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Die 20 neuesten Rechtschreibbeiträge ...


Die beste „Demokratie“ aller Zeiten!

20. Jahrestag
17. September 1999
Annullierung des Volksentscheids
gegen die Rechtschreib„reform“


Das Volk in Schleswig-Holstein hatte am 27. September 1998 in einer Volksabstimmung die bewährte traditionelle Rechtschreibung zur Pflichtschreibung an den Schulen bestimmt.

Am 17. September 1999 beschlossen die Volks„vertreter“ im Kieler Parlament einstimmig, das Volk zu entmündigen und sein Gesetz zu annullieren.


Weiteres siehe hier und da.

Sigmar Salzburg

17.09.2019 05:47   Rechtschreibforum   >   Gedenktage   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Übler Zwangsgebühren-Propaganda-Funk

Die Rundfunkstaatsverträge verpflichten die Sender, sachlich und neutral zu berichten. Dennoch versuchte die Journaille des ZDF, vor der Wahl in Thüringen den stärksten Bewerber aufs Kreuz zu legen, getarnt als Bemühen um die Erörterung seiner Sprache. Darauf konnte sich Björn Höcke nicht einlassen.:
AfD-Rechtsaußen Björn Höcke bricht ZDF-Interview ab
Zu Beginn des Gesprächs, das am Sonntagabend in der Sendung "Berlin direkt" ausgestrahlt wurde, hatte der Interviewer dem AfD-Politiker kurze Videos gezeigt, in denen Partei-Kollegen von ihm mit Auszügen aus Höckes Buch konfrontiert worden waren und erraten sollten, ob diese von Höcke oder aus Adolf Hitlers "Mein Kampf" stammen. Keiner von ihnen wollte sich festlegen...
spiegel.de 15.9.2019
Offensichtlich wollte das ZDF die Empfehlungen der 120000-Euro-Expertise der Linguistin Elisabeth Wehling doch noch nutzbringend einsetzen – nicht zur eigenen Imageaufbesserung, sondern zur Zersetzung des Gegners. Allerdings war Björn Höcke seit dem 12.2.2019 durch einen Text beim NDR vorgewarnt:
»Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner«, ermahnt Wehling [...] »Und dann beim dritten, vierten, fünften Mal ergeben sich Einschleif-Prozesse im Gehirn und ein Wiedererkennungseffekt, egal ob die Sache wahrhaft ist oder eine Lüge. Und dann sagt das Gehirn irgendwann, ist mir viel zu anstrengend, das ist für mich jetzt eine Wahrheit.« (3)
(3) https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Sprache-und-Ressentiment-haengen-zusammen,zapp11596.html
Höcke sollte also von Anfang an in die Hitler/Nazi-„Frames“ eingespannt werden. Selbst wenn er sich überzeugend hätte schlagen können, wäre bei den meisten der ohnehin schon indoktrinierten Zuschauer nur angekommen, daß doch etwas dran sein müsse an den ständigen Nazi-Vorwürfen und Hitler-Vergleichen.

Da paßt die Pirinçci-Persiflage des ZDF-Werbespruchs: „Mit dem Arschloch sieht man besser!“



Sigmar Salzburg

17.09.2019 05:22   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Gen- und Sprachverwandtschaften

Der Populationsgenetiker Luigi Cavalli-Sforza (1922 -2018) war einer der ersten, die versuchten, die Entdeckung der Struktur des Erbmoleküls durch Watson und Crick 1953 in der Erforschung des Stammbaums der Menschen anzuwenden und zugleich mit dem Vergleich der Sprachverwandtschaften zu verbinden.

Cavalli-Sforza begründete 1990 das Human Genome Projects (HGP), das zuerst von James Watson geleitet wurde. Cavalli-Sforza verwarf die Existenz von Rassen, stellte aber doch einen Stammbaum auf, der den Afrikanern 120000 Jahre getrennte Entwicklung von der übrigen Menschheit zuwies und eine Gruppeneinteilung erkennen ließ:




Wikipedia

Nobelpreisträger Watson entwickelte sich zum verfemten „Rassisten“, der den Negern geringere, den aschkenasischen Juden höhere Intelligenz als dem menschlichen Durchschnitt zuwies und dafür im hohen Alter gemaßregelt wurde.

Mein Interesse bestand in der möglichen Einordnung der sumerischen Sprache. Der zugehörige Menschentyp, beispielsweise Gudea von Lagasch, war nach den Bildnissen ein gänzlich anderer als der semitische Typ des Hammurapi.

Ich fand Verwandtschaften zum Tibetischen und Chinesischen. Der Sinologe Prof. Ulrich Unger (1930-2006), der auf der gleichen Spur war, schrieb mir 1991:
Für das vergangene Sommersemester habe ich eine Reihe von Artikeln zur Rekonstruktion des Altchinesischen und zur indosinistischen Vergleichung zusammengestellt. Auch dort ist schon manches auf den Vergleich mit dem Sumerischen abgestellt, z.B. die Bestimmung von tib. m- als Körperteilpräfix, die es gestattet m- vom m(y)ig „Auge“ abzutrennen – sodaß das verbleibende *yig sich unmittelbar mit sum. igi vergleichen läßt (Sie haben, p. 87, anders anzuschließen versucht, wie ich sehe, aber p. 93 wie ich).
Seither hat die Humangenetik erhebliche Fortschritte gemacht. So wurde 2010 erkannt, daß die 2000 in der Denisova-Höhle gefundenen Knöchelchen einer ziemlich eigenständigen Urmenschenlinie neben dem Neandertaler zugehörten. Schließlich wurde bekannt, daß die Tibeter eine besondere Rasse sind, weil sie als einzige weltweit von den Denisovanern das Gen für Höhentauglichkeit geerbt haben.

Wegen der möglichen Verwandtschaft mit den Sumerern wandte ich mich im letzten Jahr an Svante Pääbo mit der Bitte um Auskunft. Er anwortete mir umgehend per Email am 19.9.2018:
Betreff: Re: Sumerische Gen-Daten
Datum: 2018-09-19T16:12:35+0200
Von: "Svante Paabo"

Wir arbeiten nur an ältere Dinke, wie Neandertaler und Denisovaner.

Ich würde Ihnen empfehlen, Professor Johannes Krause in Jena zu
kontaktieren

MfG

Svante Pääbo.
Natürlich schrieb ich daraufhin Prof. Krause an, erhielt aber keine Antwort. Vielleicht war er zu beschäftigt und ich zu unwichtig. Oder er war schon auf meine neun Jahre zurückliegende Verteidigung des Begriffs „Rasse“ im Grundgesetz gestoßen, den er gerade aus dem deutschen Wortschatz streichen will.


Sigmar Salzburg

15.09.2019 11:24   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Spiegels“ Großoffensive gegen eine bürgerliche Partei (2)

Der „Spiegel“, einst das „Sturmgeschütz der Demokratie“, ist nur noch das „Wurmgeschiß einer ArschlOchlokratie“. Der Magazingründer Rudolf Augstein war linksliberal und als Patriot ein Gegner des Holocaust-Denkmals, das er, wie andere, 1998 so bezeichnete :
Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.
spiegel.de 30.11.1998
Heute sind ähnliche, ganz richtige Worte aus der AfD der angebliche „Beweis“ für deren „Nazitum“, denn der „Spiegel“ ist inzwischen mehrheitlich eine Mitarbeiter-KG linksextremer Deutschlandabschaffer plus Gruner+Jahr und Augstein-Family. Ihr größter, aber noch recht schwacher Angstgegner ist seit 2013 die deutsch-bürgerliche AfD, durch den sie ihr sicher geglaubtes Heilsziel für das „Neue Deutschland“ – 33 Prozent Moslems, 33 Prozent Neger, 33 Prozent sonstige Bunte, Auflösen in der EU – in Gefahr sehen.

Nach etlichen Niederlagen, z.B. Relotius, wollen die Spiegelleute nun zeigen, daß sie doch noch die Macht haben, eine unerwünschte demokratische Partei zugrundezurichten.

Dazu ist ihnen nun der übelste denkbare Schachzug eingefallen:

Sie lassen eine bedauernswert kaputte Figur zu Wort kommen, den Sohn des 1946 hingerichteten Naziverbrechers und Polen-Generalgouverneurs Hans Frank. Niklas Frank trägt immer das Bild seines Vaters mit gebrochenem Genick bei sich und soll nach eigenen Angaben auf seinen Tod onaniert haben.

Zu jedem Satz aus der AfD läßt er sich eine passende eigene „Erinnerung“ einfallen. Dabei hat er sich alles nur angelesen, denn er hatte, 20 Tage jünger als ich, selbst kaum etwas davon mitgekriegt.

Mich ekelt eine solche Perfidie so an, daß ich nichts weiter schreiben kann und es daher bei dieser Eigenwerbung von SPON belasse:
Gutes lesen. Mehr verstehen.
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.

spiegel.de 6.9.2019

Unsere Empfehlung zum Weiterlesen:

Von wegen "bürgerlich"


Sigmar Salzburg

14.09.2019 17:30   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Sehschärfe wie das Hubble-Teleskop

Die Trump'schen Twitter-Launen sind mittlerweile allseits bekannt. Dass der US-Präsident aber sensible militärische Informationen über den Kurznachrichtendienst teilt, wäre neu. Nach der Explosion in einer iranischen Weltraumanlage hatte Trump nämlich Ende August ein Satellitenbild des Schauplatzes geteilt, um die Unschuld der USA an diesem Vorfall zu beteuern.

Schnell wurde bei BBC spekuliert, dass es sich dabei um geheimes militärisches Bildmaterial handeln könnte. Die Auflösung sei viel zu hoch für übliche Satellitenfotos gewesen. Immerhin konnte man [aus 385 km Entfernung] unter anderem die persischen Schriftzeichen rund um die Weltraumanlage klar erkennen ...

derstandard.at 13.9.2019



... ich rate mal: „Erringung nationaler Macht“ (arab. اقتدار ).


Sigmar Salzburg

14.09.2019 07:28   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Zuwenig Hirn?

Erst jetzt, wo die Nachmittagssonne tief in mein Westfenster scheint, sehe ich, daß eine mit einem Kreuz gezeichnete Spinne ein schönes Netz wenige Fingerbreit davor gehängt hat. Die Größe dieses Wunderwerks ist etwa 30 mal 40 Zentimeter, natürlich mit Fadensicherungen zu allen Seiten der Fensterleibung. Sie sitzt in der Mitte, ist weder vom leichten Wind noch durch das Öffnen des Fensters zu beeindrucken und läßt sich unterseitig von der Sonne bescheinen.

Ob sie ein Bewußtsein hat für ihre Situation wie ich mit fünf Jahren, als ich vor unserer Haustür in der Morgensonne saß und mir unvergeßlich bewußt wurde, daß ich ein Bewußtsein habe? Vor 11 Jahren stand bei Spiegel online:


Nicht nur Menschen sind sich ihrer selbst bewusst, glaubt der Wissenschaftsjournalist Alun Anderson. Sondern auch Schaben und Bienen... Ich habe eine Zeit_lang erforscht, wie Honigbienen den Weg durch mein Labor finden konnten ... Nachtaktive Spinnen leben in einer Welt leisester Schwingungen und feinster Luftströme, mittels deren sie bei totaler Dunkelheit vorbeisurrende Fliegen aufspüren können...

PS 14.9.19: Am Abend hatte die Spinne ihren Posten verlassen. Heute sitzt sie wieder im Zentrum, aber es ist ihr wohl noch niemand ins Netz gegangen.

NB: Natur-Lexikon.com – Im August beginnt die Paarung. Die Männchen werden dabei häufig vom Weibchen gefressen. Sie spinnen an das Netz des Weibchens einen Bewerbungsfaden und zupfen daran. Das Weibchen erkennt das Männchen am Zupfen. Dabei bedienen sich die Spinnen sogenannter "Hörhaare" an den Beinen.

Sigmar Salzburg

13.09.2019 15:13   Rechtschreibforum   >   Es gehört nicht hierher, aber dennoch ... 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Beissangriffe auf die ss-Reform

An der Straßenbahnhaltestelle vor dem Berliner Hauptbahnhof (Mitte) nahm er ein fünfjähriges Kind hoch und biss ihm in die Wange. Jetzt steht Daniel K. (20) vor dem Berliner Landgericht. „Die Zahnabdrücke waren zwei Tage lang auf der Wange meiner Tochter zu sehen“, so Mutter Aileen D. (40) als Zeugin. Der Beißangriff ereignete sich am 15. März 2019 gegen 16.55 Uhr...
Der Mann aus Eritrea griff nicht zum ersten Mal willkürlich Fremde auf der Straße an...
bz-berlin.de 11.9.2019

Es scheint, daß sich besonders gerne Afrikaner mit psychischen Störungen auf den Weg nach Deutschland machen. – Gewarnt werden muß aber vor dem Lesen der gleichen Nachrichten bei Pi-News: Damit kann man sich seine reformierte Rechtschreibung verderben:

Nach dem Beissangriff kam Daniel K. in Untersuchungshaft... Aufgrund einer psychischen Erkrankung soll er nicht schuldfähig sein.
pi-news.net 13.9.2019


Sigmar Salzburg

13.09.2019 09:44   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 3   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


„Spiegels“ Großoffensive gegen eine bürgerliche Partei

Nils Minkmar, Ex-FAZ, war die Aufgabe zugefallen, der AfD das Prädikat „bürgerlich“ abzusprechen, das eine arglose MDR-Moderatorin entgegen der Sprachregelung im Staatsfunk der Partei verliehen hatte – und das ein alter Bürgerlicher wie Alexander Gauland (40 Jahre CDU) selbstverständlich auch für sich in Anspruch nimmt.
AfD nennt sich "bürgerlich" – Das ist Bürgerbeleidigung
Um das zu untermauern, kehrt Minkmar erstmal seine Bildung heraus und zitiert Solons Antwort auf die Frage des Krösus nach dem glücklichsten Menschen:
Weiter gedrängt, nannte er schließlich Tellos von Athen - einen völligen Nobody. Sein Glück bestand darin, führt Solon aus, als respektierter Bürger in einer Stadt gelebt zu haben, eine Familie gegründet und Kinder großgezogen zu haben und schließlich im Kampf um die Verteidigung der Stadt ehrenvoll gefallen zu sein.
Also das Idealbild einer bürgerlichen Familie, wie es auch AfD-Wählern vorschweben könnte, das aber gerade von den linken Meinungsmonopolisten bekämpft wird. Minkmar erklärt zunächst anlaßlos, daß Trump und Putin nicht bürgerlich seien, beschreibt dann aber auch scheinbar* das, was in den Sechzigerjahren einmal war und wie es viele Bundesbürger und AfD-Wähler gerne wieder hätten:
Bürgerlich hingegen ist ein Leben in einer Gemeinde oder Gemeinschaft, also das Miteinander und die Achtung darauf, was die Nachbarn von dir halten - in solch einer Gesellschaft strebt keiner nach einem Monopol an Macht oder Reichtum...

Mit der Antwort macht Solon sich unabhängig von der Erwartung des mächtigen Königs. Er hielt sich an die Sache - vielleicht das wesentliche Merkmal des bürgerlichen Diskurses. Man soll sich um ein unabhängiges, sachliches Urteil, um die Wahrheit bemühen, unabhängig davon, was der Machthaber - in der Monarchie der König, in der Demokratie das Volk - erwartet.
Das Volk soll also von denen geführt werden, die sich um ein „unabhängiges, sachliches Urteil, um die Wahrheit bemühen“ – also in der Höchststufe Merkel und die linksgrünen Zwerge. In dieser „Demokratie“ hat das Volk nichts zu sagen! Nun kann Minkmar endlich seine Definition von Populismus anbringen:
Darum kann eine populistische Partei nie bürgerlich sein: Ihre Rhetorik, beispielsweise die Warnungen vor Überbevölkerung*, dem Untergang des Abendlandes* oder die These vom drohenden großen Bevölkerungsaustausch* - all das dient allein dem Zweck, die Zuhörerinnen und Zuhörer emotional aufzuwühlen.

spiegel.de 3.9.2019
Alle Dinge, die für das Wohlergehen und die Zukunft des Volkes von Bedeutung sind (außer dem Klima), dürfen nicht angesprochen werden. Insofern ist Minkmar geistesverwandt mit dem Arschlöcher-Kahrs von der „bürgerlichen“ SPD, der ebenfalls dafür eintritt, daß die AfD nicht alles sagen darf:
„So ist das, wenn man rechtsradikal oder rechtextremistisch ist. Deswegen gehören Sie auch verboten.“


Sigmar Salzburg

12.09.2019 10:53   Rechtschreibforum   >   Spiegel Online   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Vom Facebook des S-H Elternvereins e.V.

Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V. / G9 jetzt Schleswig-Holstein
10.09.19, 08:56

"Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat einen Eilantrag gegen den neuen staatlichen Islam-Unterricht in Hessen abgelehnt. Das Land ist somit nicht mehr auf einen Partner wie die umstrittene türkisch-islamische Union Ditib angewiesen,..."

Susanne Schröter
09.09.19, 22:40

Der "Zentralrat der Muslime in Deutschland" (ZMD) hatte gegen die Entscheidung des hessischen Kultusministeriums geklagt. Ein Dachverband, der die Nachfolgeorganisation der grauen Wölfe, das "Islamische Zentrum Hamburg", die zentrale Vorfeldorganisation der Mullahs in Deutschland und eine Reihe von Zentren und Vereinigungen versammelt, die der Muslimbruderschaft zugerechnet werden. Obwohl in diesem Fall nicht als Partner des Staates beteiligt, befürchtete der ZMD offenbar, dass dem politischen Islam eine zentrale Einflussmöglichkeit entzogen würde. Gut, dass das Verwaltungsgericht diesem Spiel einen Riegel vorgeschoben hat.


Kevin Kraus

11.09.2019 13:30   Veranstaltungen   >   Schleswig-Holsteinischer Elternverein e.V.   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Fehllesungen und Rechtschreibfehler sind ganz gefährlich!

Um 2000 machte ein Semitist unter dem Pseudonym Christoph Luxenburg mit einer Veröffentlichung auf sich aufmerksam, in der er behauptete, viele Stellen im Koran durch fehlgedeutete Wörter aus dem Syro-Aramäischen besser erklären zu können. Gern zitiert wurde, daß Mohammeds „Huri“ genannten Paradiesjungfrauen eine poetische Umschreibung für Weintrauben im angeblich in Mekka verbreiteten Aramäischen bedeuteten. Das scheint mir im Zusammenhang nicht möglich:
كَذَٰلِكَ وَزَوَّجْنَاهُم بِحُورٍ عِينٍ
„Genau so (wird's sein), dazu vermählen Wir sie mit (groß)äugigen Huris“ – Der Text bedeutet nach dem islamischen Gelehrten und Rechtsgutachter Mahmud al-Masri, „einem populären Prediger innerhalb und außerhalb Ägyptens“:
„… Unser Herr – er sei erhoben – wird Dir [gemeint sind die männlichen Zuschauer] zwei Gruppen von Ehefrauen im Paradies schenken: [die erste Gruppe] ‚Hur ‘Ain‘, diese hat unser Herr extra für uns im Paradies geschaffen. Allah – er sei erhoben – sagte: ‚Und wir werden sie mit holdseligen Mädchen [arab. Huru l-‘Ain] vermählen, die große, herrliche Augen haben.‘ (Sure 44, 54). Und – er sei erhoben – er sagte: ‚Wir haben sie als eine wunderbare Schöpfung erschaffen und sie zu Jungfrauen gemacht, liebevolle Altersgenossinnen‘ (Sure 56, 35-37).

Evang. Institut für Islamfragen, 18.4.2015
Das entscheidende Wort, das Luxenburgs Deutung unmöglich macht, ist „zawwajna“, „wir vermählen“, mit der Wortwurzel „zwj“, die „paaren, vermählen“ bedeutet. Warum sollte ein rechtschaffener Moslem nach seinem Tod mit Weintrauben vermählt werden?

Die Sure soll Mohammed in Mekka „offenbart“ worden sein. Dort lebte er noch unter der Fuchtel seiner 15 Jahre älteren Ehefrau und durfte sich sein Paradies nur im Jenseits vorstellen. Nachdem sie kurz vor der Hedschra gestorben war, konnte er sich dann über die erlaubten vier Frauen hinaus durch eine Sonderoffenbarung „Gottes“ mehr als zehn Ehefrauen genehmigen.

Siehe auch Fazıl Say


Sigmar Salzburg

10.09.2019 03:01   Rechtschreibforum   >   Andere Sprachen   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Prabel, bewährt im Denken und Schreiben



Ramelow oder Mohring, wer bekommt den Rückenwind vom Staatsfernsehen?

Veröffentlicht am 7. September 2019 von Wolfgang Prabel

In Sachsen und Brandenburg haben die beiden Regierungschefs Kretschmer und Woidke davon profitiert, daß die Medien wie der Duracell-Hase dafür getrommelt haben, daß die AfD nicht stärkste Partei wird. Es gab öffentlich-rechtlichen Rückenwind für die jeweiligen größeren Regierungsparteien, die kleinen Parteien wie Linke und FDP waren die Opfer der Schlußpropaganda.

Nun fragen sich die Experten welche Partei in Thüringen in der Endphase des Wahlkampfs von den Medien geheipt*) werden wird. Die Linke mit MP Ramelow oder die CDU unter Spitzenkandidat Mohring?**) ...

… weiter bei prabelsblog.de 7.9.2019

Wolfgang Prabel hat sich diesmal die Mühe gespart, seinen Artikel für Pi-News auch noch auf das dort erwünschte Dass-Deutsch umzustricken. Gut so!

*) „geheipt“ ist wohl eine Eindeutschung von „gehypt“ (gegen Kohle?). Trotz drängender Erleichterungsnotdurft hatten die „Reformer“ das noch nicht gewagt.

**) Ob nun das Staatsfernsehen für die SED-Nachfolger trommeln wird?


Sigmar Salzburg

09.09.2019 18:12   Rechtschreibforum   >   Andere Foren   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Gödels Gottesbeweis und die Wirklichkeit

Bei Spektrum.de schreibt der Astronom Florian Freistetter in seiner mathematischen Unterhaltungskolumne über den „Gottesbeweis“ des berühmten Logikers Kurt Gödel.

Dieser hatte 1930 mit dem „Gödelschen Unvollständigkeitssatz“ die Hoffnung des Mathematikers David Hilbert zunichte gemacht, Widerspruchsfreiheit in den wichtigsten mathematischen Systemen sicherstellen zu können. Mit seinem „Gottesbeweis“ hatte Gödel weniger Glück, obwohl sein Formalismus kürzlich durch Großrechnereinsatz für richtig befunden wurde.

Das liegt, etwas gewagt nach Böckenförde, daran, „daß die Wirklichkeit von Voraussetzungen lebt, die durch Axiome ihrer Gläubigen nicht garantiert werden können“. Ein solches Axiom hatte ich hier schon als sinnlos nahegelegt.

Freistetter folgt ähnlichen Gedanken und schreibt schließlich:
Kurz gesagt: Auch wenn die Logik des Gottesbeweises korrekt ist, ist das Ergebnis trotzdem nur so viel wert wie die Annahmen, auf denen es basiert. Um die Existenz Gottes nach der gödelschen Methode beweisen zu können, muss man davon ausgehen, dass sich Begriffe wie »göttlich« überhaupt eindeutig definieren lassen. Oder noch vereinfachter gesagt: Mit Mathematik lässt sich nur dann die Existenz Gottes »beweisen«, wenn man an die Existenz Gottes glaubt.
spektrum.de 8.9.2019
PS: Die Kleinschreibung der adjektivisch gebrauchten Eigennamen, der Spektrum in unterwürfigem Reform-Eifer immer noch folgt, ist hier erträglich – im Gegensatz zum „gödelschen Unvollständigkeitssatz“, den Freistetter geflissentlich vermeidet. Siehe auch dies.



Sigmar Salzburg

09.09.2019 13:56   Rechtschreibforum   >   Kirchen und Religion   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Sprachregelungen der Zwangsgebühren-Sender

Der „aus Versehen konservativ“ gewordene Kolumnist Jan Fleischhauer ist dem zunehmend linksextrem werdenden „Spiegel“ entflohen und schreibt jetzt für den „Focus“:
ARD und ZDF sind zur Ausgewogenheit verpflichtet, so steht es im Rundfunkstaatsvertrag. Warum ist es dann bloß so schwer, dort einen Journalisten zu finden, der in seinen Kommentaren nicht für die linke Sache trommelt?

Schon ein leichter Verstoß gegen den vereinbarten Sprachgebrauch hat Konsequenzen

... Das Gebot der Unparteilichkeit gilt insbesondere für Nachrichten und politische Sendungen.

Ich führe keine Strichliste, aber ...

Schon ein leichter Verstoß gegen den vereinbarten Sprachgebrauch, und sei es nur aus Tollpatschigkeit, hat Konsequenzen. Dass bereits die unbedarfte Verwendung des Begriffs „bürgerlich“ im Zusammenhang mit der AfD reicht, um einen Empörungssturm auszulösen (bis hin zu Forderungen nach Moderationsverbot für die arme MDR-Redakteurin, die den Begriff in ihrer Wahlsendung benutzte), beweist eben gerade nicht, wie weit die ARD nach rechts gerutscht ist: Es zeigt aus meiner Sicht das genaue Gegenteil...

focus.de 8.9.2019
Was unterscheidet die AfD von der CDU um 1982? Fast nichts. Und heute? Die AfD führt das Programm der CDU fast unverändert fort, während diese sich ideologisch total gewendet hat:

„Flüchtlinge“? „Jeder darf rein!“
Euro? „Retten auf Teufel komm raus !“
Islam? „Gehört zu Deutschland!“
EU? „Auflösungsmittel für Deutschland!“
Gender? „Das Heil der Gesellschaft!“

Mit Fug und Recht kann die AfD – im Gegensatz zur CDU – also als „bürgerlich konservativ“ bezeichnet werden. Vereinzelte nationale Töne ändern daran nichts.

Warum also diese irren Haßgesänge gegen die bürgerliche AfD? Weil die Linken und Links„liberalen“ in allen Institutionen schon glaubten, mit dem Merkel-Avatar die Abschaffung Deutschlands und der Deutschen gesichert zu haben – und nun ihre Felle davonschwimmen sehen.

Die AfD ist bürgerlich. Nur bei der „Tollpatschreform“ machen viele mit – es gibt schließlich Wichtigeres!



Sigmar Salzburg

09.09.2019 05:46   Veranstaltungen   >   Rundfunkzwangsbeitrag   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Archäologie:

In den Knochen der Römer
[...]
Patrilokalität konnten Forscher unter Leitung des Münchener Archäologen Philipp Stockhammer auch bei Skeletten der Bronzezeit aus Süddeutschland nachweisen. Corina Knipper vom Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie in Mannheim zeigte hier anhand von Strontium-Isotopen, dass die Mehrheit der Frauen im Lechtal vor 4000 Jahren aus Böhmen oder Mitteldeutschland kam, während die Männer zumeist aus der Region stammten.

"Wir denken, dass die Mobilität der prähistorischen Frauen die Antriebskraft für regionale und überregionale Kommunikation war", sagt auch Sandra Lösch. So konnte ein Austausch von Wissen und Technologie stattfinden, der am Ende der Steinzeit zur Verbreitung neuer Metalle wie Bronze und Eisen führte.

sueddeutsche.de 30.8.2019

Wie die Feminismusbrille doch den Blick verfälschen kann: Ich sehe da nicht weibliche Bronzegießer und Eisenschmiede auf Wanderschaft, sondern einen schwunghaften Handel mit eingefangenen und eingekauften Frauen.


Sigmar Salzburg

08.09.2019 10:59   Menschen   >   Der GenderInnenwahnsinn   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Fragwürdiger Kniefall bei der AfD

Die aus der AfD ausgeschlossene Landtagsabgeordnete v. Sayn-Wittgenstein wehrt sich in einer Pressemitteilung (in traditioneller Rechtschreibung!) gegen eine Begründung im Ausschlußurteil des AfD-Bundesschiedsgerichts:
Doris von Sayn-Wittgenstein 7. Sept. 2019

Völkerrechtliche und historische Ahnungslosigkeit

Bundesschiedsgericht und -vorstand mit unwürdigen Vorwürfen gegen Sayn-Wittgenstein

In der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ werden in der Ausgabe vom 6. September 2019 Auszüge aus dem Urteil des Bundesschiedsgerichts zum Ausschluß Doris v. Sayn-Wittgensteins wiedergegeben. Unter anderem wird folgender Aspekt angesprochen: „Zudem habe die bisherige Landesvorsitzende revisionistische Thesen hinsichtlich des deutschen Staatsgebiets vertreten, die ‚friedensgefährdend und unhaltbar‘ seien.“

Dazu erklärt v. Sayn-Wittgenstein in einer ausführlichen Stellungnahme:

Die Argumente des Bundesschiedsgerichts, aber auch die Zustimmung des Bundesvorstands zum Urteil zeugen sowohl von völkerrechtlicher als auch historischer Ahnungslosigkeit; schlimmer noch: sie sind Ausdruck einer menschenverachtenden Haltung zum Schicksal von 15 Millionen Deutschen und ihrer Nachkommen. Sogar Josef Stalin achtete und anerkannte das Heimatrecht der deutschen Vertriebenen und anerkannte die Rechtslage zu den deutschen Ostgebieten; verschiedene seiner an deutsche Regierungen gerichtete Noten lassen keinen andere Bewertung zu.

Der international renommierte Völkerrechtler Professor Alfred de Zayas, Mitglied im Kuratorium der Desiderius-Erasmus-Stiftung, betonte wiederholt, daß die „Vertreibungen bereits nach dem damals geltenden Völkerecht absolut unzulässig und in der an den Deutschen durchgeführten Form sogar verbrecherisch“ war. [...]

Daß der Bundesvorstand einer patriotischen Partei wie der Alternative für Deutschland ausgerechnet dieses zentrale Thema unserer jüngeren Geschichte zum Anlaß für einen Parteiausschluß nimmt, zeigt, was es mit seinem Rechtsstaatsverständnis auf sich hat. [...]

Das fortgesetzte Unrecht, das den deutschen Vertriebenen und ihren Nachfahren bis heute widerfährt, wird von einem Bundesschiedsgericht und von einem Bundesvorstand der Alternative für Deutschland zu einem Parteiausschluß mißbraucht.

Man wird sehen, ob die Parteimitglieder beim anstehenden Bundesparteitag im November die jetzigen Protagonisten erneut ins Amt wählen.

PRESSEMELDUNG 41/2019
Doris v. Sayn-Wittgenstein MdL, 7.9.19
Das AfD-Schiedsgericht hat anscheinend die Wortwahl der deutschen Kommunisten übernommen, die nach 1945 noch das Rückkehrrecht der Vertriebenen anerkannten, dann aber sogleich, wohl auf Moskauer Geheiß, jeden Gedanken daran als „Revisionismus und Revanchismus“ geißeln mußten.

1972 lehnte die CDU/CSU noch Willi Brandts Verzichtspolitik ab. Die betroffenen Heimatvertriebenen wurden ganz „demokratisch“ gar nicht erst gefragt.

Heute hat sich das kommunistische Gedankengut in „linksliberalen“ und sogar rechten Köpfen fest eingenistet. Um das unumkehrbar zu machen, ist das um ein Drittel geschrumpfte Deutschland noch zu einem Viertel durch Fremdvölker ausgedünnt worden.

Frau Sayn-Wittgenstein mußte sogar zugeben, daß sie nun froh ist, daß Polen wenigsten keine Besiedlung des ehemals deutschen Ostens mit Moslems zuläßt.




Sigmar Salzburg

08.09.2019 05:59   Bücher   >   Bewährt verfaßte Texte   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Die unheimliche Reformmacht

April 1954: Im Bertelsmann-Verlag erscheint die von Lutz Mackensen im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache verfasste Deutsche Rechtschreibung. Bis November werden sieben Auflagen mit insgesamt 140.000 Exemplaren verkauft.

27. Oktober 1955: Da das Bertelsmann-Wörterbuch in mehr als 100 Fällen vom Duden abweicht (z.B. außer Acht lassen, im Klaren sein, in Bezug auf, Recht haben, Maschine schreiben), verlangt die Dudenredaktion von der Kultusministerkonferenz der BRD eine „erneute staatliche Stellungnahme“, um eine „rechtschreibliche Anarchie“ zu verhindern.

1956: Der Bundesinnenminister und die Kultusministerkonferenz setzen einen „Arbeitskreis für Rechtschreibregelung“ ein und beauftragen diesen, Vorschläge zur Rechtschreibreform zu erarbeiten (konstituierende Sitzung: 4. Mai).

17. Dezember 1958: Der Arbeitskreis für Rechtschreibregelung legt die „Wiesbadener Empfehlungen“ vor. Ihre Punkte:

(1) Abschaffung der Substantivgroßschreibung ...

Auch diese Vorschläge stoßen – vor allem wegen der beabsichtigten Einführung der Kleinschreibung – in der Öffentlichkeit auf Widerstand.

24. März 1977: Am Institut für deutsche Sprache (Mannheim) wird die „Kommission für Rechtschreibreform“ (ab 2. Juni: „für Rechtschreibfragen“) gegründet. Leitung: 1977–1980 Heinz Rupp, 1980–1990 Hans Glinz, seit 1990 Gerhard Augst.

Mai 1979: Die „Kommission für Rechtschreibfragen“ legt auf einer Arbeitstagung den Entwurf einer Neuregelung der Groß- und Kleinschreibung im Sinne der „gemäßigten Kleinschreibung“ vor.

1980: Die „Kommission für Rechtschreibfragen“ (BRD) und die „Forschungsgruppe Orthographie“ (DDR) * schließen sich mit der „Arbeitsgruppe Rechtschreibreform der schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren“ und der „Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe des Koordinationskomitees für Orthographie beim Bundesministerium für Unterricht und Kunst“ (Wien) anlässlich eines Germanistenkongresses in Basel zum „Internationalen Arbeitskreis für Rechtschreibreform“ (später: für Orthographie) zusammen, der anfangs zweijährlich, ab 1986 jährlich tagt.

19. Juli 1988: Etwa einen Monat vor dem geplanten Termin veröffentlicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel von Gerhard Augst, in dem der Vorschlag zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung des Instituts für deutsche Sprache ausführlich vorgestellt wird. [...]

17. Oktober 1988: Offizielle Übergabe des Neuregelungsvorschlags an die staatlichen Vertreter. Sofort nach Bekanntwerden kommt es zu heftigen Protesten in der Presse, vor allem gegen die neuen Wortschreibungen („Frefler greift in die Seiten“, „Wenn der Keiser küsst oder Meis isst“, „Es ist etzend, wenn der Keiser Bot fehrt“, „Ein Kapiten gedänkt Ale zu fangen“, „Katastrofal unfäre sprache“, „Kein Keiser auf dem Tron hat R(h)euma“, „Ein Frefel im Mei“ usw.).

31. März 1996: Die Ministerpräsidentenkonferenz erklärt endgültig ihre Zustimmung zum Reformvorschlag der Kultusministerkonferenz.

19. April 1996: Das Bundeskabinett billigt den Neuregelungsentwurf.

26. Juni 1996: Das Bundesverfassungsgericht lässt eine Verfassungsbeschwerde des Staatsrechtlers Rolf Gröschner gegen die Rechtschreibreform nicht zu, da dieser von dem angefochtenen Vorhaben nicht selbst betroffen sei.

2. Juli: Das erste Rechtschreibwörterbuch in neuer Orthographie erscheint (Bertelsmann, Die neue deutsche Rechtschreibung). Es setzt das amtliche Regelwerk an zahlreichen Stellen fehlerhaft und inkonsequent um (z.B. bleuen, blau machen, frei haben, fertighaben, kurztreten, probefahren, Maschine(n) geschrieben, gleichgesinnt, vielsagend, soviel, soweit, jedesmal, altwienerisch, Corpus delicti, Fin de siècle, Voltasche Säule, an … Statt usw.).

August 1996: Zehn deutsche Bundesländer führen die Neuregelung in den Grundschulen ein.

7. Oktober: Der hessische Kultusminister Hartmut Holzapfel (SPD) wirft dem Duden in einem Spiegel-Interview (41/1996) vor, er vermische „die neuen amtlichen Regeln mit eigenen Empfehlungen in einer Weise, die für den Benutzer schwer durchschaubar ist“. Es gebe jedoch „eine Alternative aus einem Gütersloher Verlag, die diese gravierenden Mängel nicht aufweist“.

Nach http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte

Prof. Th. Ickler: Daß der Angriff auf den Duden - und zwar ein durchaus auch wirtschaftlich interessierter Angriff - ein Hauptmotiv der Reform war, plauderte der führende österreichische Reformer Karl Blüml aus:

"Das Ziel der Reform waren aber gar nicht die Neuerungen. Das Ziel war, die Rechtschreibregelung aus der Kompetenz eines deutschen Privatverlages in die staatliche Kompetenz zurückzuholen." (Standard 31. 1. 1998)

Von dieser Änderung sollte vor allem der Bertelsmannkonzern profitieren, der auf seiner Internetseite stolz verkündet:

"In der Folge (der Rechtschreibreform) wird Bertelsmann neben Duden der zweite deutsche Wörterbuchverlag."...

Theodor Ickler 1.7.2002

Die Kultusminister müssen nicht umgestimmt werden, sie wissen Bescheid und wollen keinen Kompromiß, sondern sie wollen die ganze Reform loswerden. Wie berichtet, hat mir dies schon im Sommer vorigen Jahres ein Vertrauensmann aus der KMK mitgeteilt. Allerdings müsse der Stoß von außen, "von unten" kommen, d. h. von der Presse [auch von der in Bertelsmann- oder SPD-Besitz? S.S.], denn die Kultusminister sehen sich außerstande, von sich aus das ganze verfehlte Unternehmen abzublasen... Freilich müßten die Kultusminister diese Lösung gegen die Weltmacht Bertelsmann durchsetzen, was ich für nahezu ausgeschlossen halte.

Theodor Ickler 15.10.2003

Matthias Dräger: Besch und die Bertelsmann-Stiftung?

1997 fand in Bonn im "Haus der Geschichte" eine öffentliche Veranstaltung zur Rechtschreibreform statt ... Mit von der Partie waren Augst, Innenminister Schily (für die SPD; Schily hatte sich nach eigener Aussgage ganze 30 Minuten auf die Thematik vorbereitet, indem er diese Zeit mit Prof. Augst gesprochen hat!) und Staatssekretär Besch.

Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, u. a. aber auch daran, daß ich, als ich gegen Ende der Veranstaltung auch einmal das Wort ergreifen durfte, dem Podium vorhielt, die Rechtschreibreform werde doch nach allen Umfragen von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt, und warum man es dann trotzdem mache.

Dieser Einwand wurde von Herrn Staatssekretär Besch sinngemäß so beantwortet: „Das ist mittlerweile auch uns (damit meint er er wohl die Reformer) bekannt, aber der Euro wird ja auch von 60 Prozent der Bevölkerung abgelehnt, und trotzdem wird es gemacht.

Staatsrat Besch ist übrigens seit 1997 Bertelsman-Co-Autor (Bildungsinnovation durch Medien, Bertelsman-Stiftung, 1997). Die Fäden zum Versuch der Durchsetzung der Rechtschreibreform laufen also möglicherweise doch bei den Bertelsmännern, evtl. auch bei der entsprechenden Stiftung zusammen.

Auch von Prof. Lutz Götze und Dr. Klaus Heller ist bekannt, daß sie Beziehungen zum Hause Bertelsmann unterhalten; dann bleibt auch die Frage, warum der frühere Pressesprecher von Zehetmair, Toni Schmid, im Kultusministerium bei Kollegen den Spitznamen Bertelsmann-Schmid weg hatte - Zufall? Zur Erinnerung: Daß Bayern sich zustimmend zur Rechtschreibreform äußerte, war das Werk von Toni Schmid; sein Chef erfuhr davon aus der Zeitung...

Matthias Dräger 13.07.2001

April 1999: Das Bertelsmann-Rechtschreibwörterbuch erscheint in einer „grundlegend erweiterten und aktualisierten Ausgabe“. Sie lässt eine Reihe von Schreibungen zu, die im amtlichen Regelwerk nicht vorgesehen sind, jedoch mit den Vorschlägen der Zwischenstaatlichen Kommission vom Dezember 1997 übereinstimmen (z.B. blutsaugend, erfolgversprechend, furchterregend, nichtssagend, vielversprechend, weitreichend)

http://neu.gutes-deutsch.de/geschichte

Der globale Bildungsehrgeiz der Bertelsmänner ist aber umfassender, besonders nach dem Ausstieg aus dem Lexikongeschäft:

change
Das Magazin der Bertelsmann Stiftung
2/2010

Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner und Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, unterschrieben gemeinsam die Vereinbarung.

Berlin setzt auf Engagement von Jugendlichen
Als Modellregion beteiligt sich Berlin an „jungbewegt“, einem bundesweiten Bildungsprojekt der Bertelsmann Stiftung.

Wie religiös sind wir
Mit Hilfe der neuen Unterrichtseinheit können Schüler ein Bewusstsein für die eigene Religiosität entwickeln.

http://www.religionsmonitor.de (wurde auch dem Papst vorgestellt)

http://www.lehrer-online.de/religionsmonitor.php
nachrichtenbrett.de 11.11.2010

(Das Gutmenschenmädelquartett Angela Merkel, Friede Springer, Liz Bertelsmann-Mohn und Annette Schavan läßt grüßen)

Ein aktueller Leserkommentar zum Artikel von Alexander Wendt bei tichy:
„Wie das ZDF Merkels Entscheidung von 2015 umdichtete“

Dazu Leser Peter Mueller:

Der Zeitablauf:
– 2001 erstellt die UN eine Studie zur „Bestandserhaltungsmigration“.
– 2009 beschließt die EU ein „Neuansiedlungsprogramm“.
– Im Mai 2011 warnte der Kabarettist Hagen Rether vor einer Flüchtlingswelle, wie sie dann 2015 tatsächlich kommt. Das Problem war also lange bekannt. Zu dieser Zeit zerbombte man (auch mit ausdrücklicher Billigung der Grünen) gerade Gaddafis Libyen, das bis dahin die Völkerwanderung aus Afrika unterbunden hatte.
– 2013 erstellt das Weltwirtschaftsforum Davos die Migrationsagenda „The Business Case of Migration“ (Warum Migration gut fürs Geschäft ist).
– 2013 beginnt auch Bertelsmann mit einer flächendeckenden Propagandakampagne pro Migration. Zudem koordiniert Bertelsmann zum Thema Migration Regierungsentscheidungen....

tichyseinblick.de 6.9.2019


Sigmar Salzburg

07.09.2019 11:34   Verlage   >   Bertelsmann   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Schlossseppl

Wikipedia: Der Zusatz vulgo war im 18. und 19. Jahrhundert üblich, um beispielsweise in einem Eintrag in Kirchenbüchern jemanden genauer zu kennzeichnen. Er wird auch im 21. Jahrhundert in ländlichen Gegenden verwendet, um Bauernhöfe unabhängig vom Familiennamen der jeweiligen Besitzerfamilien zu bezeichnen. Solche „Vulgonamen“ enthalten nicht selten Hinweise auf wirtschaftliche Funktionen des jeweiligen Hofes (z. B. Schlossseppl als Bauernhof bei einem früheren Schloss oder Gratzen auf eine frühere Verwaltungs- oder Verteidigungsfunktion). In Österreich ist die Verwendung des „Hausnamens“ bzw. des „Vulgonamens“ auch heute noch verbreitet.

„Schlossseppl“ wurde in die Liste der „sss-Greuel“ aufgenommen.


Sigmar Salzburg

07.09.2019 03:32   Rechtschreibforum   >   Nein zu Heyse 2   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Hauptsache falsch. Das Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein

Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LISSH)
Suche im Gesamtbestand seit 1946

http://lissh.lvn.ltsh.de/

Falsche Begriffe
Falsche Datumangaben

http://lissh.lvn.ltsh.de/shlt/iud/lissh-informationsdienst/lissh-info_volksinitiative_sh.pdf

Seite 3 von 10 durchlesen und den Kopf schütteln, über die Infos, die im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein angeboten werden.

Da wundert es mich nicht, wie groß der Wahlgewinner ist.

Norbert Lindenthal

06.09.2019 05:21   Volksentscheid   >   Schleswig-Holstein: Fakten zum Volksentscheid   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Volksgesetzgebung

In der „KommunalPraxis N Nr. 4/2000“ schrieb Dr. Klaus Fromm, Ministerialrat im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Kiel:
Rechtschreibreform in Schleswig-Holstein
[...]
Auf der Grundlage des Volksentscheids vom 27. September 1998 ist durch Gesetz vom 21. Dezember 1998 die Vorschrift des § Abs. 10 SchulG eingefügt worden, die wie folgt lautet: „In den Schulen wird die allgemein übliche Rechtschreibung unterrichtet. Als allgemein üblich gilt die Rechtschreibung, wie sie in der Bevölkerung seit langem anerkannt ist und in der Mehrzahl der lieferbaren Bücher verwendet wird." Diese Gesetzesänderung hat der Schleswig-Holsteinische Landtag durch Gesetz vom 21. September 1999 wieder rückgängig gemacht, und zwar durch Streichung des § 4 Abs. 10 SchulG.
[vollständig hier]
Es handelt sich also um ein Gesetz des Volkes, das erst 85 Tage nach dem Volksentscheid am 21.12.1998 in das Schulgesetz eingefügt wurde – nicht um eine „Änderung durch die Volksinitiative“. Das Gesetz wurde nach nur neunmonatiger Gültigkeit (274 Tage) am 21. September, schon 4 Tage nach dem Annullierungsbeschluß des Parlaments am 17. September 1999, ersatzlos gestrichen.

Dr. Fromm und die Gerichte begründeten die Zulässigkeit rabulistisch damit, daß in der Verfassung Volk und Parlament als Gesetzgeber gleichrangig nebeneinander stünden – also der Souverän und sein Hilfspersonal.



Sigmar Salzburg

06.09.2019 03:52   Volksentscheid   >   Schleswig-Holstein: Fakten zum Volksentscheid   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln


Re: Zur Dokumentation des Volksentscheids von 1998

Zitat:
Ursprünglich eingetragen von Sigmar Salzburg
… Was mich auch interessiert hätte, aber wohl kaum noch herausgegeben wird, wäre die Anwesenheitsliste der Kieler Landtagsabgeordneten am Tag der Annullierung des Volksentscheids am 17. September 1999. Vielleicht hat ja doch noch dem einen oder anderen Abgeordneten das Gewissen geschlagen, und er hat die Abstimmung geschwänzt.

Ein alter Sozialdemokrat, der außer mir der einzige Zuhörer bei der vorausgehenden „Debatte“ am 15. September war, wiederholte immer wieder, man solle den Volksentscheid nicht angreifen.



http://lissh.lvn.ltsh.de/shlt/iud/lissh-informationsdienst/lissh-info_volksinitiative_sh.pdf
Hier wird ein "Dokument" angeboten, in dem folgendes notiert steht (Seite 3 von 10):

Gesetzentwurf der
Volksinitiative angenommen durch
Volksentscheid
vom 27.09.1998
(Drucksache
14/1805), Streichung der durch die
Volksinitiative eingeführten Änderung durch Gesetz
vom 21.09.99

Warum heißt es nicht: „Streichung der durch den Volksentscheid eingeführten Änderung …“ ? Denn es wurde ja der Wille der abstimmenden schleswig-holsteiner Menschen zunichte gemacht, nicht eine Änderung einer Vorstufe, der Initiative. Volksentscheid ist mehr als Volksinitiative, da liegen 2 Jahre Arbeit, Hoffnung und Bewußtseinsbildung dazwischen, und das Volksbegehren als 2. von 3 Stufe.

Die Suchmaschine könnte auch das Gesuchte finden, warum nicht?

Hier eine Suchmaschine des Landtags:
Ich suchte Volksentscheid 1999
Die Suchmaschine müßte sein:
http://www.landtag.ltsh.de/suche/index.html?

Norbert Lindenthal

05.09.2019 16:53   Volksentscheid   >   Schleswig-Holstein: Fakten zum Volksentscheid   Beitrag im Faden   Beitrag einzeln