.
tagesschau.de 5.6.2014

Da können wir aber froh sein, daß die deutschen Kultusminister unsere Schülerinnen und Schüler „nur“ zum Zwecke der Durchsetzung der „Rechtschreibreform“ als Geiseln genommen haben.

Ansonsten geht es auch um Bücher: Aus dem Namen der islamischen Sekte hört man das verballhornte englische „books“ und das arabische „haram“ (verboten) heraus.

Wiki:
Boko Haram (Hausa für „Bücher in Lateinschrift sind Sünde“, „Westliche Bildung verboten“,„Die moderne Erziehung ist eine Sünde“ bis hin zu „Vorspiegelung falscher Tatsachen ist Schande“)

Dann noch viel Spaß bei unserer Islamisierung!


eingetragen von Sigmar Salzburg am 30.03.2014 um 05.02

Auch im Kinderbuch ss statt ß

Der unverdrossen buddelnde Maulwurf Grabowski - Kinderbuchklassiker seit Jahrzehnten - hat alle Rechtschreibreformen unter der Erde blind überlebt. Die Bücher in den Bibliotheken aber werden erneuert. In Bissendorf gab’s jetzt das ganze Wunschprogramm.

Wedemark. Die Kinder aus den Kitas in Bissendorf und Wennebostel durften ihre Wunschbücher bestellen, die Henstorf-Stiftung bezahlte. In der Bibliothek packten die Kindergartenkinder am Mittwoch ihre Geschenkpakete aus, und in Vorfreude auf die neue Lektüre waren sie schnell dabei. Auch die Bücherei selbst und die Berthold-Otto-Schule profitierten von den 1500 Euro, die sie zu je gleichen Teilen aus dem Förderbudget der Stiftung erhielten.

„Die Einrichtungen durften kaufen, was sie wollten“, bestätigte Fritz Schöning aus dem Vorstand der Henstorf-Stiftung. Schon seit vier Jahren fließen immer wieder Beträge, und der Vorstand hofft, dass die Unterstützung zum frühen Lesen fortgesetzt werden kann. „Wir haben Klassiker ersetzt, die alt und zerlesen waren, auch Bücher, die noch nicht in neuer Rechtschreibung bei uns in den Regalen standen“, erläuterte die Leiterin der Gemeindebibliothek Wedemark, Martina Popan. Vorzugsweise seien dies Lesebücher für die Erst- bis Viertklässler in großer Schrift mit noch vielen Illustrationen.

Der Maulwurf Grabowski, so Popan, sei in neuen Ausgaben inzwischen mit ss statt ß ausgestattet. Aber auch neue pädagogische Debatten etwa zu Rassismus in Kinderbüchern fänden ihre Niederschläge. So sollen in Astrid Lindgrens Werken seit 2009 die Worte „Negerkönig“ und „Zigeuner“ ersetzt worden sein...

haz.de 26.3.2014

(Bissendorf, mein Wohndorf bis ’76)


eingetragen von Sigmar Salzburg am 19.02.2014 um 18.16

In zehn Jahren fast 1000 Nutzer verloren

Mehr Besucher, weniger Nutzer: So beschreibt Nicole Mühlmann, Leiterin der Gemeindebücherei „Villa Wächter“, die Entwicklung im vergangenen Jahr... Die Zahl der Medien ging zurück von 21 960 in 2012 auf 19 510. „Wir hatten einen Höchststand erreicht“, sagt Nicole Mühlmann. Bücher, die optisch nicht mehr ansprechend aussahen oder noch in der alten Rechtschreibung verfasst waren, verschwanden aus den Regalen....

nwzonline.de 31.1.2014


eingetragen von Sigmar Salzburg am 16.01.2014 um 08.20

(Nachtrag)
Die Wallschule in Wildeshausen verkauft ihre Bücher auf dem Flohmarkt und bittet um Spenden:
„'Da die Kinder der Wallschule gerade erst das Lesen gelernt haben, benötigen wir dafür ausschließlich Bücher mit der neuen Rechtschreibung, um die Kinder nicht zu verwirren', so die Förderkreis-Vorsitzende.“ NWZ 6.6.2013


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.10.2013 um 09.10

In der Wochenendbeilage der „jungen Welt“ (in der traditionellen Rechtschreibung):

»Wir waren schon mal ein Stück weiter.«
Gespräch mit Peter Sodann. Über seine Liebe zu Büchern, ein Rittergut als Kulturzentrum, die Ignoranz von Schriftstellern und ein angemessenes Bild von der DDR


...

Wann haben Sie angefangen, die in der DDR erschienenen Bücher zu sammeln?

Das fing 1989 an. Ich habe einfach nicht verstanden, wie man Bücher einfach wegwerfen kann. Das war doch so eine Art kalter Bücherverbrennung damals. Es gab zwar gute und schlechte Bücher, wie heute auch. Wobei heute mehr schlechte Bücher gedruckt werden, Massenware oder auch Bestseller genannt. Aber wenn man gar keine schlechten Bücher liest, weiß man auch nicht, was gute Bücher sind...

Haben Sie in Halle noch etwas zu tun?

... Wenn ich montags da bin, gehe ich hin und höre mir an, was so passiert in der Stadt. Zum Beispiel, daß die Universität verkleinert wird. Das hängt aber wiederum damit zusammen, daß gute Leute aus dem Osten in die Wüste geschickt und die Stellen mit dritt- bis viertklassigen Leuten aus dem Westen besetzt wurden. Dementsprechend ist jetzt das wissenschaftliche Niveau...

Es gibt noch ein anderes Phänomen. Bis zu 20000 Bibliotheken sind mit der DDR verschwunden. Da ist die Krankenhausbibliothek, die Gewerkschaftsbibliothek und die Gefängnisbibliothek dabei. In jeder dieser Bibliotheken war mindestens fünfmal Christa Wolf vorhanden. Also sind Christa Wolfs Bücher ungefähr 100000 mal verbrannt, vernichtet, weggeschmissen worden... Ich empfinde das als Schande. Auch deshalb die Bibliothek.

Die Peter-Sodann-Bibliothek wurde im Mai 2012 offiziell eröffnet. Sie befindet sich am Thomas-Müntzer-Platz 8 in 01594 Staucha und kann von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 14 Uhr besucht werden, außerdem in diesem Jahr noch an folgenden Samstagen jeweils von 10 Uhr bis 14 Uhr: 2. November, 14. Dezember und Sonntag, 15. Dezember (Weihnachtsmarkt). ...
Die Bibliothek im Internet: http://www.psb-staucha.de

jungewelt.de 12.10.13

Schon nach fünf Jahren Einheitsdeutschland wurde eiligst mit den Stimmen der fünf hinzugekommenen Kultusminister-Amateure die „Rechtschreibreform“ beschlossen, die zu weiteren Büchervernichtungen führte.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 22.06.2013 um 09.47

„Woche des Buches“ mit Bücherflohmarkt in der Wildeshauser Wallschule

Dienstagmorgen in der Wallschule: In der Aula herrscht dichtes Gewusel, hier ist der große Bücherflohmarkt angesagt. Klassenweise kommen die Kinder, um sich ein oder zwei Bücher auszusuchen und zu kaufen. Noch bis Freitag ist in der Schule die „Woche des Buches“ angesagt. …

Ermöglicht hat das der Förderverein. Allen voran die Vorsitzende Corinna Riedel-Seebacher, die im Vorfeld kräftig die Werbetrommel für den Bücherflohmarkt gerührt hat, um möglichst viel Lektüre anbieten zu können: „Uns ist es sehr wichtig, dass jedes Kind die Chance hat, sich ein Buch zu kaufen. Und das ist bei diesen Preisen auch möglich.“ Allerdings sei sehr schnell klar gewesen, dass die 400 Bücher nicht ausreichen würden: „Wir hätten noch wesentlich mehr gebrauchen können.“ So sei es Voraussetzung gewesen, dass die Bücher nach der neuen Rechtschreibreform verfasst sind: „Alles andere wäre für die Kinder wenig dienlich.“

kreiszeitung.de 19.6.2013

Bundesverfassungsgericht am 20.7.1999: Es seien selbst bei der „Unterrichtung nach den traditionellen Regeln greifbare Nachteile für die ... Kinder nicht zu besorgen.“


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.05.2013 um 13.58

Lammert: "Deutschland hat sich von Bücherverbrennungen nicht erholt"
Deutschland hat sich nach den Worten von Bundestagspräsident Lammert bis heute nicht vollständig von den Folgen der Bücherverbrennungen durch die Nationalsozialisten erholt. Die Verfolgung Hunderter Autoren und die öffentliche Vernichtung ihrer Werke seien Teil eines Zivilisationsbruchs gewesen, der in Kultur und Wissenschaft nachwirke, sagte Lammert auf einer Gedenkveranstaltung in der Berliner Humboldt-Universität. Die Bücherverbrennungen seien ein Symbol für die mutwillige Zerstörung der Demokratie gewesen. In Berlin und in 20 weiteren Universitätsstädten hatten am Abend des 10. Mai 1933 Nazis die Bücher von rund 130 Autoren verbrannt...
Deutschlandfunk 10.5.2013

Deutschland hat sich bis heute auch nicht von den Folgen der „Rechtschreibreform“ 63 Jahre später erholt.

Die Erpressung der deutschen Bevölkerung durch die Kultusminister mit Geiselnahme der Schüler und Beamten ist ebenfalls Teil eines Kulturbruchs gewesen, der immer noch in Kultur und Wissenschaft nachwirkt. Die Behinderung oder Annullierung von dagegengerichteten Volksentscheiden und die folgende Zwangsmissionierung durch die Medien offenbarten die mutwillige Mißachtung von Demokratie und Volkswillen durch die Politiker und Medienmächtigen. Lammert, eigentlich Gegner der „Reform“, hat selbst, wie viele andere auch, durch unterwürfige Anpassung den Untertanengeist bewiesen, den auch schlimmere Diktatoren zu ihrem Erfolg benötigen.


eingetragen von Lotte Pohl am 30.01.2013 um 13.19

Ich finde es total schade, dass die Bücher einfach so weggeworfen werden....eine Schande. Ich bringe es bei mir zu Hause nicht einmal übers Herz Bücher auszusortieren, obwohl meine Regale übergehen und ich keinen Platz mehr habe. Am Ende hiflt wohl nur eine neue Wohnung mieten und eine Bibliothek einrichten.
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Liebe Grüsse


eingetragen von Sigmar Salzburg am 28.01.2013 um 14.51

Die malische Stadt Timbuktu wird "Perle der Wüste" genannt, ihre beeindruckenden jahrhundertealten Moscheen und Mausoleen wurden zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Doch die Islamisten haben viele antike Bauten des Wüstenortes in den vergangenen Monaten verwüstet. Nun hat die Zerstörung einen neuen Höhepunkt erreicht: Auf ihrer Flucht vor französischen und malischen Truppen zündeten die Extremisten eine Bibliothek mit wertvollen arabischen Schriften an. Mehr als 20.000 Manuskripte befanden sich in dem Gebäude. Einige der Handschriften stammen aus dem 13. Jahrhundert.
spiegel.de 28.1.2013

Zu 'Weltkulturerbe' siehe auch hier, zu Büchervernichtung auch dort.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 15.01.2013 um 19.45

1.200 alte Kinderbücher wandern in den Müll
… "Wie kann man bei der heutigen Finanzlage mal locker einige hundert Kinderbücher entsorgen?", fragt MZ-Leserin Sieglinde Neubert aus Gernrode erzürnt. "Ich bin entsetzt über die Vorgehensweise", schreibt sie an die Redaktion. "…

Die Antwort gibt Sabine Bahß, Sprecherin der Quedlinburger Stadtverwaltung. Tatsächlich, bestätigt sie, seien 1.200 Kinderbücher aus der Gernröder Bibliothek im Altpapier gelandet. Für sie habe es keinen Platz mehr gegeben …
Aber, betont Bahß, die Bücher seien zuvor "rundum angeboten worden - bei Schulen, Horten und der Zentralbibliothek in Magdeburg". Weil es sich jedoch hauptsächlich um alte Bücher aus DDR-Zeiten handele, habe es kein Interesse gegeben… Rund 500 Bände - zum Beispiel Lexika - seien für Schulen gerettet und zurückgelegt worden. Der Rest jedoch wanderte ins Altpapier…. "Das Geld, das sie dafür bekommen haben", sagt Sabine Bahß, "haben die Kollegen für Neuanschaffungen genutzt."
mz-web.de 15.1.2013


eingetragen von Sigmar Salzburg am 14.01.2013 um 11.27

Die Bücherei der Ev. Kirchengemeinde Welper-Blankenstein musste nach 40 Jahren schließen …

5000 Bücher warteten im Paul-Gerhardt-Haus auf Leseratten. „Wir hatten alles, was eine Bücherei braucht.“ Und das, obwohl sie seit Jahren nicht mehr im Etat der Kirchengemeinde vertreten gewesen sei. Über Bücherspenden gab es immer Neues zu entdecken.

Nur der Kinder- und Jugendbuchbestand litt. „Da ist die Reform der Reform der Rechtschreibreform über uns hinweg_gebraust“, bedauert Anne Prinz. Aber Leseanfängern könne man keine Bücher mit falscher Rechtschreibung geben. Und heute? „Da sind die Ansprüche anders gelagert. Früher lasen die Kinder einfach mehr.“

Der übrig_gebliebene Leserstamm bedauert die Schließung der Bücherei nach 40 Jahren sehr.

derwesten.de 14.1.2013


eingetragen von Sigmar Salzburg am 23.12.2012 um 16.29

„Wir sind eine Lesefamilie”, sagt Sandra Liebe-Brune. „Bei uns gibt es jeden Abend mindestens eine Gute-Nacht-Geschichte.” Sie ist froh, dass ihre vier Kinder die Liebe zu Büchern teilen. Gemeinsam mit ihrer Schulpflegschafts-Kollegin Susan Behrmann setzt sie sich dafür ein, das Leseangebot an der Grundschule Peckeloh zu verbessern. Lehrer und Eltern begrüßen die Initiative, auch einige Sponsoren konnten bereits gefunden werden.

Einen besonderen Beitrag leistet auch Buchhändlerin Gesine Klack. Sie hat sich bereit erklärt, ihre Erfahrung beim Bewerten und Anschaffen der Bücher einzubringen. Dabei wird es vermutlich notwendig sein, einen Teil des alten Bestandes herauszunehmen. „Zuerst ist es sinnvoll, die Bücher mit alter Rechtschreibung auszusortieren”, sagt Klack…
haller-kreisblatt.de 21.12.2012


eingetragen von Sigmar Salzburg am 09.11.2012 um 09.50

Mehr als 1070 Bücher stehen in der neuen Schulbücherei im Erweiterungsbau der Ablachschule…

Zur Umsetzung wurde eine Projektgruppe „Schulbücherei“ ins Leben gerufen … „Wir haben dann gesagt, wir gehen auf Spendersuche“, so Iris Adams, Vorsitzende des Fördervereins der Ablachschule. Die Eltern wurden an dieser Stelle mit ins Boot geholt und um Bücherspenden gebeten. Fast 800 Bücher kamen zusammen, von denen aber viele wieder aussortiert werden mussten, weil sie beispielsweise noch in alter Rechtschreibung geschrieben waren. „Das war sehr schade, die mussten wir rausnehmen“, so Adams.

schwaebische.de 25.10.2012

Geprüft werden kann natürlich nur das Erscheinungsdatum und ob die neue Stussschreibung befolgt wird.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 01.11.2012 um 13.44

Seit 20 Jahren Lesespaß zum Nulltarif

Die katholische öffentliche Bücherei Kirchen-Hausen eröffnete die erste der Buchausstellungen der katholischen Büchereien in der Region Geisingen und tat dies gleich mit einer Feier. Die Bücherei gibt es seit 20 Jahren, und seit dieser Zeit leite Gisela Raus die Bücherei.

„Die Kirchen-Hausener Bücherei hat inzwischen rund 3200 Medien im Angebot“, betonte Leiterin Gisela Raus…

Diane Schmid listete auf, welch zeitlicher Umfang erforderlich ist, von der Auswahl neuer Bücher und Medien, dem Aussortieren (durch die Rechtschreibreform mussten viele Bücher ausgetauscht werden), bis zur Abrechnung sind 1,5 Stunden pro neuem Buch oder Spiel erforderlich.

Unterstützt wird Gisela Raus von Silvia Keller seit 2003, von Beatrix Honold seit 2007 und seit diesem Jahr von Sabine Wenger, alle vier bringen rund 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit im Jahr ein.

suedkurier.de 29.10.2012

Die „kostenneutralen“ Folgen des Reformverbrechens.


eingetragen von Norbert Lindenthal am 10.09.2012 um 12.40

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
Frischer Schmökerstoff… bekamen von gleich fünf Unterstützern - … der Stadtsparkasse, der Volksbank … - eine großzügige Geldspende in Höhe von 1 500 Euro. …

Die Regierung und Überregierung gibt es den Banken von den Sparkonten der Eltern, die Banken tun so, wie wenn sie ihr eigenes Geld für Lektüre geben. Schulkinder und Zeitungsleser fühlen sich beschenkt. Und die Welt ist ein frischer Kreisverkehr.

Kinder sind wir alle, manche sind älter …
__________________
Norbert Lindenthal


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.09.2012 um 11.31

Frischer Schmökerstoff

Versmold-Loxten (maja). Kurz vor den Sommerferien hatte die Grundschule Loxten-Bockhorst allen Grund zur Freude. Die Büchereien beider Standorte bekamen von gleich fünf Unterstützern - der Bürgerstiftung, der Stadtsparkasse, der Volksbank und den beiden Fördervereinen - eine großzügige Geldspende in Höhe von 1 500 Euro. Mit dem unerwartetem Geldsegen wurde der Lektürebestand aktualisiert.
Das war auch nötig, denn insgesamt mussten 400 kaputte sowie Bücher in alter Rechtschreibung ausrangiert werden. Mit dem Geld wurden 195 neue Bücher gekauft und jetzt profitieren nicht weniger als 140 Grundschüler von dem deutlich aufgestockten und vor allem qualitativ verbesserten Angebot….

haller-kreisblatt.de 3.9.2012


eingetragen von Sigmar Salzburg am 02.09.2012 um 08.38

10.07.2010, 12:41
blaupfau

Zitat von Orchid85
Das Problem ist, dass unsere Kinderbücher in der alten Rechtschreibung geschrieben sind und unsere Kinder diese deshalb nicht lesen sollten.

Ist das dein Ernst?!?! Also meinst du Bücher wo "dass" noch mit "ß" geschrieben wird und so?!?!? Was machst du denn dann mit deinen alten Büchern, die Interesse bei den Kindern erwecken?!

10.07.2010, 13:42
7little46

also Rechtschreibungsunterschiede sollten echt kein Grund sein... das halte ich für - 'Tschuldigung - Schwachsinn

10.07.2010, 20:20
Ani

Zitat von 7little46
also Rechtschreibungsunterschiede sollten echt kein Grund sein... das halte ich für - 'Tschuldigung – Schwachsinn

Ich habe auch noch alle meine alten Bücher in das Regal meiner Tochter einsortiert. Doch von den Lehrern unserer Grundschule wird das nicht empfohlen. In unserer Schulbücherei wurden sogar alle Bücher, in denen noch die alte Rechtschreibung verwendet wurde, gnadenlos aussortiert.

10.07.2010, 20:29
7little46

erzähl das mal hier rum, die würden dich alle auslachen
die meisten bibliotheken in der gegend sind froh überhaupt bücher und interessenten zu haben.

11.07.2010, 00:43
blaupfau

Zitat von Ani
Doch von den Lehrern unserer Grundschule wird das nicht empfohlen. In unserer Schulbücherei wurden sogar alle Bücher, in denen noch die alte Rechtschreibung verwendet wurde, gnadenlos aussortiert.

Ich habe ja noch nie etwas so Lächerliches gehört. Glauben denn die Lehrer man hat einen Goldesel zu Hause, um alle Bücher ein zweites Mal zu kaufen?!?! Zumal die angewandten Fälle/Unterschiede in den Büchern wahrscheinlich nicht mal eine Seite lang wären. Was ist mit Büchern, die nicht mehr aufgelegt werden?!
Wenn ich mir das überlege, dass meine Schwester all die Bücher, die ich in einem Top-Zustand hinterlassen habe noch mal neu kauft wegen einer neuen Rechtschreibung, die sich eh alle Naselang ändert und die deshalb außerdem kein Mensch beachtet, weil es schon zig Änderungen gab. Am besten lege ich sie noch an die Kette, damit sie nicht mehr in die Bibliothek geht und dort alte Schinken liest....

11.07.2010, 06:45
Orchid85

Unsere Lehrer raten auch davon ab. Ich denke es kommt auch immer aufs Alter an und wie lange das jeweilige Kind schon lesen kann.
Die Rechtschreibung muss sich eben erstmal einprägen und wenn man gleich zum lesen lernen Bücher in der alten Rehtschreibung liest kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich das ein oder andere Wort falsch einprägt und jeder weis wie schwer es ist das dann wieder aus dem Kopf zu kriegen.

11.07.2010, 20:12
blaupfau

... Nur mal so als rhetorische Frage: beherrscht denn eigentlich irgendwer alle Unterschiede zwischen neuer und diversen alten Rechtschreibungen ?!

11.07.2010, 20:54
Karin1910

Ich jedenfalls nicht.
Wenn ich am Computer schreibe, wird das ohnehin von der Rechtschreibprüfung ausgebessert.
Wenn ich mir der Hand schreibe, verwende ich eine Mischung aus alter und neuer Rechtschreibung.

Ich hätte aber auch keine Bedenken, ein Kind Bücher in alter Rechtschreibung lesen zu lassen. Vielleicht nicht ausschließlich solche, aber grundsätzlich sollte man doch froh sein, wenn ein Kind überhaupt liest.

12.07.2010, 00:22
Malaika

meine Kinder haben auch meine alten Kinderbücher "aufgelesen"... sie haben keinen Schaden davon getragen. Ok einem 1 oder 2 Klässler würde ich nicht grade Bücher mit der alten Rechtschreibung geben, aber ansonsten sehe ich da kein Problem....ich kaufe doch nicht nochmal 50 Pferdebücher nur weil manche Wörter nun anderes geschrieben werden....Nee.

sinclair-hoerspiele.de


eingetragen von Sigmar Salzburg am 02.09.2012 um 07.35

Gemeindebibliothek

B Ü C H E R E I
...im Umbruch – Das Ende der Karteikarten


Die Gemeindebibliothek in Rodenkirchen gibt es sage und schreibe schon über 30 Jahre…

„Früher gab es noch öfter Autorenlesungen in der Bibliothek“, erinnert sich Frau Siemoneit, die die Bücherei seit dem 01.01.1983 leitet, zurück. Diese fanden etwa zweimal im Jahr für Schulklassen statt. Ab und an gab es mal eine Lesung für Erwachsene. Anfangs waren die Lesungen kostenlos …

Es standen der Bücherei jedoch mit der Zeit weniger Geldmittel zur Verfügung. Dadurch konnten irgendwann die Autorenlesungen nicht mehr angeboten werden. Außerdem wurden weniger Bücher gekauft, wodurch der Bestand allmählich veraltete. So kamen mit der Zeit immer weniger Leute in die Bücherei und nach und nach geriet sie in Vergessenheit.

Doch nun soll sie wieder aufleben...

Die Anzahl der Bücher wurde von ca. 7.000 auf 2.000-3.000 reduziert. Dies war nötig um die Bücherei zu aktualisieren. Viele Bücher waren veraltet oder zerlesen und vor allem viele Kinderbücher mussten aussortiert werden, da sie nicht der neuen deutschen Rechtschreibung entsprachen.

stadland.de


eingetragen von Sigmar Salzburg am 20.08.2012 um 08.50

Comic-Zeichner Gulbransson

Ein großer Teil von Entenhausen liegt mitten in der bayerischen Landeshauptstadt. Denn dort, in seiner Wohnung im Münchner Stadtteil Haidhausen, denkt sich der Comic-Zeichner Jan Gulbransson, 63, die Geschichten über Donald Duck aus und bringt sie für die legendären "Micky Maus"-Hefte zu Papier.

Für Gulbransson ist es ein Kindheitstraum. "Alle Erwachsenen haben uns in den fünfziger Jahren gesagt, wir werden Verbrecher oder Schlimmeres, wenn wir Comics lesen", sagt er. Ein Ereignis habe ihn damals besonders berührt: "1957 ist das erste und einzige Mal¹) nach dem Dritten Reich in Deutschland Schriftgut verbrannt worden", erinnert er sich. Auf öffentlichen Plätzen seien damals Berge von Comics in Flammen aufgegangen.

Tatsächlich rief der Boom der Bildergeschichten in den Nachkriegsjahren schrille Kritik von Pädagogen und Kulturschaffenden hervor: Der "Brunnen spontaner Kinderphantasie" werde damit vergiftet, befürchtete ein einflussreicher US-Arzt. Auch der SPIEGEL schrieb 1951 besorgt über das "Opium der Kinderstube" ...

"Das, was ich hier mache", sagt Gulbransson, "ist die Rache des kleinen Burschen aus den fünfziger Jahren."

Der Zeichner ist der Enkel des berühmten Malers und Karikaturisten Olaf Gulbransson. Schon während der Schulzeit zeichnete er…

Donald zu zeichnen, sei eine dauernde Herausforderung, sagt der 63-Jährige. Er gelte zurecht als am schwierigsten zu zeichnende Comicfigur.
dpa/jon/mamk

spiegel.de 20.8.2012

¹) Keineswegs. Auch seit der „Rechtschreibreform” ab 1996 fürchtet man um das Seelenheil der Kinder durch den Anblick verbotener „ß“ und forciert Büchervernichtungen, obwohl demonstrative Verbrennungen seltener sind.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 31.07.2012 um 16.16

Bücherei stellt auf neue Bibliothekssoftware um
RODENKIRCHEN, 18. Juli 2012

Heute und morgen gibt es einen Bücherflohmarkt im Rathaus. Die Bücherei ist dann von 10 bis 16 Uhr geöffnet….

Und weil sich die Zeit verändert hat, die Schüler ihre meisten Informationen nunmehr aus dem Internet saugen, hat Erdmuthe Siemoneit mit einer Kollegin des Bibliotheks-Service EKZ auch viele Sachbücher und Nachschlagewerke aussortiert. „Um Luft zu bekommen“, sagt sie. In den Regalen hat sie vor allem die Kinderbücher mit neuer deutscher Rechtschreibung und Romane belassen, die nicht älter als zehn Jahre sind. …

nwzonline.de 18.7.2012

…also zu einem großen Teil noch in der von 1996-2006 aufgenötigten Primitivst-Reformschreibung gedruckt sind.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.07.2012 um 18.11

Bücher aus der Telefonzelle

Gute Ideen dürfen gerne mal kopiert werden. Der große Erfolg der Brüner Bücherkiste soll sich demnächst in Mehrhoog fortsetzen… Eine weitere ausrangierte Telefonzelle gab’s noch am Hamminkelner Bauhof, und so kann nun eine zweite, winzig kleine Bücherei im Stadtgebiet an den Start gehen…

Und auch die ersten Bücher sind schon da, versicherte Rita Nehling-Krüger. „Für die Ausstattung der neuen Stadtbücherei musste eine Reihe von Büchern aus dem Altbestand aussortiert werden. Nicht weil sie zu alt waren, sondern weil sie nicht die aktuelle Rechtschreibung aufweisen“, erläuterte sie. „Eine schöne Kooperation, die durch das Frauenforum Hamminkeln entstanden ist“, urteilte die Gleichstellungsbeauftragte.

derwesten.de 10.7.2012


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.05.2012 um 09.11

Große Büchervernichtungen der Geschichte

213 v. Chr. griff der chinesische Kaiser Qin Shi Huang Di im Zuge der Reichseinigung zu rigorosen Maßnahmen... Lediglich die staatstragende Philosophie wurde gebilligt. Die Bücher aller anderen Schulen wurden verbrannt.

391 wurde das heidnische Serapeum in Alexandria, Gelehrtensitz und Bibliothek vieler Jahrhunderte, durch Theophilos, Patriarch von Alexandria, im Auftrage Theodosius I in Brand gesetzt; die größere Bibliothek, das Museion, erlitt bereits 47 v. Chr. bei der Eroberung Alexandrias durch Caesars Soldaten Schäden ...

1193 wurde die buddhistische Nalanda-Universität (heute Bundesstaat Bihar, Indien), mutmaßlich die weltweit größte ihrer Zeit, vom islamisch-türkischen Eroberer Bakhtiyar Khilji zerstört... Zudem wurden alle Bücher der Bibliothek verbrannt, was aufgrund des riesigen Umfanges mehrere Monate gedauert haben soll …

1497 und 1498 ließ der Dominikanermönch Girolamo Savonarola in Florenz durch eine „Kinderpolizei“ in Haus- und Straßensammlungen die „Herausgabe aller unehrbaren Schriften, Figuren und Gemälde“ erzwingen und verbrannte in einem „Scheiterhaufen der Eitelkeiten” u.a. Boccaccios Decamerone und alle Werke des Ovid, die in der Stadt gefunden werden konnten.

1499/1500 verfügte der Erzbischof von Toledo, Francisco Jiménez de Cisneros, im Rahmen der Zwangsbekehrung der muslimischen Granadinos, daß deren Bücher, nicht zuletzt die ausgeforschten Koran-Exemplare, verbrannt werden. 1821 machte Heinrich Heine dieses Ereignis zum Sujet seiner Tragödie "Almansor" („Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“).

1561 ließ der Bischof von Yucatán, Diego de Landa, vor dem Franziskanerkonvent in Mani alle Götterfiguren und Objekte, von denen er meinte, daß sie den Maya zur Teufelsanbetung dienten, auf einem Scheiterhaufen verbrennen. So wurden auch sehr viele Bücher der Maya ein Opfer der Flammen. Nur vier Codices überlebten die Vernichtung und geben uns heute einen kleinen Einblick in die Lebenswelt der Maya.

Am 10. Mai 1933 fanden im nationalsozialistischen Deutschland im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ der Deutschen Studentenschaft Bücherverbrennungen statt, wobei in 22 Universitätsstädten, beginnend mit dem Opernplatz in Berlin, öffentlich zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen und pazifistischen Schriftstellern konfisziert und verbrannt wurden.

1996 beschlossen die 16 Kultusminister der deutschen Bundesländer die „Rechtschreibreform“. Im Zuge der Durchsetzung wurden Millionen von Büchern in ganz Deutschland, vor allem aus Schul- und Jugendbibliotheken, entfernt und verramscht oder vernichtet, wenn sie nicht die neuen „ss“ und weitere Albernheiten der „Neuregelung“ enthielten.

1998 zerstörten die Taliban Druckerei, Museum und Bücherei der Nasir-i Khuschra Stiftung in Kabul und einen großen Schatz an Museumsgütern und Büchern. Sie verschonten nicht einen Buchband, nicht einmal eine tausendjährige Ausgabe des Korans.

(Unter Verwendung von Wikipedia)


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.05.2012 um 05.56

Rechtschreibreform liefert den Stoff für Kunstwerke
Gesamtschüler stellen ihre Werke aus … Alte Schulbücher bearbeitet

... Bemerkenswert: Die Rechtschreibreform half der Kunstlehrerin Roswitha Hillebrand dabei, mit ihren Schülern Installationen zu kreieren: "Die nach der Reform ausrangierten Schulbücher haben wir teilweise aus Containern geholt, um sie für Kunstobjekte zu verwenden." Die Bücher wurden bemalt, beklebt und zu Installationen verbaut.

Vlothoer Anzeiger 10.5.2012


eingetragen von Sigmar Salzburg am 22.03.2012 um 11.05

Freudenstadt. Die Renovierungsarbeiten in der Stadtbücherei laufen auf Hochtouren. Wasser und Frost hatten im Februar in einem Teil der Räume einen erheblichen Schaden angerichtet …

Mehr als 1600 durchnässte Kinder- und Jugendbücher haben die Mitarbeiter der Stadtbücherei entsorgt. Der Bestand wird wieder aufgebaut und modernisiert. Zahlreiche Bücherspenden von Bürgen sind mittlerweile bei der Stadtbücherei eingegangen, worüber sich Leiterin Elisabeth Fischer sehr freut. Jedoch kann die Bücherei nur Bücher mit neuer deutscher Rechtschreibung annehmen...

Schwarzwälder-Bote 22.3.2012

Das ist Diskriminierung herkömmlich gedruckter Literatur. Nach den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sollte die Stadtbücherei doch auch traditionell gedruckte Bücher annehmen müssen – oder?

„Die Unterschiede zwischen herkömmlicher und neuer Schreibung sind geringfügig und beeinträchtigen die Lesbarkeit und Verwendbarkeit geschriebener Texte praktisch nicht.“ (BVerfG 20.7.1999)


eingetragen von Sigmar Salzburg am 19.01.2012 um 10.12

Theodor Ickler bei FDS:
sprachforschung.org 18.1.2012

Besondere Freude herrscht in Göttingen:

"Unsere Bücherei ist leer! Und zwar sehr leer, seitdem die Arbeitsgruppe alle Bücher aussortiert hat, die veraltet und vor allem noch in alter Rechtschreibung geschrieben waren." (Albanischule Göttingen 28.2.2011)

Damit ist der Idealzustand erreicht: eine leere Bücherei macht am wenigsten Arbeit.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 07.12.2011 um 00.52

Im elektronischen Zeitalter angekommen

Metjendorf - Seit den Sommerferien war sie geschlossen, die Kinderbücherei in der Grundschule Metjendorf. An diesem Dienstag öffnet sie wieder – einmalig zu ungewohnten Zeiten. Nachdem die Mammutaufgabe, die Bücherei auf die elektronische Ausleihe umzustellen, nun abgeschlossen ist, will sie sich an diesem Dienstag, 6. Dezember, in der Zeit von 15.30 bis 18 Uhr nicht nur vorstellen, sondern auch allen noch nicht Registrierten die Möglichkeit geben, sich neu anzumelden….

Die Kinderbücherei verfügt derzeit über 4229 Medien. „Wir haben die Gelegenheit genutzt und alles, was veraltet, noch in alter Schreibweise aus der Zeit vor der Rechtschreibreform oder einfach zerschlissen war, aus dem Bestand herauszunehmen“, berichtet Göpel von einer umfangreichen Bestandsaufnahme.

nwzonline.de 6.12.2011


eingetragen von Sigmar Salzburg am 21.10.2011 um 09.53

Heimfelds Multikulti-Bibliothek wächst
Ausleihe ist kostenlos. Projekt des Kulturvereins kommt dank Bücherspenden immer weiter voran

Harburg. Ob "Harry Potter" auf Türkisch, "Pippi Langstrumpf" auf Polnisch oder "Alice im Wunderland" in englischer Sprache - Kerstin Brockmann (43) möchte im Heimfelder Kulturverein "Alles wird schön" eine mehrsprachige Bibliothek für Kinder aufbauen. "Spielerisch, unbürokratisch und kostenlos sollen sich die Kids Bücher auf Vertrauensbasis ausleihen können", sagt sie, "Hauptsache ist, dass sie Lust aufs Lesen bekommen." …

Der Aufbau einer kostenlosen Bibliothek liegt ihr daher sehr am Herzen und damit ihre Idee umgesetzt werden kann, benötigt sie die Unterstützung aus der Bevölkerung. "Bloß kein Kinder- und Jugendbuch wegschmeißen", sagt sie, "ich freue mich über jedes Stück."

Der Anfang ist bereits gemacht. In zwei Kartons stapeln sich die ersten Exemplare. Ein ganzer Schwung Bücher kam als Spende von der Grundschule Klecken. Dort wurden 40 Bücher in alter Rechtschreibung aussortiert und finden nun in der Multikulti-Bücherkiste neue Aufgaben…

Abendblatt.de 21.10.2011

Weiß die Frau denn nicht, wie sehr sie das schreibliche Kindeswohl mit den ausrangierten Büchern gefährdet? Hier müßte der Staat eingreifen!


eingetragen von Sigmar Salzburg am 14.05.2011 um 08.22

Beim Ansturm wird’s auch schon mal eng
Kinderbücherei
Neue Leiterin Katrin Gudatke sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen

Bis zu 200 Kinder stürmen an den Öffnungstagen gleich klassenweise die öffentliche Kinderbücherei. Nicht alle Mitarbeiterinnen stehen wegen ihrer beruflichen Situation immer voll zur Verfügung.

... Katrin Gudatke kommt aus dem Ehrenamt. Fünf Jahre hatte sie auf diese Art die Kinderbücherei bereits unterstützt. Seit 1. Januar leitet sie die Zweigstelle der Gemeindebücherei, deren Leitung wiederum Claudia Göpel hat. Und für beide Frauen ist durch die Einsparungen in den Etats der Büchereien und beim Personal wegen der angespannten Haushaltslage der Gemeinde die Organisation der Arbeit nicht unbedingt leichter geworden, räumen beide ein. Und in den kommenden Monaten steht in Metjendorf die elektronische Erfassung von noch mehr als 3000 Medien an. … Es wird Tage geben, an denen die Bücherei selbst an den üblichen Öffnungstagen geschlossen ist.“ Bei diesen Arbeiten sollen die Bestände auch gleich gesichtet werden, denn immer noch gibt es selbstverständlich Bücher, die noch in der alten Rechtschreibung verfasst wurden, die veraltet sind oder zu alt und ramponiert sind, um im Bestand zu bleiben.

nwzonline.de 14.5.2011

Beim Aussortieren kann natürlich nur auf „dass“ und „muss“ geachtet werden. Bücher mit der üblen Reformschreibung von 1996-2006 setzen also weiterhin Unfug in die Köpfe der Kinder.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 17.04.2011 um 07.37

Lesestoff ist vor Fehlern nicht gefeit

Die neue Rechtschreibung ist noch nicht in allen Bücherregalen des Landes zur Gänze angekommen.


Sattelfest in der neuen Rechtschreibung sind noch nicht alle Bücher. In der Bibliothek der Hauptschule Rosental sei das eine Kostenfrage

Lesen ist Abenteuer im Kopf", lautet ein oft verwendetes Zitat. Abenteuerlich ist oftmals auch die Rechtschreibung mancher Schüler. Was liegt daher näher, als die Jugend anzuhalten, möglichst viel zu lesen. Beim Besuch heimischer Bibliotheken stellt man aber fest: In den Regalen schlummern noch Kinder- und Jugendbücher, die in der alten Rechtschreibung verfasst sind. Vor allem die S-Schreibung sticht dabei ins Auge, gehören mußte, daß, Fluß und Co. doch seit 2005 der Vergangenheit an. Der KURIER fragte daher in den Bibliotheken nach, wie man es mit dem Tausch der Bücher hält.

"Wir wechseln die Bücher sukzessive aus, achten aber darauf, dass Erstlesebücher und Lesereihen nur noch in der neuen Rechtschreibung vorhanden sind", sagt Roman Huditsch, Leiter der Arbeiterkammerbibliothek in Eisenstadt. Nicht ausgeschieden habe man Klassiker in gebundener Ausgabe, die nicht mehr erhältlich sind. Tom Saywer, Huckleberry Finn, Pinocchio & Co. habe man aber beispielsweise in Taschenbuchform neu angeschafft. "Die Neuauflage eines Klassikers ist aber noch kein Garant dafür, dass die Rechtschreibung überarbeitet wurde. Da muss man aufpassen", weiß Huditsch.

In der Stadtbücherei Eisenstadt erklärt Bernadette Horvath: "Bis auf ein paar Klassiker haben wir alles ausgetauscht". Sie ist übrigens eine, die den schlechten PISA-Ergebnissen etwas Positives abgewinnen kann: "Das hat Eltern und zum Teil auch Lehrer wachgerüttelt. Jetzt wird mehr drauf geschaut, dass die Kinder wieder regelmäßig lesen."

Förderung
In der Stadtbücherei Jennersdorf zeigt man sich verwundert, dass es noch Büchereien mit "alten" Büchern gibt. "Bei uns ist alles auf dem neuesten Stand. Es gab damals eine Förderung seitens des Ministeriums, die haben wir in Anspruch genommen und alle unsere alten Bücher aussortiert", erklärt die Bibliothekarin Petra Schmöger. Im zweisprachigen Gymnasium in Oberwart hat man die Bibliothek "zur Zeit der Rechtschreibreform aufgebaut", sagt Bibliothekarin Christine Gyöngyös. Unter den rund 7000 Bänden der Bücherei würden sich nur noch einige Fachbücher in alter Rechtschreibung finden. In der Bibliothek der Hauptschule des Theresianums in Eisenstadt hat man sich von der nicht mehr rechtschreibkonformen Literatur nicht getrennt. Nach dem Motto "ein Buch ist ein Schatz, und einen Schatz wirft man nicht weg", hat man die Bücher behalten. "Jedoch sind alle Schul- und Lesebücher natürlich auf dem neuesten Stand", betont Direktorin Angela Fleischhacker.

Erneuert
Dies gilt auch für die Bibliothek der Hauptschule Rosental. "Lesebücher, Trainingshefte und Klassenlektüren seien ausgetauscht und kontinuierlich aufgestockt worden", sagt Deutschlehrerin Claudia Wenko, die mit ihrer Kollegin Christa Sifkovits die Bücherei betreut. "Alle 4500 Bücher kann man nicht von heute auf morgen erneuern. Das ist eine Kostenfrage. Die Gemeinde unterstützt uns finanziell, aber wir sind natürlich nicht die einzige Bibliothek in der Landeshauptstadt", so Wenko. Und während andernorts Literatur in Papierform Konkurrenz von elektronischen Hilfsmitteln erhält, betont Sifkovits: "Lesen kann durch keine technischen Hilfsmittel ersetzt werden. Ein Buch bleibt ein Buch."

kurier.at 17.4.2011

Und die eifernde Dummheit der Presse heizt die liquidierende Reformhysterie weiter an.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.03.2011 um 09.31

Bürstädter Bücherei ...

SEMINAR Mitarbeiterinnen bilden sich weiter


(red). Im Rahmen einer Fortbildung haben zwölf Frauen der Bücherei St. Michael an einem dreitägigen Seminar teilgenommen. Außerdem waren noch acht Damen aus anderen Büchereien des Bistums anwesend, um sich weiterzubilden. … Am dritten und letzten Tag beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Beurteilung von Hörbüchern und Kinderbüchern. Auch wurde die Bücherei nochmals unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass gerade die Kinder- und Jugendbücher veraltet sind und teilweise der neuen Rechtschreibung nicht mehr entsprechen. Nun heißt es, alles noch einmal zu durchforsten und die Bücherei so auf Vordermann bringen. Es kommt noch allerhand Arbeit auf die Mitarbeiterinnen zu….

wormser-zeitung.de 29.3.2011


eingetragen von Sigmar Salzburg am 24.02.2011 um 15.32

Bad Vilbeler Stadtbücherei...

Mit einem Rekord ist die Stadtbücherei Bad Vilbel ins neue Jahr gestartet. Insgesamt wurden im vorigen Jahr 154 463 Medien entliehen.

… Ausgebaut werden soll der Bestand an Kinder- und Jugendliteratur und der Non-Book-Bereich mit neuen Opern-CDs und DVDs. «Der Bestand bei Kinder- und Jugendbüchern wird erhöht. Bücher mit alter Rechtschreibung werden ebenso wie Reisebücher aussortiert», sagt Bibliothekarin Bettina Hoppmann-Schrader.

fnp.de 21.2.2011


eingetragen von Sigmar Salzburg am 16.01.2011 um 13.22

Mit 68 000 Ausleihen von Medien erneut Höchststand erreicht

JEVER - Bücher öffnen Türen in andere Welten [jetzt aber nur noch, wenn genügend „ss“ enthalten sind], das weiß jeder, der gerne liest Und wer erst einmal mit dem Lesen angefangen hat, der kann zumeist so schnell auch nicht mehr damit aufhören …

„... Wir haben den Beitrag seit etwa zehn Jahren nicht mehr erhöht und können nun mit dem Geld besser wirtschaften. Schließlich sind auch die Buchmarktpreise gestiegen “, sagt Katharina Siebels, Leiterin der Stadtbücherei Jever.

Sie und ihre beiden Kolleginnen Petra Först und Anja Kruse arbeiten mit viel Engagement und Leidenschaft in der Bücherei. „Wir pflegen unseren Bestand sehr. Im vergangenen Jahr haben wir das Angebot der Kinderbücherei überarbeitet. Bücher mit veralteter Rechtschreibung haben wir aussortiert und soweit möglich neue angeschafft...“

nwzonline.de 14.1.2011

Büchervernichtung ist auch Kulturvernichtung, denn längst nicht alle guten alten Bücher werden neu aufgelegt. Besonders verwerflich sind die Vernichtungsaktionen, wenn nur einige „ss“ zuwenig der Grund dafür sind. Sogar das Bundesverfassungsgericht hatte am 20.7.1999 entschieden, es seien selbst bei der „Unterrichtung nach den traditionellen Regeln greifbare Nachteile für die ... Kinder nicht zu besorgen.“ Rechte Bürokraten und Untertanen beeindruckt das aber nicht in ihrem irren Eifer.


– geändert durch Sigmar Salzburg am 16.01.2011, 15.45 –


eingetragen von Sigmar Salzburg am 14.12.2010 um 12.14

Pünktlich zu Weihnachten erhält der Förderverein der Münzenbergerschule eine 1000-Euro-Spende. Das Geld kommt gerade recht, um die Ausstattung der Schulbibliothek zu komplettieren.
… Mit dem Großteile seines Geldes unterstütze der Förderverein die Bibliothek, sagt Spahlinger. «Wegen der Rechtschreibreform mussten alle Bücher ausgetauscht werden.» Noch ist die Bibliothek im Aufbau. «Wir haben zurzeit 3000 Bücher und andere Medien, sagt Frau Müller-Wankel. Irgendwann sollen es 5000 bis 6000 sein.

fnp.de 14.12.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 02.12.2010 um 06.26

CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF
STADTRAT BITTET UM HILFE FÜR DIE STADTBIBLIOTHEK


Wilmersdorf - Weiterbildungsstadtrat Marc Schulte (SPD) bittet um Unterstützung für die Stadtbibliothek. Er bietet drei Möglichkeiten an: Es kann Geld gespendet werden, damit neue Bücher angeschafft werden können. Auch mit einer Mitgliedschaft im Freundeskreis kann geholfen werden. Außerdem sind Medienspenden willkommen, wenn es sich um aktuelle Bestseller, Belletristik oder Krimis handelt, die jünger als vier Jahre [d.h. nach der 2. Reform] sowie Sachbücher, die jünger als drei Jahre sind. Kinderbücher sollten in neuer Rechtschreibung sein. Infos unter stadtbibliothek@charlottenburg-wilmersdorf.de und Tel. 902 91 22 17. bsm

morgenpost.de 1.12.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 30.11.2010 um 12.09


Götz Wiedenroth
http://www.wiedenroth-karikatur.de


eingetragen von Sigmar Salzburg am 30.11.2010 um 11.48

… In der frisch renovierten und wieder geöffneten Bibliothek gab es Bücher zu kaufen. Außerdem konnten die Besucher bei einer Tombola Preise rund um das Lesen gewinnen. Zur Anschaffung weiterer Bücher und um dem Bestandsrückgang durch das Aussortieren von Büchern mit alter Rechtschreibung entgegenzuwirken, gingen die Einnahmen aus dem Speiseverkauf, der Tombola und dem Bücherverkauf an die Bibliothek.
giessener-anzeiger.de 30.11.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.11.2010 um 04.32

Deutsche Bücher für Güzelbahçe
Unterstützung für Schule in befreundeter türkischer Stadt
[bei Izmir] …
Um in dieser Schule eine Bibliothek aufzubauen, werden jetzt deutschsprachige Bücher dringend benötigt. „Es ist egal, ob in alter oder neuer Rechtschreibung“, erläutert dazu Rosi Geisinger, die Frau des Vereinsvorsitzenden …
main-spitze.de 9.11.2010

Bald lernen die Kinder in der Türkei besseres Deutsch als bei uns.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 03.11.2010 um 08.37

SPENDE „Reblaus“ und zwei Hochheimer Kitas erhalten Bücher / Verein Kuli sammelte über 1000 Exemplare

Im Haus der „Kleinen Reblaus“, in dem die Weinbergschüler nach dem Unterricht betreut werden, stehen jetzt die ersten 50 Bücher…
Die Bücherspende verdanken die drei Kinderbetreuungseinrichtungen dem Kultur- und Literaturverein Hochheim, kurz Kuli. Im Juni hatte Buchhändlerin Gabriele Bock die Hochheimer um die Spenden gebeten, diese dann bis Ende Oktober mit drei weiteren Mitgliedern gesichtet …

„Die Resonanz war gigantisch: Wir bekamen mehr als 1000 Kinderbücher, erklärte die Buchhändlerin den reichen Segen an durchweg neuwertigen Büchern. Die knapp 900 Exemplare mit Gebrauchsspuren gingen an karitative Organisationen wie die Tafel Hattersheim. Bei der Sichtung hatte das Quartett auf Zustand und Inhalt geachtet. Der „Reblaus“ ordnete es zudem nur Bücher zu, die - wie zum Beispiel die komplette „Harry Potter“-Reihe - der neuen Rechtschreibung entsprechen. …

allgemeine-zeitung.de 3.11.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 20.10.2010 um 17.24

In Seibranz steht Lesen hoch im Kurs
In diesem Jahr wird die katholische öffentliche Bücherei in Seibranz 60 Jahre alt. … Erst durch die Pfarrsekretärin Irmgard Kuhn wurde 1977 die katholische Bücherei wiederbelebt. Heute ist deutlich eine steigende Tendenz zu erkennen. Mit einem aktuellen Bestand von 1555 Büchern, 145 Lesern und 2496 Ausleihungen pro Jahr wird deutlich, dass Lesen wieder ganz hoch im Kurs steht. Wirklich alte Bücher wird man in dieser Bücherei sicherlich nicht finden, es sei denn, jemand sucht nach Karl May, Winnetou und Old Shatterhand. Hier gibt es fast jeden Band – teils aus den 40er Jahren -, den das Indianerherz begehrt. „Nach der neuen Rechtschreibreform wurden aber auch nochmals viele Bücher entfernt. Aber so richtig beliebte Kinderbücher haben wir trotzdem in den Regalen gelassen“, sagt Reutlinger.

schwaebische.de 20.10.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.06.2010 um 07.37

Klasse Lektüre

Förderverein der Grundschule Bermatingen stiftet Bücher für jede Klassenstufe

Bermatingen (keu) … Den Wunsch hatte die Schule bei der Jahresversammlung des Fördervereins geäußert und freute sich, dass er so schnell erfüllt werden konnte. „Wir haben zwar noch Lektüre, aber die ist gänzlich zerfleddert und alle Bücher sind noch mit der alten Rechtschreibung versehen“, meinte Beate Wieser...

suedkurier.de 29.6.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 09.06.2010 um 19.54

Sparkassen-Stiftung Ostholstein füllt Lücken im Bücherregal

Förderverein der Grundschule Burg [a. Fehmarn] hat einen Klassenraum der Schule in einen Leseraum verwandelt... „Bei der Anschaffung spannender, witziger und aktueller Bücher hat die Sparkassen-Stiftung Ostholstein den Förderverein mit 500 Euro unterstützt... In den Regalen war noch sehr viel Platz, da wir Bücher mit alter Rechtschreibung aussortiert hatten“, so Sabine Hönemann.

der-reporter.de 8.6.2010

Untertanengeist auch auf meiner früheren Heimatinsel
– und einst war dort Klaus Störtebeker zu Hause!

P.S. Meinen Schulkameraden H. Störtenbeker habe ich immer für einen Nachfahren gehalten.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 28.04.2010 um 10.16

Jahresbericht der Stadtbücherei fällt positiv aus …

Für dieses Jahr stehen neben der Beibehaltung der Angebote interne bibliothekarische Kernaufgaben an, wie eine neue Kennung des Sachbuchbestandes, Schaffung von mehr Präsentationsflächen in den Regalen und Aussondern von Kinderbüchern mit alter Rechtschreibung. „Die pädagogische Leistung der Stadtbücherei ist kaum zu toppen“, lobte [als?] Erster Stadtrat Markus Ochs als zuständiger Referent die Arbeit der Stadtbücherei, …

main-spitze.de 28.4.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 24.04.2010 um 10.11

Lünen
Elisabethschule

Bücherei öffnet ihre Pforten
Lünen, 23.04.2010 ...

Brambauer. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte sich Gerhard Strunk nicht wünschen können: Pünktlich zu seinem großen Tag wurde die neue Bücherei der Elisabethschule fertig. Zugegeben, das ist eher Zufall, denn eigentlich war es das Ziel, pünktlich zum Welttag des Buches die Eröffnung feiern zu können. Und der fällt eben zufälligerweise auch auf den Geburtstag des Schulleiters.

… Eine Schulbibliothek hat es vorher zwar auch gegeben, doch die war zum einen eher zweckmäßig als gemütlich, zum anderen bei weitem nicht so gut ausgestattet – der Großteil der Bücher musste aussortiert werden, weil sie noch in alter deutscher Rechtschreibung verfasst waren. …

derwesten.de 23.04.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.01.2010 um 17.03

Josefschule eröffnet die neue Schülerbibliothek

HEESSEN Ein Jahr Planung und Arbeit, ein Jahr Engagement und "Betteln" haben sich am Ende gelohnt. In einer kleinen Feierstunde eröffnete die Josefschule ihre neue Schulbücherei. …
In seiner kurzen Ansprache dankte Schulleiter Rolf Vogel auch den Eltern, Omas und Opas, die das Vorhaben durch ihre Spenden beim Sponsorenlauf finanziell unterstützten. Hierbei sowie durch Sponsorenbriefe hatte der Förderverein 4000 Euro zusammengetragen, durch die die Einrichtung der Bücherei erst möglich wurde. …
Vogel dankte allen Spendern und Helfern nochmals für Ihr Engagement. Man habe nur neue Bücher angeschafft, um sicher zu sein, dass die Kinder mit der neuen Rechtschreibung vertraut gemacht werden und um ihnen auch den ästhetischen Wert von Büchern nahezubringen, sagte er….
Westfälischer Anzeiger online 26.01.2010

Ob man nun wohl darauf achtet, auch Bücher mit verbotenem „nahe bringen“ usw. auszuschließen – Kennzeichen aller deformierten Schülerliteratur von 1996 bis weit nach 2006?


eingetragen von Sigmar Salzburg am 15.01.2010 um 06.58

BAD TENNSTEDT. Einen Leserekord konnte die Bibliothek Bad Tennstedt im vergangenen Jahr aufstellen …

Die Verwaltungsgemeinschaft investierte im letzten Jahr 1500 Euro in die Anschaffung neuer Medien. Auch durch Spenden konnte der Bestand um 457 neue Medien erweitert werden. Nach einer Bestandssichtung wurden im vergangenen Jahr 1194 veraltete und unattraktive Medien aus dem Bibliotheksbestand aussortiert und somit entstand Platz für Neues. ….

Thüringer Allgemeine.de 12.01.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.01.2010 um 17.46

Das Internet ersetzt manches, aber nicht alles

Schrobenhausen (hgz) Es wird mehr gelesen, aber weniger nachgeschlagen – so lässt sich die Jahresstatistik interpretieren, die jetzt die katholischen öffentlichen Bücherei Schrobenhausen für das Jahr 2009 herausgegeben hat.


Einem leichten Anstieg der Ausleihzahlen bei den Kinderbüchern und einem deutlichen Plus im Bereich Belletristik steht demnach ein seit Jahren zu verzeichnender Rückgang in einzelnen Gebieten des Sachbuchbereichs gegenüber. Immer mehr übernimmt das Internet weite Bereiche, … Am meisten Arbeit bereitete dabei die Umgestaltung des Sachbuchbereichs für Kinder, der neu organisiert und zum leichteren Zurechtfinden neu etikettiert wurde. Außerdem wurde der Bestand an Erstlesebüchern durchforstet und alle Bücher ausgesondert, die noch in alter Rechtschreibung gedruckt waren. Durch Zuschüsse aus dem Kulturfond des Landes konnten sie ersetzt werden.

donaukurier.de 8.1.2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.01.2010 um 17.17

Rekord: 35000 Besucher in der Bücherei

… Die Einnahmen der Stadtbücherei – eine freiwillige Leistung der Stadt Jever – konnten aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung nochmals um vier Prozent gesteigert werden. Mit einer Summe von 18000 Euro erwirtschaftete die Bücherei einen Großteil des Medienetats selbst. Einnahmen werden unter anderem durch die Jahresbeiträge der Medienausweise aber auch durch Mahn- und Versäumnisgebühren erzielt. Auch der Bücherflohmarkt ist eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bücherei …. In diesem Jahr ist eine grundlegende Erneuerung der Kinder- und Jugendbücherei geplant. Bücher in alter Rechtschreibung sollen weitestgehend durch Neuausgaben ersetzt werden….

jeversches-wochenblatt.de 12.1. 2010


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.11.2009 um 10.10

Flensburg (ots) - Der Titel der Wirtschaftskarikatur von Götz Wiedenroth für Freitag, 30. Oktober 2009 lautet:
Reform: die wahnhaften Rechtschreib-Weltverbesserer und ihre Bücherei-Säuberungen.
Bildunterschrift: Antreten zum gerechtigkeitsstiftenden Säuberungsritual auf dem Schulhof.
Die Zeichnung ist ab heute unter
http://www.wiedenroth-karikatur.de/02_WirtKari091030_Rechtschreibreform_Buecherei_Saeuberung_Verbrennung.html
im Internet aufrufbar. …
ad-hoc-news 2.11.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.10.2009 um 16.45

Ausgemistet, aussortiert, exiliert

Rückblick auf ein Büchermassaker: Wie der Rechtschreibreformwahn Lücken in die Schulbibliotheken riss


F.A.Z., 29.10.2009, Nr. 251 / Seite 31

sprachforschung.org 29.10.09

Der Originalartikel ist mir augenblicklich nicht zugänglich.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 28.10.2009 um 14.29

Seeheim-Jugenheim: Bücher zu Minipreisen
Pressemeldung vom 28. Oktober, 2009, 10:57 am
Seeheim-Jugenheim. Anlässlich des Martinsmarkts veranstaltet die Gemeindebücherei Seeheim am Sonntag (8.) im Historischen Rathaus (Ober-Beerbacher-Straße. 1) von 11 bis 18 Uhr einen großen Bücherflohmarkt. Zu Schnäppchenpreisen werden gut erhaltene Bücher verkauft, die aus den Regalen aussortiert oder von Lesern gespendet wurden. Angeboten werden Sachbücher, Belletristik, Taschenbücher, Bildbände und Kinderbücher. Von dem Erlös will das Büchereiteam Neuerscheinungen angeschaffen.
pressemeldung-hessen.de

Welcher Art die Neuanschaffungen sind, erfährt man hier:

Der Förderverein der Grundschule Kröv besteht seit zwei Jahren. In dieser Zeit wurde enorm viel bewegt. …Das große Regal der Schulbücherei wurde mit weiteren altersgerechten Büchern nach neuer Rechtschreibung befüllt. Die Kinder nehmen die Bücherei gut an und erfreuen sich an der größeren Auswahl. … In der Cafeteria gibt es selbst gebackenen [sogar?] Kuchen und Getränke.

volksfreund.de 27.10.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 16.10.2009 um 08.28

Heißes Eisen „Makulatur“
Hans-Olaf Henkel wird geschreddert
Von Thomas David

Vom stolzen Buch bleibt nur Papiersalat

16. Oktober 2009 Auf einem Hof in Würzburg steht eine Maschine, die Bücher frisst. Ein Arbeiter wirft die verlagsfrischen, noch eingeschweißten Hardcover von einer Transportpalette auf ein Förderband: Am Ende ihrer Reise erkennt man sie nicht wieder. Staub in der Luft, ein Höllenlärm. Wenn der Schredder mit achteinhalbtausend Umdrehungen pro Minute die Bücher zerschlägt, sind Wörter nichts als Schall und Rauch, bis eine Absaugung sie wieder einfängt und eine weitere Maschine sie unter achtzig Tonnen Druck zu siebenhundert Kilo schweren Ballen presst. ….

Sie meinen, aus einem Buch wie Clemens Meyers „Die Nacht, die Lichter“, das letztes Jahr mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, wird am Ende Klopapier? „Richtig“, sagt Peter Fischer. „Aber besser so, als einfach nur verbrannt.“
„Das Thema Makulatur ist ein unglaublich heißes Eisen“, sagt Gernot Wolf, Pressesprecher der Vereinigten Verlagsauslieferung VVA. „Ich muss natürlich erst den Vertrieb fragen, ob das topsecret ist oder ob man darüber reden darf“, so Gudrun Fähndrich von Kiepenheuer & Witsch. …

Weshalb werden Bücher überhaupt makuliert? „Aus unterschiedlichen Gründen.“ Auf hundertfünftausend Palettenplätzen lagern die kompletten Auflagen von etwa achtundvierzigtausend Titeln, Sigloch verschickt mehr als zweihunderttausend Sendungen täglich, knapp hundert Millionen Bücher pro Jahr. „Es gibt zum Teil Neuerungen oder gesetzliche Auflagen wie die Rechtschreibreform, die eine Makulierung nötig machen. Dann wird durchaus mal was aus dem Handel genommen. Es sind vielfältige Gründe, die uns im Einzelnen aber nicht interessieren. Wir sind der Dienstleister, der das lediglich im Auftrag des Kunden organisiert.“ …

faz.net 16.10.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 15.10.2009 um 09.12

Neues Reich der Bücher
Rund 150 Bücher bilden den Grundstock der neuen Bibliothek in der Grundschule Greimerath. …

Rund 1500 Euro wurden in Bücher und die nötigen Regale investiert, finanziert von der Ortsgemeinde und der Nikolaus- Koch-Stiftung Trier. Die ersten 150 Bücher sind Empfehlungen der Landesbücherei Koblenz, alles in neuer deutscher Rechtschreibung, versteht sich. Aus diesem Grund können auch keine älteren Bücher in die Regale kommen, auch wenn sie wie neu aussehen.

"Lesen ist die Schlüsselqualifikation. Damit kann sich ein Kind die Welt selbst erschließen", erklärt Schulleiter Brausch die Bedeutung des Lesens. Die Pisa-Studie habe klargemacht, dass Schüler vieler Länder bessere Lesequalifikationen aufweisen als die deutschen …

Trierer Volksfreund 14.10.09

... was Wunder nach 13 Jahren „Reform“


eingetragen von Sigmar Salzburg am 26.09.2009 um 09.29

ALBERT SCHWEITZER-SCHULE
Bücherei nach Umbau in Betrieb genommen

... Den Umzug bewerkstelligten 13 Mütter, die sich ehrenamtlich um die Schulbücherei "Die Leseratten" kümmern. "Wir haben Kisten geschleppt, geputzt, Inventur durchgeführt und alte Titel aussortiert", beschrieb Alexandra Hager die Aufgaben der vergangenen Wochen. Jetzt ist auf rund 60 Quadratmetern eine große, lichtdurchflutete und in den Beständen wohl geordneten Bücherei entstanden, die für die Schüler eine attraktive Anlaufstelle ist. Immer mittwochs und freitags können die Bücher, CDs und Kassetten in der großen Pause ausgeliehen werden.

Rhein-Main-Presse 25.9.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 26.09.2009 um 09.05

Die Kamener Gesamtschule ist eben ein echter „69er”. Diesen 40. Geburtstag feiert sie seit gestern zünftig.

Die Gesamtschule war und ist eine überaus lebendige Gemeinschaft. Wie das in den 70er Jahren aussah, daran erinnerte Ex-Lehrer Klaus Goehrke. Begeisterte Junglehrer debattierten abends so lange, dass sie im Schulkeller übernachten mussten. Die Schülerschaft war überaus aufmüpfig und die Behörden misstrauisch. Die Bildzeitung erkor die Schule ihres Sexualkundeunterrichts wegen zur „Pornoschule”. Der Landtag NRW diskutierte im Herbst 1977 über angebliche kommunistische Umtriebe an der Kamener Gesamtschule, einer der ältesten im Regierungsbezirk und zeitweise einer der größten bundesweit.

Fest geht weiter
Tierpräparate, Fachbücher in alter Rechtschreibung, die Lehrkarte Europa vor 1969: Das Gesamtschuljubiläum war auch Anlass für einen kleinen Basar. Selbst Filmgerät und alte Tonbandgeräte standen im historischen Klassenzimmer zum Verkauf. ...

der westen.de 25.9.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 14.05.2009 um 18.10

Grundschule Südkirchen stockt ihren Büchereibestand auf
Von Kathrin Strehle am 1. April 2009 13:30 Uhr
SÜDKIRCHEN Noch ist Auswahl der Kinderliteratur in der Bücherei der Elisabeth-Ernst-Grundschule überschaubar. Jetzt soll der Bestand aufgestockt werden - mit einer Aktion, die bereits gut angelaufen ist: Eltern kaufen Bücher und schenken sie der Bücherei.

Und seit vor einem Jahr rund die Hälfte der zuvor 400 Bücher aussortiert werden musste, ist die Auswahl überschaubar geworden. „Viele Bücher waren alt und uninteressant für die Kinder. Und auch die Exemplare mit alter Rechtschreibung mussten raus“, sagt Erdmann. ...

Ruhrnachrichten 1.4.09


eingetragen von Sigmar Salzburg am 10.03.2009 um 08.44

Hier erwähnt: Im August 08 hatte Juliane Fuchs bei Spiegel online notiert
Kleines Urlaubsmitbringsel... von der Ausstellung über die "Armee der Tonkrieger des ersten Kaisers von China":
"Nachdem er dem Ungeheuer den Gar aus gemacht hatte..."


forum.spiegel.de

Ich hätte noch darauf hinweisen sollen, daß Kaiser Qin Shi Huang Di die erste große Büchervernichtung der Geschichte inszeniert hat:
Ausrotten müßt Ihr das alte Denken!
Zugleich ließ er 460 protestierende Gelehrte lebendig begraben.

Gegen den erbitterten Widerstand vieler Gelehrter setzte der Kaiser auch eine Reform und Vereinfachung der Schrift durch.
(„Chinas große Kaiser“, Scherz Verlag 1982)

[q eher wie ts auszusprechen „Tsingtau“, andere Umschrift ch', in der künstlichen Pinyin-Umschrift (VR China) „Qingdao“]


eingetragen von Sigmar Salzburg am 09.03.2009 um 17.26

Gemeindebibliothek Sande – Jahresbericht 2007
Allgemeines

Das Jahr 2007 war für die Gemeindebibliothek ein erfolgreiches Jahr mit einigen Neuerungen. […]

Medienbestand und Ausleihen
Im Jahr 2007 wurden für den Medienbestand der Bibliothek insgesamt 1.218 neue Medien angeschafft, hierbei handelt es sich um 397 Kinder- und Jugendbücher, 186 Romane und 158 Sachbücher für Erwachsene, außerdem 263 Zeitschriftenhefte sowie 214 audiovisuelle Medien (CDs, DVDs, CD-ROMs, Hörbücher).

Im Gegenzug dazu wurden im vergangenen Jahr 1.265 Medien aussortiert. Ein Schwerpunkt war dabei der Bereich der Kinder- und Jugendliteratur, hier wurden – nachdem die Rechtschreibreform jetzt verbindlich ist – die meisten Bücher in alter Rechtschreibung aussortiert. Gerade im Bereich der Erstleser war dieses dringend erforderlich.

Trotz des geringfügig geschrumpften Medienbestands, konnte die Zahl der Ausleihen erneut gesteigert werden, sie stieg um 2,2 % auf 53.479, damit stieg auch die Zahl der durchschnittlichen Entleihungen je Medium auf 4,3, womit die Gemeindebibliothek Sande im Vergleich zu den übrigen Bibliotheken im Landkreis Friesland sehr gut dasteht.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 05.03.2009 um 11.40

Neue Lesestube in der Albert-Schweitzer-Schule

Am Donnerstag um 13 Uhr öffnet die neue Lesestube an der Albert-Schweitzer-Schule ihre Tür! Über sechs Monate lang haben die dem Verein "Mentor Leselernhelfer" angehörenden 7 Damen und 1 Herr geräumt, geputzt und intensiv beraten.

Frau Rauert hat über 80 Verlage angeschrieben und um Buchspenden in neuer Rechtschreibung gebeten, sie hat bei zahlreichen Firmen erfolgreich um geldliche Unterstützung für die Neuanschaffung von Büchern für große und kleine Leser nachgesucht und auch vom Schulverein der Albert-Schweitzer-Schule eine Geldzuwendung erhalten, so dass sich in den Regalen der freundlichen, hellen Lesestube über 200 Bücher befinden, die auf ihre Leser warten.

Lübeck HL live 5.3.09
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=51001

Ausschluß von traditionell geschriebenen Büchern
grenzt Kulturgüter aus, fördert deren Vernichtung
und ist zugleich Zensur!


eingetragen von Sigmar Salzburg am 12.02.2009 um 09.18

Für dieses Thema hatte ich schon die Rubrik "Büchervernichtung " eingerichtet, das möglichst vollständig derartiges auflisten sollte.
Den
[Yyy[geändert]]-Vergleich finde ich doch reichlich unangemessen.
__________________
Sigmar Salzburg


eingetragen von Detlef Lindenthal am 11.02.2009 um 23.39

Sauerland-Kurier:

>>Neue Bücher gesucht
Fleckenberg, 11.02.2009 01:45 Uhr

Wer sich in der Bücherei der Grundschule Fleckenberg zurzeit ein Buch ausleihen möchte, steht vor fast leeren Regalen. „Vor zwei Wochen haben wir mit zwei Praktikantinnen des Gymnasiums unsere Bücher aussortiert, die noch die alte Rechtschreibung beinhalten“, erklärt Schulleiter Peter Bonnen. Das Ergebnis: mehr als die Hälfte der Bücher sind nicht mehr zeitgemäß.
Peter Bonnen räumt die wenigen
Bücher ein, die nach der Durchsicht
übrig geblieben sind. Die leeren Regale
sollen nun schnell wieder gefüllt werden.
Foto: Michaela Rickert
„Das war schon längst überfällig, denn Kinder merken sofort[,] wenn ein Wort anders geschrieben ist“, weiß Peter Bonnen. Gefunden hat er unter anderem alte Schätzchen wie „Ferien auf Saltkrokan“ von 1964. „Solche Bücher dürfen wir Kindern nicht mehr in die Hand geben“, betont er.

Da der Schuletat knapp bemessen sei und für viele andere Dinge wie Möbel oder Unterrichts-Materialien verwendet wird, sucht die Schulleitung gemeinsam mit dem Förderverein der Schule neue Bücher. „Wir werden ein Rundschreiben an die Eltern schicken, mit der Bitte[,] nachzuschauen, ob sie Bücher erübrigen können, die für Grundschüler geeignet sind“, so Bonnen.

Die Schüler und Lehrer freuen sich aber auch über Bücherspenden von außerhalb. Wer also geeignete Bücher (Druckdatum: ab 2000) besitzt, kann diese gerne in der Schule abgeben. Auch über finanzielle Unterstützung freut sich die Schule. Denn wie in anderen Schule steht auch hier die Leseerziehung im Mittelpunkt. „Und mit der Bücherei wollen wir gegen die Lesearmut ansteuern“, erzählt der Schulleiter.

Lehrer wie auch Eltern möchten nun so schnell wie möglich die Bücherei wieder bestücken. „Hier finden regelmäßig Lesestunden mit Eltern statt[,] und die Schüler können sich natürlich auch Bücher ausleihen. Und das soll möglichst bald wieder so sein“, fügt Peter Bonnen hinzu.

Damit den Kindern schnell wieder viele interessante und abwechslungsreiche Bücher angeboten werden können, freut sich Peter Bonnen auf möglichst viele Bücherspenden.<<
Quelle: http://www.sauerlandkurier.de/sauerlandkurier.php?kat=129&id=76871

_________

Ein entsetzter Aufschrei des Schmerzes und der Empörung aus den 81.345 Kehlen „unserer“ Deutschlehrer und 118.655 Kehlchen „unserer“ weiblichen Mutter- und Migrantenlandsprachelehrerinnen ist nicht zu vernehmen. Warum sollte auch; denn diese Damen- und Herrschaften haben ihr hauptsächliches Ziel (ja, in manchen Dingen sind sie der Zielfrage nicht ausgewichen) schon erreicht und gesichert, nämlich möglichst ungestört Staatsknete für ihre Ölheizungen und geräuscharmen Mittelklassepersonenkraftwagen und Riesterrenten zu haben.
„Schulleiter“ Peter Bonnen – pfui Spinne, was für ein Miesling! Unschuldigen Kindern die Bücher wegzunehmen! – ist einer von diesen schwächlichen Mickertypen, deren Mittelmäßigkeit gerade knapp zum Lehrerwerden ausgereicht hat und die, wenn sie einem auf dem Elternabend antworten sollen, nach wenigen Sätzen nicht mehr weiterwissen und hilflos vor sich hinschauen und alsdann fast sprachlos die „Verantwortung“ gerade noch auf den Minister abzuwälzen und sodann das Gesprächsthema zu wechseln imstande sind.

Kennt jemand eine salonfähige Maximalbeleidigung – nee, nicht Drecksack oder so, auch nicht KZ-Aufseher oder anderweitiger Sekundärtugendenträger, obwohl bei denen das Verantwortungabwälzen genauso geht –, die für Herrn Bonnen so unannehmbar ist, daß er entweder todunglücklich sich besinnt und alsdann geläutert einen besseren Weg beginnt oder aber mich vors Husumer Amtsgericht bringt, damit wir dort eine staatsbürgerliche Grundsatz-Erörterung haben können: Darf man Kindern ungescholten die Bücher wegnehmen?

Vielleicht so:
Den bisherigen Herrn Peter Bonnen halte ich für schlimmer als Xxx Yyy [geändert] (siehe Wikipedia); denn Bonnen hat mehr Kinderseelen auf dem Gewissen als Yyy. Kindern die Bücher wegzunehmen ist unentschuldbar.


* Wer hilft mit, auf http://buecherverbrennungen.de diese Büchervernichtung zur öffentlichen Sache (res publica) zu machen?
__________________
Detlef Lindenthal


eingetragen von Sigmar Salzburg am 04.02.2009 um 12.16

Eltern leihen mittwochs Bücher aus
Mindener Tageblatt - 2. Febr. 2009
Die Schulbücherei freut sich übrigens über Bücher-Spenden aller Art. Einzige Voraussetzung: Sie müssen in der neuen Rechtschreibung erschienen sein.

(Nach Google news)

Porta Westfalica-Kleinenbremen (mt/dh). Die Kleinenbremer Schulbücherei erweitert ihr Angebot.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 13.11.2008 um 10.02

Bücherei in neuem Glanz und Sortiment
Münster-Gelmer. Seit rund zwei Jahren war die katholisch-öffentliche Bücherei in der Mehrzweckhalle geschlossen. Doch nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Aber nicht nur der Raum wurde neu gestrichen, auch das Sortiment wurde von Marion Knüvener, die die Hauptleitung der Bücherei übernommen hat, überarbeitet.[…] Für die Zukunft haben sich die Organisatoren noch einiges vorgenommen: „Wir wollen das Angebot noch weiter ausbauen“, informiert Marion Knüvener. Dabei bittet sie jedoch, von Bücherspenden abzusehen. „Durch die Rechtschreibreform können wir ältere Bücher einfach nicht verwerten.“ Die Bücherei ist an jedem Sonntag nach dem Gottesdienst von 11.15 Uhr und 12.15 Uhr geöffnet.

VON CLAUS RÖTTIG

Ibbenbürener Volkszeitung - 11. Nov. 2008


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.05.2008 um 17.41

Braunschweig Rund 3000 Gäste strömten zu Braunschweigs größter Silvesterparty "Update 2000" in die Stadthalle. ... Es war eine schöne Aufforderung an die Besucher gewesen, "Brennwerte" für ein reiniges Feuer auf dem Hof mitzubringen. Jeder konnte das aufschreiben, was ihn belastet. Einer warf einen ganzen Packen Liebesbriefe ins Feuer, andere steuerten Wörterbücher mit der alten Rechtschreibung oder überholte Ausgaben der Strafprozessordnung bei.

Von "Update 2000" bis zu der glutvollen Welt "Vulkanias".
newsclick.de (Braunschweiger Zeitung), 2. 1. 2000


eingetragen von Sigmar Salzburg am 29.05.2008 um 17.02

Goethe ist ganz schön vernagelt
VON KARIN M. ERDTMANN

Odenthal/Bergisch Gladbach - Ab und zu wird auch in einer Stadtbücherei ausgemistet. Dann muss nicht mehr genutzter Lesestoff in den Regalen Platz für Neues machen. Dass sich die Mitarbeiter freuen, wenn die alten Schinken eines Tages zurückkommen - und diesen auch noch einen exponierten Platz einräumen, ist bislang noch nicht vorgekommen.

Am Mittwoch, 30. Mai, wird sich das ändern. Dann feiert ein ungewöhnliches Buch-Recycling Premiere im forum. Schüler des Grundkurses Kunst und des Leistungskurses Biologie der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Odenthal haben in den vergangenen Wochen aus ausrangierten Schmökern Kunstobjekte gemacht, die bis Ende August in der Stadtbücherei Bergisch Gladbach zu sehen sein werden.

Goethe wird genagelt

Kunstlehrerin Marita Schröder hatte die Kontakte zur Ausleihstelle in der Nachbarstadt geknüpft, die gleich eine ganze Kiste Alt-Material zur Verfügung stellte. Motiviert und ohne Rücksicht auf große Namen gingen die Schüler schließlich zu Werke. Da wurde Goethes Werther in Wasser eingelegt, aufgerissen, mit Kleister und Nägeln bearbeitet (Titel: „Nailin' Goethe“), während Schillers Geisterseher, mit dem Teppichmesser ausgehöhlt, einen ganzen Duden mit neuer Rechtschreibung schlucken musste. …

Ausgefallene Ideen

Im Heimatmuseum von Siegfried Lenz hat sich ein Embryo in einer Kondom-Fruchtblase eingenistet, an anderer Stelle pappen goldene Reiseführer mit ihren Rücken am Rücken-Modell des Künstlers. Marita Schröder und ihre Kollegin Yvonne Fischer zeigten sich entsprechend beeindruckt vom Einfallsreichtum der Schüler, …

Kölner Stadtanzeiger, Rheinland online.de 26.05.08,
http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1209912120282.shtml


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 17.30

FALKENSEE

STADTBIBLIOTHEK: Quicklebendig, doch viel zu klein

FALKENSEE - Rein rechnerisch gesehen zieht die Falkenseer Stadtbibliothek den Kürzeren, vergleicht man sie mit denen in anderen Städten ihrer Größenordnung. Eisenhüttenstadt, Schwedt, Eberswalde – was haben die für Kulturhäuser und Stadtbüchereien vorzuweisen! Gar nicht zu reden von den Heimatorten der Neu-Falkenseer, die aus der alten Bundesrepublik zugezogen sind. …
Von 1997 bis 2007 schrumpfte der Bestand an Medien (Bücher, CDs, Videos, DVDs, Spiele, Periodika) ziemlich drastisch, und zwar von 30 189 auf 25 857 – umkehrt proportional der Bevölkerungsentwicklung, denn die Bürgerschaft wuchs in diesen zehn Jahren von 27 505 auf 38 376.
Christiane Radon, die Leiterin des Hauses, erklärte, warum das so ist: Einerseits mussten viele Kinderbücher aussortiert werden, da sie nicht mehr der neuen Rechtschreibung entsprachen. Andererseits unterliegen die Medien bei der hohen Umschlagzahl (im Vorjahr wurden 117 800 Entleihungen registriert) einem hohen Verschleiß. Für Ersatz reicht das Geld kaum aus, denn obwohl die Stadt ihren Etat für neue Medien sanft, aber kontinuierlich anhob (auf 18 000 Euro 2008), bekommt sie immer weniger für ihr Geld. Die Buchpreise stiegen nämlich auch, wenngleich weniger moderat….
(Von Hiltrud Müller)
Märkische Alggemeine online 23.5.2008
aussortiert


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 17.17

1. OBER-OLM

Schulbücherei in Ober-Olm mit neuem Konzept und besserer Ausstattung
[…]
Alle 160 Schüler, dazu viele Lehrer und Eltern hatten sich in dem großen Raum im Erdgeschoss eingefunden, um bei der feierlichen Eröffnung dabei zu sein. "Eine Bibliothek haben wir zwar schon seit 1997", sagte Schulleiter Dieter Kowollik. Aber dank des Engagements von Lehrern und Eltern präsentiert sich die kleine, aber feine Bücherei nun so attraktiv wie nie zuvor.
[…]"Für Spenden von gebrauchten, aber gut erhaltenen Büchern sind wir nach wie vor dankbar", erläuterte Ullmann. "Aber es müssen Bücher mit der neuen Rechtschreibung sein. Sonst führt das zu Verwirrung bei den Kindern." […]

Allgemeine Zeitung Mainz 19.04.2008
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/objekt.php3?artikel_id=3247736

[Unauffällige Büchervernichtung]

2. JERXHEIM

JERXHEIM. Bereits im Dezember erhielt die Bibliothek der Grundschule Heeseberg neue Bücher. Der Förderverein der Grundschule konnte 70 aktuelle Bücher anschaffen.
In den Regalen stehen mittlerweile etwa 1200 Bücher, von denen gut die Hälfte noch aussortiert werden könnte. Die Rechtschreibreform und die aktuellen Lesewünsche der Kinder zwingen zum Handeln, meinen Förderverein und Schule…

newsclick.de 2.Februar 2008
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/7914679

3. OBERGRENZEBACH
Nagelneues zum Nulltarif

Förderverein der Johann-Heinrich-Schwalm-Schule sammelte 800 Euro für Bücher

Obergrenzebach. Madita, Pipi und Karlsson können sich die Schüler der Johann-Heinrich-Schwalm-Schule künftig mit nach Hause nehmen: Insgesamt 100 neue Bücher hat der Förderverein der Grundschule für die beiden Standorte Leimsfeld und Obergrenzebach angeschafft.

[…] Während es von großen Verlagen Absagen hagelte, wuchs die Bereitschaft in der Region, der Schule zu helfen. Viele kleine Spenden machten schließlich den Kohl doch fett …

Altes wurde aussortiert

... Bei der Auswahl der Bücher verließ sich der Förderverein auf die Lehrer und auf Listen örtlicher Büchereien. Schulleiter Michael Seim, der vor kurzem die Literatur mit alter Rechtschreibung aussortierte, ist froh über die Idee des Fördervereins: "Ohne ihn könnte sich das unsere kleine Schule niemals leisten." ...

Hess/Nieders. Allgemeine online 18.1.08
http://www.hna.de/schwalmstadtstart/00_20080117171148_Nagelneues_zum_Nulltarif.html

4. GEINSHEIM
„Endlich ist sie wieder offen“

Bibliothek: Nach fast einem Jahr ohne Schulbücherei haben die Geinsheimer Leseratten wieder Futter

GEINSHEIM. „Endlich ist sie wieder offen!“, ruft der aufgekratzte Bub und huscht gemeinsam mit einem Freund durch die Eingangstür. Dahinter herrscht bereits großes Gedränge, denn zahlreiche Grundschüler waren zusammen mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern gekommen, um bei der Neueröffnung der Grundschulbücherei dabei zu sein. …
Fast ein Jahr lang war die Schulbücherei geschlossen. In dieser Zeit wurde der Bestand neu katalogisiert und Bücher mit alter Rechtschreibung wurden aussortiert.

Echo online 5.12.2007
http://www.echo-online.de/suedhessen/static/543504.htm

4. IDSTEIN-HEFTRICH
Schule fördert die Leselust

iz. IDSTEIN-HEFTRICH Gemeinsam mit dem Büchereiteam organisierte die Alteburgschule einen Lesewettbewerb für alle zweiten bis vierten Klassen. …

… Schon seit einigen Jahren fördert die Schule die Leselust der Kinder. Seinerzeit war eine Schulbücherei durch das ehrenamtliche Büchereiteam aufgebaut worden, zunächst mit vielen privaten Spenden und Zuwendungen des Fördervereins der Alteburgschule. Vor drei Jahren fiel die Spende so großzügig aus, dass fast sämtliche Bücher mit alter Rechtschreibung aussortiert werden konnten. …

Wiesbadener Tagblatt 23.11.2007
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/objekt_i.php3?artikel_id=3060433

>>> Fazit: Wertevernichtung, obwohl das Bundesverfassungsgericht am 29.7.1999 im Hinblick auf die Schüler urteilte:

„Die Unterschiede zwischen herkömmlicher und neuer Schreibung sind geringfügig und beeinträchtigen die Lesbarkeit und Verwendbarkeit geschriebener Texte praktisch nicht.“


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 16.26

Das Kultusministerium von Sachsen-Anhalt teilt in einer Presseerklärung mit:
Willems begrüßt Erhöhung des Titels für Lehr- und Lernmittel um 600.000 Euro im Nachtragshaushalt

Magdeburg, 05.12.2006 In seiner Sitzung am 29. November 2006 hat der Finanzausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt über den Nachtragshaushalt 2006 beraten. Im Rahmen des Einzelplans 07 – Bildung und Kultur – wurden für Lehr- und Lernmittel zusätzliche 600.000 Euro bewilligt. Damit beträgt der neue Ansatz insgesamt 4.538 Mio. Euro.
Begründet wurde diese einmalig für das Schuljahr 2007/08 für alle Schulformen geltende Aufstockung mit der abschließenden Einführung der Rechtschreibreform. Der erhöhte Verfügungsrahmen ist von den Schulen zum gezielten Austausch veralteter Lernmittelbestände einzusetzen.
Staatssekretär Winfried Willems begrüßte diese Entscheidung. „Nur wenn die Lehr- und Lernmaterialien an unseren Schulen so schnell wie möglich auf den neuesten Stand gebracht werden, werden sich die Schülerinnen und Schüler die geänderte Rechtschreibung wirklich aneignen können und die Diskussionen über dieses Thema werden zur Ruhe kommen.”

bildungsklick.de


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 16.10

Einblick in die Klassenräume
Lindgren-Schule stellte ihre Unterrichts-Vielfalt vor
Neu Zippendorf
(ps)
Lehrer und Schüler der nach der schwedischen Kinderbuchautorin benannten Schule hatten sich Einiges einfallen lassen: Im Forum – in dem seit kurzem eine überlebensgroße Büste der Namenspatronin steht – präsentierten sie an Info-Ständen die Ergebnisse verschiedener Unterrichtsprojekte und das Programm der angebotenen Wahlkurse, alle Unterrichtsräume standen den Besuchern offen, aus dem Café duftete es nach frischem Kuchen… "Für unsere Schüler ist das eine Selbstverständlichkeit, beim Tag der offenen Tür mit anzupacken", sagt Lehrerin Gisela Saschenbrecker, die in einem Klassenzimmer eine Bücherbörse anbietet. Allerlei ausgediente Schulbücher warten dort auf neue Besitzer. Das, sagt Saschenbrecker, habe einen speziellen Hintergrund: "Alles, was etwa wegen der Rechtschreibreform im Unterricht nicht mehr verwendbar ist, bieten wir gegen eine kleine Spende an."

Schweriner Volkszeitung 16. Januar 2006

Ab 30. März 2006 hätte auch der Rest wegen der nunmehr veralteten „neuen Rechtschreibung“ verramscht werden müssen.


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 07.41

Bonhoeffer-Schule

… Die Neugestaltung der Bücherei sei besonders der Initiative von Referendarin Caroline Rieger zu verdanken, hob Fördervereins-Vorsitzende Karin Schüler hervor. Tatkräftige Unterstützung erhielt Rieger von Kollegen und von Müttern, denen die Schüler ebenfalls Dank aussprach. In den Osterferien hatten die fleißigen Helfer mit der Arbeit begonnen; am aufwändigsten gestaltete sich laut Rieger das Katalogisieren der Bücher. Etliche Werke mussten aussortiert werden, weil sie nach der Rechtschreibreform veraltet sind und vor allem die Leseanfänger verwirren würden, wie die Referendarin erklärt. Knapp 1 000 Bücher befinden sich aktuell im Bestand….

ca. 26.05.2008
http://www.op-online.de/regionalnews/Dietzenbach/76_161_31373535303333.htm

– geändert durch Sigmar Salzburg am 27.05.2008, 19.22 –


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 07.26

Literaturhaus 13.12.2004

Der Autor Ludwig Laher hat eine Studie gestartet, die belegt, daß an heimischen Schulen, Bücher, die nicht in der neuen Rechtschreibung verfaßt sind, in den Schulbibliotheken oftmals einfach aussortiert werden. Lesen Sie die Studie und eine gemeinsame Stellungnahme der IG Autorinnen Autoren und von Ludwig Laher.
Ludwig Laher, Gerhard Ruiss
Rückfragen: Ludwig Laher, Autor der Studie, Tel.: 06277/72 12

Die zentrale empirische Aussage dieser Untersuchung ist zweifellos, daß in 38 % der österreichischen Pflichtschulbibliotheken der Bestand an Titeln, die nicht der neuen Rechtschreibung entsprechen, entfernt wurde bzw. in Kürze entfernt werden wird. Implizit ergibt sich daraus überdies, daß Neuanschaffungen in diesen Schulen an das Kriterium "amtliches Regelwerk" gebunden sind. Dabei ist allerdings ein signifikanter Unterschied zwischen den Volks- und Hauptschulen zu bemerken: Während gar 50 % der befragten GrundschulleiterInnen die Säuberung der Bibliotheken vornahmen bzw. vornehmen werden, ist dies im Bereich der weiterführenden Pflichtschulen überhaupt nicht der Fall.

15/12/2004
http://www.literaturhaus.at/headlines/2004/12/13/laher_studie/index.html
http://www.ludwig-laher.com/


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 06.29

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 3. April 2008 17:38 MEST
K. Jilch meint:
Hallo Erdbeerchen,
in unserer Schulbibliothek(ja,ich bin "vom Fach") habe ich für die ganz Kleinen(also erste und zweite Schulstufe) die Bücher mit alter Rechtschreibung aussortiert.
Ab der dritten Stufe dürfen die Kinder sich dann als "Detektive" betätigen und schon mal ein Buch korrigieren.Sie lieben es,selber einmal "Lehrer" sein zu können!
Liebe Grüße
Klaudia

Amazon-Diskussion


eingetragen von Sigmar Salzburg am 27.05.2008 um 06.18

KAS News
Nachrichten aus der Konrad-Adenauer-Gemeinschaftshauptschule Wenden.

Alte Schulbücher gehen

Bücher sind Schätze und manchmal enden sie trotzdem in der Altpapiersammlung. Im Bücherkeller, dem so genannten "Bunker", lagert Herr Helmes - der Meister aller Schulbücher an der KAS - tausende von Büchern, sowohl alt als auch neu. Während der Sommerferien sind die Regale im Keller mit Büchern gefüllt, welche die Schülerinnen und Schüler zurück gegeben haben, und wenn das neue Schuljahr beginnt, werden viele Bücher an die Schüler ausgegeben, für ein oder zwei Jahre, abhängig vom Buch und Fach. Bücher werden auch aussortiert, wenn sie verschlissen und zerrissen sind oder nicht länger an unserer Schule benutzt werden. Die Bücher im Bild wurden aussortiert, da sie entweder nicht länger in Gebrauch sind an der KAS oder noch die Rechtschreibung vor der Rechtschreibreform haben. Es gab zwei größere Rechtschreibreformen in den letzten Jahren und viele Deutschbücher sind damit nicht länger aktuell. Sie wurden jetzt als Altpapier entsorgt durch Herrn Schneider, der das Papier verkaufte und das Geld für wohltätige Zwecke ausgegeben wird.

19.09.07

http://www.kasnews.de/blog/archives/2007_09.html

Hier sollen auch noch die im Forum verstreuten Meldungen über reformbedingte Büchervernichtungen nachgetragen werden.


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